Badumbau in Nürnberg: Wanne zur Dusche umbauen – Kosten, Ablauf und Förderung (2026)


Nürnberg ist eine Stadt mit vielen Gesichtern: die denkmalgeschützte Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, das einstige Arbeiterviertel Gostenhof, heute ein lebendiges Kreativquartier, der alte Stadtteil St. Johannis und die Großsiedlung Langwasser. Rund 530.000 Menschen leben in der fränkischen Metropole, ein großer Teil zur Miete. Wer die alte Badewanne gegen eine sichere Dusche tauschen möchte, muss in der Altstadt und in Sanierungsgebieten neben der Technik auch das Denkmalschutzrecht im Blick haben – und kann sich über Förderung freuen: Die Pflegekasse zahlt bundesweit bis zu 4.180 €[1], und der Freistaat Bayern fördert die behindertengerechte Anpassung von Wohnraum mit einem Baudarlehen. Dieser Ratgeber zeigt, wie der Umbau in Nürnberg abläuft.
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Warum eine Fachfirma aus Nürnberg?
- Kurze Wege: Ein Betrieb aus Nürnberg ist schnell vor Ort – für den Ersttermin, Rückfragen und eventuelle Nachbesserungen.
- Ortskenntnis: Fachleute aus der Region kennen die typischen Gebäude – vom denkmalgeschützten Altbau über das Gründerzeithaus bis zur Großsiedlung – und die üblichen Probleme wie alte Leitungen, Holzbalkendecken oder knappe Raummaße.
- Keine langen Anfahrten: Bei einem Anbieter aus der Region entfallen Anfahrtskosten.
- Erreichbarkeit: Ein lokaler Ansprechpartner bleibt auch bei Gewährleistungsfragen erreichbar – ein Fernangebot nach Fotos nicht.
Ein Angebot, das nur anhand von Fotos erstellt wird, kann die Gegebenheiten vor Ort nicht beurteilen: Untergrund, Leitungsführung und Raummaße sind am Bildschirm nicht zuverlässig zu bewerten. Deshalb lohnt sich der Vergleich von Betrieben aus Nürnberg und dem unmittelbaren Umkreis.
Was der Badumbau in Nürnberg kostet
Als Orientierung für Nürnberg gelten diese Spannen (Stand 2026):
| Ausführung | Kostenrahmen |
|---|---|
| Systemlösung mit Duschtasse und Wandpaneelen | ca. 3.000–5.000 € |
| Bodengleiche, geflieste Dusche | ca. 5.000–8.000 € |
| Übliche Pauschale im Standardfall | ca. 4.000–6.000 € |
Quellen: pflege.de, altersgerecht-modernisieren.de (Kostenübersicht 2026).
Die tatsächlichen Kosten hängen von Raumgröße, Untergrund, Materialwahl und dem Umfang der Nebenarbeiten ab. In den genannten Spannen sind Demontage der Wanne, Entsorgung, Abdichtung und die neue Dusche in der Regel enthalten – sofern das Angebot sie ausdrücklich aufführt. Zusätzlich können Elektroarbeiten, ein neuer Handtuchheizkörper, Duschabtrennungen mit Sondermaßen oder Fliesenarbeiten über den Duschbereich hinaus anfallen. In denkmalgeschützten Gebäuden können Auflagen der Denkmalbehörde zu Zusatzkosten führen. Holen Sie mindestens drei Angebote ein und vergleichen Sie die Leistungsverzeichnisse Punkt für Punkt – das günstigste Angebot ist nicht automatisch das beste.
Typische Ausgangslage in Nürnberg
- Viele Mietwohnungen: Ein großer Teil der Nürnberger Haushalte wohnt zur Miete. Mieter brauchen die Erlaubnis des Vermieters; dient der Umbau der Nutzung durch Menschen mit Behinderung bzw. pflegebedürftige Personen, besteht nach § 554 BGB ein Anspruch auf Zustimmung[2]. Stellen Sie die Anfrage schriftlich und legen Sie das Angebot bei.
