Barrierefreies Bad in Obertshausen: Was der Umbau kostet (2026)

Von Rainer Brettner, Beratung & Redaktion·Stand: September 2026·ca. 12 Min. Lesezeit

VorherBarrierefreies Bad in Obertshausen: Was der Umbau kostet (2026) – Vorher: Badewanne mit hohem Rand
NachherBarrierefreies Bad in Obertshausen: Was der Umbau kostet (2026) – Nachher: bodengleiche Dusche
Wanne raus, bodengleiche Dusche rein: Der ebenerdige Einstieg senkt die Sturzgefahr deutlich.

Obertshausen liegt sieben Kilometer südöstlich von Offenbach am Main im Landkreis Offenbach – eine Stadt aus zwei Stadtteilen, die zusammengewachsen sind: Obertshausen und Hausen, getrennt durch die Bundesstraße 448. Die Gemeinde wurde im 9. Jahrhundert als Hof des Klosters Seligenstadt erwähnt, lag jahrhundertelang in der gemeinsamen Biebermark und erhielt erst 1979 die Stadtrechte. Heute leben hier rund 25.300 Menschen, und die Stadt ist mit 13,6 Quadratkilometern die flächenmäßig kleinste des Kreises. Aus den beiden Dörfern, die 1939 zusammen erst wenige tausend Einwohner zählten, ist eine dicht bebaute Wohngemeinde im Rhein-Main-Gebiet geworden – mit allen Bautypen, die diese Entwicklung hervorgebracht hat: ältere Ortskerne, Nachkriegs- und Reihenhaussiedlungen, Mehrfamilienhäuser. Für die Generation, die diese Häuser seit Jahrzehnten bewohnt, stellt sich zunehmend die Frage, was ein barrierefreies Bad kostet – und was es bringt. Die Antwort hängt stark vom Umfang ab, deshalb steht die Kostenfrage in diesem Ratgeber zuerst.

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Was ein barrierefreies Bad in Obertshausen kostet

Barrierefreiheit im Bad entsteht selten mit einer einzigen Maßnahme. Meist ist der Wannenumbau zur ebenerdigen Dusche der Kern – dazu kommen je nach Haus Türbreiten, Schwellen, Waschtisch und Bewegungsflächen. Die Kostentreppe sieht so aus:

Umfang Typische Maßnahmen Kostenrahmen (Richtwerte)
Sicherheits-NachrüstungHaltegriffe, Klappsitz, rutschhemmender Bodenbelag, Duschhockerwenige hundert bis ca. 1.500 €
Wanne zur Dusche (Systemlösung)flache Duschtasse, Wandlelemente, Armaturen, Demontageca. 3.000–5.000 €
Wanne zur bodengleichen, gefliesten DuscheGefälle-Estrich, Fliesen, bodenebener Ablaufca. 5.000–8.000 €
Typischer Badumbau im StandardfallDemontage der Wanne, neue Dusche, Abdichtungca. 4.000–6.000 €
Umfangreicherer barrierereduzierter Umbauzusätzlich Waschtisch, Flächen, Türverbreiterung, Elektrikje nach Aufwand deutlich darüber

Die unterste Stufe ist nicht zu unterschätzen: Griffe, Klappsitz und ein rutschhemmender Boden machen eine vorhandene Dusche oder Wanne schon für wenige hundert Euro spürbar sicherer. Wer die Wanne durch eine Dusche ersetzt, liegt je nach Ausführung zwischen etwa 3.000 und 8.000 €. Kommen weitere Barrieren dazu – etwa eine zu schmale Tür, eine Stufe zum Bad oder ein ungünstig platzierter Waschtisch –, steigt der Aufwand. Lassen Sie sich die Positionen einzeln anbieten: Demontage, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534 und Nebenarbeiten wie Elektrik oder Heizkörper gehören klar benannt in den Festpreis, sonst drohen Nachträge.

Zwei Hinweise zur Finanzierung vorweg: Der Lohnanteil der Rechnung ist nach § 35a EStG zu 20 Prozent absetzbar (maximal 1.200 € pro Jahr[1]) – bei einem Umbau für 5.000 € mit 3.000 € Lohnkosten bleiben 600 € Steuerersparnis. Und: In Hessen gibt es Zuschüsse, die den Eigenanteil deutlich senken – dazu weiter unten mehr.

