Bodengleiche Dusche in Ellwangen (Jagst): Förderung zuerst, dann der Umbau (2026)

Von Rainer Brettner, Beratung & Redaktion·Stand: September 2026·ca. 12 Min. Lesezeit

VorherBodengleiche Dusche in Ellwangen (Jagst): Förderung zuerst, dann der Umbau (2026) – Vorher: Badewanne mit hohem Rand
NachherBodengleiche Dusche in Ellwangen (Jagst): Förderung zuerst, dann der Umbau (2026) – Nachher: bodengleiche Dusche
Wanne raus, bodengleiche Dusche rein: Der ebenerdige Einstieg senkt die Sturzgefahr deutlich.

Ellwangen (Jagst) ist mit rund 25.000 Einwohnern nach Aalen und Schwäbisch Gmünd die drittgrößte Stadt des Ostalbkreises – ein katholisch geprägtes Zentrum mit langer Klostergeschichte, dessen Wahrzeichen die spätromanische Basilika St. Vitus, das Schloss ob Ellwangen und die Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg sind. Die Jagst durchfließt die Kernstadt, ringsum liegen die Stadtteile Pfahlheim, Rindelbach, Röhlingen und Schrezheim mit ihren Weilern zwischen Jagsttal und Virngrund. In den Wohnhäusern der Stadt und der Dörfer steht noch vielerorts die Badewanne an der Stelle, an der später eine Dusche entstehen soll, die man ohne Anheben des Beins betreten kann: die bodengleiche Dusche. Wer in Ellwangen (Jagst) umbauen möchte, sollte sich zuerst mit der Förderung beschäftigen – denn der Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.180 €[1] wird nur bewilligt, wenn der Antrag vor dem Baubeginn gestellt wird. Deshalb beginnt dieser Ratgeber mit den Fördermitteln und ordnet danach Kosten, Technik und Ablauf ein.

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Förderung für die bodengleiche Dusche in Ellwangen (Jagst)

Für den Wannenumbau zur bodengleichen Dusche gibt es mehrere Förderwege, die sich kombinieren lassen:

Förderweg Art Höhe Voraussetzung
Pflegekasse (§ 40 Abs. 4 SGB XI)Zuschussbis 4.180 €[1] (16.720 €[1] bei mehreren Pflegebedürftigen)Pflegegrad 1–5, Antrag vor Baubeginn
L-Bank „Zusatzfinanzierung Barrierefreiheit“Kreditbis 50.000 €, Sollzins 1,00 % (Stand 2026)Badumbau u. a., Antrag über die Wohnraumförderungsstelle
L-Bank TilgungszuschussZuschuss3 % der förderfähigen Kosten, max. 1.500 €vollständige Umsetzung der DIN 18040-2
KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“Kreditbis 50.000 €[2] je Wohneinheitauch ohne Pflegegrad, über die Hausbank
KfW-Zuschuss 455-BZuschuss10 %, max. 2.500 €[3]seit 31.07.2026 gestoppt[3] (Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026)
§ 35a EStGSteuerermäßigung20 % des Lohnanteils, max. 1.200 €/Jahr[4]Lohnanteil separat ausgewiesen

Der Zuschuss der Pflegekasse ist der wichtigste Baustein: Wer einen Pflegegrad 1–5 hat, erhält bis zu 4.180 €[1] für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen – der Umbau der Wanne zur Dusche ist der klassische Fall. Leben mehrere Pflegebedürftige im Haushalt, sind bis zu 16.720 €[1] möglich. Der Antrag geht an die Pflegekasse des Versicherten und muss vor Baubeginn gestellt werden; die Pflegekasse verlangt in der Regel den Pflegegrad-Nachweis, den Kostenvoranschlag der Fachfirma und nach Abschluss die Rechnungen. Wer noch keinen Pflegegrad hat, lässt sich bei der Pflegekasse, beim Pflegestützpunkt oder bei einer Wohnberatungsstelle beraten.

