Bodengleiche Dusche in Syke: Ablauf, Kosten und Förderung für den Badumbau (2026)

Von Rainer Brettner, Beratung & Redaktion·Stand: September 2026·ca. 15 Min. Lesezeit

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Wanne raus, bodengleiche Dusche rein: Der ebenerdige Einstieg senkt die Sturzgefahr deutlich.

Syke liegt rund 20 Kilometer südlich von Bremen am Rand des Naturparks Wildeshauser Geest – die Stadt nennt sich selbst „Stadt im Grünen“, durchflossen von der Hache und umgeben von den großen Staatsforsten Friedeholz und Westermark. Mit rund 25.300 Einwohnern ist Syke Mittelzentrum im Landkreis Diepholz und versorgt als solche nicht nur den eigenen Ort, sondern auch die umliegenden Gemeinden. Zur Stadt gehören 13 Ortsteile: der Kernort mit rund 11.000 Einwohnern, das große Barrien im Norden sowie dörflich geprägte Ortschaften wie Gessel, Okel, Ristedt, Heiligenfelde, Steimke, Wachendorf oder Schnepke. Im historischen Kern von Syke und in den alten Dorfmitten stehen Gebäude aus mehreren Jahrhunderten, in den Ortschaften dominieren Einfamilienhäuser aus den 1960er- bis 1990er-Jahren, dazu kommen Neubaugebiete, in die junge Familien aus Bremen ziehen. Viele dieser Häuser wurden von Menschen gebaut oder gekauft, die heute 60, 70 oder 80 Jahre alt sind und weiter im eigenen Haus leben möchten. Der Wannenrand aber, über den man zum Duschen steigen muss, wird mit den Jahren zur Sturzfalle – einer der häufigsten Unfallorte im Zuhause. Eine bodengleiche Dusche beseitigt diese Hürde dauerhaft: kein Schritt mehr über die Wannenkante, sondern ein ebenerdiger Einstieg, der sich auch mit Rollator oder Rollstuhl nutzen lässt. Dieser Ratgeber zeigt in sechs Schritten, wie der Umbau in Syke abläuft, was eine bodengleiche Dusche kostet, welche Fördermittel in Niedersachsen helfen und woran Sie einen zuverlässigen Fachbetrieb erkennen. Die Kosten- und Zeitangaben sind Richtwerte; die Details klärt der Vor-Ort-Termin.

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In sechs Schritten zur bodengleichen Dusche in Syke

Vom ersten Anruf bis zur ersten Dusche vergehen meist vier bis acht Wochen – wer den Förderantrag früh stellt und Termine im Voraus plant, hat den Umbau also gut im Griff. Die Reihenfolge ist entscheidend, denn der Zuschuss der Pflegekasse wird nur gewährt, wenn der Antrag vor dem Baubeginn gestellt wurde.

Schritt Was passiert Zeitbedarf
1. Bedarf klärenWer nutzt das Bad? Liegt ein Pflegegrad vor oder ist er zu beantragen? Kostenlose Beratung beim Senioren- und Pflegestützpunkt Syke nutzen1–2 Wochen vorab
2. Betriebe anfragen2–3 Fachbetriebe aus Syke, dem Landkreis Diepholz oder dem Bremer Umland kontaktieren, Fotos und Raummaße sendenwenige Tage
3. Vor-Ort-TerminUntergrund, Leitungen, Aufbauhöhe und Türbreiten prüfen; Eignung für bodengleichen Einbau klärenca. 45–60 Minuten
4. Angebote vergleichenFestpreise prüfen: Demontage, Entsorgung, Abdichtung und Armaturen müssen enthalten sein1–2 Wochen
5. Förderung beantragenPflegekassen-Antrag nach § 40 SGB XI stellen – vor Baubeginn; bei Bedarf NBank-Antrag über die Wohnraumförderstelleparallel zu Schritt 3 und 4
6. Umbau und AbnahmeSystemlösung oft in einem Tag, geflieste Dusche in mehreren Tagen; nach Fertigstellung Rechnungen einreichennach Förderzusage

Der häufigste Fehler ist auch in Syke der zu späte Antrag: Wer erst nach dem Umbau zur Pflegekasse geht, verliert den Anspruch auf bis zu 4.180 €[1]; wer umgekehrt die Zusage abwartet, bevor er den Auftrag vergibt, geht kein Risiko ein. Planen Sie außerdem ein, dass gute Fachbetriebe in der Region mehrere Wochen im Voraus ausgebucht sind – wer im Herbst anfragt, bekommt oft erst Termine im neuen Jahr. Einen ausführlichen Überblick über alle Arbeitsschritte finden Sie in unserem Ratgeber unter Wanne zur Dusche umbauen.

