Pflegekasse-Zuschuss für den Badumbau in Hörstel: bis 4.180 € (2026)

Von Rainer Brettner, Beratung & Redaktion·Stand: September 2026·ca. 13 Min. Lesezeit

VorherPflegekasse-Zuschuss für den Badumbau in Hörstel: bis 4.180 € (2026) – Vorher: Badewanne mit hohem Rand
NachherPflegekasse-Zuschuss für den Badumbau in Hörstel: bis 4.180 € (2026) – Nachher: bodengleiche Dusche
Wanne raus, bodengleiche Dusche rein: Der ebenerdige Einstieg senkt die Sturzgefahr deutlich.

Hörstel liegt am nordwestlichen Ausläufer des Teutoburger Walds, dort, wo der Huckberg aus der Landschaft steigt und bei Bergeshövede am „Nassen Dreieck“ der Mittellandkanal vom Dortmund-Ems-Kanal abzweigt. Rund 21.800 Menschen leben in der Stadt im Kreis Steinfurt, die 1975 aus vier selbstständigen Gemeinden gebildet wurde: Hörstel, Riesenbeck, Dreierwalde und der alten Stadt Bevergern. Viele von ihnen wohnen in Einfamilienhäusern aus den 1960er- bis 1990er-Jahren – mit Bädern, die in die Jahre gekommen sind und deren Wanne für ältere Bewohner zunehmend zum Hindernis wird. Wer in Hörstel umbauen möchte, sollte zuerst auf die Kosten schauen und dann auf den Zuschuss, der sie spürbar senkt: Bis zu 4.180 €[1] zahlt die Pflegekasse für den Badumbau (§ 40 Abs. 4 SGB XI), wenn ein Pflegegrad anerkannt ist und der Antrag vor dem Baubeginn gestellt wird.

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Was der Badumbau in Hörstel kostet

Die Preisspanne ist bundesweit ähnlich – entscheidend sind in Hörstel vor allem die Baujahre der Häuser und der Zustand der Leitungen. Richtwerte für den Kostenrahmen:

Ausführung Typische Gesamtkosten (Richtwerte)
Wannenumbau als Komplettpaket: Duschtasse, Wandpaneele, Demontage, Entsorgung, Armaturenca. 3.500–5.500 €
Wannenumbau mit Glasabtrennung und Neuverfliesung der Duschzoneca. 4.500–6.500 €
Bodengleiche, geflieste Dusche inkl. Bodenaufbau und Abdichtungca. 5.500–8.500 €
Standardfall: Wanne raus, Dusche rein (Systemlösung)ca. 4.000–6.000 €

Die größten Preistreiber sind Nebenarbeiten, die im ersten Angebot oft fehlen: der Austausch alter Zuleitungen, neue Elektrik oder Lüftung, ein kleinerer oder versetzter Heizkörper und Fliesenarbeiten über die Duschzone hinaus. Ein Festpreisangebot sollte Demontage, Entsorgung und Abdichtung nach DIN 18534 immer enthalten – dann bleibt der Preis am Ende der, der am Anfang stand.

Zwei lokale Besonderheiten spielen in Hörstel häufiger eine Rolle:

  • Kanallagen und feuchte Keller: In den Orten entlang des Dortmund-Ems-Kanals und der Hörsteler Aa gibt es Häuser mit Kellern, die bei Hochwasser feucht werden. Wer dort das Bad im Keller oder Erdgeschoss umbaut, sollte die Abdichtung großzügig planen – das gehört in die Angebotsvergleiche.
  • Altenteil- und Anbauten: In den landwirtschaftlich geprägten Bauerschaften wie Birgte, Gravenhorst oder Ostenwalde wohnen ältere Generationen oft im Altenteil oder in angebauten Wohnungen. Diese kleinen Bäder sind häufig nur mit einer kompakten Systemlösung sinnvoll umzubauen.

Systemlösung oder gefliest: Was in Hörstel besser passt

Kriterium Systemlösung (Duschtasse + Paneele) Geflieste, bodengleiche Dusche
Montagezeitca. 1 Tagmehrere Tage (Trocknungszeiten!)
Aufbauhöheca. 3–4 cm, wenig EingriffGefälle-Estrich, mehr Aufbau nötig
Einsatzortauch kleine Altenteil-Bädergroßzügige Bäder mit Betondecke
Kostenrahmenca. 3.500–5.500 €ca. 5.500–8.500 €
Pflegekasseförderfähigförderfähig

Für die kompakten Bäder in den Bauerschaften und Altenteilen ist die Systemlösung meist die einzig sinnvolle Variante; in den großzügigen Wohngebäuden von Riesenbeck oder Bevergern lohnt der Blick auf die geflieste Lösung. Beide Varianten sind nach § 40 SGB XI[1] förderfähig – die Kasse bewertet die wohnumfeldverbessernde Wirkung, nicht die Bauweise.

