Bad 3×2 Meter umbauen: Dusche plus Wanne oder Dusche plus Platz? (2026)

Ein Bad mit den Maßen 3 × 2 Meter – also rund 6 m² – ist der Klassiker in Reihenhäusern, Doppelhaushälften und vielen Geschosswohnungen aus den 1960er- bis 1990er-Jahren. Es ist groß genug, um mehr als eine Nasszelle unterzubringen, aber klein genug, dass jede Entscheidung über Grundriss und Sanitärobjekte wehtut. Genau hier stellt sich beim Umbau die Frage, die dieser Ratgeber beantwortet: Sollen Badewanne und Dusche nebeneinander Platz finden – oder wird die Wanne geopfert, damit die Dusche und der Raum drumherum besser werden? Die Antwort ist keine Geschmacksfrage. Sie hängt davon ab, wer das Bad nutzt, wie alt die Nutzer sind, ob irgendwann Pflege dazukommen kann und wie viel Sie investieren wollen. Wer zuerst die Grundlagen des Wannenumbaus lesen möchte, findet sie unter Wanne zur Dusche umbauen. In diesem Beitrag geht es um die Grundriss-Entscheidung selbst: mit realistischen Maßen, drei Aufteilungsvarianten und einer ehrlichen Kostenperspektive.
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Erst die Bilanz: Was 6 m² wirklich hergeben
Ein Raum von 3,00 × 2,00 m hat eine Wandlänge von 3 Metern auf der langen und 2 Metern auf der kurzen Seite. Gemessen wird übrigens nie im Rohbau, sondern zwischen den fertigen Wänden – nach Putz und Fliesen bleiben oft nur 2,90 × 1,95 m übrig. Diese zwei Zentimeter hin oder her entscheiden am Ende, ob eine Kombination passt.
Auf den ersten Blick klingt 6 m² großzügig. Die Rechnung ernüchtert, sobald die Standardobjekte liegen:
| Objekt | Typisches Maß | Platzbedarf mit Abständen |
|---|---|---|
| Badewanne | 170 × 75 cm | 175 × 80 cm |
| Duschplatz (begehbar) | 90 × 90 cm | 95 × 95 cm |
| Waschtisch | 60–80 cm breit | 60–80 × 60 cm |
| WC (nur wenn im Bad) | 60 × 35 cm | 80 × 70 cm mit Abstand |
| Bewegungsfläche vor Waschtisch/Dusche | – | mind. 90 × 90 cm, besser 120 × 120 cm |
Ein wichtiger Punkt vorab: In diesem Beitrag gehen wir von einem Bad ohne WC aus (WC separat im Flur – der häufigste Fall in Reihenhaus und Geschosswohnung der Baujahre 1960–1990). Sitzt das WC mit im 3×2-Raum, schrumpft der Spielraum für Wanne und Dusche erheblich – dann ist die Kombination aus Wanne und separater Dusche praktisch ausgeschlossen, weil Tür, WC und Bewegungsflächen den Rest der Fläche beanspruchen. In dem Fall lohnt der Blick in den Ratgeber Badumbau im kleinen Bad: Dusche statt Wanne auf wenig Platz (2026).
Die entscheidende Größe ist nicht die Gesamtfläche, sondern die lange Wand. An ihr stehen Wanne oder Dusche üblicherweise entlang. Drei Meter klingen nach viel, aber: Tür (80 cm) frisst an der kurzen Seite den Zugang, und vor jedem Objekt braucht es Bewegungsfläche. Wer beides – Wanne 170 und Duschplatz 90 – an eine Wand reihen will, braucht 170 + 90 = 260 cm nur für die beiden Nassstellen. Bleiben 40 cm für Waschtisch und Rest – das funktioniert nicht. Deshalb steht am Anfang jedes 3×2-Umbaus die Frage, ob Wanne und Dusche gegenüberliegend oder in Reihe angeordnet werden können.
