Pflegekasse-Zuschuss für den Badumbau in Zülpich: bis 4.180 € (2026)


Zülpich ist die Stadt, in der die Römer vor fast 2.000 Jahren badeten: Auf dem Mühlenberg stehen die besterhaltenen römischen Thermenruinen nördlich der Alpen, und über ihnen erhebt sich das einzige deutsche Museum der Badekultur. Dass ausgerechnet hier viele Menschen über den Umbau ihres eigenen Bads nachdenken, ist eine schöne Fügung – und für viele Zülpicher Haushalte stellt sich dieselbe Frage: Wie bekomme ich die Wanne raus und eine sichere Dusche rein, ohne die Ersparnisse anzugreifen? Die wichtigste Antwort liefert die Pflegekasse: Mit anerkanntem Pflegegrad 1–5 gibt es für den Badumbau einen Zuschuss von bis zu 4.180 €[1] (§ 40 Abs. 4 SGB XI) – vorausgesetzt, der Antrag kommt vor dem Baubeginn. Rund 22.000 Menschen leben in Zülpich, verteilt auf die Kernstadt und 23 weitere Ortschaften zwischen Zülpicher Börde und Eifelrand. Dieser Ratgeber beginnt dort, wo der Alltag der Stadt beginnt: in ihren Stadtteilen.
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Zülpich und seine 24 Ortschaften: Die Stadtteile im Überblick
Zülpich gliedert sich in die Kernstadt und 23 Ortschaften – viele davon waren bis zur Eingemeindung 1969/1972 eigenständige Gemeinden. Nach der Einwohnerstatistik der Stadt (Stand 31. Dezember 2025) verteilt sich die Bevölkerung so (Auswahl der größten Orte):
| Ortschaft | Einwohner (31.12.2025) | Lage |
|---|---|---|
| Zülpich (Kernstadt) | 6.769 | – |
| Schwerfen (mit Virnich) | 1.639 | östlich |
| Sinzenich | 1.227 | östlich |
| Ülpenich | 1.207 | östlich |
| Hoven (mit Floren) | 1.148 | südlich |
| Wichterich | 1.053 | östlich |
| Bürvenich | 964 | südlich |
| Füssenich | 913 | westlich |
| Geich | 829 | westlich |
| Nemmenich (mit Lüssem) | 790 | östlich |
| Dürscheven | 638 | östlich |
Insgesamt kommt Zülpich damit auf gut 22.000 Einwohner – die 24 Orte zusammen gerechnet. Für den Badumbau bedeutet diese Struktur vor allem eines: Die Wege sind ländlich, die Handwerkerfrage ist lokal, und die Bausubstanz unterscheidet sich von Ort zu Ort deutlich.
Was die Ortschaften für den Badumbau bedeuten
Kernstadt innerhalb der Stadtmauer: Zülpich besitzt eine fast vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer mit vier Toren (Kölntor, Bachtor, Weiertor, Münstertor) – ein im Rheinland seltenes Ensemble. Weite Teile der Kernstadt wurden nach dem Bombardement vom 24. Dezember 1944 neu aufgebaut; das heutige Bild prägen daher Nachkriegsbauten der 1950er- bis 1970er-Jahre neben älteren Resten. In den Wohnhäusern am Markt und in den Gassen hinter der Mauer sind die Bäder oft klein und nachträglich eingebaut. Wer hier eine Wanne zur Dusche umbauen will, sollte früh klären, ob das Haus im Denkmalbereich liegt und ob die Erschließung (Leitungen unter Putz, keine Dusche geplant) Zusatzarbeiten erfordert. Platz wird beim Wannenumbau trotzdem gewonnen: Die frei werdende Fläche reicht in vielen Altbädern für eine ebenerdige Dusche plus Bewegungsraum.
Östliche Bördedörfer – Schwerfen, Sinzenich, Ülpenich, Wichterich und Nachbarn: Die größten Ortschaften liegen in der offenen Zülpicher Börde, dem fruchtbaren Lössland zwischen Eifel und Kölner Bucht. Schwerfen ist mit rund 1.600 Einwohnern die größte Ortschaft der Stadt. Hier und in Sinzenich, Ülpenich, Wichterich, Enzen, Dürscheven oder Nemmenich dominieren Ein- und Zweifamilienhäuser – häufig von der Bauphase der 1960er- bis 1990er-Jahre, ergänzt um Neubaugebiete. Die Bäder dieser Häuser sind standardisiert geschnitten; ein Wannenumbau gelingt hier meist ohne statische Eingriffe. Wer in einem der Neubaugebiete wohnt, hat oft schon ein zweites Bad oder eine Dusche – dann geht es meist um altersgerechte Details wie Haltegriffe oder rutschhemmende Beläge, die ebenfalls förderfähig sein können.