- Altstadt und Denkmalschutz: In der denkmalgeschützten Altstadt und in Sanierungsgebieten kann für den Umbau eine Genehmigung nach Denkmalschutzrecht erforderlich sein – klären Sie das frühzeitig mit der zuständigen Stelle.
- Gründerzeit- und Altbauten: In Vierteln wie Gostenhof oder der Maxvorstadt sind die Bäder oft klein, Türen schmal und Bewegungsflächen knapp – das erfordert eine sorgfältige Planung.
- Nachkriegs- und Bestandsbauten: Häuser aus den 1950er- bis 1970er-Jahren haben andere Grundrisse und Untergründe als Neubauten. Estrich und alte Fliesen entscheiden, ob eine bodengleiche Dusche ohne großen Höhenausgleich umsetzbar ist.
- Eigentumswohnungen: Eigentümer prüfen vor dem Umbau die Teilungserklärung; je nach Umfang ist ein Beschluss der Eigentümergemeinschaft erforderlich.
- Termine früh planen: Handwerker sind in Nürnberg und Umgebung gut ausgelastet. Wer Förderung, Vermieterzustimmung und Firmenwahl frühzeitig klärt, vermeidet unnötige Wartezeit.
Der Ablauf in Nürnberg Schritt für Schritt
| Schritt | Was passiert | Zeitaufwand |
|---|---|---|
| 1. Anfrage | Fotos, Maße und Wunschtermin an eine Fachfirma senden | wenige Minuten |
| 2. Vor-Ort-Termin | Vermessung, Leitungsführung, Untergrund prüfen | ca. 30–60 Minuten |
| 3. Festpreisangebot | inkl. Demontage, Entsorgung, Abdichtung vergleichen | 1–3 Werktage |
| 4. Förderantrag | bei der Pflegekasse – vor Baubeginn | vor dem Umbau |
| 5. Umbau | Systemlösung oft 1 Tag, geflieste Dusche mehrere Tage | 1–5 Tage |
| 6. Rechnungen einreichen | Belege einreichen, Zuschuss wird ausgezahlt | nach dem Umbau |
Wichtig: Erst beauftragen, wenn die Förderzusage vorliegt – ein zu später Antrag ist der häufigste Ablehnungsgrund. Eine Systemlösung ist meist an einem Tag montiert; eine bodengleiche, geflieste Dusche benötigt mehrere Tage. Planen Sie für die Bauzeit ein Ersatzbad ein. Bereiten Sie Fotos von Wanne, Raum und Tür, die Maße des Bades, Angaben zum Gebäudejahr und zur Wohnsituation sowie Unterlagen zum Pflegegrad vor.
Förderung in Nürnberg: Pflegekasse, KfW und bayerisches Baudarlehen
Die wichtigsten Zuschüsse gelten bundesweit – in Bayern kommt die Landesförderung hinzu:
- Pflegekasse: Mit Pflegegrad 1–5 bis zu 4.180 € für den Umbau der Badewanne zur Dusche (§ 40 Abs. 4 SGB XI)[1], bei mehreren Pflegebedürftigen in einer gemeinsamen Wohnung bis zu 4.180 € je Pflegebedürftigem, insgesamt bis zu 16.720 €[1]. Antrag vor Baubeginn stellen; benötigt werden der Nachweis des Pflegegrads, der Kostenvoranschlag und nach Abschluss die Rechnungen. Die Auszahlung erfolgt nach Einreichung der Belege.
- KfW: Der Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt – die 2026er-Mittel sind ausgeschöpft, neue Anträge werden nicht mehr angenommen; eine Wiederaufnahme ist frühestens 2027 möglich (Stand: September 2026)[3]. Der zinsgünstige Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (bis 50.000 € je Wohneinheit[4]) läuft weiter, ohne Pflegegrad.
- Land Bayern: Im Rahmen des Bayerischen Wohnungsbauprogramms fördert der Freistaat die behindertengerechte Anpassung von bestehendem Wohnraum – dazu zählen ausdrücklich auch bodengleiche Duschplätze – mit einem leistungsfreien Baudarlehen von bis zu 10.000 €[5]. Die Förderung ist einkommensabhängig; Anträge laufen über die zuständige Bewilligungsstelle (Regierung von Mittelfranken) bzw. die LfA Förderbank Bayern (lfa.de).
