Altersgerechtes Wohnen: Die komplette Checkliste für Ihre Wohnung (2026)

Von Rainer Brettner, Beratung & Redaktion·Stand: September 2026·ca. 14 Min. Lesezeit

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Sicher und bequem duschen – ohne hohen Wannenrand.

Die meisten Stürze passieren auf den Wegen, die wir am besten kennen: drei Schritte von der Couch zum Teppichrand, zwei Stufen vor der Terrassentür, der Wannenrand im Bad. Eine altersgerechte Wohnung entsteht nicht durch den großen Umbau allein, sondern durch das systematische Abarbeiten vieler kleiner Punkte. Diese Checkliste führt Sie Raum für Raum durch die Wohnung – mit konkreten Prüffragen, Erkennungszeichen für Probleme und Richtwerten für die Lösung. Sie können sie ausdrucken, Zimmer für Zimmer durchgehen und jeden Punkt abhaken. Wer vorher den großen Rahmen verstehen möchte, liest zuerst unseren Beitrag Altersgerechte Wohnung einrichten mit Gesamtplan und Kostenübersicht.

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So nutzen Sie diese Checkliste

Gehen Sie die Wohnung dreimal durch – jeder Durchgang hat ein anderes Ziel:

  1. Der Tagesdurchgang: Gehen Sie die Wege ab, die Sie täglich nutzen: vom Bett zum Bad, vom Wohnzimmer zur Küche, zur Wohnungstür. Achten Sie auf Hindernisse, Höhenunterschiede und Griffe.
  2. Der Dunkelgang: Wiederholen Sie denselben Weg abends mit gedämpftem Licht. Was Sie im Dunkeln nicht sehen, ist die häufigste Sturzursache nachts.
  3. Der Fremdblick: Bitten Sie eine zweite Person – Angehörige, Freund oder eine kostenlose Wohnberatung – um denselben Rundgang. Andere Augen sehen Risiken, die Sie längst nicht mehr wahrnehmen, weil Sie täglich darüber hinwegsteigen.

Haken Sie nur Punkte ab, die Sie tatsächlich geprüft haben. Ein „geht noch" ist kein Abhaken – wenn ein Punkt unklar ist, markieren Sie ihn und lassen Sie ihn vom Fachbetrieb prüfen. Die Kostenangaben sind Richtwerte ohne Quellenbindung; die tatsächlichen Preise hängen von Ausführung, Qualität und Region ab. Wer mit dem Rollator oder Rollstuhl unterwegs ist, braucht zusätzlich die festen Maße der DIN 18040-2 – die wichtigsten Werte stehen bei den jeweiligen Punkten in Klammern.

Checkliste 1: Eingang, Flur und Wege

Starten Sie an der Wohnungstür – auch wenn Sie nur zur Miete wohnen, lassen sich fast alle Punkte dieser Liste ohne bauliche Veränderung umsetzen.

Prüffrage Woran Sie ein Problem erkennen Lösung und Richtwert
Ist der Weg vom Eingang in alle Räume frei?Schuhe, Taschen, Wäsche, Zeitungen liegen am BodenWege freiräumen, feste Ablageplätze schaffen – kostenlos
Liegen lose Teppiche oder Läufer?Kanten wellen sich oder rollen sich aufTeppiche mit rutschhemmender Unterseite fixieren oder entfernen – 20–80 € je Matte
Verlaufen Kabel über den Boden?Ladekabel, Verlängerungen, TelefonkabelIn Kabelkanäle legen oder kürzen – 10–50 € je Kanal
Ist der Boden rutschig?Glatte Fliesen, polierter Stein, HochglanzparkettRutschhemmende Beschichtung oder Matten – 100–400 € je Raum
Gibt es Höhenunterschiede im Boden?Stufen zwischen Flur und Wohnzimmer, TürschwellenAusgleichskeil bis 2 cm (20–60 €), Rampe bei mehr (30–150 €), Absenken ab 150 €
Ist der Flur breit genug für ein Hilfsmittel?Mit Rollator oder Rollstuhl wird es engFlurbreite messen: ab 120 cm gut, für Rollstuhl ab 150 cm; Möbel umstellen
Ist die Beleuchtung im Flur ausreichend?Eine einzelne schwache DeckenleuchteHelle Leuchte ergänzen, Bewegungsmelder – 30–150 €
Gibt es eine Sitzgelegenheit im Eingangsbereich?Schuhe werden im Stehen oder Hocken angezogenStuhl oder Klapphocker, Haltegriff an der Wand – 30–200 €

Der Flur ist der Verteiler der Wohnung: Jeder Weg führt hindurch. Deshalb lohnt es sich, hier zuerst aufzuräumen – es ist die günstigste Maßnahme der gesamten Checkliste.