Variante A: Dusche und Wanne behalten – der Spagat
Die Kombination „Wanne plus separate Dusche“ ist im 3×2-Bad möglich, aber nur unter drei Bedingungen: Das WC steht woanders, die Tür sitzt an der kurzen Seite, und Sie akzeptieren, dass der Raum dicht möbliert ist.
Ein tragfähiges Beispielmaß (Richtwerte, 2,90 m nutzbare Länge):
- Badewanne 170 × 75 an der langen Wand, links,
- Eckdusche 90 × 90 in der hinteren Ecke derselben Wand,
- dazwischen eine Wandnische für Pflegeprodukte,
- Waschtisch 60 cm an der gegenüberliegenden Wand,
- Bewegungsfläche in der Raummitte: ca. 100 × 100 cm.
In dieser Aufteilung steht die Wanne an der langen Wand, die Dusche nutzt die Ecke an der Stirnseite – so überlappen sich ihre Bedienflächen nicht. 170 + 90 = 260 cm passen an eine 290er-Wand nur, wenn die Dusche in der Ecke sitzt und die Wanne nicht bündig abschließt. Der Waschtisch wandert dann auf die Gegenseite, was im Zweifel den Wasseranschluss versetzen heißt – eine Position, die im Angebot auftauchen sollte.
Drei Stolpersteine sind bei Variante A typisch:
- Bewegungsflächen werden klein. Vor der Dusche bleiben oft nur 80–90 cm Tiefe. Zum Wannenrand hin wird es eng, wenn dort auch noch der Handtuchhalter hängt.
- Der Wannenrand bleibt das Sturzrisiko. Wer die Wanne für Kinder oder Wellness behalten will, aber weiß, dass ältere Nutzer oder ein Pflegegrad dazukommen können, plant die Kombination auf Zeit. Duschaufsatz und Haltegriffe mildern das, lösen es nicht – mehr dazu im Beitrag Dusche und Badewanne kombinieren: Platz, Lösungen und Kosten (2026).
- Barrierefrei ist die Kombination nicht. Die DIN 18040-2 verlangt für barrierefreie Duschen mindestens 120 × 120 cm Duschfläche plus Bewegungsfläche – das passt neben einer Wanne in 6 m² nicht. Wer heute für morgen plant, sollte wissen: Eine Wanne, die später weichen muss, kostet beim zweiten Umbau doppelt Bodenarbeit.
Wer die Wanne behält, aber trotzdem mehr Duschkomfort will, findet einen Mittelweg in der Duschwanne über der Wanne mit Duschaufsatz – sie kostet nur einige hundert Euro, ändert den Grundriss aber nicht.
Variante B: Wanne raus, Dusche mit Luft
Die Alternative lautet: Badewanne ausbauen, an ihrer Stelle eine bodengleiche oder bodennahe Dusche einrichten und die gewonnene Fläche dem Raum zurückgeben. Im 3×2-Bad sieht das Beispielmaß so aus (Richtwerte):
- Duschplatz 100 × 100 cm (in der Wannennische, offen oder mit Glaswand),
- Waschtisch 80 cm mit Unterschrank an der langen Wand,
- Hochschrank oder Regal für Handtücher und Vorrat,
- Bewegungsfläche 120 × 120 cm vor Dusche und Waschtisch,
- optional Duschbank, Wäschekorb oder Ablage dort, wo vorher die Wanne stand.
Der Unterschied zur Variante A ist nicht die eine Dusche mehr – es ist die Luft im Raum. Plötzlich passt ein begehbarer Duschplatz mit 20–30 cm Luft zu jeder Seite, der Waschtisch kann breiter werden, und vor der Dusche bleibt eine Fläche, auf der man sich mit dem Handtuch drehen kann, ohne das Waschbecken zu streifen.
