Pflegekasse-Zuschuss für den Badumbau in Geretsried: bis 4.180 € (2026)


Geretsried ist eine der jüngsten Städte Bayerns – und eine mit einer besonderen Geschichte: Bis 1938 standen an der Stelle der heutigen Stadt nur zwei Bauernhöfe mit der Nikolauskapelle an der heutigen Bundesstraße 11, der Weiler gehörte zur Gemeinde Gelting. Während des Zweiten Weltkriegs entstanden hier getarnt als „Schokoladenfabrik“ zwei Rüstungswerke, deren Barackenlager nach 1945 Tausende Heimatvertriebene aufnahmen – die erste große Gruppe von 554 Sudetendeutschen aus Graslitz erreichte Geretsried im April 1946. 1950 wurde aus Teilen der Gemeinden Ergertshausen, Gelting, Königsdorf und Osterhofen die Gemeinde Geretsried gebildet, 1970 folgte die Stadterhebung. Bis heute zählt die Stadt zu den fünf bayerischen Vertriebenenstädten neben Kaufbeuren-Neugablonz, Neutraubling, Traunreut und Waldkraiburg. Rund 26.000 Menschen leben heute zwischen Loisach und Isar, rund 35 Kilometer südlich von München und etwa zehn Kilometer östlich des Starnberger Sees, unmittelbar an der Nachbarstadt Wolfratshausen. Diese junge Geschichte prägt die Bausubstanz: In Geretsried gibt es kaum historische Altbauten – die Stadt ist im Wesentlichen nach 1950 entstanden, mit Wohnsiedlungen der 1950er- bis 1990er-Jahre, Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern und späteren Neubaugebieten. Wer hier alt wird, wohnt oft im Haus der ersten oder zweiten Generation – und steht früher oder später vor der Frage, ob die Badewanne zur Dusche werden soll. Die Pflegekasse beteiligt sich mit bis zu 4.180 €[1]. Dieser Ratgeber schaut zuerst Stadtteil für Stadtteil auf die typische Bausubstanz, dann auf den Zuschuss, seine Voraussetzungen und die weiteren Fördermittel in Bayern.
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Geretsried von Stadtteil zu Stadtteil: Wo welcher Umbau möglich ist
Geretsried ist keine gewachsene Altstadt, sondern eine Stadt aus Siedlungen. Die sieben Gemeindeteile Buchberg, Einöde, Gartenberg, Gelting, Geretsried, Schwaigwall und Ziegelei bilden das Stadtgebiet, dazu kommen Stein sowie kleinere Ansiedlungen wie Breitenbach, Breitenmoos und Inselhof. Die größten Stadtteile im Überblick:
| Stadtteil | Einwohner (ca.) | Typische Bausubstanz |
|---|---|---|
| Gartenberg | ca. 11.900 | Einfamilien- und Reihenhäuser der 1960er- bis 1990er-Jahre, dazu jüngere Wohngebiete |
| Geretsried (Kernstadt) | ca. 7.800 | Wohnsiedlungen der 1950er- bis 1970er-Jahre, Mehrfamilienhäuser, Zentrum mit Rathaus |
| Stein | ca. 2.500 | Ältere Siedlungsbereiche am Südrand, Einfamilienhäuser |
| Gelting | ca. 1.800 | Alter Dorfkern mit Kirche, Wohngebiete, Gewerbe- und Logistikstandort |
| Buchberg, Schwaigwall, Einöde, Ziegelei | kleine Ortsteile | Ländlich geprägte Lagen, Einzelhäuser und Höfe |
Die Kernstadt mit Gartenstadt und Geretsried-Süd. Die Siedlungsbereiche, die heute die Kernstadt bilden, gehen auf die beiden Kriegsjahre-Werksgelände zurück: im Norden die „Gartenstadt“ genannte Fläche des ehemaligen Werks I, im Süden entlang der Sudetenstraße das frühere Werksgelände II. Nach 1945 wurden die vorhandenen Verwaltungsgebäude, Hallen und Barackenlager zur Unterbringung der Vertriebenen genutzt – die Straßennamen im Süden erinnern bis heute an die alte Heimat. Aus den Lagern wurden nach und nach Wohnsiedlungen: Mehrfamilienhäuser der 1950er- bis 1970er-Jahre, dazu Einfamilienhäuser, später Neubaugebiete am Rand. Für den Badumbau ist diese junge, standardisierte Bausubstanz eine gute Nachricht: Die Bäder sind überwiegend seriell gebaut, die Leitungsstränge klar definiert, die Grundrisse genormt. Wer eine Wanne aus den 1960er- bis 1980er-Jahren tauscht, findet in der Regel unkomplizierte Verhältnisse vor – der Wannenumbau gelingt oft ohne Statik-Eingriffe.
