Bodengleiche Dusche in Pfungstadt: Zuschüsse, Kosten und Ablauf (2026)


Pfungstadt liegt rund zehn Kilometer südwestlich von Darmstadt an der Modau, verkehrsgünstig zwischen den Autobahnen A 5 und A 67. Die Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurde 785 erstmals im Lorscher Codex erwähnt – sie ist damit älter als Darmstadt – und wuchs vom Mühlenstandort zur Industriestadt: 14 Mühlen an der Modau machten den Ort einst zum „Manchester Südhessens“, 1845 kamen die Ultramarinfabrik von Wilhelm Büchner und die Pfungstädter Brauerei hinzu. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen viele Vertriebene zu, es entstanden große Siedlungsgebiete, und in den 1970er-Jahren wuchs die Stadt durch Eingemeindungen und Zuzug von rund 17.000 auf über 23.000 Einwohner; heute sind es etwa 25.500. Für viele Bewohner der Siedlungen und Wohnstraßen aus jener Zeit ist die bodengleiche Dusche inzwischen das zentrale Thema beim Badumbau: Sie ersetzt die Badewanne, deren Rand mit zunehmendem Alter zur Sturzfalle wird. Weil in Hessen gleich zwei Zuschüsse greifen können, beginnt dieser Ratgeber mit der Förderung – denn die Reihenfolge entscheidet darüber, ob Sie Geld bekommen.
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Förderung für die bodengleiche Dusche: Diese Zuschüsse gibt es
| Förderung | Art | Höhe | Voraussetzung |
|---|---|---|---|
| Pflegekasse (§ 40 Abs. 4 SGB XI) | Zuschuss | bis 4.180 €[1] (bis 16.720 € bei mehreren Pflegebedürftigen) | Pflegegrad 1–5, Antrag vor Baubeginn |
| WIBank – Behindertengerechter Umbau | Zuschuss | bis 50 % der Kosten, Bad max. 5.500 €[2], gesamt max. 15.000 € | selbst genutzter Wohnraum, Bewohner mit Behinderung, Antrag vor Baubeginn |
| KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ | Kredit | max. 50.000 €[3] je Wohneinheit | ohne Pflegegrad möglich |
| Handwerkerleistungen (§ 35a EStG) | Steuerermäßigung | 20 % des Lohnanteils, max. 1.200 €/Jahr[4] | Lohnanteil separat ausgewiesen |
Der wichtigste Zuschuss: die Pflegekasse. Mit Pflegegrad 1 bis 5 erhalten Pfungstädter bis zu 4.180 €[1] für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen nach § 40 Abs. 4 SGB XI – der Wannenumbau zur bodengleichen Dusche ist der klassische Anwendungsfall. Leben mehrere Pflegebedürftige im Haushalt, sind bis zu 16.720 €[1] möglich. Der Antrag muss vor dem Baubeginn bei der Pflegekasse gestellt werden; nach Abschluss reichen Sie die Rechnungen ein.
Der Zuschuss des Landes: die WIBank. Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen bezuschusst den behindertengerechten Umbau von selbst genutztem Wohneigentum mit bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten – für den Um- oder Einbau des Bades mit maximal 5.500 €[2], insgesamt bis 15.000 € je Wohneinheit. Förderfähig sind Kosten zwischen 1.500 € und 30.000 €. Voraussetzung: Die behinderte Person nutzt die Wohnung – auch dann, wenn sie Angehöriger ist und der Eigentümer den Antrag stellt. Den Antrag reichen Sie über die Wohnungsbauförderstelle des Landkreises Darmstadt-Dieburg ein, die Förderzusage erteilt die WIBank. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Es werden nur Maßnahmen gefördert, für die vor der Bewilligung keine Aufträge erteilt und keine Arbeiten begonnen wurden.
Und die Reihenfolge? Erst die Förderzusagen einholen, dann beauftragen. Lassen Sie sich vor dem Antrag von der Wohnungsbauförderstelle bestätigen, wie sich Pflegekassen- und WIBank-Zuschuss in Ihrem Fall zueinander verhalten – Zuschüsse aus öffentlichen Haushalten können angerechnet werden. Der KfW-Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[5] (2026er-Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026) – neue Anträge werden nicht mehr angenommen. Ohne Pflegegrad und ohne Behinderung bleibt der KfW-Kredit 159 mit bis zu 50.000 €[3] je Wohneinheit – beantragbar über jede Hausbank, auch zur Vorsorge.