Checkliste 2: Türen und Durchgänge

Prüffrage Woran Sie ein Problem erkennen Lösung und Richtwert
Sind die Türschwellen höher als 2 cm?Sie müssen den Fuß deutlich anhebenAbsenken lassen oder Rampe montieren – 150–600 € je Tür
Öffnen sich alle Türen leicht?Klemmen, schwergängige Bänder, hoher WiderstandBänder ölen, justieren, Türblatt hobeln lassen – 50–200 €
Lassen sich die Türklinken mit wenig Kraft bedienen?Runde Türknöpfe, glatte KlinkenDrücker statt Knopf montieren – 30–80 € je Tür
Sind die Durchgänge breit genug?Sie stoßen mit breiten Schultern oder einem Rollator anLichte Breite messen: ab 80 cm lichte Durchgangsbreite (DIN 18040-2); 90 cm bei Rollstuhlnutzung bzw. als Komfortwert; Türverbreiterung nur mit Fachfirma – 300–1.500 €
Ist die Wohnungstür auch von außen gut zu öffnen?Schlüssel dreht sich schwer, Tür ist schwerSchließblech justieren, Türschloss mit Hebelgriff, ggf. elektronisches Schloss – 50–400 €
Sind Glastüren und große Fensterflächen erkennbar?Transparente Scheiben ohne MarkierungKontraststreifen oder Folie auf Augenhöhe – 10–50 €
Lassen sich Balkon- und Terrassentüren leicht bedienen?Schwere Schiebetüren, hohe Schwelle, sperriger GriffLaufschiene reinigen, Rollen erneuern, Hebelgriff – 50–300 €

Die DIN 18040-2 verlangt für Wohnungstüren mindestens 80 Zentimeter lichte Durchgangsbreite; 90 Zentimeter gelten für die Wohnungseingangstür und bei Rollstuhlnutzung beziehungsweise als Komfortwert. Wer heute nur vorbeugen will, muss nicht jede Tür verbreitern – aber die Türen auf dem Weg zum Bad und zum Schlafzimmer sollten mindestens 80 Zentimeter messen, wenn ein Rollator absehbar ist.

Checkliste 3: Das Bad – Raum für Raum

Das Bad ist der gefährlichste Raum der Wohnung: nasser Boden, glatte Fliesen, hohe Einstiege, wenig Platz. Gehen Sie ihn besonders gründlich durch.

Prüffrage Woran Sie ein Problem erkennen Lösung und Richtwert
Ist der Badezimmerboden rutschhemmend?Nasse Fliesen werden spiegelglattAnti-Rutsch-Matten, -Streifen oder Beschichtung – 100–400 €
Gibt es Halt beim Ein- und Aussteigen aus der Wanne?Sie stützen sich auf den Wannenrand oder den Halter des DuschvorhangsHaltegriffe an der Wand montieren – 80–250 € je Stück
Können Sie in der Dusche sitzen?Sie duschen im Stehen, weil kein Sitz da istDuschsitz oder Duschhocker – 50–300 €
Ist der Wanneneinstieg zu hoch?Der Beinheber über den Wannenrand fällt schwerWanneneinstiegshilfe, Badewannenlifter oder Umbau zur Dusche – 100–3.000 € je nach Lösung
Lässt sich die Armatur ohne Kraftaufwand bedienen?Kleine Drehgriffe, ungenaue TemperatureinstellungEinhebelarmatur oder Thermostatarmatur mit Verbrühschutz – 100–500 €
Kommen Sie vom WC gut hoch?Das Aufstehen kostet sichtbar MüheWC-Erhöhung (30–100 €) oder WC mit Sitzhöhe 46–48 cm (300–800 €); Haltegriff neben dem WC – 80–250 €
Reicht der Platz, um sich zu drehen?Sie stoßen beim Wenden an Waschtisch oder WanneBewegungsfläche 120 × 120 cm anstreben (DIN 18040-2); Möbel umstellen, Waschtisch verkleinern
Ist der Spiegel im Sitzen nutzbar?Sie sehen sich nur im StehenSpiegel absenken oder kippbar montieren – 20–150 €
Gibt es ausreichend Licht im Bad?Eine Deckenleuchte, die nachts blendetHelle Deckenleuchte plus dimmbares Nachtlicht – 50–200 €
Sind Handtuchhalter stabil genug zum Festhalten?Wackelige Stangen, die nur gedübelt sindStabile Haltegriffe statt Handtuchhalter nutzen – 80–250 €