Beispielrechnung: So viel bleibt in Hörstel nach dem Zuschuss

Ein typischer Fall: Ein Ehepaar in Riesenbeck, ein Pflegegrad ist anerkannt, die Wanne in der Etagenwohnung des Hauses soll einer Dusche weichen. Als Richtwert gerechnet:

Position Betrag (Richtwert)
Komplettpaket Systemlösung inkl. Demontage und Entsorgungca. 4.500 €
Zuschuss der Pflegekasse (§ 40 SGB XI)− 4.180 €[1]
Eigenanteilca. 320 €
Steuerermäßigung nach § 35a EStG[2] (20 % des Lohnanteils, hier ca. 1.400 € Lohn)− ca. 280 € möglich

Wer sich für die geflieste, bodengleiche Dusche entscheidet (ca. 5.500–8.500 €), zahlt entsprechend mehr dazu – kann aber zusätzlich die Förderprogramme von KfW und NRW.BANK prüfen (mehr dazu unten). Wichtig bleibt die Reihenfolge: erst die Zusage der Pflegekasse, dann der Auftrag an die Firma.

Der Pflegekassen-Zuschuss in Hörstel: Voraussetzungen und Ablauf

Der Zuschuss ist bundesweit geregelt und gilt in Hörstel genauso wie in jeder anderen Gemeinde. Die wichtigsten Fakten:

  • Wer: Versicherte mit anerkanntem Pflegegrad 1–5. Nicht das Alter entscheidet, sondern die Pflegebedürftigkeit.
  • Was: wohnumfeldverbessernde Maßnahmen – allen voran der Umbau der Badewanne zur bodengleich begehbaren Dusche, dazu flache Duschtassen-Lösungen, Haltegriffe, Stützklappgriffe und verbundene Arbeiten wie Fliesen oder rutschhemmende Beläge.
  • Wie viel: bis zu 4.180 €[1] je Maßnahme; bei mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt bis zu 16.720 €[1].
  • Wann: der Antrag muss vor Baubeginn bei der Pflegekasse gestellt werden – das ist die häufigste Fehlerquelle überhaupt.
  • Wie: nach dem Umbau die Rechnungen einreichen, die Kasse zahlt in der Regel auf Ihr Konto.

Ein Hinweis für Angehörige in Hörstel: Wer die Eltern im eigenen Haus aufnimmt – etwa in einem Einfamilienhaus in Dreierwalde oder in einer Wohnung in Bevergern –, kann den Zuschuss auch für den Umbau des eigenen Bads beantragen, sofern der pflegebedürftige Mensch dort lebt. Der Anspruch folgt der Person, nicht der Immobilie.

Schritt Was passiert Zeitbedarf
1. Pflegegrad klärenFeststellung beantragen, falls kein Pflegegrad vorliegteinige Wochen bis Monate
2. Angebote2–3 Fachbetriebe mit Vor-Ort-Termin vergleichen1–2 Wochen
3. AntragZuschuss nach § 40 SGB XI bei der Pflegekasse stellenvor Baubeginn
4. ZusagePrüfung abwarten, ggf. Rückfragen beantwortenmeist 2–6 Wochen
5. UmbauFachfirma beauftragen, Systemlösung ca. 1 Tag1–5 Tage
6. BelegeRechnungen einreichen, Zuschuss wird ausgezahltnach dem Umbau

Vom Nassen Dreieck bis Bevergern: Bausubstanz in den vier Stadtteilen

Hörstel (Namensgeber, Teil der Stadtverwaltung): Der Kernort rund um den historischen Ortskern ist von Wohnhäusern verschiedener Epochen geprägt – von älteren Hofstellen über Nachkriegsbauten bis zu Neubaugebieten am Hang des Teutoburger Walds. Die hügelige Topografie macht die Entwässerung zum Thema: Bei Häusern am Hang klärt der Vor-Ort-Termin, ob eine bodengleiche Dusche mit Gefälle-Estrich machbar ist oder die flache Duschtasse die bessere Wahl bleibt. Sehenswert und ortsbildprägend ist die ab 1796 errichtete Knollmanns Mühle; auf dem Harkenberg entstand Mitte der 1950er-Jahre ein Kloster der Weißen Väter mit dem „Paulushaus“.