Genau diese Luft ist es, die das 3×2-Bad im Alter funktionsfähig hält. Ein Duschplatz von 100 × 100 cm mit schwellenlosem Einstieg, Haltegriff und Duschhocker ist ein anderes Sicherheitsniveau als eine 90er-Eckdusche zwischen Glaswänden – bei fast gleichem Platzbedarf. Wer sich unsicher ist, welche Duschfläche die richtige ist, findet den Vergleich der gängigen Maße im Beitrag Dusche 90×90 oder 120×90: Maße, Komfort und Barrierefreiheit im Vergleich.
Drei Grundrisse für den 3×2-Raum im Vergleich
Die folgende Übersicht zeigt drei realistische Aufteilungen für 3 × 2 Meter (WC separat vorausgesetzt). Alle Maße sind Richtwerte für die Planung, kein Ersatz für ein Aufmaß vor Ort:
| Variante | Aufteilung | Bewegungsfläche | Für wen |
|---|---|---|---|
| A1: Wanne 170 + Eckdusche 90×90 | Wanne an der Längswand, Eckdusche in der Ecke, Waschtisch 60 gegenüber | eng (ca. 80–100 cm in der Mitte) | Familien mit Kindern, die baden wollen; Nutzer ohne Mobilitätseinschränkung |
| A2: Wanne 170 mit Duschaufsatz | Nur eine Nassstelle; Duschen über der Wanne | großzügig | Alle, die nicht täglich separat duschen müssen; kleinster Eingriff, günstigste Lösung |
| B: Bodengleicher Duschplatz 100×100 (oder 120×90) | Dusche in der Wannennische, Waschtisch 80, Stauraum | großzügig, 120 × 120 möglich | Senioren, Menschen mit Gehhilfe, wer pflegegerecht plant oder fördern will |
Die Reihenfolge ist zugleich eine Kostenkurve: A2 ist der günstigste Eingriff (nur Armatur und Duschaufsatz, ab einigen hundert Euro), A1 verlangt den Einbau einer zweiten Nassstelle samt Fliesenarbeiten, B ist der klassische Wannenumbau mit Demontage, Bodenarbeiten und neuer Duschlösung. Wer von A1 auf B wechselt, spart später den zweiten Umbau – wer von A2 auf B wechselt, hat die Wanne zwischenzeitlich behalten und baut erst um, wenn es nötig wird. Die zeitliche Frage „jetzt oder später“ ist im Beitrag Badumbau: Jetzt oder später? Die Aufschieben-Kosten-Rechnung (2026) ausführlicher behandelt – dort finden sich auch die Argumente für die Zweistufen-Planung.
Die Entscheidung an Personen und Alltag hängen
Pauschal ist keine Variante „richtig“. Bewährt hat sich, die Entscheidung an vier Fragen festzumachen:
- Wer nutzt das Bad täglich? Baden Kinder oder badet ein Familienmitglied regelmäßig, hat die Wanne einen echten Nutzen, den eine Dusche nicht ersetzt. Wird nur noch geduscht – und das ist ab etwa 60 Jahren die Mehrheit –, ist die Wanne meist nur noch Sturzrisiko und Putzfläche.
- Wie beweglich sind die Nutzer? Wer sich am Wannenrand festhalten muss, einen Rollator nutzt oder unsicher auf den Beinen ist, für den ist der schwellenlose Duschplatz die sichere Lösung. Die Wanne ist dann ein Unfallschwerpunkt, kein Komfortgewinn. Mehr zum Thema Sturzrisiko: Sturzgefahr in der Badewanne: Risiken erkennen und Stürze vermeiden.
- Kann in den nächsten Jahren Pflege dazukommen? Nach einem Sturz, einer Hüft-OP oder mit wachsendem Pflegegrad wird das Bad zur Pflegestation. Eine bodengleiche Dusche mit Platz für Hocker und Helfer ist dann der Unterschied zwischen „Pflege zu Hause möglich“ und „Umzug ins Pflegeheim“. Die Planungsgrundlagen erklärt der Ratgeber Badumbau für die häusliche Pflege: Planung, Förderung und Checkliste (2026).