Die komplette Ausstattungsliste für das Seniorenbad mit Reihenfolge der Maßnahmen finden Sie in unserem Beitrag Seniorenbad einrichten. Wenn mehrere Bad-Punkte offen sind, ist meist ein zusammenhängender Badumbau wirtschaftlicher als viele Einzelmaßnahmen – die Entscheidungshilfe dazu bietet der Beitrag Badewanne oder bodengleiche Dusche.

Checkliste 4: Schlafzimmer und der Weg zur Toilette nachts

Ein Großteil der Stürze passiert nachts: halbwach, ohne Brille, im Dunkeln, oft mit vollem Harndrang. Prüfen Sie den Weg vom Bett zur Toilette wie eine eigene kleine Route.

Prüffrage Woran Sie ein Problem erkennen Lösung und Richtwert
Ist der Weg vom Bett zur Toilette frei?Nachttisch, Wäschekorb, offene Schubladen ragen in den WegWeg freiräumen, Möbel umstellen – kostenlos
Finden Sie nachts den Weg, ohne das Licht grell einzuschalten?Kein Licht zwischen Schlafzimmer und BadNachtlichter mit Bewegungsmelder – 30–100 € je Stück
Kommen Sie gut aus dem Bett?Das Bett ist sehr niedrig oder sehr weichBett auf 50–55 cm Sitzhöhe bringen, feste Matratze, Aufstehhilfe – 50–500 €
Ist die Bettkante stabil genug als Stütze?Das Bett rollt weg oder federt nachBett an der Wand fixieren, Betthocker oder Aufstehhilfe – 30–300 €
Erreichen Sie den Lichtschalter vom Bett aus?Sie müssen aufstehen, um Licht zu machenFernbedienung, Funkschalter oder Stehlampe mit Berührungssensor – 20–80 €
Können Sie im Notfall Hilfe rufen?Das Telefon liegt nicht griffbereit, kein NotrufSchnurloses Telefon mit großen Tasten am Bett, Hausnotruf – 20–400 €
Ist die Brille immer am selben Platz?Sie suchen die Brille im DunkelnFeste Ablage am Bett – kostenlos

Checkliste 5: Küche

Prüffrage Woran Sie ein Problem erkennen Lösung und Richtwert
Müssen Sie häufig über Kopf oder in die Hocke greifen?Teller und Tassen stehen in Oberschränken, Vorräte ganz untenHäufig Genutztes zwischen Hüft- und Schulterhöhe einräumen – kostenlos
Kommen Sie an den Herd und die Herdplatten gefahrlos heran?Sie müssen sich weit über heiße Töpfe beugenTöpfe auf die vorderen Platten, Pfannen mit zweitem Griff – 20–60 €
Schaltet der Herd ab, wenn Sie ihn vergessen?Keine Abschaltung vorhandenHerdwächter – 150–300 €
Lassen sich die Unterschränke ohne Bücken durchsuchen?Sie knien vor den SchränkenAuszüge und Schubladen nachrüsten – 50–150 € je Schrank
Ist die Arbeitshöhe angenehm?Sie arbeiten mit krummem Rücken oder hochgezogenen SchulternSchneidebrett auf Tischhöhe, Schnellkochplatte auf der Arbeitsfläche – 30–150 €
Sind Steckdosen gut erreichbar?Sie bücken sich für den WasserkocherSteckdosenleiste auf der Arbeitsfläche, fest montierte Mehrfachsteckdose – 20–60 €
Gibt es einen festen Platz für heiße Flüssigkeiten?Kaffee, Tee und Suppe werden über freie Flächen getragenFesten „Heiß-Zonen"-Platz nahe der Spüle einrichten – kostenlos
Können Sie sich beim Kochen hinsetzen?Lange Stehzeiten am HerdKüchenhocker mit Rückenlehne – 50–150 €

Checkliste 6: Technik und Notfall

Die letzte Runde prüft, was passiert, wenn etwas passiert – denn altersgerechtes Wohnen bedeutet auch: Hilfe kommt, wenn sie gebraucht wird.