Riesenbeck (Sitz der Stadtverwaltung): Der größte Stadtteil bündelt Verwaltung, Schule und Einkaufsmöglichkeiten und ist Wohnort vieler Pendler Richtung Rheine und Ibbenbüren. Die Bausubstanz reicht von dörflichen Kernen über klassische Einfamilienhaus-Siedlungen der 1970er- und 1980er-Jahre bis zu neueren Baugebieten – hier sind die Bäder meist standardisiert und der Wannenumbau unkompliziert. Zu Riesenbeck gehören die Bauerschaften Birgte und Bergeshövede, wo am „Nassen Dreieck“ der Mittellandkanal vom Dortmund-Ems-Kanal abzweigt und den Teutoburger Wald quert – ein wichtiger Knotenpunkt der Binnenschifffahrt. In den Kanallagen stehen ältere Häuser und Höfe, deren Bäder oft in den 1950er- bis 1970er-Jahren entstanden sind.

Dreierwalde: Die ehemalige Gemeinde im Norden des Stadtgebiets, an der Aa gelegen, ist dörflich geprägt: Einfamilienhäuser, Hofanlagen und Neubaugebiete wechseln sich ab. Viele Häuser werden von der zweiten oder dritten Generation bewohnt – häufig mit der Frage, ob die Eltern im Erdgeschoss bleiben können. Genau dafür ist der Wannenumbau meist der erste Schritt, oft kombiniert mit Türverbreiterungen oder Haltegriffen, die in denselben Förderantrag gehören.

Bevergern (ehemalige Stadt): Bevergern brachte seine Stadtrechte in die neue Stadt ein und hat einen kleinstädtisch-dörflichen Kern. Die älteren Häuser im Ortskern haben teils enge, gewachsene Bäder; die Wohngebiete rundum stammen überwiegend aus den letzten Jahrzehnten. Wer in Bevergern ein älteres Haus übernimmt, sollte den Zustand der Wasserleitungen früh prüfen – in manchen Häusern lohnt es sich, den Wannenumbau mit einer Strangemeuerung zu verbinden, solange die Wände ohnehin offen sind.

Hörstel liegt damit in einer Region, die für Familien und Pendler gleichermaßen attraktiv ist: Rheine im Westen und Ibbenbüren im Osten sind schnell erreichbar, Richtung Norden grenzt das Stadtgebiet an das niedersächsische Emsland mit Spelle und Schapen. Die Wohngebiete sind entsprechend gewachsen – viele Häuser wurden in den letzten Jahrzehnten von derselben Familie bewohnt, und nicht selten zieht die ältere Generation innerhalb des Hauses ins Erdgeschoss um, während die jüngere die oberen Etagen nutzt. Genau in dieser Konstellation entscheidet der Badumbau darüber, ob das Wohnmodell trägt: Eine ebenerdige Dusche im Erdgeschoss, notfalls ergänzt um Haltegriffe und eine Türverbreiterung, macht viele Häuser für das Wohnen im Alter tauglich – und die Pflegekasse beteiligt sich mit bis zu 4.180 € daran, sofern der Antrag vor Baubeginn gestellt wird.

Wann sich der Badumbau in Hörstel lohnt

Der Umbau lohnt sich vor allem, wenn:

  • der Einstieg in die Wanne unsicher wird – die häufigste Sturzfalle im Haushalt,
  • ein Pflegegrad vorliegt oder absehbar ist und Pflege in der Wanne nicht mehr sicher gelingt,
  • nach Klinik- oder Reha-Aufenthalten (etwa nach Hüft- oder Knie-OP) das Beugen und Heben schwerfällt,
  • die Eltern ins Haus ziehen oder im Altenteil bleiben sollen und das Bad mitgenutzt wird,
  • die Wanne seit Jahren ungenutzt ist und der Platz für einen ebenerdigen Duschplatz mit Ablage und Sitzgelegenheit fehlt.

