Stauraum im Bad planen: Schränke, Regale und Zugänglichkeit im Alter

Beim Badumbau dreht sich die Planung meist um Dusche, Fliesen und Fördermittel – und der Stauraum fällt hintenüber. Das rächt sich im Alltag: Handtücher stapeln sich auf der Waschmaschine, Shampooflaschen stehen auf dem Wannenrand, Pflegeutensilien liegen in der untersten Schublade, zu der man sich nur mit Schmerzen hinunterbeugen kann. Dabei ist der Stauraum für ältere Menschen kein Komfortthema, sondern ein Sicherheits- und Selbstständigkeitsthema: Wer sich bücken oder strecken muss, um das Nötigste zu erreichen, verliert Balance – und wer alles verstaut hat, gewinnt freie Flächen, auf denen man sich sicher bewegen kann. Dieser Ratgeber zeigt, wie Stauraum beim Badumbau richtig geplant wird: mit realistischen Greifräumen, zugänglichen Schränken und Lösungen für Rollstuhl, Rollator und nachlassende Kraft. Er richtet sich an alle, die das Bad für sich selbst oder für Angehörige umbauen. Der passende Gesamtablauf findet sich in unserem Ratgeber Badumbau Schritt für Schritt.
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Warum der Stauraum vor dem Umbau geplant wird
Drei Gründe sprechen dafür, die Aufbewahrung nicht dem Zufall zu überlassen:
- Platz entsteht nur einmal: Beim Umbau werden Wände gefliest, Leitungen verlegt, Möbel montiert. Ein nachträglich aufgestellter Hochschrank blockiert oft genau die Bewegungsfläche, die für Dusche oder Waschtisch eingeplant war. Möbel und Sanitärobjekte müssen gemeinsam auf dem Grundriss liegen.
- Zugänglichkeit entscheidet über Selbstständigkeit: Ein Schrank, dessen Inhalt man nicht erreicht, ist Dekoration. Wer täglich mehrmals Handtuch, Zahnpflege oder Medikamente braucht, muss diese Dinge ohne Bücken, Strecken und Umsteigen greifen können – sonst übernimmt irgendwann die Hilfe diese Handgriffe.
- Unordnung ist eine Sturzfalle: Körbe, Eimer und Stapel auf dem Boden verengen Wege und sind Stolperkanten – gerade nachts oder bei schlechtem Licht. Geplanter Stauraum hält den Boden frei und macht das Bad leichter zu reinigen.
Ein guter Zeitpunkt für die Stauraumplanung ist die Phase, in der auch Grundriss und Bewegungsflächen festgelegt werden – meist einige Wochen vor Baubeginn, wenn die Möbelauswahl ohnehin ansteht.
Schritt für Schritt zur Stauraum-Planung
Die Planung lässt sich in sechs Schritten durchführen, die auch Laien gut bewältigen:
Schritt 1: Inventur machen. Was wird im Bad wirklich aufbewahrt? Handtücher und Waschlappen, Körperpflege, Medikamente, Reinigungsmittel, Wäschekorb, Putzutensilien, vielleicht der Föhn. Notieren Sie die Mengen grob – danach bemisst sich das Stauvolumen. Wer heute „irgendwo" lagert, sollte ehrlich aufschreiben, was täglich, wöchentlich und selten gebraucht wird: Das ergibt die Rangfolge für gute und für entferntere Plätze.
Schritt 2: Nutzer und ihre Reichweiten bestimmen. Wer nutzt das Bad täglich – und in welcher Position? Eine stehende Person, eine Person mit Rollator, eine im Rollstuhl, vielleicht pflegende Angehörige? Die Antwort bestimmt die Montagehöhen (siehe Greifraum-Tabelle unten). Wichtig ist der Blick in die Zukunft: Wer heute gut steht, kann in fünf Jahren auf Hilfe angewiesen sein. Schränke, die sich später absenken oder umbauen lassen, sind eine kluge Vorsorge.
Schritt 3: Zonen bilden. Ordnen Sie die Dinge ihrem Nutzungsort zu: Waschzeug und Zahnpflege am Waschtisch, Handtücher in Griffnähe von Dusche und Waschtisch, Badezusätze in der Duschzone, Reinigungsmittel außerhalb des feuchten Kerns, Medikamente trocken und sicher. Wenn jedes Ding eine Heimat in der richtigen Zone hat, verkürzen sich die Wege – und nichts landet auf dem Boden.