Prüffrage Woran Sie ein Problem erkennen Lösung und Richtwert
Können Sie im Haushalt jederzeit Hilfe rufen?Kein Telefon in Reichweite von Bett und BadZweites schnurloses Telefon, Seniorenhandy mit Notruftaste – 30–200 €
Ist ein Hausnotruf vorhanden oder sinnvoll?Sie wohnen allein, Angehörige sind weit wegHausnotruf mit Notrufknopf am Handgelenk – ab ca. 20–40 € monatlich
Funktionieren Rauchmelder und sind sie zu erreichen?Keine Meldung bei Wartung, Batterie altRauchmelder testen, Batterie wechseln – 10–30 €
Ist die Rufnummer wichtiger Kontakte hinterlegt?Große Notfallnummern fehlenNotfallkarte mit Telefonnummern am Telefon und im Flur – kostenlos
Sind Treppen mit beidseitigen Handläufen ausgestattet?Ein Handlauf oder keinerZweiten Handlauf montieren lassen – 150–500 €
Sind Stolperkanten auf Treppen markiert?Stufenkanten verschwimmen optischKontrastmarkierungen auf den Stufenkanten – 20–60 €
Funktionieren Türschlösser, wenn Sie im Notfall Hilfe lassen müssen?Tür lässt sich von außen nur mit Schlüssel öffnenSchlüssel in der Wohnung hinterlegen oder Schließzylinder mit Notfunktion – 30–150 €

Auswertung: Was zuerst angehen?

Ordnen Sie alle offenen Punkte in drei Stufen ein:

Stufe Punkte Zeitrahmen Kostenrahmen
Stufe 1 – SofortFreie Wege, Teppiche, Kabel, Nachtlichter, Haltegriffe, rutschhemmende Matten, Telefon am Bett, Notfallkarte1–2 Wochen300–1.500 €
Stufe 2 – KurzfristigSchwellen absenken oder rampen, Türklinken, Beleuchtung, Duschsitz, WC-Erhöhung, Küchen-Umräumen, zweiter Handlauf1–3 Monate500–2.500 €
Stufe 3 – UmbauBadumbau (bodengleiche Dusche), Türverbreiterung, Treppenlift oder Aufzug3–12 Monateab ca. 3.000 € (Bad) bzw. ab ca. 2.500 € (Treppenlift)

Die Reihenfolge ist Programm: Stufe 1 senkt das Sturzrisiko sofort für wenig Geld, Stufe 2 beseitigt die verbliebenen Stolperfallen, und Stufe 3 ist der große Wurf, der erst auf einer gesicherten Grundlage Sinn ergibt. Die ausführliche Kostenschichtung finden Sie unter Badumbau-Kosten im Überblick.

Was die Förderung für die Umbau-Punkte zahlt

Die meisten Punkte der Checkliste sind reine Eigenleistung oder kleine Handwerkeraufträge – dafür greift die Steuerermäßigung nach § 35a EStG: 20 Prozent der Lohnkosten, maximal 1.200 € pro Jahr[1]. Für die großen Punkte aus Stufe 3 gibt es zusätzlich:

  • Pflegekasse: Bei anerkanntem Pflegegrad bezuschusst sie wohnumfeldverbessernde Maßnahmen – vom Badumbau bis zum Treppenlift – mit bis zu 4.180 € je Maßnahme[2] (§ 40 Abs. 4 SGB XI), bei mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt bis zu 16.720 €[2]. Der Antrag muss vor Baubeginn eingehen. Quelle: gesetze-im-internet.de.
  • KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen": Bis zu 50.000 € je Wohneinheit[3], unabhängig von Pflegegrad und Alter. Der frühere Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt (2026er-Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026)[4]; eine Wiederaufnahme ist frühestens 2027 möglich. Quelle: kfw.de.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Antragstellung finden Sie unter Förderung & Zuschüsse.

Häufig gestellte Fragen zur Altersgerecht-Checkliste

Wie oft sollte ich die Checkliste durchgehen?