Was „bodengleich“ bedeutet – und welche Bauweise zu Ihrem Haus passt

Bodengleich heißt: Die Duschfläche schließt mit dem umgebenden Fußboden ab, es gibt keine Stufe und keine Wannenkante, über die man steigen müsste. Umgesetzt wird das in Syke meist auf eine von zwei Arten:

  • Geflieste bodengleiche Dusche: Der alte Estrich wird im Duschbereich abgetragen oder der Boden neu aufgebaut, der Ablauf (häufig als Duschrinne) wird eingebaut, anschließend wird der Bereich nach DIN 18534 fachgerecht abgedichtet und gefliest. Ergebnis: eine ebenerdige Dusche, die optisch nahtlos ins Bad übergeht. Diese Variante braucht ausreichend Aufbauhöhe beziehungsweise die Möglichkeit, den Estrich zu öffnen – und dauert inklusive Trocknungszeiten mehrere Tage.
  • Systemlösung mit flacher Duschfläche: Eine vorgefertigte, extrem flache Duschfläche (sichtbare Kante meist nur 2 bis 4 Zentimeter, mit Anschrägung oft deutlich weniger) wird auf den vorhandenen Boden gesetzt und mit Wandpaneelen oder Fliesen kombiniert. Sie kommt ohne Eingriff in die Bodenkonstruktion aus und ist häufig an einem Tag montiert. Dort, wo eine echte Absenkung nicht möglich ist, ist sie die bewährte Lösung.

Die Frage, welche Bauweise möglich ist, entscheidet sich am Untergrund. In einem Erdgeschoss mit Betonboden und genügend Aufbauhöhe lässt sich fast immer eine vollständig bodengleiche, geflieste Dusche realisieren. In Obergeschossen mit Holzbalkendecken oder in Altbauten mit geringem Bodenaufbau ist die flache Duschfläche oft die einzige Variante, die ohne statische Eingriffe auskommt – und sie erfüllt ihren Zweck: ein barrierearmer Einstieg ohne großes Anheben der Füße. Achten Sie in jedem Fall auf eine rutschhemmende Oberfläche im Duschbereich: Die DIN 18040-2 verlangt dort mindestens Bewertungsgruppe B (geprüft nach DIN 51097); in der Praxis üblich sind R10-Fliesen mit B-Einstufung beziehungsweise profilierte Bahnenware. Abdichtung und Fliesenarbeiten müssen nach DIN 18534 ausgeführt werden – das gehört in jedes seriöse Angebot.

Die Ausgangslage in Syke: Vom historischen Ortskern bis in die Ortschaften

Wer in Syke eine bodengleiche Dusche plant, findet je nach Ortsteil unterschiedliche Voraussetzungen vor. Die typischen Konstellationen – bestätigt werden muss jede einzelne beim Vor-Ort-Termin:

  • Kernstadt Syke: Der historische Kern rund um Kirche, Amtshof und Kirchstraße besteht aus älteren, oft unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden mit kleinen, nachträglich eingebauten Bädern. In den Wohnlagen rund um das Zentrum stehen Mehrfamilienhäuser und Eigentumswohnungen aus verschiedenen Jahrzehnten. Wer eine Wohnung im Obergeschoss besitzt, sollte die Möglichkeit einer Absenkung prüfen lassen – häufig ist dort die flache Systemlösung die pragmatische Wahl. In Eigentumswohnungen ist vor dem Eingriff in die Bodenkonstruktion außerdem die Teilungserklärung zu prüfen; je nach Umfang entscheidet die Eigentümergemeinschaft.
  • Barrien: Mit rund 5.000 Einwohnern ist Barrien der zweitgrößte Ortsteil und liegt nur fünf Kilometer nördlich von Syke direkt an der B6, mit eigenem Bahnhaltepunkt der Regio-S-Bahn. Barrien bildet zusammen mit Ristedt, Okel und Gessel den „Bremer Speckgürtel“ – hier wohnen viele Pendler, die täglich in die Hansestadt fahren. Der historische Ortskern um die St. Bartholomäus-Kirche mit ihrem wuchtigen Westturm aus dem 12. Jahrhundert und die alte Wassermühle prägen das Bild; rundherum stehen großzügige Einfamilienhäuser und Neubaugebiete. In diesen Häusern ist die bodengleiche Dusche meist unkompliziert umsetzbar, weil genug Platz und Bodenaufbau vorhanden sind. In den Altbauten direkt am Ortskern gilt das gleiche wie überall: erst messen, dann planen.
  • Die B6-Achse nach Süden: Steimke, Heiligenfelde und Wachendorf reihen sich entlang der Bundesstraße Richtung Bassum. Es sind ländlich geprägte Straßendörfer mit Hofstellen und Einfamilienhäusern aus mehreren Epochen – vom klassischen niedersächsischen Wohnwirtschaftsgebäude bis zum Bungalow der 1970er-Jahre. Viele dieser Häuser sind selbst genutztes Eigentum; ein Badumbau ist hier eine Investition ins eigene Wohnen im Alter.
  • Gessel, Okel und Ristedt: Diese Ortschaften im Nordwesten gehören zum Einzugsgebiet Bremens. Neben älteren Hofstellen finden sich hier viele Siedlungen der letzten Jahrzehnte mit standardisierten Bädern – für die Fachbetriebe meist unkomplizierte Umbau-Fälle.
  • Kleine Ortschaften: Gödestorf, Henstedt, Jardinghausen, Osterholz und Schnepke haben jeweils nur wenige hundert Einwohner. Hier stehen ältere Bestandsgebäude und ortsbildprägende Hofanlagen; die Anfahrtswege der Handwerker sind etwas länger, was bei Festpreisangeboten in der Regel bereits berücksichtigt ist.

Wer zur Miete wohnt – in Syke keine Seltenheit, gerade im Zentrum –, braucht für den Umbau die schriftliche Zustimmung des Vermieters. Bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung besteht darauf nach § 554 BGB[2] ein Anspruch – denn die Norm betrifft bauliche Veränderungen, die der Nutzung durch Menschen mit Behinderung bzw. pflegebedürftige Personen dienen. Sinnvoll ist es, dem Vermieter ein konkretes Angebot vorzulegen und einen eventuellen Rückbau zu klären.

Kosten: Was die bodengleiche Dusche in Syke kostet

Die folgenden Spannen sind bundesweit übliche Richtwerte für den Umbau von Wanne auf Dusche und gelten für die Region Syke inklusive An- und Abfahrt der Betriebe:

Ausführung Kostenrahmen (Richtwerte)
Systemlösung mit flacher Duschfläche und Wandpaneelenca. 3.000–5.000 €
Bodengleiche, geflieste Dusche mit Duschrinneca. 5.000–8.000 €
Typischer Standardfall in einem Einfamilienhausca. 4.000–6.000 €

Die Unterschiede entstehen durch Raumgröße, Untergrund, Materialwahl und Nebenarbeiten: Muss der Heizkörper versetzt, die Elektrik erneuert oder eine alte Leitung ersetzt werden, steigt der Preis. Achten Sie darauf, dass Demontage der alten Wanne, Entsorgung und Abdichtung im Festpreis enthalten sind – sonst drohen Nachträge, die das Angebot nachträglich verteuern.

Ein Rechenbeispiel als Richtwert: Liegt das Angebot für den Standardfall bei 5.000 € und besteht ein Pflegegrad, übernimmt die Pflegekasse bis zu 4.180 €[1] – es bliebe ein Eigenanteil von gut 800 €, bevor die Steuerermäßigung greift. Der Lohnanteil der Rechnung ist nämlich nach § 35a EStG zu 20 Prozent absetzbar, maximal 1.200 €[3] pro Jahr. Lassen Sie sich den Lohnanteil deshalb separat auf der Rechnung ausweisen. Die genauen Kosten für Ihr Bad nennt Ihnen erst der Vor-Ort-Termin – Angebote allein auf Basis von Fotos sind bei Bestandsbädern selten belastbar.