- Beratung: Die Wohnberatungsstellen in Nürnberg informieren kostenlos zu barrierearmem Wohnen – eine sinnvolle erste Anlaufstelle.
- Steuer: Die Lohnkosten der Handwerkerleistung sind nach § 35a EStG zu 20 Prozent absetzbar, maximal 1.200 € pro Jahr[6] – vorausgesetzt, der Lohnanteil ist auf der Rechnung separat ausgewiesen.
Eine Übersicht aller Fördermöglichkeiten finden Sie auf unserer Seite zu Zuschüssen für barrierearme Badumbauten: Förderung & Zuschüsse.
Nürnberger Stadtteile: Bausubstanz im Überblick
| Stadtteil | Charakter | Typische Bausubstanz |
|---|---|---|
| Altstadt | Historisches Zentrum | Fachwerk und Altbau, weitgehend denkmalgeschützt |
| Gostenhof | Ehemaliges Arbeiterviertel, heute kreativ | Gründerzeit, teils unsaniert |
| St. Johannis | Einer der ältesten Stadtteile | Altbau, villenartige Bebauung |
| Maxvorstadt, Wöhrd | Innenstadtnahe Viertel | Gründerzeit und Nachkriegsbau |
| Langwasser | Großsiedlung ab den 1930er/60er-Jahren | Mehrfamilienhäuser mit genormten Bädern |
| Südstadt | Gemischtes Wohnviertel | Gründerzeit, Nachkriegsbau und Siedlungen |
Quelle: nuernberg.de, Stadtteilporträts.
Denkmalschutz in der Altstadt: Was erlaubt ist
Wer in der Nürnberger Altstadt oder in einem denkmalgeschützten Gebäude wohnt, muss für den Badumbau mehr beachten als die Technik. In der Regel ist der Umbau des Badezimmers auch im Denkmal möglich, solange Fassade, tragende Substanz und historische Details unberührt bleiben – die neue Dusche im Inneren gilt meist als zulässige Modernisierung. Trotzdem sollten Sie die geplante Maßnahme frühzeitig mit der Unteren Denkmalbehörde abstimmen, vor allem wenn Wanddurchbrüche, Leitungsführung in historischen Wänden oder Veränderungen am Treppenhaus geplant sind. Auch in Sanierungsgebieten kann eine Genehmigung erforderlich sein. Planen Sie für die Abstimmung etwas Zeit ein und fragen Sie die Fachfirma, ob sie Erfahrung mit Umbauten in denkmalgeschützten Gebäuden hat – das erspart böse Überraschungen bei der Abnahme.
Checkliste: Fachfirma in Nürnberg auswählen
- [ ] Vor-Ort-Termin: Ein seriöses Angebot entsteht erst nach Besichtigung – Untergrund und Maße lassen sich nicht per Foto beurteilen.
- [ ] Festpreisangebot: Mit Demontage, Entsorgung, Abdichtung, Armaturen; Nachträge nur im Ausnahmefall.
- [ ] Anfahrtskosten: Bei einem Betrieb aus Nürnberg oder dem Umkreis entfallen lange Anfahrtswege.
- [ ] Referenzen: Nach abgeschlossenen Umbauten in Nürnberg und Umgebung fragen.
- [ ] Abdichtung: Duschbereich fachgerecht abdichten lassen (DIN 18534) – die häufigste Fehlerquelle.
- [ ] Versicherung und Gewährleistung: Haftung bei Schäden und Garantie auf die Arbeit klären.
- [ ] Förderung: Pflegekassen-Antrag vor dem Baubeginn stellen, bayerisches Baudarlehen prüfen.
- [ ] Mietrechtliche Zustimmung: Als Mieter die Erlaubnis des Vermieters schriftlich einholen.
- [ ] Denkmalrecht: Bei geschützter Bausubstanz die Genehmigung frühzeitig klären.
- [ ] Lohnkostenanteil: Auf der Rechnung separat ausweisen lassen – für die Steuererklärung (§ 35a EStG).