Schritt 4: Maße und Bewegungsflächen prüfen. In einem barrierefreien Bad brauchen Sie vor Sanitärobjekten Bewegungsflächen (als Orientierung gelten 120 × 120 cm je Objekt, für die Rollstuhlnutzung vor dem Waschtisch rund 150 × 150 cm). Türen und Schubladen dürfen nicht in diese Flächen hineinragen, wenn sie geöffnet sind. Schiebetüren an Schränken sind in engen Bädern daher oft die bessere Wahl als Drehtüren.
Schritt 5: Möbelsystem wählen. Die Grundsatzfrage lautet: Türen oder Schubladen, offene Fächer oder geschlossene Schränke, Unter- oder Hochschrank? Die Antworten darauf finden Sie im nächsten Abschnitt.
Schritt 6: Licht und Details ergänzen. Stauraum nützt nur, wenn man sieht, was darin liegt. Innenbeleuchtung in Schränken, eine helle Leuchte über dem Waschtisch und Licht im Duschbereich gehören in die Planung; kontrastreiche Fronten helfen sehbeeinträchtigten Menschen, Schränke überhaupt wahrzunehmen.
Greifräume und Höhen: Wer erreicht was?
Ergonomische Erfahrungswerte (keine Normwerte im engeren Sinn, aber bewährte Planungsgrundlage):
| Zone | Höhe über Boden | Geeignet für |
|---|---|---|
| Bequeme Greifzone (stehend) | ca. 65–120 cm | täglich genutzte Dinge: Handtücher, Zahnpflege, Kosmetik |
| Erweiterte Greifzone (stehend) | ca. 40–140 cm | seltener genutzte Dinge, schwere Vorräte unten |
| Ungeeignet für Dauergebrauch | unter 40 cm / über 160 cm | nur Vorrat, Saisonales, Putzmittel (unten kindersicher) |
| Im Sitzen (Rollstuhl) bequem erreichbar | ca. 60–115 cm | alles, was der sitzende Nutzer selbst greifen soll |
| Im Sitzen maximal erreichbar | bis ca. 140 cm | seltener genutzte Fächer |
Drei Konsequenzen für die Praxis: Die täglich genutzten Dinge gehören in eine Zone zwischen Hüfte und Brusthöhe – nicht in die unterste Schublade und nicht auf den obersten Boden eines Hochschranks. Was regelmäßig gebraucht wird, aber schwer ist (Waschmittel, Getränkeflaschen), lagert in Auszügen auf mittlerer Höhe, damit man es nicht über Kopf heben muss. Und für Rollstuhlnutzende gilt: Regale und Haken für Handtücher in 60 bis 115 Zentimetern Höhe, Bedienelemente und Steckdosen nicht höher als etwa 105 Zentimeter. Quellen: HEWI (Ablagen in Griffhöhe, Erreichbarkeit im Sitzen), heizcenter.de (Maßempfehlungen barrierefreies Bad).
Die richtigen Möbel: Auszüge statt Türen
Die Möbelwahl entscheidet darüber, ob der Stauraum im Alltag funktioniert:
- Unterschränke mit Vollauszug statt Türen: Eine Schublade, die sich komplett herausziehen lässt, zeigt ihren gesamten Inhalt – man muss nicht in einen dunklen Schrank hineinlangen und Dinge von hinten hervorholen. Vollauszüge mit Selbsteinzug und leichtgängigen Schienen sind die wichtigste Einzelmaßnahme für ein altersgerechtes Bad.
- Griffe, die man mit der flachen Hand bedienen kann: Bügelgriffe oder Mulden statt kleiner Knöpfe – bei Arthrose oder eingeschränkter Feinmotorik ist das der Unterschied zwischen „selbst öffnen" und „Hilfe rufen".