Was „barrierefrei“ im Bad überhaupt bedeutet

Der Begriff wird oft mit „barrierearm“ verwechselt. Für die Praxis heißt das:

  • Barrierearm bedeutet: Die wichtigsten Stolper- und Sturzfallen sind beseitigt – die Dusche ist ebenerdig oder hat nur eine minimale Kante, es gibt Haltegriffe und rutschhemmende Böden. Das genügt für die meisten Menschen mit Gehstock oder Rollator und ist auch der Standard, den die Pflegekasse fördert.
  • Barrierefrei im engeren Sinn (orientiert an DIN 18040-2) bedeutet: Das Bad ist auch für Rollstuhlnutzer nutzbar – mit ausreichenden Bewegungsflächen, einer bodengleichen Dusche ohne jede Schwelle, unterfahrbarem Waschtisch und entsprechenden Türbreiten. Das ist aufwendiger und lohnt vor allem, wenn dauerhaft ein Rollstuhl im Spiel ist.

Für die Planung in Obertshausen heißt das: Wer heute mit Mitte 50 oder 60 vorsorglich umbaut, braucht selten die volle DIN-Norm, aber fast immer den barrierearmen Standard. Wer für Eltern mit Rollator oder Rollstuhl plant, sollte die Wege mitdenken: vom Hauseingang über den Flur bis ins Bad – eine perfekte Dusche nützt wenig, wenn die Tür davor zu schmal ist. Ein guter Fachbetrieb nimmt das ganze Haus in den Blick und nicht nur die Wanne.

Zuschüsse, die die Kosten senken

Förderung Art Höhe Voraussetzung
Pflegekasse (§ 40 Abs. 4 SGB XI)Zuschussbis 4.180 €[2] (bis 16.720 € bei mehreren Pflegebedürftigen[2])Pflegegrad 1–5, Antrag vor Baubeginn
WIBank – Behindertengerechter UmbauZuschussbis 50 % der Kosten, Bad max. 5.500 €, gesamt max. 15.000 €[3]selbst genutzter Wohnraum, Bewohner mit Behinderung, Antrag vor Baubeginn
KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“Kreditmax. 50.000 € je Wohneinheit[4]ohne Pflegegrad möglich
Handwerkerleistungen (§ 35a EStG)Steuerermäßigung20 % des Lohnanteils, max. 1.200 €/Jahr[1]Lohnanteil separat ausgewiesen

Die Pflegekasse bezuschusst den Wannenumbau und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen mit bis zu 4.180 €[2], wenn ein Pflegegrad 1 bis 5 vorliegt; bei mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt sind es bis zu 16.720 €[2]. Der Antrag muss vor dem Baubeginn gestellt werden – das ist der häufigste Fehler in der Praxis.

Das Land Hessen geht über die WIBank mit: Bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten für den behindertengerechten Umbau von selbst genutztem Wohneigentum, für das Bad maximal 5.500 €, insgesamt bis 15.000 € je Wohneinheit[3]. Voraussetzung ist, dass eine behinderte Person die Wohnung nutzt – auch ein pflegebedürftiger Angehöriger, der dort lebt, erfüllt das. Anträge laufen über die Wohnungsbauförderstelle des Kreises Offenbach und müssen vor jeder Auftragsvergabe gestellt werden. Lassen Sie sich vorab bestätigen, wie sich Pflegekassen- und WIBank-Zuschuss zueinander verhalten, denn öffentliche Zuschüsse können angerechnet werden.

Der KfW-Zuschuss 455-B zur Barrierereduzierung ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[5] (2026er-Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026) – neue Anträge werden nicht mehr angenommen. Der KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ läuft weiter: bis 50.000 € je Wohneinheit[4], auch ohne Pflegegrad, über die Hausbank – die klassische Lösung für den vorsorglichen Umbau.

Hausen und Obertshausen: Zwei Stadtteile, viele Baustile

Wer in Obertshausen ein Bad umbaut, sollte die Bausubstanz seines Stadtteils kennen – sie bestimmt, wie aufwendig der Umbau wird.