Stein und Buchberg. Im Süden der Stadt erinnert der Name Stein an die alten Einöden und die Barackenlager, in denen die ersten Vertriebenen unterkamen; die Nikolauskapelle an der B 11 ist das älteste Bauwerk der Stadt. Rund um diese Siedlungskerne stehen Einfamilienhäuser aus mehreren Jahrzehnten mit den typischen Bädern ihrer Baujahre. In den kleinen Ortsteilen am Rand – Buchberg, Schwaigwall, Einöde, Ziegelei – dominieren ländliche Lagen mit Einzelhäusern; hier entscheidet der Vor-Ort-Termin, ob genug Aufbauhöhe für die bodengleiche Dusche vorhanden ist oder die flache Duschtasse die bessere Wahl ist.
Gelting. Der älteste Siedlungskern der Stadt wurde 1978 eingemeindet und hat mit seinem Dorfkern und der Kirche ein eigenes Gesicht. Heute ist Gelting vor allem als Gewerbe- und Logistikstandort bekannt – und als Standort des Geothermieprojekts, bei dem seit Ende 2025 ein neuartiges Kraftwerk Strom ins öffentliche Netz einspeist und langfristig Fernwärme für Zehntausende Haushalte liefern soll. In den Wohngebieten rund um den alten Kern stehen Einfamilienhäuser der Nachkriegszeit und der folgenden Jahrzehnte – auch hier lassen sich die seriellen Bäder meist unkompliziert zur Dusche umbauen.
Am Rand: die Isarauen. Östlich des Stadtgebiets schlängelt sich die Isar durch eine der letzten Wildflusslandschaften Europas, das Naturschutzgebiet Isarauen zwischen Bad Tölz und Schäftlarn. Für den Badumbau spielt das kaum eine Rolle – wohl aber für die Lebensqualität, die viele Menschen im Alter in Geretsried hält. Unabhängig vom Stadtteil gilt: Weil fast die gesamte Bausubstanz nach 1950 entstanden ist, sind die Voraussetzungen für den Wannenumbau hier überdurchschnittlich oft günstig.
Der Pflegekassen-Zuschuss: Bis zu 4.180 € für den Badumbau
Der Zuschuss kommt nicht von der Stadt Geretsried oder vom Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, sondern bundesweit einheitlich von der Pflegekasse – geregelt in § 40 Abs. 4 SGB XI. Wer einen Pflegegrad von 1 bis 5 hat, kann für „wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“ bis zu 4.180 €[1] erhalten. Der Umbau der Badewanne zur bodengleichen Dusche ist der häufigste Antragsgrund: Er erleichtert die Körperpflege, entlastet pflegende Angehörige und beseitigt die größte Sturzgefahr im Haushalt.
- Pflegegrad: 1–5; die Zuschusshöhe ist bei allen Pflegegraden gleich.
- Höhe: bis 4.180 €[1] je Pflegebedürftigem; bei mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt bis zu 16.720 €.
- Einkommen und Vermögen: spielen keine Rolle.
- Antragszeitpunkt: zwingend vor Baubeginn; ausgezahlt wird nach dem Umbau gegen Vorlage der Rechnungen.
Zuständig ist die Pflegekasse der eigenen Krankenkasse – etwa die AOK Bayern, die Techniker oder die Barmer. Der Zuschuss ist an die pflegebedürftige Person und deren Wohnung gebunden, nicht an den Stadtteil: Ob jemand in einer Wohnung in der Gartenstadt lebt, im Einfamilienhaus in Gelting oder im Mehrfamilienhaus an der Sudetenstraße – entscheidend sind Pflegegrad und Antragszeitpunkt. Wer noch keinen Pflegegrad hat, lässt sich kostenlos bei der Pflegekasse oder beim Pflegestützpunkt beraten; die Beratung verpflichtet zu nichts.