- Unterfahrbarer Waschtisch + Schubladenturm: Wer den Waschtisch für den Rollstuhl freihalten muss, verliert den Unterschrank als Stauraum. Die Lösung: eine wandhängende Waschplatzplatte mit Beinfreiraum und ein schmaler, hoher Ausziehschrank (Schubladenturm) direkt daneben, der vom Sitzen und Stehen aus erreichbar ist. Quelle: HEWI (unterfahrbarer Waschtisch, modulare Systeme).
- Hochschrank als Raumwunder: Ein Hochschrank nutzt die Höhe des Bades und bietet viel Volumen auf wenig Grundfläche. Die Fächer bis etwa 140 Zentimeter nehmen Alltagsdinge auf, darüber nur Vorrat. Im Sitzen sind Hochschränke schwer zu bedienen – dann lieber einen niedrigen Ausziehschrank wählen.
- Offene Regale und Fächer statt geschlossener Oberschränke: In der Duschnische halten offene Ablagen Shampoo und Seife in Griffhöhe des Sitzenden (Duschhocker-Höhe etwa 80 bis 100 cm). Im gesamten Bad gilt: offene, helle Regale sind leichter zu überblicken als geschlossene Schränke – für Menschen mit Gedächtnisproblemen ein entscheidender Vorteil.
- Spiegelschrank mit Bedacht: Über dem Waschtisch ist der Spiegelschrank praktisch – aber nur, wenn die unteren Fächer aus dem Sitzen erreichbar sind. Wer dort täglich brauchte Dinge lagert, sollte die Fachhöhen entsprechend planen oder einen Kippspiegel mit seitlichen offenen Fächern wählen.
- Handtuchhalter niedrig und doppelt: Handtuchhaken und -stangen in 80 bis 120 Zentimetern Höhe sind aus dem Stehen und Sitzen erreichbar; ein zweiter Halter in Duschnähe erspart den Weg.
Ein Hinweis für Pflegesituationen: Wenn Angehörige oder ein Pflegedienst helfen, sollten die wichtigsten Utensilien für den Gepflegten erreichbar bleiben – Selbstständigkeit erhält man nicht durch perfekte Ordnung, sondern durch Dinge in Reichweite. Pflegeartikel wie Inkontinenzmaterial gehören in einen leicht zu öffnenden, gut beleuchteten Schrank in der Nähe des Nutzungsorts, keinesfalls in den obersten Boden.
Stauraum für Rollstuhl und Rollator
Für die Nutzung mit Rollstuhl oder Rollator gelten zusätzliche Regeln:
- Unterfahrbare Möbel: Schränke und Ablagen, unter die man mit dem Rollstuhl fahren kann, sparen Platz: eine wandhängende Ablage über der Beinfreiheit, ein Waschtisch mit freiem Kniebereich (Unterfahrbarkeit ab etwa 55 cm Tiefe).
- Drehbare Innensysteme: Karussells und Drehplatten in Eckschränken machen auch die hinterste Ecke erreichbar – ohne Bücken und ohne in den Schrank kriechen zu müssen.
- Auszüge mit hoher Tragkraft: Schwere Dinge (Wäsche, Vorräte) in kräftigen Auszügen lagern, die sich mit geringem Kraftaufwand bewegen lassen; Auszüge mit Dämpfung verhindern, dass Schubladen zuschlagen.
- Bewegungsflächen respektieren: Vor jedem Schrank und jeder Schublade muss genug Raum zum Öffnen und Wenden bleiben. In Bädern, die mit dem Rollstuhl befahren werden, plant man Türbreiten von mindestens 90 cm und Wendemöglichkeiten ein – Details finden Sie im Ratgeber Barrierefrei umbauen.
- Rollator-Stellplatz einplanen: Ein zusammengeklappter Rollator braucht eine freie Wandfläche von etwa 60 × 70 cm, die nicht im Weg steht – oder einen schmalen Stauraum direkt neben der Tür.