Die L-Bank-Förderung ist der baden-württembergische Weg: Die „Zusatzfinanzierung Barrierefreiheit“ unterstützt den Umbau gebrauchter Wohnimmobilien mit einem zinsgünstigen Darlehen von bis zu 50.000 € – gefördert werden ausdrücklich Maßnahmen an Sanitärräumen. Wird die Wohnung vollständig nach DIN 18040-2 umgebaut, kommt ein Tilgungszuschuss von bis zu 1.500 € hinzu. Menschen mit Schwerbehinderung können die Anpassungsförderung auch ohne Basisförderung beantragen. Für Ellwangen (Jagst) läuft der Antrag über die Wohnraumförderungsstelle des Landratsamts Ostalbkreis in Aalen beziehungsweise direkt über die L-Bank.

KfW und Steuer: Der bundesweite Zuschuss 455-B zur Barrierereduzierung ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[3]: Die 2026er-Mittel sind ausgeschöpft, neue Anträge werden nicht mehr angenommen (Stand: September 2026). Der zinsgünstige Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“[2] läuft weiter und kann beantragt werden – auch ohne Pflegegrad. Dazu kommt die Steuerermäßigung nach § 35a EStG[4]: 20 Prozent des Lohnanteils der Handwerkerrechnung sind absetzbar, maximal 1.200 €[4] pro Jahr.

Die Faustregel für Ellwangen: erst die Förderzusagen einholen, dann beauftragen. Wer den Antrag erst nach dem Umbau stellt, verliert den Zuschussanspruch – der häufigste und teuerste Fehler in der Praxis. Mehr zum Umbau von der Wanne zur Dusche: Wanne zur Dusche umbauen.

Was eine bodengleiche Dusche in Ellwangen (Jagst) kostet

Ausführung Kostenrahmen (Richtwerte)
Systemlösung mit Duschtasse und Wandpaneelenca. 3.000–5.000 €
Bodengleiche, geflieste Dusche mit Gefälle-Estrich und Duschrinneca. 5.000–8.000 €
Typischer Gesamtaufwand im Standardfall inkl. Demontage und Entsorgungca. 4.000–6.000 €

Die Spannen hängen von Raumgröße, Untergrund, Leitungszustand und Material ab. Im Festpreisangebot müssen Demontage, Entsorgung und Abdichtung nach DIN 18534 stehen. Ein Rechenbeispiel als Richtwert: Bei einem Angebot von 5.200 € und bewilligtem Zuschuss von 4.180 €[1] bleibt ein Eigenanteil von 1.020 €; der absetzbare Lohnanteil nach § 35a EStG[4] senkt die Belastung zusätzlich.

Konkret für ein Haus im Ostalbkreis gerechnet: Ein älteres Ehepaar in einem Einfamilienhaus in Röhlingen lässt eine geflieste bodengleiche Dusche für 6.800 € einbauen, inklusive Demontage, Entsorgung und neuer Armaturen. Die Ehefrau hat Pflegegrad 2 – die Pflegekasse übernimmt 4.180 €[1], sofern der Antrag vor Baubeginn gestellt war. Bleiben 2.620 € Eigenanteil; davon sind 20 Prozent des Lohnanteils (geschätzt 2.400 € Lohn, also 480 €) über § 35a EStG[4] absetzbar. Effektiv kostet der Umbau das Paar rund 2.140 €. Gehen Sie bei Ihrer Planung von solchen Größenordnungen aus und setzen Sie Ihr eigenes Angebot ein.

Kernstadt, Pfahlheim, Rindelbach, Röhlingen, Schrezheim: Die Ausgangslage

Ellwangen blickt auf mehr als 1.250 Jahre Geschichte zurück: 764 gründeten Hariolf und Erlolf das Benediktinerkloster, aus dem die Fürstpropstei und die heutige Stadt erwuchsen; die römische Limes-Palisade verlief einst mitten durch den heutigen Stadtteil Pfahlheim, bei Halheim finden sich die Reste eines Kastells. Diese Tiefe prägt die Bausubstanz:

  • Kernstadt im Jagsttal: Die Stadt liegt am Oberlauf der Jagst, Schlossberg und Schönenberg (rund 516 m ü. NN) ragen über die Dächer. Rund um Basilika, Schloss und die barock geprägte Altstadt stehen Häuser aus vielen Jahrhunderten – oft mit kleinen, nachträglich eingebauten Bädern in den oberen Geschossen. Für die bodengleiche Dusche bedeutet das: Systemlösungen mit flacher Tasse sind hier häufig die praktikable Wahl; wer ein älteres Haus kernsaniert, kann die echte bodengleiche Dusche mit Gefälle-Estrich gleich mitplanen.
  • Wohngebiete der Ausbaujahre: Wie in den meisten Städten der Region stammen viele Wohnhäuser aus den 1950er- bis 1970er-Jahren – Ellwangen wuchs nach dem Krieg deutlich, weil Behörden, Klinik und Schulen Arbeitsplätze boten. Die Bäder dieser Häuser folgen seriellen Grundrissen mit Einbauwanne und lassen sich in der Regel unkompliziert auf eine bodengleiche Dusche umstellen.
  • Die vier Stadtteile und ihre Weiler: Pfahlheim, Rindelbach, Röhlingen und Schrezheim umfassen zusammen dutzende Weiler und Wohnplätze – von Beersbach und Halheim über Killingen und Neunheim bis Rotenbach und Eigenzell. Die Ortskerne sind dörflich geprägt, viele Menschen wohnen im eigenen Haus. Hier gilt: Wer ohnehin umbaut, sollte bei älteren Häusern die Leitungen mitprüfen lassen – der Austausch der Wanne ist der ideale Zeitpunkt, veraltete Anschlüsse auf Stand zu bringen.
  • Pflege- und Beratungsinfrastruktur vor Ort: Mit der St.-Anna-Virngrund-Klinik, ambulanten Diensten und Einrichtungen wie der Marienpflege (aus einem Waisenhaus von 1830 hervorgegangen) hat Ellwangen eine dichte soziale Infrastruktur. Für Angehörige, die den Umbau für Mutter oder Vater organisieren, sind die Wohnberatungsstellen und Pflegestützpunkte im Ostalbkreis die richtige erste Adresse – sie beraten kostenlos zu barrierearmem Wohnen und zu den passenden Fördermitteln.
  • Mieter und Eigentümer: Wer in einer Mietwohnung umbaut, braucht die schriftliche Zustimmung des Vermieters; bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung besteht nach § 554 BGB[5] ein Anspruch auf Erlaubnis. In Eigentumswohnungen ist vor Eingriffen in Leitungen und Bodenaufbau die Teilungserklärung zu prüfen.

Bodengleiche Dusche: Die Technik-Entscheidung im Bestand

Ob die Dusche wirklich bodengleich wird, entscheidet die Aufbauhöhe. Eine echte bodengleiche Dusche mit Duschrinne verlangt einen Bodenaufbau mit Gefälle – meist fünf bis zehn Zentimeter. Wo das nicht möglich ist (geringe Deckenhöhe, Holzbalkendecken, Mietwohnung mit Rückbauklausel), leistet die Systemlösung mit flacher Duschtasse (3–4 cm Aufbauhöhe) fast denselben Komfort. Moderne Tassen sind bodeneben eingelassen und mit rutschhemmenden Oberflächen verfügbar; der Unterschied zur vollständig gefliesten Lösung ist vor allem gestalterischer Natur. Entscheidend für beide Varianten: die fachgerechte Abdichtung nach DIN 18534 und ein Ablauf mit ausreichender Dimension. Die Fachfirma sollte Ihnen im Vor-Ort-Termin die Vor- und Nachteile für Ihr konkretes Bad nennen – mit Festpreis, nicht mit unverbindlichen Schätzungen.

Typische Zusatzarbeiten im Bestand: Worauf Sie sich einstellen sollten

Beim Öffnen der Wände zeigt sich, was Jahrzehnte verborgen haben. In den älteren Häusern von Ellwangen (Jagst) und den Stadtteilen sind das häufig:

  • Leitungen: Veraltete Wasserleitungen und alte Abflussstränge lassen sich bei offenen Wänden am günstigsten erneuern – ein starkes Argument, den Badumbau mit einer Leitungssanierung zu verbinden.
  • Elektrik: In Bädern aus den 1960er- und 1970er-Jahren entspricht die Absicherung oft nicht mehr dem heutigen Stand. Lassen Sie die Elektroinstallation von einem Elektrofachbetrieb prüfen, solange die Wände offen sind.
  • Wand- und Bodenaufbau: Unebene Flächen, alte Putze und fehlende Ausgleichsschichten müssen vor der Abdichtung behoben werden – sonst leidet die Dichtigkeit der neuen Dusche.
  • Belüftung: Fehlt ein Fenster, sollte eine wirksame Entlüftung eingeplant werden; das beugt Schimmel im neuen Bad vor.
  • Heizkörper: Ein versetzter oder erneuerter Heizkörper gehört in die Planung, wenn die Dusche seinen Platz beansprucht.