Warum die bodengleiche Dusche in Pfungstadt der Standard-Umbau ist
In Pfungstadt dominieren die Gebäude, die nach 1945 und in den Wachstumsjahren der 1950er- bis 1970er-Jahre entstanden: Siedlungen für die zugezogenen Vertriebenen, geförderte Wohnungsbauten, Reihenhausgebiete und Einfamilienhäuser am Ortsrand. In diesen Häusern sitzen fast überall genormte Wannenbäder – meist mit Badewanne, oft ohne separate Dusche. Der Umbau zur bodengleichen Dusche ist hier in der Regel unkompliziert, weil die Bodenaufbauten ausreichen und die Grundrisse klar geschnitten sind.
Bodengleiche Duschen haben keinen Tassenrand: Der Duschbereich liegt auf Bodenhöhe, das Wasser läuft über ein leichtes Gefälle in eine bodenebene Duschrinne oder einen Ablauf. Der Einstieg ohne Stufe senkt das Sturzrisiko erheblich und macht das Bad auch mit Rollator, Gehstock oder auf einem Duschhocker nutzbar. Zwei Ausführungen stehen zur Wahl:
- Geflieste bodengleiche Dusche: Boden und Wände werden im Gefälle neu aufgebaut und gefliest. Sie wirkt hochwertig, ist frei gestaltbar und am einfachsten zu reinigen – die bevorzugte Lösung im Eigenheim.
- Systemlösung mit flacher Duschtasse: Duschfläche aus Sanitär-Acryl oder Stahl-Email mit wenigen Zentimetern Aufbauhöhe. Sie ist schneller montiert und günstiger – die typische Lösung in Mietwohnungen und dort, wo der Boden nicht tiefer eingegriffen werden kann.
Beide Varianten erfordern eine fachgerechte Abdichtung nach DIN 18534. Wer die Wanne entfernt, gewinnt außerdem Platz: Die Dusche braucht weniger Fläche, der gewonnene Raum kann für Bewegungsfreiheit, einen Klappsitz oder einen größeren Waschtisch genutzt werden.
Die Stadtteile: Kernstadt, Hahn, Eschollbrücken und Eich
Zur Stadt gehören neben der Kernstadt die Stadtteile Hahn sowie Eschollbrücken mit seinem Ortsteil Eich – jeder mit eigener Geschichte und eigener Bausubstanz.
- Kernstadt: Der Ortskern an der Modau mit dem 1614 erbauten Rathaus in der Kirchstraße ist geprägt von älteren Wohn- und Geschäftshäusern; die Bäder dort sind oft nachträglich eingebaut und klein. Darum herum liegen die großen Wohngebiete der Nachkriegs- und Aufbaujahre mit seriellen Wannenbädern – hier ist die bodengleiche Dusche meist ohne Zusatzaufwand realisierbar. Dass Baden in Pfungstadt Tradition hat, zeigt übrigens ein Detail aus der Stadtgeschichte: Schon 1908 wurde hier eines der ersten öffentlichen Hallenbäder Hessens in Betrieb genommen, beheizt mit der Abwärme des neuen Wasser- und Elektrizitätswerks.
- Hahn: Der Stadtteil südwestlich der Kernstadt wurde 1208 erstmals urkundlich erwähnt und 1972 eingemeindet; rund 3.000 Menschen leben hier. Der ältere Ortskern mit dem ehemaligen Rathaus aus dem 18. Jahrhundert ist von Wohnhäusern und Höfen geprägt, an den Rändern kamen in den letzten Jahrzehnten Neubaugebiete hinzu. Für Eigentümer gilt: In den neueren Häusern ist die bodengleiche Dusche Standard-Umbau, in den älteren entscheidet der Vor-Ort-Termin über die Ausführung.
- Eschollbrücken: Der Stadtteil westlich der A 67, kurz vor dem Hessischen Ried, hat rund 3.100 Einwohner. Sehenswert ist das „Ried-Rathaus“ von 1565, eines der ältesten Gebäude der Stadt. Der Ort ist dörflich geprägt: ältere Hofhäuser im Kern, Einfamilienhausgebiete am Rand. Der Sandbach, ein Nebenarm der Modau, fließt nördlich des Ortes durch die Felder.