Wer unsicher ist, ob der Zeitpunkt schon gekommen ist, kann sich kostenlos beraten lassen – etwa bei der Pflegekasse, beim Pflegestützpunkt im Kreis Steinfurt oder im Rahmen der Wohnberatung. Ob ein Pflegegrad in Frage kommt, klärt die Pflegekasse mit einer Begutachtung; je früher der Antrag auf Feststellung gestellt wird, desto früher steht der Zuschussrahmen fest.

Weitere Förderwege: NRW.BANK, KfW und Steuer

Über den Pflegekassen-Zuschuss hinaus gibt es Bausteine, die sich grundsätzlich kombinieren lassen:

  • NRW.BANK: Der Investitionszuschuss „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung“ (10 % der förderfähigen Kosten, maximal 2.500 €; beim Standard „Altersgerechtes Haus“ bis zu 6.250 €) ist ein KfW-Programm (455-B); die NRW.BANK listet es in ihrer Förderübersicht, der Antrag läuft über die KfW[3]. Der Zuschuss ist seit dem 31.07.2026 gestoppt – die 2026er-Mittel sind ausgeschöpft, neue Anträge werden nicht mehr angenommen (Stand: September 2026)[4]. Ergänzend gibt es den Kredit „Altersgerecht Umbauen“ bis 50.000 € je Wohneinheit über die Hausbank[5].
  • KfW: Der Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt (Mittel ausgeschöpft, Wiederaufnahme frühestens 2027)[4]; der zinsgünstige Kredit 159 läuft weiter und ist auch ohne Pflegegrad zugänglich[5].
  • Steuer: 20 % des Lohnanteils sind nach § 35a EStG absetzbar, maximal 1.200 € pro Jahr[2].

Alle Fördermöglichkeiten im Überblick: Förderung & Zuschüsse.

Häufige Fehler beim Zuschuss in Hörstel

  1. Zu spät beantragt: Wer den Auftrag schon vergeben hat, hat den Anspruch verloren – die Zusage muss vor dem Baubeginn vorliegen.
  2. Ohne Pflegegrad gestartet: Ohne anerkannte Pflegebedürftigkeit zahlt die Pflegekasse nicht. Wer merkt, dass der Alltag schwerer wird, sollte die Feststellung früh beantragen – sie dauert ihre Zeit.
  3. Nur ein Angebot: Ein einzelner Kostenvoranschlag erlaubt weder Preisvergleich noch Verhandlung. Drei Angebote mit identischem Leistungsumfang sind der Standard.
  4. Nebenarbeiten vergessen: Fehlen Demontage, Entsorgung oder Abdichtung im Angebot, kommen sie als Nachtrag zurück – das verteuert jeden Umbau unnötig.

Checkliste für Angehörige in Hörstel

  • [ ] Pflegegrad prüfen bzw. Feststellung beantragen
  • [ ] Fotos und Maße des Bads bereitlegen
  • [ ] 2–3 Fachbetriebe mit Vor-Ort-Termin anfragen (aus dem Kreis Steinfurt oder dem direkten Umland)
  • [ ] Festpreisangebote vergleichen: Demontage, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534 enthalten?
  • [ ] Bei Bad im Keller oder Erdgeschoss: Feuchteschutz und Entwässerung ansprechen
  • [ ] Pflegekassen-Antrag vor Baubeginn stellen
  • [ ] Zusage abwarten, erst dann beauftragen
  • [ ] Lohnkostenanteil separat ausweisen lassen (§ 35a EStG)
  • [ ] Belege aufbewahren und nach dem Umbau bei der Pflegekasse einreichen

Fragen und Antworten

Mein Vater wohnt in einem alten Haus in Bergeshövede direkt am Kanal – bekommt er den Zuschuss?

Ja, sofern ein Pflegegrad anerkannt ist und der Antrag vor Baubeginn gestellt wird. Der Wohnort – ob Bergeshövede, Birgte oder die Kernstadt – spielt keine Rolle. Achten Sie bei älteren Häusern in Kanallage auf eine saubere Abdichtung und klären Sie den Leitungszustand beim Vor-Ort-Termin.

Wir wohnen in Hörstel, sind aber bei einer Pflegekasse versichert, deren Hauptsitz woanders liegt. Zählt das?

Ja, die Kasse ist bundesweit zuständig. Der Wohnort beeinflusst die Bearbeitung nicht; wichtig sind vollständige Unterlagen (Kostenvoranschlag, Fotos, ggf. Pflegegrad-Bescheid) und der Antrag vor Baubeginn.

Kann ich den Zuschuss auch beantragen, wenn meine Mutter erst zu uns nach Dreierwalde zieht?