Südliche Orte am Eifelrand – Hoven, Bürvenich, Langendorf, Mülheim: Richtung Süden wird die Landschaft hügeliger, die Orte liegen am Übergang zur Eifel. Hoven (mit Floren) ist mit über 1.100 Einwohnern der größte Ort dieser Gruppe; hier kreuzten sich einst die römischen Fernstraßen nach Trier und Reims. Bürvenich, Langendorf, Mülheim, Merzenich oder Eppenich sind kleiner und dörflicher. In den älteren Hofanlagen und Wohnhäusern dieser Orte sind die Bäder oft über die Jahrzehnte gewachsen – mit Besonderheiten, die nur der Blick vor Ort zeigt: unebene Böden, alte Leitungen, enge Türen. Ein Fachbetrieb, der auch die kleineren Zülpicher Orte kennt, ist hier der richtige Ansprechpartner.
Westliche Seendörfer – Füssenich, Geich, Juntersdorf: Am westlichen Rand liegen Füssenich und Geich in der Nähe des Neffelsees, eines Naturschutzsees, der aus dem Braunkohletagebau Zülpich entstanden ist. Die Dörfer haben dörflichen Charakter mit einem Mix aus älteren Häusern und Neubauten. Für Angehörige, die von Euskirchen, Düren oder Köln aus zu Besuch kommen, ist die Frage der Erreichbarkeit ebenerdiger Wohnbereiche oft der Anlass, über den Umbau nachzudenken.
Von den Römerthermen zur Landesgartenschau: Eine Stadt mit Badekultur
Dass ausgerechnet Zülpich ein Ratgeber zum Badumbau besonders gut zu Gesicht steht, hat einen handfesten Grund: Die Stadt lebt ihre Badekultur seit zwei Jahrtausenden. Die römischen Thermen auf dem Mühlenberg aus dem 2. Jahrhundert gelten als die besterhaltenen Ruinen dieser Art nördlich der Alpen – das über ihnen errichtete Museum der Badekultur ist das einzige deutsche Museum zu diesem Thema. Wer in Zülpich über den eigenen Badumbau nachdenkt, kann sich dort übrigens auch über die Geschichte des Badens vom römischen Dampfbad bis zur heutigen barrierearmen Dusche informieren – ein lohnender Zwischenstopp zwischen zwei Vor-Ort-Terminen.
Die Stadt hat sich in den letzten Jahrzehnten aber auch ganz praktisch neu erfunden: Nach dem Braunkohletagebau der 1950er- und 1960er-Jahre entstanden aus den Tagebaurestlöchern zwei Seen – der rund 85 Hektar große Wassersportsee im Südosten und der als Naturschutzsee geschützte Neffelsee bei Füssenich. Mit der Landesgartenschau 2014 und dem daraus hervorgegangenen Seepark ist Zülpich heute ein Wohn- und Naherholungsstandort am Rand der Eifel. Wer in den Wohngebieten am Seepark oder in den Neubaugebieten der Ortschaften lebt, findet dort moderne Häuser – oft mit schon ebenerdiger Dusche. Der Sanierungsstau konzentriert sich dagegen auf die ältere Bausubstanz: die Nachkriegshäuser der Kernstadt und die gewachsenen Ortskerne der Dörfer. Genau dort ist der Wannenumbau die häufigste Maßnahme, um Wohnen im Alter zu ermöglichen.
Der Pflegekassen-Zuschuss: Bis zu 4.180 € für den Badumbau in Zülpich
Der Zuschuss kommt aus der Pflegeversicherung und gilt bundesweit – in der Zülpicher Kernstadt genauso wie in Schwerfen, Füssenich oder Hoven. Die Eckdaten:
- Voraussetzung: ein anerkannter Pflegegrad 1–5. Der Zuschuss ist an die Pflegebedürftigkeit gekoppelt, nicht an das Alter.
- Höhe: bis zu 4.180 €[1] je Maßnahme. Leben mehrere Pflegebedürftige im selben Haushalt, sind bis zu 16.720 €[1] möglich.
- Antrag: vor Baubeginn bei der Pflegekasse stellen – das ist die wichtigste Regel überhaupt. Wer erst nach dem Umbau beantragt, geht leer aus.