  • Obertshausen (Stadtteil): Der Stadtteil mit dem mittelalterlichen Kern – die erste Erwähnung als „Oberdueshuson“ stammt aus dem Jahr 865 – hat seinen dörflichen Ursprung in der Biebermark, einer gemeinsamen Mark mehrerer Dörfer, die erst 1819 aufgeteilt wurde. In den alten Ortslagen stehen schmale, tiefe Häuser, deren Bäder oft nachträglich eingebaut wurden. Rundherum wuchs die Bebauung vor allem nach dem Krieg: Die Gemeinde selbst zählte 1939 rund 2.400 Einwohner, 1956 schon rund 4.200 – der große Sprung zur Stadt mit heute über 25.000 Einwohnern folgte in den Wachstumsjahrzehnten, in denen überall im Kreis Einfamilien-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser entstanden. Die Bäder dieser Häuser stammen aus den 1960er- bis 1980er-Jahren: genormte Wannen, oft wenig Platz, aber in der Regel ausreichend Aufbauhöhe für die ebenerdige Dusche.
  • Hausen: Der zweite Stadtteil ist mit Obertshausen zu einem zusammenhängenden Siedlungsgebiet verwachsen, wird aber durch die B 448 getrennt. Auch Hausen hat einen älteren Ortskern und denselben Nachkriegsbestand. In beiden Stadtteilen gilt: Für die Wannenbäder der Nachkriegszeit ist der Umbau meist unkompliziert; bei den älteren Häusern entscheidet der Vor-Ort-Termin über Systemlösung oder geflieste bodengleiche Dusche.

Die Lage zwischen Offenbach, Hanau und Frankfurt hat Obertshausen zu einer Pendlerstadt gemacht – die 1896 eröffnete Rodgaubahn mit dem Bahnhof Obertshausen ist heute Teil des S-Bahn-Netzes Richtung Offenbach und Frankfurt. Für den Badumbau bedeutet die Nähe zur Metropolregion vor allem eines: genug Auswahl. Sanitärbetriebe und Bad-Studios aus Offenbach, Mühlheim, Heusenstamm, Hanau und dem gesamten Kreisgebiet arbeiten regelmäßig in Obertshausen. Achten Sie trotzdem auf Referenzen aus der direkten Umgebung – ein Betrieb, der die Nachkriegsbauten der Region kennt, plant zuverlässiger.

Drei Beispielrechnungen: Vom Griff bis zum Komplettumbau

Damit die Kostentreppe greifbar wird, drei Beispielrechnungen mit Richtwerten – die Beträge ersetzen kein Angebot, zeigen aber die Größenordnung:

1. Sicherheits-Nachrüstung für rund 800 €. Zwei Haltegriffe, ein Klappsitz und ein rutschhemmender Bodenbelag in der vorhandenen Dusche. Kein Pflegegrad nötig, kein großer Umbau – und die wichtigsten Sturzfallen sind entschärft. Bei 400 € Lohnanteil bleiben nach § 35a EStG[1] 80 € Steuerersparnis.

2. Wannenumbau zur Systemlösung für 4.200 €. Demontage der Wanne, flache Duschtasse, Wandlelemente, neue Armaturen. Mit Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse bis zu 4.180 €[2] – vom Umbau bleibt kaum etwas zu zahlen. Dazu kommen 20 Prozent Steuerermäßigung auf den Lohnanteil[1] (bei 2.000 € Lohn: 400 €).

3. Barrierereduzierter Umbau für 9.500 €. Geflieste bodengleiche Dusche, neuer Waschtisch, verbreiterte Tür, Fliesen und Abdichtung. Nach dem Pflegekassen-Zuschuss von 4.180 €[2] bleiben rund 5.320 € Eigenanteil. Eigentümer, deren Haus eine behinderte Person bewohnt, prüfen zusätzlich den WIBank-Zuschuss[3] über die Wohnungsbauförderstelle des Kreises Offenbach – wie er sich mit der Pflegekasse verrechnet, ist vor dem Antrag zu klären. Auf den Lohnanteil von rund 4.500 € gewährt das Finanzamt zusätzlich 900 € Entlastung nach § 35a EStG[1].

Gerade Beispiel 3 zeigt, warum die Gesamtplanung wichtig ist: Wer heute nur die Dusche umbaut und in zwei Jahren die Tür nachrüsten lässt, zahlt zweimal Anfahrts-, Rüst- und Entsorgungskosten. Ein einziger Bauabschnitt mit klarer Positionenliste ist fast immer günstiger – und die Förderung gilt für die wohnumfeldverbessernde Maßnahme insgesamt.