Ja. Wird ein pflegebedürftiger Angehöriger in den eigenen Haushalt aufgenommen, kann der Umbau der Wanne zur Dusche im eigenen Bad gefördert werden – entscheidend sind der Pflegegrad, der Antrag vor Baubeginn und dass die Maßnahme das Wohnen und die Pflege bei Ihnen unterstützt.

Gibt es in Hörstel ortsansässige Betriebe, die den Umbau übernehmen?

Handwerksbetriebe gibt es in der Stadt und im direkten Umland (Rheine, Ibbenbüren, Emsdetten). Wichtiger als der Firmensitz sind der Vor-Ort-Termin, Referenzen aus der Region und ein Festpreisangebot – Betriebe aus dem Tecklenburger Land kennen die hiesige Bausubstanz am besten.

Was kostet der Badumbau in Hörstel durchschnittlich?

Im Standardfall ca. 4.000–6.000 € inklusive Demontage und Entsorgung; Komplettpakete mit Duschtasse beginnen bei etwa 3.500 €, geflieste bodengleiche Duschen können 8.500 € erreichen. Mit Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse bis zu 4.180 €[1].

Wie lange dauert die Bearbeitung des Antrags?

Meist zwei bis sechs Wochen, in Einzelfällen länger. Planen Sie vom gewünschten Umbautermin rückwärts und stellen Sie den Antrag früh – der häufigste Fehler ist nicht die falsche Maßnahme, sondern der zu späte Antrag.

Wir wohnen zur Miete in Riesenbeck – können wir trotzdem umbauen und den Zuschuss bekommen?

Ja, mit zwei Voraussetzungen: der schriftlichen Zustimmung des Vermieters (bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung besteht darauf ein Anspruch nach § 554 BGB[6]) und dem Antrag bei der Pflegekasse vor Baubeginn. Klären Sie mit dem Vermieter auch, ob das Bad beim Auszug zurückgebaut werden muss.

Meine Frau und ich sind beide pflegebedürftig – erhöht sich der Zuschuss?

Leben mehrere Pflegebedürftige im selben Haushalt, sind bis zu 16.720 €[1] möglich. Stellen Sie den Antrag vor Baubeginn und reichen Sie nach dem Umbau die Rechnungen ein – die Kasse prüft den Einzelfall anhand der Unterlagen.

Fazit

Ob im Kernort Hörstel am Hang des Teutoburger Walds, in Riesenbeck, im dörflichen Dreierwalde oder in der alten Stadt Bevergern: Der Badumbau in Hörstel lässt sich mit dem Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 € so planen, dass vom typischen Systemlösungs-Umbau oft nur ein geringer Eigenanteil bleibt. Die Reihenfolge entscheidet: erst Pflegegrad und Angebote, dann der Antrag bei der Pflegekasse, erst nach der Zusage der Auftrag. Wer sich daran hält, bekommt in Hörstel ein sicheres Bad zu kalkulierbaren Kosten.

Quellen

  • § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  • KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  • KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  • NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung (Investitionszuschuss 10 % / max. 2.500 €, „Altersgerechtes Haus“ 12,5 % / max. 6.250 €): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15730/altersgerecht-umbauen---barrierereduzierung---investitionszuschuss.html
  • NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Kredit (max. 50.000 € je Wohneinheit): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15208/altersgerecht-umbauen---kredit.html
  • § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  • Stadt Hörstel, Zahlen, Daten, Fakten (21.840 Einwohner, Stand 31.03.2024): https://www.hoerstel.de/portal/seiten/zahlen-daten-fakten-900000031-24251.html
  • Stadt Hörstel (Stadtteile, Bauerschaften, Geschichte, Nasses Dreieck): https://de.wikipedia.org/wiki/Hörstel

Stand: September 2026. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellennachweise

  1. § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, bis 4.180 € je Maßnahme, bei mehreren Berechtigten bis 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  2. § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % des Lohnanteils, max. 1.200 € pro Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  3. NRW.BANK, Förderproduktseite „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung – Investitionszuschuss“ (KfW-Programm 455-B, von der NRW.BANK gelistet, Antrag über die KfW): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15730/altersgerecht-umbauen---barrierereduzierung---investitionszuschuss.html
  4. KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026 (Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  5. KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  6. § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters für bauliche Veränderungen bei Behinderung bzw. Pflegebedürftigkeit): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html

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