- Was bedeutet das Bad für den Wiederverkauf? Käufer der Generation 50+ filtern bei Besichtigungen nach dem Bad. Eine gepflegte, bodengleiche Duschlösung wertet auf; eine Kombination aus alter Wanne und enger Eckdusche wirkt dagegen überladen. Wer vermieten oder verkaufen will, sollte die Zielgruppe der Zukunft mitdenken – Details im Beitrag Dusche statt Badewanne: Wertsteigerung der Immobilie – Einschätzung mit Fakten.
Wer Kinder hat und trotzdem altersgerecht plant, muss nicht wählen: Die Wanne kann bleiben, solange sie gebraucht wird – vorausgesetzt, der spätere Umbau zur Dusche ist baulich vorbereitet. Konkret heißt das: den Boden in der Wannenzone bereits im heutigen Umbau so aufbauen, dass später ein Duschablauf ergänzt werden kann, und die Armaturenposition so wählen, dass sie für eine Dusche weitergenutzt werden kann. Solche Vorbereitung kostet wenig, wenn sie mitgeplant wird, und spart beim zweiten Umbau tausende Euro.
Was die Varianten kosten: Richtwerte für 2026
Die Kostenunterschiede zwischen den Varianten sind erheblich – und oft anders, als man denkt. Die Zahlen sind Marktorientierungswerte für 2026, keine Angebote (Grundlagen unter Badumbau-Kosten im Überblick):
| Variante | Typischer Kostenrahmen (Richtwerte 2026) | Bemerkung |
|---|---|---|
| Duschaufsatz an der Wanne (A2) | ca. 200–600 € | Material + Montage; kein Grundriss-Eingriff |
| Zusätzliche Eckdusche 90×90 neben der Wanne (A1) | ca. 2.500–5.000 € | Duschtasse oder gefliest, je nach Fliesenaufwand |
| Wanne raus, bodengleiche Dusche 100×100 (B) | ca. 5.000–8.000 € | inkl. Demontage, Abdichtung, Fliesenarbeiten |
| Kompletter Badumbau inkl. neuer Fliesen, Waschtisch (B+) | ca. 10.000–16.000 € | wenn das ganze Bad erneuert wird |
Zwei Kostentreiber sind im 3×2-Bad typisch: Erstens das Versetzen von Anschlüssen (Waschtisch auf die Gegenseite, Dusche an die Stirnwand) – jede Leitung, die im Estrich oder in der Wand neu geführt wird, kostet 300–800 € zusätzlich. Zweitens der Fliesenaufwand an der zweiten Nassstelle: Wer die Wanne behält und eine Dusche ergänzt, muss die Duschecke fliesen, abdichten und entwässern – das ist fast so teuer wie der komplette Wannenumbau, nur dass die Wanne zusätzlich geputzt und gepflegt werden will. Wer den Spagat aus Kostengründen macht, spart oft weniger als gedacht.
Wenn später Pflege dazukommt: Die Förderung einplanen
Die Pflegekasse bezuschusst wohnumfeldverbessernde Maßnahmen mit bis zu 4.180 € je Maßnahme[1] (§ 40 Abs. 4 SGB XI) – bei mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt bis zu 16.720 €[1]. Der Zuschuss ist an den Menschen gebunden, nicht ans Haus: Er gilt auch in der Mietwohnung, sofern der Vermieter zustimmt. Voraussetzung ist ein anerkannter Pflegegrad und ein Antrag vor Baubeginn. Für den 3×2-Raum heißt das konkret: Die geförderte Maßnahme ist in der Regel der Umbau der Wanne zur bodengleichen Dusche – die Kombination „Wanne plus Dusche“ wird nicht gefördert, weil sie die Wohnsituation für pflegebedürftige Menschen nicht barrierereduzierend verändert. Wer also mit Pflegegrad umbaut, entscheidet sich faktisch für Variante B, wenn er den Zuschuss nutzen will. Der KfW-Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[2] (Quelle: kfw.de); alternativ bleibt der zinsgünstige KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (bis 50.000 € je Wohneinheit)[3], der unabhängig vom Pflegegrad über die Hausbank läuft. Alle Details zum Verfahren stehen unter Badumbau mit Pflegekasse: Zuschuss bis 4.180 € nach § 40 SGB XI.