Beispielrechnungen für Geretsrieder Haushalte
| Szenario | Kosten (Richtwerte) | Zuschuss Pflegekasse | Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| Systemlösung im Standardbad | ca. 4.200 € | bis 4.180 € | ca. 20 € |
| Geflieste bodengleiche Dusche | ca. 7.500 € | bis 4.180 € | ca. 3.320 € |
| Umbau mit Leitungs-, Elektro- und Putzarbeiten | ca. 9.500 € | bis 4.180 € | ca. 5.320 € |
Im zweiten Szenario sinkt der Eigenanteil weiter, wenn der Lohnanteil genutzt wird: Rund 60 Prozent der Rechnungssumme sind üblicherweise Lohnkosten – bei 7.500 € also etwa 4.500 €. Davon sind nach § 35a EStG[2] 20 Prozent, bis zu 900 €, direkt von der Steuerschuld abziehbar (maximal 1.200 € pro Jahr). Wer mit Pflegegrad eine geflieste Dusche für 7.500 € einbauen lässt, zahlt effektiv rund 2.400 € aus eigener Tasche. Und wer eine Systemlösung wählt, die knapp unterhalb der Zuschussgrenze liegt, kann den Umbau nahezu ohne Eigenanteil realisieren – in den standardisierten Bädern der Geretsrieder Siedlungen ist das häufig der schnellste Weg.
Weitere Förderwege in Bayern: Landkreis, Freistaat, KfW und Steuer
- Freistaat Bayern: Bei einer Behinderung im Haushalt fördert das Bayerische Wohnungsbauprogramm die behindertengerechte Anpassung bestehenden Wohnraums – ausdrücklich auch den Badumbau – mit einem leistungsfreien Baudarlehen bis 10.000 €. Für Geretsried ist das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen zuständig; der Antrag läuft nicht über eine Bank.
- KfW: Der Zuschuss 455-B „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung“ ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[3], weil die Mittel ausgeschöpft sind (Wiederaufnahme frühestens 2027 – Status unter kfw.de/455-B prüfen). Der zinsgünstige Kredit 159[4] „Altersgerecht Umbauen“ (bis 50.000 € je Wohneinheit) läuft dagegen weiter – auch ohne Pflegegrad, Antrag über die Hausbank.
- Krankenkasse und Steuer: Bauliche Maßnahmen übernimmt die Krankenkasse nicht; erstattet werden Hilfsmittel wie Duschhocker oder Haltegriffe nach § 33 SGB V[5] – im Regelfall mit ärztlicher Verordnung; eine generelle Verordnungspflicht besteht nicht, die Krankenkasse verlangt häufig eine Genehmigung. Die Handwerkerlöhne sind zu 20 Prozent absetzbar (§ 35a EStG[2]), sofern der Lohnanteil separat ausgewiesen ist.
- Beratung vor Ort: Pflegestützpunkte und Wohnberatungsstellen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen beraten kostenlos zu Pflegegrad und barrierearmem Wohnen – fragen Sie beim Landratsamt, bei der Stadt Geretsried oder Ihrer Pflegekasse nach den aktuellen Angeboten.
Die Programme lassen sich kombinieren – die Reihenfolge ist entscheidend: erst die Förderzusagen einholen, dann beauftragen. Eine Übersicht aller Programme finden Sie unter Förderung & Zuschüsse und Förderung & Zuschüsse.
Was der Badumbau in Geretsried kostet
| Ausführung | Kostenrahmen (Richtwerte) |
|---|---|
| Systemlösung mit Duschtasse bzw. Duschelement und Wandpaneelen | ca. 3.000–5.000 € |
| Bodengleiche, geflieste Dusche mit neuem Estrich | ca. 5.000–8.000 € |
| Typischer Standardfall inklusive Demontage und Entsorgung | ca. 4.000–6.000 € |
Weil in Geretsried die meisten Bäder seriell gebaut und die Grundrisse klar sind, liegen die Kosten in den Siedlungsbereichen oft am unteren Ende der Spannen – vorausgesetzt, das Angebot enthält Demontage, Entsorgung und Abdichtung nach DIN 18534. In Häusern der 1950er- und 1960er-Jahre können Leitungs- und Elektroarbeiten dazukommen; wer eine alte Wanne ausbaut, nutzt die Gelegenheit, freiliegende Leitungsabschnitte gleich mit zu erneuern. Fachbetriebe aus Geretsried, Wolfratshausen und dem Landkreis haben kurze Wege – das spart Anfahrt und macht Nachbesserungen unkompliziert.