- Eich: Der kleine Ortsteil zwischen Eschollbrücken und Hahn zählt nur rund 270 Einwohner und wurde 1335 erstmals erwähnt. Er ist 1971 nach Eschollbrücken eingegliedert worden und teilt sich mit ihm den Ortsbeirat. Wer in Eich wohnt, organisiert den Badumbau meist mit Betrieben aus Pfungstadt, Griesheim oder Darmstadt – die kurzen Wege machen auch kleinere Aufträge attraktiv.
Weil Pfungstadt dicht an Darmstadt liegt, ist die Auswahl an Fachbetrieben groß: Installateure und Bad-Studios aus Darmstadt, Griesheim, Weiterstadt und dem Kreisgebiet arbeiten regelmäßig in der Stadt. Trotzdem gilt: Fotos per E-Mail ersetzen keinen Vor-Ort-Termin – gerade bei den älteren Häusern in Hahn oder Eschollbrücken entscheidet der Untergrund.
Bautypen in Pfungstadt: Wo welcher Aufwand entsteht
Wer durch Pfungstadt fährt, sieht auf wenigen Kilometern fast alle Bautypen, die der deutsche Wohnungsbau nach dem Krieg hervorgebracht hat – und jeder stellt den Badumbau vor eigene Fragen:
- Siedlungshäuser der 1950er- und 1960er-Jahre: In den großen Siedlungsgebieten, die nach dem Zuzug der Vertriebenen entstanden, sind die Bäder klein und genormt, die Wanne sitzt meist zwischen zwei Wänden. Der Umbau zur bodengleichen Dusche ist hier Standard: klare Grundrisse, genug Aufbauhöhe, wenig Überraschungen – sofern die Leitungen in Ordnung sind, was der Vor-Ort-Termin zeigt.
- Reihen- und Einfamilienhäuser der 1970er- und 1980er-Jahre: In den Wohngebieten am Ortsrand von Pfungstadt und in den Neubaugebieten von Hahn und Eschollbrücken stehen großzügigere Bäder mit Wanne und oft schon einer Dusche. Hier lässt sich die Wanne meist ohne Statik-Eingriffe durch eine geflieste bodengleiche Dusche ersetzen; wer mag, nutzt die Gelegenheit gleich für einen neuen Waschtisch in bequemer Höhe.
- Altbauten in den Ortskernen: In der Kernstadt an der Modau, in Hahn oder Eschollbrücken gibt es ältere Wohnhäuser mit kleinen, nachträglich eingebauten Bädern. Dort entscheiden Untergrund und Deckenkonstruktion, ob eine ebenerdige Dusche möglich ist oder die flache Duschtasse die sichere Lösung bleibt – ein Betrieb mit Erfahrung im Altbau erkennt das beim ersten Besuch.
- Miet- und Genossenschaftswohnungen: Ein erheblicher Teil der Pfungstädter wohnt zur Miete, auch in den größeren Wohnanlagen der Nachkriegszeit. Mieter brauchen die schriftliche Zustimmung des Vermieters; bei Pflegebedürftigkeit besteht darauf nach § 554 BGB ein Anspruch[6]. Der Zuschuss der Pflegekasse gilt auch hier – und die Systemlösung ist oft die bevorzugte Variante, weil sie schnell montiert ist und der Vermieter beim späteren Auszug ein modernisiertes Bad zurückbekommt.
In allen vier Fällen gilt dieselbe Regel: Das Angebot sollte auf einem Vor-Ort-Termin beruhen und Demontage, Entsorgung sowie Abdichtung nach DIN 18534 als Festpreis ausweisen. Wer Angebote nur mit Fotos einholt, spart Zeit, riskiert aber Nachträge – gerade bei den älteren Häusern in Hahn und Eschollbrücken.
Was der Umbau in Pfungstadt kostet
| Ausführung | Kostenrahmen (Richtwerte) |
|---|---|
| Systemlösung mit Duschtasse und Wandpaneelen | ca. 3.000–5.000 € |
| Bodengleiche, geflieste Dusche | ca. 5.000–8.000 € |
| Typische Gesamtkosten im Standardfall | ca. 4.000–6.000 € |
Die Spannen hängen von Raumgröße, Material und Nebenarbeiten ab – etwa wenn der Heizkörper weichen muss oder die Elektrik erneuert wird. Achten Sie auf ein Festpreisangebot, das Demontage, Entsorgung und Abdichtung einschließt. Den Lohnanteil der Rechnung können Sie nach § 35a EStG mit 20 Prozent absetzen (maximal 1.200 € pro Jahr)[4], wenn er separat ausgewiesen ist – bei einem Umbau für 5.000 € mit 2.500 € Lohnkosten sind das 500 € Steuerersparnis.