Förderung: Bis zu 4.180 € von der Pflegekasse – und was Niedersachsen zusätzlich bietet

Für einen Badumbau in Syke gibt es mehrere Förderwege, die sich kombinieren lassen:

  • Pflegekasse: Mit Pflegegrad 1–5 bezuschusst die Pflegekasse wohnumfeldverbessernde Maßnahmen nach § 40 Abs. 4 SGB XI mit bis zu 4.180 €[1] – der Wannenumbau ist der klassische Anwendungsfall. Leben mehrere Pflegebedürftige im Haushalt, sind bis zu 16.720 €[1] möglich. Voraussetzung: Der Antrag muss vor Baubeginn bei der zuständigen Pflegekasse gestellt werden; danach reichen Sie die Rechnungen ein. Benötigt werden in der Regel der Nachweis des Pflegegrads und der Kostenvoranschlag der Fachfirma.
  • NBank (Land Niedersachsen): Im Rahmen der Eigentumsförderung fördert die NBank auch die barrierereduzierende Modernisierung selbst genutzten Wohneigentums – mit Darlehen und Zuschuss, abhängig von Gesamtkosten und Einkommensgruppe. Der Antrag läuft nicht über die Bank, sondern über die zuständige Wohnraumförderstelle – für Syke sind das die Stadt Syke beziehungsweise der Landkreis Diepholz. Haushalte mit Kindern oder Menschen mit Behinderung erhalten zusätzlich höhere Zuschüsse.
  • KfW: Der Zuschuss 455-B „Altersgerecht Umbauen“ ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[4] – die 2026er-Mittel sind ausgeschöpft, neue Anträge werden nicht mehr angenommen (Stand: September 2026). Der zinsgünstige Kredit 159 (bis 50.000 €[5] je Wohneinheit) läuft dagegen weiter und ist auch ohne Pflegegrad erhältlich.
  • Steuer: Lohnkosten nach § 35a EStG zu 20 Prozent absetzbar, maximal 1.200 €[3] pro Jahr.
  • Mieter: Mieter können Pflegekassen-Zuschuss und KfW-Kredit 159 beantragen, brauchen aber die Zustimmung des Vermieters (§ 554 BGB)[2].

Die Reihenfolge entscheidet über den Erfolg: erst die Förderzusagen einholen, dann beauftragen. Wer unsicher ist, ob ein Pflegegrad in Frage kommt, sollte das früh klären – die Pflegekasse und der Pflegestützpunkt helfen bei der Antragstellung. Alle Fördermöglichkeiten im Überblick: Förderung & Zuschüsse.

Beratung und Anlaufstellen in Syke

Sie müssen die Anträge nicht allein durchblicken: Der Senioren- und Pflegestützpunkt Syke – betrieben vom gemeinnützigen Verein PRO DEM e. V. im Auftrag der Stadt Syke – berät kostenlos und unabhängig zu allen Fragen des Älterwerdens, der Pflege und des Wohnens und hilft auch beim Ausfüllen von Anträgen, etwa bei der Pflegeversicherung. Er ist im Rathaus-Nebengebäude an der Nienburger Straße in Syke zu erreichen. Der Landkreis Diepholz unterhält außerdem Beratungsstellen des Senioren- und Pflegestützpunkts Niedersachsen, die auch Hausbesuche anbieten – hilfreich, wenn der Umbau für die Eltern geplant wird, die nicht mehr gut zu Fuß sind. Ergänzend berät das Niedersachsenbüro „Neues Wohnen“ unabhängig zu barrierearmem Wohnen und Fördermitteln.

Ein Detail am Rande zeigt, dass barrierearmes Wohnen in Syke kein Nischenthema ist: Das Hallenbad in Barrien hat einen verstellbaren Boden, mit dem die Wassertiefe an die Bedürfnisse angepasst werden kann. Für Angehörige, die den Umbau für Mutter oder Vater organisieren, lohnt der Weg zum Pflegestützpunkt, bevor Angebote eingeholt werden: Die Berater kennen die Förderwege und können einschätzen, welche Ausführung die Pflegekasse anerkennt.