So stellen Sie den Antrag: Die Reihenfolge in der Praxis
- Pflegegrad klären: Liegt keiner vor, bei der Pflegekasse oder beim Pflegestützpunkt beraten lassen – kostenlos und unverbindlich.
- Angebote einholen: Zwei bis drei Fachbetriebe aus Geretsried, Wolfratshausen und dem Umland mit Vor-Ort-Termin um Festpreisangebote bitten.
- Kostenvoranschlag sichern: Das Angebot der favorisierten Firma wird dem Antrag beigelegt – die förderfähigen Positionen sollten klar ausgewiesen sein.
- Antrag stellen: Den Antrag vor Baubeginn bei der Pflegekasse einreichen – am besten direkt nach der Angebotsauswahl.
- Zusage abwarten, dann beauftragen: Die Pflegekasse prüft den Antrag; rechnen Sie mit mehreren Wochen. Erst nach der schriftlichen Zusage den Auftrag vergeben, dann Umbau und Belege.
Der häufigste Fehler ist der verspätete Antrag. Wer den Auftrag vergibt oder mit dem Umbau beginnt, bevor die Pflegekasse zugesagt hat, verliert den Anspruch – eine Rückwirkung gibt es nicht.
Checkliste für Angehörige in Geretsried
- [ ] Pflegegrad prüfen bzw. kostenlose Beratung beim Pflegestützpunkt vereinbaren
- [ ] Drei Festpreisangebote mit Vor-Ort-Termin einholen (Stadtteil angeben)
- [ ] Kostenvoranschlag für den Pflegekassen-Antrag bereitlegen
- [ ] Antrag vor Baubeginn stellen, schriftliche Zusage abwarten
- [ ] Bei Behinderung: Baudarlehen beim Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen beantragen
- [ ] Status des Zuschusses 455-B unter kfw.de/455-B prüfen
- [ ] Bei Bedarf Kredit 159 über die Hausbank beantragen
- [ ] Lohnanteil separat ausweisen lassen (§ 35a EStG)
- [ ] Bei Mietwohnung: Vermieterzustimmung schriftlich einholen (bei Pflegebedarf nach § 554 BGB[6])
- [ ] Alle Rechnungen für Pflegekasse und Steuererklärung aufbewahren
Die meistgestellten Fragen zum Badumbau-Zuschuss in Geretsried
Zahlt die Pflegekasse in allen Geretsrieder Stadtteilen – auch in Gartenberg und Gelting?
Ja. Der Zuschuss nach § 40 SGB XI ist bundesweit geregelt und hängt an der pflegebedürftigen Person und ihrer Wohnung – nicht am Stadtteil. Voraussetzungen sind ein Pflegegrad 1–5 und ein Antrag vor dem Baubeginn.
Wo stelle ich den Antrag?
Bei der Pflegekasse Ihrer Krankenkasse – nicht bei der Stadt Geretsried und nicht beim Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen. Dem Antrag legen Sie den Kostenvoranschlag der Fachfirma bei; nach dem Umbau reichen Sie die Rechnungen ein.
Meine Eltern wohnen in einem Einfamilienhaus der 1960er-Jahre in Stein. Ist die bodengleiche Dusche dort möglich?
In den meisten Fällen ja: Die Bäder der Nachkriegs- und 1970er-Jahre sind seriell gebaut, die Grundrisse klar. Bei Bädern im Erdgeschoss ist meist genug Aufbauhöhe für den Gefälle-Estrich vorhanden; in Bädern im Obergeschoss entscheidet die Deckenkonstruktion – bei Holzbalkendecken ist die flache Duschtasse die sichere Alternative. Das klärt der Vor-Ort-Termin.
Meine Mutter wohnt in einer Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Gartenstadt. Wer zahlt den Umbau?
Die Kosten trägt in der Regel der Mieter, der die Veränderung wünscht; der Vermieter muss schriftlich zustimmen. Bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung besteht nach § 554 BGB[6] ein Anspruch auf die Erlaubnis. Klären Sie vorher, ob beim Auszug zurückgebaut werden muss – den Zuschuss der Pflegekasse können Mieter selbst beantragen.