Ablauf: Vom Angebot zur Auszahlung
| Schritt | Was passiert | Wo |
|---|---|---|
| 1. Angebote | 2–3 Betriebe mit Vor-Ort-Termin und Festpreis vergleichen | bei Ihnen zu Hause |
| 2. WIBank-Antrag | Kostenzuschuss beantragen – vor jeder Auftragsvergabe | Wohnungsbauförderstelle Landkreis Darmstadt-Dieburg |
| 3. Pflegekassen-Antrag | Zuschuss nach § 40 SGB XI beantragen | Pflegekasse |
| 4. Kombination klären | Anrechnung von Landes- und Pflegekassenmitteln erfragen | Wohnungsbauförderstelle / Pflegekasse |
| 5. Umbau | Fachfirma beauftragen und ausführen lassen | Baustelle |
| 6. Belege einreichen | Rechnungen einreichen, Zuschüsse werden ausgezahlt | Pflegekasse / WIBank |
Rechnen Sie vom gewünschten Umbautermin rückwärts: Pflegekasse und Wohnungsbauförderstelle arbeiten mit Vorlauf, und wer zuerst baut, verliert den Anspruch. Bewahren Sie Kostenvoranschlag und Rechnungen auf – sie werden für beide Zuschüsse und die Steuererklärung gebraucht.
Wenn Angehörige den Umbau in Pfungstadt organisieren
Viele Pfungstädter Häuser aus den 1950er- bis 1970er-Jahren werden inzwischen von der zweiten Generation bewohnt oder von erwachsenen Kindern für die Eltern organisiert – oft wohnen die Eltern in Hahn oder Eschollbrücken, die Kinder pendeln aus Darmstadt oder Frankfurt an. Für diese Konstellation gilt: Eine schriftliche Vollmacht genügt, um Anträge bei der Pflegekasse zu stellen und Angebote einzuholen. Der Antrag auf einen Pflegegrad ist kostenlos und lohnt sich auch dann, wenn die Eltern bislang ohne Unterstützung zurechtkommen – er ist die Eintrittskarte für den Zuschuss bis 4.180 €[1]. Wenn die Eltern zur Miete wohnen, gehört die schriftliche Zustimmung des Vermieters dazu; bei Pflegebedürftigkeit besteht darauf nach § 554 BGB ein Anspruch[6].
Checkliste: Förderung und Umbau richtig angehen
- [ ] Pflegegrad prüfen bzw. beantragen, falls Pflegebedürftigkeit besteht
- [ ] Angebote von mindestens drei Fachfirmen einholen (Vor-Ort-Termin, Festpreis)
- [ ] WIBank-Antrag über die Wohnungsbauförderstelle stellen – vor jeder Auftragsvergabe
- [ ] Pflegekassen-Antrag vor Baubeginn stellen
- [ ] KfW-Zuschuss 455-B: seit 31.07.2026 gestoppt[5]; bei Bedarf Kredit 159 über die Hausbank[3]
- [ ] Lohnkostenanteil separat ausweisen lassen (§ 35a EStG)[4]
- [ ] Als Mieter: Vermieterzustimmung schriftlich einholen
- [ ] Alle Rechnungen aufbewahren und nach Abschluss einreichen
Häufig gestellte Fragen
Ist die bodengleiche Dusche im Reihenhaus der 1960er- oder 1970er-Jahre in Pfungstadt machbar?
In der Regel ja: Diese Häuser haben genormte Bäder mit ausreichend Aufbauhöhe. Der Vor-Ort-Termin bestätigt, ob ein Gefälle-Estrich möglich ist oder eine flache Duschtasse die einfachere Lösung bleibt.
Was kostet der Umbau in Pfungstadt?
Im Standardfall ca. 4.000–6.000 € inklusive Demontage und Entsorgung. Systemlösungen beginnen bei etwa 3.000 €, geflieste bodengleiche Duschen können bis etwa 8.000 € kosten.