Ein Beispiel als Rechenhilfe (Richtwerte): Ein Paar (68/71) baut im 3×2-Bad die Wanne zu einer bodengleichen Dusche um, Frau hat Pflegegrad 2. Festpreis: 6.800 € inklusive Demontage, Abdichtung und Fliesen. Zuschuss: 4.180 €[1]. Eigenanteil: 2.620 €. Würde das Paar stattdessen die Wanne behalten und eine Eckdusche ergänzen (ca. 4.500 €), bliebe der Zuschuss außen vor – und das Bad wäre weder barrierefrei noch zukunftssicher.
Umbau-Ablauf und Zeitbedarf im 3×2-Raum
Der Ablauf unterscheidet sich im 3×2-Bad kaum von anderen Bädern – nur dass die Baustelle klein ist und Gewerke sich gegenseitig im Weg stehen, wenn nicht koordiniert wird. Typische Zeiten (Richtwerte):
- Systemlösung (Duschelement, Paneele, keine Fliesenarbeiten): 1–2 Tage, Bad abends oft wieder nutzbar.
- Geflieste bodengleiche Dusche: 3–6 Arbeitstage plus Trocknungszeiten; das Bad ist nach rund einer Woche wieder voll nutzbar.
- Kompletter Umbau mit neuen Fliesen im ganzen Raum: 1,5–3 Wochen inklusive Trocknungszeiten.
Im kleinen Raum wird die Logistik zum Zeitfaktor: Wanne, Duschelement und Fliesen müssen durch Tür und Flur – wer vorher Zugangswege freiräumt und einen Parkplatz für den Transporter reserviert, spart echte Stunden. Wie sich die Bauzeit gezielt verkürzen lässt, zeigt der Beitrag Badumbau Bauzeit verkürzen: Systemlösung vs. Fliesen, Planung und Parallelarbeit; wer nur wenig Zeit hat, findet in Badumbau in 24 Stunden: Was an einem Tag wirklich möglich ist die Grenzen des Machbaren.
Checkliste für den 3×2-Meter-Umbau
- [ ] WC-Situation geprüft (im Bad oder separat?) – entscheidet über Kombinierbarkeit
- [ ] Aufmaß zwischen den fertigen Wänden genommen (nicht Rohbaumaß)
- [ ] Grundriss-Variante gewählt: A1 (Wanne + Eckdusche), A2 (Duschaufsatz) oder B (Dusche + Platz)
- [ ] Anschlüsse geprüft: Muss der Waschtisch auf die Gegenseite? (Kostenfaktor!)
- [ ] Duschmaß festgelegt (100×100 als Kompromiss zwischen 90×90 und DIN 120×120 geprüft)
- [ ] Bewegungsfläche von mind. 90 cm, besser 120 cm vor Dusche und Waschtisch eingeplant
- [ ] Nutzerperspektive geklärt: Kinder, ältere Nutzer, Pflege in den nächsten Jahren?
- [ ] Förderung geprüft: Pflegegrad vorhanden? Antrag vor Baubeginn stellen
- [ ] Drei Angebote mit Festpreis eingeholt (Demontage, Entsorgung, Abdichtung inklusive)
- [ ] Materialentscheidung (Fliesenformat, Armaturen) vor der Angebotsphase getroffen
Die häufigsten Fragen
Passt eine Badewanne 170 cm und eine Dusche in ein 3×2-Bad?
Ja, wenn das WC separat steht und die Dusche als Eckdusche 90×90 in der Ecke sitzt. Der Waschtisch muss dann meist auf die gegenüberliegende Wand. Gemessen wird zwischen den fertigen Wänden – oft bleiben von 3,00 m nur 2,90 m.
Was kostet es, im 3×2-Bad Wanne und Dusche zu kombinieren?