Woran Sie einen guten Fachbetrieb für Syke erkennen

In und um Syke sind mehrere Sanitär- und Fliesenbetriebe sowie Badsanierer tätig; auch Betriebe aus Bassum, Diepholz, Weyhe oder dem Bremer Süden arbeiten regelmäßig in der Region. Nennen können wir Ihnen keinen einzelnen Betrieb – aber woran Sie einen guten erkennen:

  • [ ] Vor-Ort-Termin statt Foto-Angebot: Untergrund und Raummaße lassen sich nur vor Ort seriös beurteilen.
  • [ ] Festpreisangebot mit Demontage, Entsorgung, Abdichtung und Armaturen – ohne versteckte Nachträge.
  • [ ] Referenzen aus der Region zeigen lassen, idealerweise aus vergleichbaren Häusern (Altbau, EFH, Wohnung).
  • [ ] Abdichtung nach DIN 18534 im Angebot festschreiben.
  • [ ] Förderfähigkeit: Kostenvoranschlag für die Pflegekasse/NBank tauglich aufschlüsseln lassen.
  • [ ] Lohnanteil separat ausweisen lassen (§ 35a EStG).
  • [ ] Gewährleistung und Versicherung klären; Ansprechpartner für Nachbesserungen muss erreichbar bleiben.
  • [ ] Terminplan schriftlich: Wann wird geliefert, wann gebaut, wer ist der Ansprechpartner am Umbautag?

Gerade bei älteren Häusern in den Syker Ortschaften gilt: Lassen Sie sich keine pauschale Zusage geben, dass „das schon geht“. Ein ehrlicher Betrieb prüft vor Ort, ob die vollständig bodengleiche Dusche möglich ist oder die flache Duschfläche die bessere Lösung – und begründet das am Objekt.

Die meistgestellten Fragen

Brauche ich für eine bodengleiche Dusche in Syke eine Baugenehmigung?

In der Regel nicht: Der Austausch von Wanne gegen Dusche ist ein Innenumbau ohne Eingriff in die Statik und genehmigungsfrei. Anders kann es aussehen, wenn tragende Bauteile verändert oder Leitungen in Wänden neu verlegt werden sollen. Sicherheit gibt die kurze Rücksprache mit dem Bauamt der Stadt Syke am Hinrich-Hanno-Platz – die klärt auch, ob in einem denkmalgeschützten Gebäude im Ortskern etwas Besonderes zu beachten ist.

Wie viel Aufbauhöhe braucht eine bodengleiche Dusche wirklich?

Bei der gefliesten Variante mit Gefälle-Estrich muss der Boden im Duschbereich um einige Zentimeter abgesenkt oder neu aufgebaut werden – möglich ist das meist dort, wo der Estrich geöffnet werden kann. Die Systemlösung mit flacher Duschfläche kommt dagegen mit wenigen Zentimetern Aufbau auf dem vorhandenen Boden aus. Welcher Weg in Ihrem Haus in Syke geht, entscheidet allein der Vor-Ort-Termin – nicht das Telefonat.

Mein Haus in Heiligenfelde oder Steimke ist älter – geht der ebenerdige Einbau trotzdem?

In den meisten Fällen ja. Bei Holzbalkendecken oder geringem Bodenaufbau wird statt der Absenkung eine flache Duschfläche montiert; der Einstieg liegt dann nur wenige Zentimeter über dem Fußboden und ist für ältere Menschen deutlich sicherer als eine Wannenkante. Wichtig ist, dass die Abdichtung fachgerecht ausgeführt wird – gerade bei älteren Bausubstanzen.

Was kostet eine bodengleiche Dusche in Syke durchschnittlich?

Als Richtwert: eine Systemlösung etwa 3.000–5.000 €, eine geflieste, vollständig bodengleiche Dusche etwa 5.000–8.000 €, der typische Standardfall liegt bei 4.000–6.000 €. Davon übernimmt die Pflegekasse mit Pflegegrad bis zu 4.180 €[1]; dazu kommt die Steuerermäßigung für den Lohnanteil.

Gibt es die Förderung auch ohne Pflegegrad?

Der Zuschuss der Pflegekasse setzt einen Pflegegrad voraus. Ohne Pflegegrad bleiben der KfW-Kredit 159 sowie – bei Einhaltung der Einkommensgrenzen – die NBank-Förderung über die Wohnraumförderstelle; der KfW-Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[4] (2026er-Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026).