Bekomme ich als Eigentümer in Eschollbrücken oder Eich den WIBank-Zuschuss?
Ja – die WIBank fördert selbst genutzten Wohnraum in ganz Hessen, auch in den Ortsteilen. Voraussetzung ist, dass eine behinderte Person in der Wohnung lebt. Den Antrag stellen Sie über die Wohnungsbauförderstelle des Landkreises Darmstadt-Dieburg, und zwar vor jeder Auftragsvergabe.
Muss zuerst der Handwerker kommen oder zuerst der Antrag?
Zuerst der Antrag. Angebote und Vor-Ort-Termine können Sie parallel einholen, aber erst wenn die Zusage von Pflegekasse und/oder WIBank vorliegt, darf der Auftrag vergeben und gebaut werden – sonst entfällt der Zuschuss.
Kann ich Pflegekasse und WIBank-Zuschuss addieren?
Nicht automatisch: Zuschüsse aus öffentlichen Haushalten können angerechnet werden. Lassen Sie sich vor dem Antrag von der Wohnungsbauförderstelle bestätigen, wie sich die Förderungen in Ihrem Fall verhalten – die Kombination kann sich trotzdem deutlich lohnen.
Ich wohne zur Miete in Pfungstadt – was bekomme ich?
Mit Pflegegrad steht Ihnen der Pflegekassen-Zuschuss bis 4.180 €[1] auch in der Mietwohnung zu. Zusätzlich brauchen Sie die schriftliche Zustimmung des Vermieters; bei Pflegebedürftigkeit besteht nach § 554 BGB ein Anspruch darauf[6].
Lohnt sich der Umbau auch zur Vorsorge, ohne akuten Bedarf?
Ja – viele Pfungstädter bauen mit Mitte 50 vorsorglich um, solange sie die Umbauphase selbst gut organisieren können. Ohne Pflegegrad hilft der KfW-Kredit 159[3]; die bodengleiche Dusche hält Jahrzehnte und macht das Bad für das Alter sicher.
Fazit
Pfungstadt ist eine Stadt der Nachkriegs- und Aufbaujahre – und genau diese Bausubstanz lässt sich gut auf die bodengleiche Dusche umstellen. Wer zuerst die Förderzusagen von Pflegekasse (bis 4.180 €[1]) und WIBank (bis 5.500 €[2] fürs Bad) einholt und dann mit Festpreisangeboten beauftragt, senkt den Eigenanteil deutlich – in Hahn, Eschollbrücken, Eich oder in der Kernstadt.
Alle Fördermöglichkeiten für den Wannenumbau im Überblick: Wanne zur Dusche umbauen.
Quellen
- WIBank Hessen, Behindertengerechter Umbau von Wohneigentum (Zuschuss bis 50 %, Bad bis 5.500 €, max. 15.000 €): https://www.wibank.de/wibank/behindertengerechter-umbau-von-wohneigentum
- § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
- KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
- § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
- Stadt Pfungstadt, Stadtteile stellen sich vor (Hahn, Eschollbrücken, Eich): https://www.pfungstadt.de/stadtleben/stadtportrait/die-stadtteile-stellen-sich-vor/
- Pfungstadt (Geschichte, Einwohnerzahl, Geografie): https://de.wikipedia.org/wiki/Pfungstadt
- pflege.de, „Wanne raus, Dusche rein“ (Kostenrahmen): https://www.pflege.de/barrierefreies-wohnen/badezimmer/wanne-zur-dusche/
Stand: September 2026. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellennachweise
- § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss bis 4.180 € bzw. 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html ↩
- WIBank Hessen, Behindertengerechter Umbau von Wohneigentum (Zuschuss bis 50 % der Kosten, Bad max. 5.500 €, gesamt max. 15.000 €): https://www.wibank.de/wibank/behindertengerechter-umbau-von-wohneigentum ↩
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (Darlehen bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/ ↩
- § 35a EStG (Steuerermäßigung: 20 % der Arbeitskosten, max. 1.200 € pro Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html ↩
- KfW, Antragsstopp des Zuschusses 455-B vom 31.07.2026 (Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html ↩
- § 554 BGB (Erlaubnis baulicher Veränderungen, die dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderung dienen): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html ↩
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