- [ ] Terminplan: Schriftlichen Terminplan und Ansprechpartner für den Umbautag vereinbaren.
Die meistgestellten Fragen
Kann ich in meiner Nürnberger Mietwohnung das Bad umbauen?
Ja, mit der Zustimmung des Vermieters. Dient der Umbau der Nutzung durch Menschen mit Behinderung bzw. pflegebedürftige Personen, kann die Erlaubnis verlangt werden (§ 554 BGB)[2]. Stellen Sie die Anfrage schriftlich und legen Sie das Angebot bei; klären Sie gleichzeitig, ob bei einem späteren Auszug ein Rückbau vereinbart wird.
Welche Duschvariante passt zu einem kompakten Altbau-Bad?
Meist eine Systemlösung mit flacher Duschtasse und Wandpaneelen – schnell montiert, ohne Eingriff in den Boden. Ob eine bodengleiche Dusche möglich ist, klärt der Vor-Ort-Termin, weil Deckenkonstruktion und Estrich entscheidend sind.
Gilt der Pflegekassen-Zuschuss auch in Nürnberg?
Ja. Bis zu 4.180 € nach § 40 Abs. 4 SGB XI[1], bundesweit – mit Pflegegrad 1–5 und Antrag vor dem Baubeginn.
Brauche ich einen Pflegegrad für die Förderung?
Für den Zuschuss der Pflegekasse ja. Ohne Pflegegrad bleiben der zinsgünstige KfW-Kredit 159[4] und das bayerische Baudarlehen[5]; den Zuschuss 455-B können Sie derzeit nicht beantragen – er ist seit dem 31.07.2026 gestoppt (Stand: September 2026)[3].
Gilt das bayerische Baudarlehen auch für einen Badumbau?
Ja, die behindertengerechte Anpassung von bestehendem Wohnraum – ausdrücklich auch bodengleiche Duschplätze – kann im Rahmen des Bayerischen Wohnungsbauprogramms mit einem leistungsfreien Baudarlehen von bis zu 10.000 €[5] gefördert werden; die Förderung ist einkommensabhängig.
Wie lange dauert der Umbau in Nürnberg?
Eine Systemlösung ist oft in einem Tag montiert. Für eine bodengleiche, geflieste Dusche planen Sie mehrere Tage ein, inklusive Trocknungs- und Austrocknungszeiten.
Fazit
Nürnberg hat viele Bäder, die sich gut umbauen lassen – vom Altbau in Gostenhof bis zur genormten Nasszelle in Langwasser. Wer Vor-Ort-Termin, Festpreisangebot und Förderantrag vor dem Baubeginn einplant und als Mieter früh die Zustimmung des Vermieters holt, bekommt eine sichere Dusche ohne böse Überraschungen. In der denkmalgeschützten Altstadt lohnt die frühzeitige Abstimmung mit der Denkmalbehörde. Eigentümer sollten das bayerische Baudarlehen prüfen, bevor sie beauftragen. Die wichtigsten Schritte lassen sich in wenigen Wochen erledigen: Angebote vergleichen, Förderung beantragen, bauen lassen. So wird aus der alten Wanne eine Dusche, die viele Jahre sicher bleibt.
Quellen
- § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
- KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
- LfA Förderbank Bayern, Wohnraumförderung: https://www.lfa.de
- § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
- pflege.de, „Wanne raus, Dusche rein“ (Kosten 4.000–6.000 €): https://www.pflege.de/barrierefreies-wohnen/badezimmer/wanne-zur-dusche/
- Stadt Nürnberg, Stadtteile: https://de.wikipedia.org/wiki/Gostenhof
Stand: September 2026. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellennachweise
- § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss bis 4.180 € bzw. 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html ↩
- § 554 BGB (Erlaubnis baulicher Veränderungen zur Barrierereduzierung): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html ↩
- KfW, Antragsstopp des Zuschusses 455-B vom 31.07.2026 (Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html ↩
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (Darlehen bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/ ↩
- LfA Förderbank Bayern, Wohnraumförderung (Bayerisches Wohnungsbauprogramm): https://www.lfa.de ↩
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % der Arbeitskosten, maximal 1.200 € pro Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html ↩
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