Ablauf in sechs Schritten

Schritt Was passiert
1. Bedarf klärenBarrieren im Bad und auf dem Weg dorthin erfassen
2. Angebote2–3 Betriebe mit Vor-Ort-Termin und Festpreis vergleichen
3. FörderantragPflegekasse und/oder WIBank – vor Baubeginn stellen
4. BeauftragungFestpreis mit Demontage, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534
5. UmbauSystemlösung ca. 1 Tag, geflieste Dusche mehrere Tage
6. BelegeRechnungen einreichen, Zuschuss wird ausgezahlt

Wenn Sie für Ihre Eltern in Obertshausen planen

Viele Umbauten entstehen am Küchentisch der Kinder: Die Eltern wohnen im Reihenhaus in Hausen oder in der Eigentumswohnung im Stadtteil Obertshausen, und die Tochter oder der Sohn übernimmt die Organisation. Drei Punkte sind dabei entscheidend. Erstens: Eine schriftliche Vollmacht der Eltern genügt für Anträge bei der Pflegekasse und für die Angebotseinholung. Zweitens: Der Antrag auf einen Pflegegrad ist kostenlos und lohnt auch bei beginnender Hilfebedürftigkeit – er öffnet den Zugang zum Zuschuss von bis zu 4.180 €[2]. Drittens: Planen Sie das ganze Haus, nicht nur das Bad. Wenn die Eltern mit dem Rollator kommen, zählt auch die Schwelle zur Wohnungstür. Viele Betriebe aus der Region bieten die Kombination aus Badumbau und kleineren Anpassungen aus einer Hand an – fragen Sie danach.

Wenn es nach einem Sturz schnell gehen muss: Nach einem Krankenhaus- oder Reha-Aufenthalt ist die Zeit oft knapp – die Eltern kommen nach Hause, und das Bad ist nicht sicher. In dieser Situation hilft ein gestufter Plan: Noch während des Klinikaufenthalts den Pflegegrad beantragen (die Kliniken unterstützen dabei), zeitgleich zwei Betriebe mit Vor-Ort-Termin beauftragen und die Förderanträge sofort auf den Weg bringen. Reicht die Zeit nicht für den Vollumbau, schafft die Sicherheits-Nachrüstung – Griffe, Klappsitz, rutschhemmende Matte, Duschhocker – innerhalb weniger Tage Abhilfe; der Wannenumbau folgt dann im zweiten Schritt, wenn die Zuschüsse zugesagt sind. Reha-Kliniken und Sanitätshäuser im Kreis Offenbach beraten außerdem zu Übergangslösungen wie Badewannenliftern oder Duschhockern, die auch verordnungsfähig sein können.

Checkliste für den barrierereduzierten Umbau

  • [ ] Barrieren im ganzen Wohnbereich erfassen (Wege, Türen, Schwellen)
  • [ ] Pflegegrad prüfen bzw. beantragen, falls Pflegebedürftigkeit besteht
  • [ ] 2–3 Festpreisangebote mit Vor-Ort-Termin einholen
  • [ ] WIBank-Antrag über die Wohnungsbauförderstelle des Kreises Offenbach – vor Auftragsvergabe
  • [ ] Pflegekassen-Antrag vor Baubeginn stellen
  • [ ] Abdichtung nach DIN 18534 festschreiben
  • [ ] Lohnkostenanteil separat ausweisen lassen (§ 35a EStG)
  • [ ] Referenzen aus Obertshausen und Umgebung zeigen lassen

Fragen und Antworten

Was kostet ein komplett barrierefreies Bad in Obertshausen?

Das hängt vom Ausgangszustand ab: Der reine Wannenumbau liegt je nach Ausführung zwischen etwa 3.000 und 8.000 €. Werden zusätzlich Waschtisch, Fliesen, Türverbreiterung oder Elektrik erneuert, steigt der Betrag entsprechend. Lassen Sie sich die Positionen einzeln anbieten und vergleichen Sie Festpreise.

Reicht es, nur die Wanne durch eine Dusche zu ersetzen?

Für die meisten Fälle ja: Die ebenerdige Dusche beseitigt die größte Sturzfalle. Wenn zusätzlich schmale Türen, Schwellen oder ein ungünstiger Waschtisch den Alltag erschweren, sollten Sie die Maßnahmen bündeln – das spart gegenüber mehreren Einzelumbauten.

Gibt es Zuschüsse, wenn die Eltern in Hausen zur Miete wohnen?