Als Richtwert für 2026: 2.500–5.000 € für die ergänzende Duschlösung, wenn die Wanne bleibt. Entscheidend sind Fliesenaufwand und die Frage, ob Leitungen versetzt werden müssen. Die günstigste Zwischenlösung ist der Duschaufsatz an der Wanne (200–600 €).
Lohnt sich eine bodengleiche Dusche in einem 3×2-Bad?
Ja – 6 m² reichen für einen begehbaren Duschplatz von 100×100 cm oder mehr, solange die Wanne weicht. Damit bleiben Waschtisch, Stauraum und eine Bewegungsfläche von 120×120 cm möglich. Genau diese Kombination ist die Grundlage für ein altersgerechtes Bad.
Warum wird die Kombination aus Wanne und Dusche nicht gefördert?
Der Zuschuss der Pflegekasse (§ 40 Abs. 4 SGB XI, bis 4.180 €)[1] gilt für Maßnahmen, die die Wohnsituation barrierereduzierend verändern – der Austausch der Wanne durch eine bodengleiche Dusche ist der Standardfall. Eine zusätzliche Dusche neben der Wanne beseitigt das Sturzrisiko am Wannenrand nicht und wird in der Praxis nicht als förderfähige Maßnahme anerkannt.
Ist ein 3×2-Bad mit Wanne für Senioren sicher machbar?
Nur mit Einschränkungen. Wanneneinstiegshilfen, Haltegriffe und ein Duschaufsatz senken das Risiko, beseitigen aber den gefährlichsten Punkt nicht: den überhöhten Wannenrand. Wer unsicher steht, sollte den Umbau zur bodengleichen Dusche ernsthaft prüfen.
Wie lange dauert der Umbau in einem 3×2-Bad?
Bei einer Systemlösung 1–2 Tage, bei einer gefliesten bodengleichen Dusche rund eine Woche inklusive Trocknungszeiten, beim kompletten Badumbau 1,5–3 Wochen (Richtwerte). Die Projektzeit vom ersten Angebot bis zum Baubeginn liegt meist bei vier bis acht Wochen.
Fazit
Ein 3×2-Meter-Bad zwingt zur Entscheidung: Wanne oder Raum. Die Kombination aus Wanne und separater Dusche ist in 6 m² nur mit Kompromissen machbar – enge Bewegungsflächen, kein barrierefreier Standard, doppelte Putz- und Pflegeflächen. Wer auf die Wanne verzichtet, gewinnt eine bodengleiche Dusche mit Luft drumherum, mehr Stauraum und ein Bad, das auch mit 80 Jahren noch funktioniert. Die Kosten beider Wege liegen näher beieinander, als viele vermuten – und mit Pflegegrad macht der Zuschuss von bis zu 4.180 €[1] die Entscheidung für die Duschlösung zusätzlich attraktiv. Wer seine konkreten Maße mit einer Fachfirma durchspielen möchte, findet unter Wanne zur Dusche umbauen den passenden Einstieg.
Quellen
- DIN 18040-2 (Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen): https://www.dinmedia.de/de/norm/din-18040-2
- § 40 Abs. 4 SGB XI (Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
- KfW, Antragsstopp Zuschuss 455-B (31.07.2026) und Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de
- pflege.de, Wanne zur Dusche – Kosten und Ablauf: https://www.pflege.de/barrierefreies-wohnen/badezimmer/wanne-zur-dusche/
- obi.de, Badplanung und Duschkabinen-Maße: https://www.obi.de
- altersgerecht-modernisieren.de, Kostenübersicht Badumbau 2026: https://altersgerecht-modernisieren.de
Stand: September 2026. Alle Maße und Kosten sind Richtwerte zur Planung und ersetzen kein Aufmaß und kein Angebot vor Ort.
Quellennachweise
- § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, bis 4.180 € je Maßnahme bzw. 16.720 € je gemeinsamer Wohnung): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html ↩
- KfW, Antragsstopp Zuschuss 455-B vom 31.07.2026 (2026er-Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026): https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html ↩
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen" (bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/ ↩
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