Meine Mutter wohnt zur Miete in Syke – wer zahlt den Umbau?

Der Zuschuss der Pflegekasse und der KfW-Kredit 159 stehen auch Mietern zu. Nötig ist die schriftliche Zustimmung des Vermieters; bei Pflegebedürftigkeit besteht darauf nach § 554 BGB[2] ein Anspruch. Klären Sie vorher, ob beim Auszug ein Rückbau verlangt wird – das gehört in die Vereinbarung mit dem Vermieter.

Wie lange dauert der Umbau in einer Syker Wohnung?

Eine Systemlösung ist oft an einem Tag montiert; die geflieste, bodengleiche Dusche benötigt inklusive Trocknungszeiten mehrere Tage. Dazu kommt die Wartezeit auf den Fachbetrieb, die in der Region je nach Saison vier bis acht Wochen betragen kann – ein weiterer Grund, früh zu planen und den Förderantrag vorzuziehen.

Lohnt sich die bodengleiche Dusche, wenn niemand pflegebedürftig ist?

Ja – als Komfortgewinn, der das Bad größer wirken lässt und leichter zu reinigen ist, und als Vorsorge: Wer heute umbaut, muss nicht in zehn Jahren im Krankheitsfall improvisieren. Häufig schätzen auch spätere Käufer das barrierearme Bad. Ohne Pflegegrad helfen KfW-Kredit 159, die NBank-Förderung bei entsprechendem Einkommen und die Steuerermäßigung nach § 35a EStG, die Kosten zu senken.

Fazit

Syke ist mit seinen 13 Ortsteilen eine Stadt, in der das Wohnen im eigenen Haus und das Älterwerden in vertrauter Umgebung eng zusammenhängen – vom Bungalow in Barrien über die Hofstelle in Wachendorf bis zur Wohnung im Zentrum. Die bodengleiche Dusche ist dafür die wichtigste Einzelmaßnahme: Sie beseitigt die gefährlichste Hürde im Bad, lässt sich in den meisten Gebäuden umsetzen und wird mit bis zu 4.180 €[1] von der Pflegekasse bezuschusst. Entscheidend sind der ehrliche Vor-Ort-Termin, vergleichbare Festpreisangebote und der Förderantrag vor dem Baubeginn. Wer diese drei Punkte einhält, bekommt in Syke eine sichere Dusche zu einem kalkulierbaren Preis – und die kostenlose Beratung beim Senioren- und Pflegestützpunkt der Stadt hilft, den Weg dorthin zu ebnen.

Quellen

  • Stadt Syke, Standortinformationen (Mittelzentrum, Lage, Ortsteile): https://www.syke.de/portal/seiten/standortinformationen-900000054-21800.html
  • Stadt Syke, Ortsteil Barrien (Geschichte, St. Bartholomäus-Kirche, Wassermühle, Hallenbad): https://www.syke.de/portal/seiten/willkommen-in-barrien-900000222-21800.html
  • Stadt Syke, Senioren- und Pflegestützpunkt (PRO DEM e. V.): https://www.syke.de/portal/seiten/senioren-und-pflegestuetzpunkt-6000099-21800.html
  • Wikipedia, Syke (Einwohner, Stadtgliederung, Lage, Bahnverkehr): https://de.wikipedia.org/wiki/Syke
  • Landkreis Diepholz, Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen: https://www.diepholz.de/portal/seiten/senioren-und-pflegestuetzpunkt-niedersachsen-900000283-21750.html
  • § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  • KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  • KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  • NBank, Eigentumsförderung (barrierereduzierende Modernisierung): https://www.nbank.de/F%C3%B6rderprogramme/Aktuelle-F%C3%B6rderprogramme/Eigentumsf%C3%B6rderung-(Selbst-genutztes-Wohneigentum).html
  • § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
  • § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html

Stand: September 2026. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellennachweise

  1. § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss bis 4.180 € bzw. 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  2. § 554 BGB (Erlaubnis baulicher Veränderungen für Menschen mit Behinderung): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
  3. § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % der Lohnkosten, max. 1.200 €/Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  4. KfW, Antragsstopp beim Zuschuss 455-B vom 31.07.2026 (Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  5. KfW, Produktseite Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/

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