- Gefördert werden wohnumfeldverbessernde Maßnahmen: der Umbau der Badewanne zur bodengleich begehbaren Dusche, eine ebenerdige Dusche mit flacher Tasse, Haltegriffe, Stützklappgriffe sowie damit verbundene Arbeiten wie Fliesenarbeiten oder rutschhemmende Beläge.
- Auszahlung: nach dem Umbau gegen Vorlage der Rechnungen – in der Regel auf das Konto des Versicherten.
Die Bearbeitung dauert in der Regel einige Wochen. Planen Sie vom gewünschten Umbautermin rückwärts: Wer im Frühjahr umbauen möchte, stellt den Antrag am besten im Winter. In Zülpich ist die Zahl der Pflegebedürftigen spürbar – das Geriatrische Zentrum der Stadt (hervorgegangen aus dem Kapuzinerkloster von 1635) ist eine regionale Anlaufstelle der Altersmedizin, und viele ältere Zülpicher wohnen weiterhin in ihren Häusern in den Ortschaften. Genau dafür ist der Zuschuss gedacht: damit das Leben zu Hause sicher bleibt oder die Pflege dort möglich wird.
Was der Badumbau in Zülpich kostet
Als Richtwerte für den Kostenrahmen – die tatsächlichen Preise hängen von Raum, Untergrund und Materialwahl ab:
| Ausführung | Kostenrahmen (Richtwerte) |
|---|---|
| Systemlösung mit Duschtasse und Wandpaneelen, inkl. Demontage und Entsorgung | ca. 3.000–5.000 € |
| Bodengleiche, geflieste Dusche mit neuem Bodenaufbau | ca. 5.000–8.000 € |
| Typische Gesamtkosten im Standardfall | ca. 4.000–6.000 € |
Zuschläge entstehen durch Nebenarbeiten: neue Fliesen, Elektrik oder Belüftung, ein Heizkörper, die Anpassung von Türen oder – in Altbauten – das Erneuern von Leitungssträngen. Bestehen Sie auf einem Festpreisangebot mit Demontage, Entsorgung und Abdichtung nach DIN 18534, dann bleiben die Kosten kalkulierbar.
Welche Lösung passt zu welchem Haus?
| Kriterium | Systemlösung mit Duschtasse | Bodengleiche, geflieste Dusche |
|---|---|---|
| Geeignet für | Altbauten, Holzbalkendecken, kleine Bäder | Neubauten, Betondecken, großzügige Räume |
| Umbauzeit | ca. 1 Tag | mehrere Tage inkl. Trocknungszeiten |
| Einstieg | fast ebenerdig (Stufe ca. 3–4 cm) | komplett ebenerdig |
| Reinigung | Paneele leicht zu wischen | komplett gefliest, fugenarm möglich |
| Kosten | ca. 3.000–5.000 € | ca. 5.000–8.000 € |
In der Zülpicher Kernstadt mit ihren Nachkriegsbauten ist häufig beides möglich – entscheidend sind Deckenkonstruktion und Leitungsführung. In den Neubaugebieten der Ortschaften reicht oft schon die reine Tassen-Lösung, weil die Dusche ohnehin geplant war. Die Pflegekasse fördert beide Varianten, sofern sie wohnumfeldverbessernd wirken und der Antrag vor Baubeginn gestellt wird.
Beispielrechnung für Zülpich
Zwei realistische Szenarien als Richtwerte:
| Position | Systemlösung | Gefliest, bodengleich |
|---|---|---|
| Umbau inkl. Demontage, Entsorgung, Abdichtung | ca. 4.300 € | ca. 6.800 € |
| Zuschuss der Pflegekasse (§ 40 SGB XI)[1] | − 4.180 € | − 4.180 € |
| Eigenanteil nach Zuschuss | ca. 120 € | ca. 2.620 € |
| Steuerermäßigung nach § 35a EStG[2] (20 % des Lohnanteils) | zusätzlich absetzbar | zusätzlich absetzbar |
Weitere Förderwege in NRW: NRW.BANK, KfW und Steuer
- NRW.BANK: Der Zuschuss zur Barrierereduzierung ist ein KfW-Programm (455-B), das die NRW.BANK in ihrer Förderübersicht listet: 10 % der förderfähigen Kosten, maximal 2.500 €[3]; beim vollständigen Standard „Altersgerechtes Haus“ sind bis zu 6.250 €[3] möglich (Konditionen des ausgesetzten Programms). Der Antrag läuft über die KfW; seit dem 31.07.2026 ist der Zuschuss gestoppt (2026er-Mittel ausgeschöpft; keine neuen Anträge; Stand: September 2026)[4].