Lassen Sie sich diese Punkte im Angebot als Positionen mit Preisen ausweisen – pauschale „Nebenkosten“ führen später zu Diskussionen. In denkmalgeschützten oder ensemblegeschützten Gebäuden der Altstadt sprechen Sie vorher mit der Denkmalschutzbehörde.

Der Ablauf in der Praxis

  1. Angebote einholen: Zwei bis drei Fachbetriebe mit Vor-Ort-Termin in Ellwangen (Jagst) oder aus dem Umkreis bitten; Fotos ersetzen keine Besichtigung.
  2. Pflegegrad und Förderung klären: Pflegegrad-Nachweis bereitlegen, bei Schwerbehinderung die Anpassungsförderung der L-Bank prüfen.
  3. Anträge stellen – vor dem Baubeginn: Pflegekassen-Antrag mit Kostenvoranschlag; bei Bedarf L-Bank- oder KfW-Kredit über die Hausbank beantragen.
  4. Beauftragen und umbauen: Nach den Zusagen den Auftrag vergeben; Systemlösung ca. 1 Tag, geflieste Dusche mehrere Tage.
  5. Belege einreichen: Rechnungen bei Pflegekasse und L-Bank einreichen, Lohnanteil für die Steuererklärung separat ausweisen lassen.

Checkliste: Fachfirma für Ellwangen (Jagst) auswählen

  • [ ] Drei Betriebe mit Vor-Ort-Termin anfragen – Fachbetriebe aus dem Ostalbkreis (etwa aus Aalen, Schwäbisch Gmünd oder den Umlandgemeinden) haben kurze Wege nach Ellwangen und kennen die Bausubstanz der Region
  • [ ] Festpreisangebote mit identischem Leistungsumfang vergleichen: Demontage, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534, Fliesen oder Paneele, Armaturen
  • [ ] Referenzen zeigen lassen – idealerweise aus Ellwangen (Jagst) oder dem Umland
  • [ ] Nach der Gewährleistung fragen (bei Bauleistungen in der Regel fünf Jahre) und die Versicherung des Betriebs bestätigen lassen
  • [ ] Lohnanteil separat ausweisen lassen (§ 35a EStG)
  • [ ] Terminplan und Ansprechpartner für die Umbautage festhalten
  • [ ] Pflegekassen-Antrag nach den Angeboten, aber vor dem Baubeginn stellen – die Zusage abwarten

Die meistgestellten Fragen

Gibt es in Ellwangen (Jagst) eine eigene städtische Förderung für den Badumbau?

Einen kommunalen Pauschalzuschuss gibt es nicht; die Stadt und der Ostalbkreis verweisen auf die landes- und bundesweiten Programme. Fragen lohnt sich dennoch bei der Gemeinde und beim Landratsamt – einzelne Beratungs- und Zuschussangebote für barrierearmes Wohnen ändern sich regelmäßig.

Wie viel kostet eine bodengleiche Dusche in Ellwangen?

Richtwerte: Systemlösung 3.000–5.000 €, geflieste bodengleiche Dusche 5.000–8.000 €, Standardfall inklusive Demontage und Entsorgung 4.000–6.000 €. Nach dem Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 €[1] bleibt im Standardfall meist nur ein kleiner Eigenanteil.

Kann ich Pflegekassen-Zuschuss und L-Bank-Kredit kombinieren?

Ja, die Programme schließen sich nicht aus. Wichtig ist die Reihenfolge: erst die Förderzusagen einholen, dann den Umbau beauftragen. Für den L-Bank-Antrag ist bei Ellwangen das Landratsamt Ostalbkreis in Aalen als Wohnraumförderungsstelle zuständig.

Brauche ich einen Pflegegrad für die bodengleiche Dusche?

Für den Zuschuss der Pflegekasse ja. Ohne Pflegegrad bleiben der KfW-Kredit 159[2] und die L-Bank-Zusatzfinanzierung; der Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[3] (Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026) und kann nicht mehr neu beantragt werden.