Einmal im Jahr reicht als Routine – und zusätzlich nach jedem gesundheitlichen Einschnitt: nach einem Krankenhausaufenthalt, einem Sturz, einer neuen Diagnose oder wenn ein Hilfsmittel wie ein Rollator dazukommt. Die Wohnung verändert sich mit den Bedürfnissen.

Ich wohne zur Miete. Was darf ich ohne Erlaubnis umsetzen?

Alles, was sich rückstandslos entfernen lässt: Teppiche sichern oder entfernen, Möbel umstellen, Kabelkanäle, Nachtlichter, rutschhemmende Matten. Für das Bohren von Haltegriffen und jede bauliche Veränderung brauchen Sie die Erlaubnis des Vermieters – bei Haltegriffen wird sie in der Praxis meist erteilt. Über die Rechte von Mietern bei Umbauten informiert unser Beitrag Badumbau in der Mietwohnung.

Muss ich wirklich jeden Punkt schaffen?

Nein. Die Checkliste ist ein Werkzeug, kein Prüfungsbogen. Wer 60 Prozent der Punkte abhakt, hat die häufigsten Sturzursachen beseitigt. Konzentrieren Sie sich auf die Wege, die Sie täglich nutzen, und auf das Bad – dort passieren die schwersten Stürze.

Was ist der Unterschied zu einer Barrierefrei-Checkliste nach DIN 18040-2?

Diese Checkliste ist eine Alltags-Checkliste für barrierearmes Wohnen – sie funktioniert ohne Maßband und ohne Fachwissen. Die DIN 18040-2 prüft dagegen feste Maße (Bewegungsflächen 120 × 120 cm, Türen mindestens 80 cm beziehungsweise 90 cm bei Rollstuhlnutzung, Schwellen maximal 2 cm) und ist der Standard für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl. Beide Welten erklärt der Beitrag Barrierefreies Wohnen – KfW-Standard.

Wer hilft mir, wenn ich die Punkte nicht selbst beurteilen kann?

Wohnberatungsstellen in fast allen Städten und Landkreisen kommen kostenlos oder gegen einen kleinen Beitrag vorbei und gehen die Wohnung mit Ihnen durch – viele arbeiten genau mit solchen Checklisten. Adressen und Ablauf: mehr dazu.

Fazit

Altersgerechtes Wohnen ist machbar – Raum für Raum, Punkt für Punkt. Drucken Sie die Checkliste aus, gehen Sie die Wohnung dreimal durch (tagsüber, im Dunkeln, mit zweitem Blick) und ordnen Sie die offenen Punkte in die drei Stufen ein. Stufe 1 ist in ein bis zwei Wochen erledigt und kostet oft weniger als 1.500 €; Stufe 2 folgt in den nächsten Monaten. Die großen Umbauten aus Stufe 3 planen Sie mit mehreren Festpreisangeboten und mit Förderantrag vor Baubeginn – die Anleitung dazu liefert der Beitrag Altersgerechte Wohnung einrichten. Jeder abgehakte Punkt macht die Wohnung sicherer – und die meisten kosten nichts außer Aufmerksamkeit.

Quellen

  • DIN 18040-2 (Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen): https://nullbarriere.de/din18040-2.htm
  • § 40 Abs. 4 SGB XI (Zuschuss zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen, bis 4.180 € bzw. 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  • KfW, Meldung zum Antragsstopp des Zuschusses 455-B vom 31.07.2026 sowie Produktseite Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen" (bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de
  • § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % der Lohnkosten, max. 1.200 €/Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  • pflege.de, Ratgeber Barrierefreiheit (Kriterien und Kostenüberblick): https://www.pflege.de/barrierefreies-wohnen/barrierefreiheit
  • Wohnberatungsstellen der Länder und Kommunen: https://www.mehr dazu

Stand: September 2026. Alle Angaben ohne Gewähr; Kosten, Normen und Förderbedingungen können sich ändern. Vor der Antragstellung die aktuellen Konditionen prüfen.

Quellennachweise

  1. § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % der Arbeitskosten, max. 1.200 €/Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  2. § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss bis 4.180 € bzw. 16.720 € je Maßnahme): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  3. KfW, Produktseite Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (Darlehen bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  4. KfW, Antragsstopp des Zuschusses 455-B vom 31.07.2026 (Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html

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