Was Stauraum kostet (Richtwerte)
| Element | Kostenrahmen (Richtwerte) |
|---|---|
| Waschtischunterschrank mit 2 Vollauszug-Schubladen | ca. 200–600 € |
| Wandhängender Waschtisch (unterfahrbar) ohne Schrank | ca. 150–500 € |
| Schubladenturm / Hochschrank (schmal, 3–4 Auszüge) | ca. 250–800 € |
| Spiegelschrank mit Licht | ca. 100–500 € |
| Offene Duschablage / Regalsystem (Edelstahl) | ca. 50–250 € |
| Komplettes Badmöbelset (Waschtisch, Unterschrank, Spiegelschrank) | ca. 500–2.500 € |
| Montage der Möbel durch Fachbetrieb | ca. 150–400 € |
Alle Angaben sind Richtwerte zur Einordnung, kein Angebot – Badmöbel schwanken je nach Marke, Material und Ausstattung stark. Gute Vollauszug-Systeme und feuchtraumgeeignete Materialien rechtfertigen einen höheren Preis; wer hier spart, merkt das an schwergängigen Schubladen und aufquellenden Fronten oft schon nach wenigen Jahren.
Häufige Planungsfehler
Fehler 1: Zu viel Stauraum an der falschen Stelle. Ein riesiger Unterschrank unter dem Waschtisch nutzt nichts, wenn der Nutzer ihn nicht erreicht – während neben der Dusche ein Handtuchhaken fehlt. Planen Sie nach Zonen, nicht nach verfügbarer Wandfläche.
Fehler 2: Der unterfahrbare Waschtisch wird mit einem Unterschrank verbaut. Wer den Rollstuhl braucht oder einen Duschhocker nutzt, verliert durch den Unterschrank genau den Beinfreiraum, der den Waschplatz erst nutzbar macht. Erst die Nutzung klären, dann das Möbel wählen.
Fehler 3: Türen und Schubladen öffnen in die Bewegungsfläche. Ein Unterschrank mit Tür, die in den 120-Zentimeter-Raum vor der Dusche schlägt, macht aus einem barrierefreien Bad ein Hindernis. Schiebetüren oder nach oben öffnende Klappen sind die Alternative.
Fehler 4: Oberschränke als Hauptlager. Alles über 160 Zentimetern Höhe ist für die tägliche Nutzung im Alter ungeeignet – wer dort Handtücher lagert, wird sie nicht regelmäßig wegräumen. Hochfächer nur für Seltenes.
Fehler 5: Feuchtraum-Materialien ignorieren. Im Bad verbaut man feuchtraumgeeignete Möbel (Melaminharz- oder Spezialbeschichtungen, Edelstahl, geölte oder lackierte Hölzer). Unbehandelte Spanplatten quellen an feuchten Wänden auf – besonders in Dusch- und Wannennähe.
Fehler 6: Licht vergessen. Der schönste Auszug nutzt nichts, wenn man den Inhalt nicht sieht. Beleuchtete Schränke, eine helle Waschtischleuchte und Licht im Duschbereich gehören in jede Stauraumplanung.
Fragen und Antworten
Wie viel Stauraum braucht ein Bad realistisch?
Pauschal lässt sich das nicht beantworten – ein Haushalt mit zwei Personen und Wäschepflege im Bad braucht deutlich mehr als ein Gäste-WC. Als Faustregel für die Planung: Für jede Person etwa ein Handtuchfach, ein Fach für Körperpflege am Waschtisch und ein Bereich für Putz- und Waschmittel einplanen; danach das Inventar aus Schritt 1 der Planung dagegenhalten.
Sind offene Regale im Bad nicht unpraktisch wegen Staub und Feuchtigkeit?
Offene Ablagen in Dusch- und Wannennähe sind sogar empfehlenswert, weil dort Feuchtigkeit ohnehin entsteht und geschlossene Schränke schnell schimmeln. Wichtig sind Materialien, die Nässe vertragen, und regelmäßiges Trocknen. In trockenen Zonen des Bads (Waschtisch, WC) schaden geschlossene Schränke nicht – sie schützen vor Staub und ordnen die Optik.
Welche Höhe ist für einen Handtuchhalter richtig?
Als Orientierung gelten 80 bis 120 Zentimeter über dem Boden, damit er aus dem Stehen und Sitzen erreichbar ist – wer im Rollstuhl sitzt, testet die Höhe am besten selbst aus. Halter in Duschnähe ersparen unnötige Wege mit nassen Händen.
Kann ich beim Badumbau alte Möbel weiterverwenden?