Ist die bodengleiche Dusche in einem alten Haus in einem Weiler wie Killingen oder Halheim machbar?

In der Regel ja. In älteren Häusern entscheidet der Vor-Ort-Termin über die Bauweise: Bei ausreichender Aufbauhöhe ist die geflieste bodengleiche Dusche möglich, bei knappen Verhältnissen die Systemlösung mit flacher Tasse. Wichtig ist, veraltete Leitungen gleich mit zu erneuern, solange die Wände offen sind.

Was ist, wenn mein Vermieter den Umbau nicht erlauben will?

Bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung können Sie die Erlaubnis nach § 554 BGB[5] verlangen. Holen Sie die Zustimmung schriftlich ein und klären Sie, ob beim Auszug zurückgebaut werden muss – für Mietwohnungen sind Systemlösungen oft die pragmatischere Wahl.

Ist eine bodengleiche Dusche auch im Obergeschoss eines älteren Hauses möglich?

Ja, in der Regel schon – die Bauweise hängt von der Decke ab. Bei Holzbalkendecken oder geringer Aufbauhöhe ist die Systemlösung mit flacher Duschtasse die sichere Wahl, weil sie ohne schweren Estrich auskommt. Ob die Decke die Lasten aufnimmt und wie der Ablauf verlegt wird, klärt der Fachbetrieb im Vor-Ort-Termin; lassen Sie sich die Einschätzung bei Zweifeln schriftlich bestätigen.

Ich organisiere den Umbau für meine Eltern – womit beginne ich?

Prüfen Sie zuerst, ob ein Pflegegrad vorliegt oder beantragt werden soll – er ist die Voraussetzung für den Zuschuss der Pflegekasse. Danach: zwei bis drei Vor-Ort-Termine vereinbaren, Angebote vergleichen, den Förderantrag vor Baubeginn stellen. Eine Vollmacht Ihrer Eltern erleichtert die Kommunikation mit Behörden und Pflegekasse. Kostenlose Unterstützung bei der Antragstellung gibt es bei den Beratungsstellen im Ostalbkreis; die Fachfirma übernimmt diese Schritte in der Regel nicht.

Fazit

Wer in Ellwangen (Jagst) eine bodengleiche Dusche einbauen möchte, sollte mit der Förderung beginnen: Bis zu 4.180 €[1] von der Pflegekasse, dazu L-Bank-Kredit und KfW-Programme – wenn der Antrag vor dem Baubeginn gestellt wird. Kosten und Technik sind danach gut planbar, vom kompakten Bad in der Altstadt über die Wohngebiete der Nachkriegsjahre bis zum Einfamilienhaus in Pfahlheim, Rindelbach, Röhlingen oder Schrezheim. Mit Vor-Ort-Termin, Festpreisangebot und der richtigen Reihenfolge bei den Anträgen wird die Dusche ohne Stufe zu einem Projekt mit kalkulierbarem Eigenanteil – und zu einem echten Gewinn an Sicherheit im Alltag.

Quellen

  • Ellwangen (Jagst) – Wikipedia (Einwohnerzahl, Stadtteile, Geografie, Geschichte): https://de.wikipedia.org/wiki/Ellwangen_(Jagst)
  • § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  • L-Bank, Zusatzfinanzierung Barrierefreiheit – Eigentumsfinanzierung BW: https://www.l-bank.de/produkte/wohnimmobilien/eigentumsfinanzierung-bw-zusatzfinanzierung-barrierefreiheit.html
  • KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  • KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  • § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
  • § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html

Stand: September 2026. Kostenangaben sind bundesweite Richtwerte. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellennachweise

  1. § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen; Zuschuss bis 4.180 € je Maßnahme, bis 16.720 € bei mehreren Pflegebedürftigen): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  2. KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (zinsgünstiges Darlehen bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  3. KfW, Antragsstopp für den Zuschuss 455-B vom 31.07.2026 (2026er-Mittel ausgeschöpft, keine neuen Anträge; Stand: September 2026): https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  4. § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen; 20 % der Arbeitskosten, max. 1.200 €/Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  5. § 554 BGB (Anspruch auf Erlaubnis von Barrierereduzierungs-Umbauten): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html

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