- KfW: Der Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt (2026er-Mittel ausgeschöpft; keine neuen Anträge; Stand: September 2026)[4]; der zinsgünstige Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (bis 50.000 € je Wohneinheit[5]) läuft weiter – auch ohne Pflegegrad.
- Steuer: 20 % des Lohnanteils sind nach § 35a EStG absetzbar, maximal 1.200 € pro Jahr[2].
Alle Fördermöglichkeiten im Detail: Förderung & Zuschüsse.
Der Weg zum Zuschuss: Sechs Schritte von der Zülpicher Ortschaft aus
| Schritt | Was passiert | Zeitbedarf |
|---|---|---|
| 1. Pflegegrad klären | Feststellung beantragen, falls noch kein Pflegegrad vorliegt | einige Wochen bis Monate |
| 2. Angebote | 2–3 Fachbetriebe mit Vor-Ort-Termin in Kernstadt oder Ortschaft vergleichen | 1–2 Wochen |
| 3. Antrag | Zuschuss nach § 40 SGB XI bei der eigenen Pflegekasse beantragen | vor Baubeginn |
| 4. Zusage | Prüfung abwarten, Rückfragen beantworten | meist 2–6 Wochen |
| 5. Umbau | Fachfirma beauftragen und ausführen lassen | 1–5 Tage |
| 6. Belege | Rechnungen einreichen, Zuschuss wird ausgezahlt | nach dem Umbau |
Tipp für Angehörige: Wer in Zülpich ein Haus erbt oder die Eltern bei sich aufnimmt, sollte den Umbau nicht aufschieben. Der Zuschuss folgt dem Pflegebedürftigen – auch wenn die Maßnahme im Haus der Kinder stattfindet, sofern der pflegebedürftige Mensch dort lebt und der Antrag vor Baubeginn gestellt wird.
Checkliste für Angehörige in Zülpich
- [ ] Pflegegrad prüfen bzw. Antrag auf Feststellung stellen
- [ ] Fotos und Maße des Bads bereitlegen
- [ ] 2–3 Fachbetriebe anfragen – auch mit Erfahrung in Altbauten und Ortschaften
- [ ] Festpreisangebote mit Demontage, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534 vergleichen
- [ ] Bei Haus in der Altstadt: Denkmalschutz und Leitungszustand früh klären
- [ ] Pflegekassen-Antrag vor Baubeginn stellen
- [ ] Zusage abwarten, erst dann beauftragen
- [ ] Lohnkostenanteil separat ausweisen lassen (§ 35a EStG)
- [ ] Belege aufbewahren und nach dem Umbau einreichen
Die häufigsten Fragen zum Pflegekassen-Zuschuss in Zülpich
Meine Mutter wohnt in einem alten Haus in Schwerfen – zählt der Zuschuss auch außerhalb der Kernstadt?
Ja. Der Zuschuss hängt nicht vom Ortsteil ab, sondern vom anerkannten Pflegegrad und vom Antrag vor Baubeginn. Ob die konkrete Maßnahme förderfähig ist, prüft die Pflegekasse anhand der Unterlagen – in den Ortschaften gelten dieselben Regeln wie in der Kernstadt.
Wir wohnen in Zülpich, meine Pflegekasse hat ihren Sitz aber woanders. Ist das ein Problem?
Nein. Die Pflegekassen arbeiten bundesweit; zuständig ist die Kasse, bei der Sie versichert sind, nicht die am Wohnort. Reichen Sie Fotos und Kostenvoranschlag ein – die Bearbeitung per Post oder Telefon funktioniert von jeder Ortschaft aus.
Kann ich den Zuschuss auch für ein Haus innerhalb der historischen Stadtmauer bekommen?
Grundsätzlich ja. Bei denkmalgeschützter Substanz sollte früh geklärt werden, welche Eingriffe erlaubt sind – etwa ob ein Bodenablauf möglich ist oder eine flache Duschtasse gewählt werden muss. Die Pflegekasse bewertet die Förderfähigkeit, die Denkmalbehörde die Baumaßnahme; beides kann gut nebeneinander laufen, wenn es früh geplant wird.
Was ist mit Haltegriffen und Duschhockern – zahlen die auch dazu?
Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen können auch einzelne Anpassungen wie Haltegriffe umfassen – die Anerkennung hängt vom Einzelfall ab und sollte vor dem Kauf mit der Pflegekasse geklärt werden. Reine Hilfsmittel wie Duschhocker laufen dagegen über die Krankenkasse (§ 33 SGB V)[6].