Ja. Mit Pflegegrad steht der Pflegekassen-Zuschuss bis 4.180 €[2] auch Mietern zu. Zusätzlich ist die schriftliche Zustimmung des Vermieters nötig; bei Pflegebedürftigkeit besteht darauf nach § 554 BGB[6] ein Anspruch. Den WIBank-Zuschuss gibt es nur für selbst genutztes Wohneigentum.

Was ist der Unterschied zwischen barrierearm und barrierefrei – und was brauche ich?

Barrierearm heißt: Sturzfallen wie der Wannenrand sind beseitigt, Griffe und rutschhemmende Böden sind montiert – das fördert auch die Pflegekasse. Barrierefrei nach DIN 18040-2 meint die volle Nutzbarkeit auch im Rollstuhl. Wer nicht dauerhaft auf den Rollstuhl angewiesen ist, ist mit dem barrierearmen Standard gut beraten.

Wer bezahlt den Umbau in einer Mietwohnung in Obertshausen?

Der Mieter trägt die Kosten, kann aber die Zuschüsse der Pflegekasse nutzen. Viele Vermieter beteiligen sich, weil der Umbau die Wohnung aufwertet – klären Sie das schriftlich, ebenso wie einen eventuellen Rückbau beim Auszug.

Wie finde ich einen Betrieb mit Erfahrung in barrierereduzierten Bädern?

Fragen Sie nach Referenzfotos und -adressen aus Obertshausen und dem Kreis Offenbach, bestehen Sie auf einem Vor-Ort-Termin und lassen Sie sich die Abdichtung nach DIN 18534 zusichern. Sanitärbetriebe aus Offenbach, Mühlheim und Heusenstamm arbeiten regelmäßig in der Stadt.

Wann lohnt sich der Komplettumbau statt der einzelnen Dusche?

Wenn mehr als die Wanne Barrieren schafft: eine zu schmale Tür, eine Stufe zum Bad oder ein Waschtisch, unter den kein Rollator passt. Dann lohnt die Gesamtplanung – die Förderung gilt für die wohnumfeldverbessernde Maßnahme insgesamt, und ein einziger Bauabschnitt ist günstiger als mehrere.

Fazit

In Obertshausen – einer Stadt, die in den Nachkriegsjahrzehnten aus Dörfern zu einer Wohngemeinde des Rhein-Main-Gebiets gewachsen ist – findet sich für fast jede Bausubstanz ein machbarer Weg zum barrierereduzierten Bad. Die Kosten stehen und fallen mit dem Umfang: Schon die Sicherheits-Nachrüstung hilft für wenig Geld, der klassische Wannenumbau liegt zwischen 3.000 und 8.000 €, und Pflegekasse (bis 4.180 €[2]) sowie WIBank (bis 5.500 €[3] fürs Bad) übernehmen einen guten Teil – vorausgesetzt, die Anträge kommen vor dem Baubeginn.

Mehr zu den Möglichkeiten des barrierereduzierten Bads: Barrierefreies Bad nach DIN 18040.

Quellen

  • § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  • WIBank Hessen, Behindertengerechter Umbau von Wohneigentum (bis 50 %, Bad max. 5.500 €, gesamt max. 15.000 €): https://www.wibank.de/wibank/behindertengerechter-umbau-von-wohneigentum
  • KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  • KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  • § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  • § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
  • Obertshausen (Geschichte, Stadtteile, Einwohnerentwicklung): https://de.wikipedia.org/wiki/Obertshausen
  • DIN 18040-2 (Barrierefreies Bauen – Wohnungen): https://www.din.de/de/mitwirken/normenausschuesse/nabau/standards/barrierefreies-bauen

Stand: September 2026. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellennachweise

  1. § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % des Lohnanteils, max. 1.200 € pro Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  2. § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen; bis 4.180 € je Maßnahme bzw. Pflegebedürftigem, bis 16.720 € bei mehreren Pflegebedürftigen): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  3. WIBank Hessen, Behindertengerechter Umbau von Wohneigentum (bis 50 % der Kosten, Bad max. 5.500 €, gesamt max. 15.000 €): https://www.wibank.de/wibank/behindertengerechter-umbau-von-wohneigentum
  4. KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (zinsgünstiges Darlehen bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  5. KfW, Antragsstopp des Zuschusses 455-B vom 31.07.2026 (Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  6. § 554 BGB (Erlaubnis baulicher Veränderungen für Menschen mit Behinderung bzw. pflegebedürftige Personen): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html

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