Wenn sie feuchtraumgeeignet und zugänglich sind (Vollauszüge, passende Höhe), spricht nichts dagegen. In den meisten Fällen sind alte Unterschränke aber zu niedrig, haben keine Auszüge oder passen nicht zur neuen Waschtischhöhe – die Möbel sind beim Badumbau oft der Posten, den man am wenigsten vermisst.
Werden Badmöbel von der Pflegekasse bezuschusst?
Nur mittelbar: Badmöbel sind keine Hilfsmittel (die Krankenkasse fördert nach § 33 SGB V[1] ausschließlich Hilfsmittel wie Duschhocker oder Haltegriffe) und keine eigenständige Wohnumfeldmaßnahme. Im Rahmen einer anerkannten Wohnraumanpassung nach § 40 Abs. 4 SGB XI[2] – etwa der Herstellung eines rollstuhlgerechten Waschplatzes – kann die Pflegekasse anteilig bis zu 4.180 € je Maßnahme[2] zuschießen, wenn die Möbel Teil der baulichen Anpassung sind. Der Antrag muss vor der Umsetzung gestellt werden. Quelle: § 40 SGB XI.
Wie plane ich Stauraum in einem sehr kleinen Bad?
Höhe statt Fläche nutzen: Hochschrank oder Schubladenturm, wandhängende Elemente, offene Fächer in der Duschnische, Spiegelschrank. Türbreiten und Bewegungsflächen haben Vorrang vor Möbeln – in Bädern unter etwa 4 Quadratmetern lohnt oft der Rat eines Fachplaners, weil hier jeder Zentimeter zählt.
Was tun, wenn der Waschtisch für den Rollstuhl freibleiben muss, aber Stauraum fehlt?
Die Standardlösung ist der schmale Schubladenturm direkt neben dem unterfahrbaren Waschtisch – er nutzt die Seitenfläche und ist aus dem Sitzen erreichbar. Ergänzend helfen ein Hochschrank für Vorräte und offene Ablagen in Griffhöhe. Möbelhersteller für barrierefreie Bäder bieten solche Kombinationen als Systeme an (Quelle: HEWI).
Fazit
Guter Stauraum im Bad entsteht nicht durch mehr Schränke, sondern durch die richtigen Schränke an der richtigen Stelle: täglich Genutztes in der bequemen Greifzone zwischen etwa 65 und 120 Zentimetern, schweres und seltenes unten beziehungsweise oben, und alles so, dass sich Türen und Schubladen nicht in die Bewegungsflächen schieben. Vollauszüge statt Türen, unterfahrbare Waschtische, offene Ablagen in Duschnähe und eine helle Beleuchtung sind die vier wirksamsten Maßnahmen – sie erhalten die Selbstständigkeit, weil sie Bücken, Strecken und Suchen überflüssig machen. Geplant wird der Stauraum gemeinsam mit dem Grundriss, nicht nachträglich. Möbel allein fördert keine Kasse, aber im Rahmen der Pflegekassen-Wohnraumanpassung nach § 40 SGB XI[2] können anteilige Zuschüsse fließen – und wer die Möbel beim ohnehin geplanten Badumbau mitnimmt, spart sich den doppelten Handwerkertermin. Wer das Bad für sich oder Angehörige plant, findet in unserem Ratgeber Badumbau Schritt für Schritt die nächsten Schritte bis zum Baubeginn.
Quellen
- HEWI Magazin, „Barrierefreies Bad gestalten" (Stauraum im Sitzen, unterfahrbarer Waschtisch, modulare Systeme): https://www.hewi.com/de/mag/barrierefreies-bad
- heizcenter.de, „Barrierefreies Bad planen: Der komplette Ratgeber" (Maßempfehlungen, Sitzhöhen, Bewegungsflächen): https://www.heizcenter.de/blog/barrierefreies-bad-planen-ratgeber
- § 40 SGB XI (Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
- § 33 SGB V (Hilfsmittel, Abgrenzung zu Möbeln): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__33.html
Stand: September 2026. Maße und Preise sind Orientierungswerte; verbindlich sind die Herstellerangaben der Möbel und das Angebot der Fachfirma.
Quellennachweise
- § 33 SGB V (Hilfsmittelversorgung; Abgrenzung zu Möbeln): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__33.html ↩
- § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html ↩
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