Bekommt auch jemand mit Pflegegrad 1 den Zuschuss?
Ja. Der Zuschuss steht bei allen Pflegegraden 1 bis 5 in gleicher Höhe von bis zu 4.180 €[1]; eine Staffelung gibt es nicht. Entscheidend ist, dass die Maßnahme der Verbesserung des Wohnumfelds dient und vor Baubeginn beantragt wird.
Bis wann muss der Antrag spätestens gestellt sein?
Vor dem Baubeginn – das ist die einzige harte Frist. Wer erst nach Auftragsvergabe oder nach dem Umbau beantragt, erhält keinen Zuschuss. Rechnen Sie einige Wochen Bearbeitungszeit ein und stellen Sie den Antrag, sobald der Kostenvoranschlag vorliegt.
Gibt es Förderung, wenn kein Pflegegrad vorliegt?
Ja – der KfW-Kredit 159[4] steht ohne Pflegegrad offen; das bayerische Baudarlehen setzt eine Behinderung im Haushalt voraus. Der Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[3]; den aktuellen Stand finden Sie auf kfw.de/455-B. Zusätzlich hilft die Steuerermäßigung nach § 35a EStG[2] für den Lohnanteil der Rechnung.
Geretsried ist jung – gibt es hier überhaupt Häuser, in denen der Umbau schwierig ist?
Die allermeisten Bäder stammen aus den Baujahren 1955 bis 1995 und sind standardisiert – gute Voraussetzungen. Schwieriger wird es in den älteren Einzelhäusern der kleinen Ortsteile und in umgebauten Gebäuden mit unbekanntem Bodenaufbau. Genau dafür gibt es den Vor-Ort-Termin: Er zeigt, ob Gefälle-Estrich oder Systemlösung die bessere Wahl ist.
Fazit
Geretsried ist eine Stadt, die aus Vertreibung und Aufbau entstanden ist – und in der viele Menschen bis ins hohe Alter im eigenen Haus oder in der vertrauten Wohnung bleiben möchten. Die junge, standardisierte Bausubstanz von der Gartenstadt bis Gelting macht den Badumbau hier überdurchschnittlich oft unkompliziert. Die Pflegekasse zahlt bis zu 4.180 €[1] dazu, bei mehreren Pflegebedürftigen bis zu 16.720 €; das bayerische Baudarlehen, der KfW-Kredit 159 und die Steuerermäßigung ergänzen die Finanzierung. Wer den Pflegegrad und die Angebote früh klärt, den Antrag vor den Baubeginn legt und erst nach der Zusage beauftragt, bekommt ein sicheres Bad zu einem kalkulierbaren Eigenanteil – in der jüngsten Stadtstruktur zwischen Loisach und Isar.
Quellen
- Stadt Geretsried (Vertriebenenstadt, Stadtteile und Eingemeindungen, Geschichte, Einwohnerentwicklung, Geothermie): https://de.wikipedia.org/wiki/Geretsried und https://www.geretsried.de/
- § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
- Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Förderung von barrierefreiem Wohnen (leistungsfreies Baudarlehen bis 10.000 €): https://www.stmb.bayern.de/wohnen/foerderung/barrierefreieswohnen/index.php
- KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
- § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
- § 33 SGB V (Hilfsmittel): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__33.html
- pflege.de, „Wanne raus, Dusche rein“ (Kostenrahmen): https://www.pflege.de/barrierefreies-wohnen/badezimmer/wanne-zur-dusche/
Stand: September 2026. Kostenangaben und Beispielrechnungen sind Richtwerte, keine verbindlichen Angebote; Einwohnerzahlen der Stadtteile sind gerundete Angaben. Förderprogramme können sich ändern – vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellennachweise
- § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss bis 4.180 € bzw. 16.720 € bei mehreren Pflegebedürftigen): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html ↩
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % des Lohnanteils, höchstens 1.200 € pro Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html ↩
- KfW, Antragsstopp des Zuschusses 455-B vom 31.07.2026 (Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html ↩
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (zinsgünstiges Darlehen bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/ ↩
- § 33 SGB V (Hilfsmittel der Krankenkasse): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__33.html ↩
- § 554 BGB (Erlaubnis baulicher Veränderungen, u. a. Barrierereduzierung): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html ↩
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