Können wir den Zuschuss doppelt bekommen, wenn meine Frau und ich beide pflegebedürftig sind?
Leben mehrere Pflegebedürftige im selben Haushalt, erhöht sich der Anspruch auf bis zu 16.720 €[1]. Auch hier gilt: ein gemeinsamer Antrag vor Baubeginn, danach die Rechnungen einreichen.
Wie lange dauert der Umbau in einem Zülpicher Einfamilienhaus?
Eine Systemlösung ist meist an einem Tag montiert; eine geflieste, bodengleiche Dusche braucht inklusive Trocknungszeiten mehrere Tage. Rechnen Sie für die Zusage der Pflegekasse zusätzlich einige Wochen Vorlauf ein – der Antrag gehört an den Anfang, nicht ans Ende.
Können wir Pflegekassen-Zuschuss und NRW.BANK-Förderung gleichzeitig beantragen?
Grundsätzlich ja – die Fördergeber rechnen jedoch unterschiedlich, und bei den Zuschüssen ist die Steuerermäßigung nach § 35a EStG in bestimmten Fällen ausgeschlossen. Entscheidend ist die Reihenfolge: erst die Förderzusagen einholen, dann beauftragen. Wegen des Antragsstopps des KfW-Zuschusses 455-B (seit dem 31.07.2026, keine neuen Anträge; Stand: September 2026)[4] gilt: Der Zuschuss ist derzeit nicht beantragbar; offen sind der KfW-Kredit 159[5] und die NRW.BANK-Kredite.
Was tun, wenn die Pflegekasse den Antrag ablehnt?
Gegen den Bescheid können Sie innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen. Häufige Ablehnungsgründe sind fehlende Unterlagen oder ein fehlender Pflegegrad – beides lässt sich oft nachbessern. Wer unsicher ist, findet Unterstützung bei der unabhängigen Pflegeberatung oder beim Pflegestützpunkt des Kreises Euskirchen.
Fazit
In Zülpich – ob in der Altstadt hinter der Stadtmauer, im Neubaugebiet am Ortsrand von Ülpenich oder im Hofhaus in Bürvenich – gilt für den Badumbau dieselbe Reihenfolge: Pflegegrad klären, Angebote mit Vor-Ort-Termin einholen, Antrag bei der Pflegekasse vor Baubeginn stellen, erst nach der Zusage beauftragen. So bleibt von einem typischen Systemlösungs-Umbau ein Eigenanteil von oft nur wenigen hundert Euro – mit bis zu 4.180 €[1] von der Pflegekasse, ergänzt durch NRW.BANK, KfW-Kredit 159[5] und die Steuerermäßigung nach § 35a EStG[2]. In einer Stadt, die seit der Römerzeit weiß, wie wichtig gutes Baden ist, ist das ein fast historisch zu nennender Komfort.
Quellen
- § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
- KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
- NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung (Investitionszuschuss 10 % / max. 2.500 €, „Altersgerechtes Haus“ 12,5 % / max. 6.250 €): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15730/altersgerecht-umbauen---barrierereduzierung---investitionszuschuss.html
- NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Kredit (max. 50.000 € je Wohneinheit): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15208/altersgerecht-umbauen---kredit.html
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
- Stadt Zülpich, Einwohnerzahlen der Stadtteile und Ortschaften (Stand 31.12.2025): https://www.zuelpich.de/medien/downloads/rathaus-politik/statistiken/einwohnerstatistiken/260106-Einwohnerzahlen-Stand-31.12.2025.pdf
- Stadt Zülpich (Stadtgliederung, Geschichte, Museum der Badekultur, Seepark): https://de.wikipedia.org/wiki/Zülpich
Stand: September 2026. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellennachweise
- § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss bis 4.180 €/16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html ↩
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % des Lohnanteils, max. 1.200 €/Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html ↩
- NRW.BANK, „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung – Investitionszuschuss“ (listet das KfW-Programm 455-B; Konditionen 10 %/max. 2.500 €, Standard „Altersgerechtes Haus“ 12,5 %/max. 6.250 €): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15730/altersgerecht-umbauen---barrierereduzierung---investitionszuschuss.html ↩
- KfW, Antragsstopp des Zuschusses 455-B vom 31.07.2026 (Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html ↩
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/ ↩
- § 33 SGB V (Hilfsmittelversorgung, im Regelfall mit Verordnung): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__33.html ↩
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