Bodengleiche Dusche in Wetter (Ruhr): Nachrüsten, Kosten und Förderung (2026)


Wetter nennt sich selbst Harkortstadt – nach Friedrich Harkort, dem Industriepionier, der hier im frühen 19. Jahrhundert an der Burg Wetter eine der ersten Maschinenfabriken des Ruhrgebiets aufbaute. Übrig geblieben sind aus jener Zeit ein lebendiger Ortskern rund um die Freiheit Wetter, der Harkortsee, an dem die Ruhr aufgestaut ist, und ein Stadtgebiet, das vom Ruhrtal bis auf 266 Meter Höhe in Grundschöttel reicht. Rund 26.000 Menschen leben in den fünf Stadtteilen Alt-Wetter, Volmarstein, Wengern, Esborn und Grundschöttel – viele davon in Häusern aus den 1950er- bis 1970er-Jahren, deren Bäder noch mit Badewanne, Waschtisch und wenig Bewegungsfläche geplant wurden. Wie in vielen Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises ist die Bevölkerung in Wetter seit Jahrzehnten von einem leichten Rückgang geprägt – und wird im Schnitt älter. Damit rückt eine Frage in immer mehr Haushalten in den Vordergrund: Wie komme ich sicher in die Dusche, wenn der Schritt über den Wannenrand eines Tages zu hoch wird? Die bodengleiche Dusche ist dafür die bewährteste Antwort – und dieser Ratgeber erklärt, was sie in Wetter kostet, welche Förderung 2026 läuft und worauf es bei der Bausubstanz zwischen Ruhrtal und Ardeyhöhen ankommt.
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Förderung in Wetter (Ruhr): Diese Programme zahlen 2026 mit
Weil die Förderung die Reihenfolge des gesamten Projekts bestimmt, steht sie hier an erster Stelle. Für den Badumbau in Nordrhein-Westfalen sind vier Bausteine relevant:
| Förderung | Art | Höhe | Wichtigste Bedingung |
|---|---|---|---|
| Pflegekasse (§ 40 Abs. 4 SGB XI) | Zuschuss | bis 4.180 €[1] je Pflegebedürftigem, bis 16.720 €[1] bei mehreren im Haushalt | Pflegegrad 1–5, Antrag vor Baubeginn |
| KfW 455-B – Barrierereduzierung (über die NRW.BANK gelistet) | Zuschuss | 10 % der förderfähigen Kosten, max. 2.500 €[2] | Antrag über die KfW; seit 31.07.2026 gestoppt (2026er-Mittel ausgeschöpft, keine neuen Anträge; Stand: September 2026) |
| KfW 455-B – „Altersgerechtes Haus“ (über die NRW.BANK gelistet) | Zuschuss | 12,5 %, max. 6.250 €[2] | kompletter Umbau nach Standard mit Sachverständigem; seit 31.07.2026 gestoppt |
| NRW.BANK / KfW – Kredit „Altersgerecht Umbauen“ | Kredit | bis 50.000 €[3] je Wohneinheit | über die Hausbank, auch ohne Pflegegrad |
| Handwerkerleistungen (§ 35a EStG) | Steuerermäßigung | 20 % des Lohnanteils, max. 1.200 €/Jahr[4] | Lohnanteil separat auf der Rechnung |
Der wichtigste Zuschuss kommt von der Pflegekasse: Wer einen Pflegegrad von 1 bis 5 hat, erhält für den Umbau der Badewanne zur bodengleichen Dusche bis zu 4.180 €[1] – eine der zentralen „wohnumfeldverbessernden Maßnahmen“ nach § 40 SGB XI. Leben mehrere Pflegebedürftige im Haushalt, sind es bis zu 16.720 €[1]. Der Antrag muss vor Baubeginn bei der Pflegekasse der eigenen Krankenkasse eingehen; nach dem Umbau werden die Rechnungen eingereicht und der Zuschuss ausgezahlt. Er ist nicht einkommensabhängig.
Ergänzend listet die NRW.BANK als Förderbank des Landes den bundesweiten KfW-Zuschuss 455-B „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung“ in ihrer Förderübersicht; der Antrag läuft über die KfW. Konditionen des ausgesetzten Programms: 10 Prozent der förderfähigen Kosten von maximal 25.000 €, also bis zu 2.500 €[2] für Einzelmaßnahmen wie den Badumbau; beim kompletten Standard „Altersgerechtes Haus“ sind es 12,5 Prozent von maximal 50.000 € – bis zu 6.250 €[2] – mit Einbindung eines unabhängigen Sachverständigen. Es gilt eine Bagatellgrenze von 2.000 €; Eigenleistungen werden nicht gefördert, und vor der Antragstellung dürfen keine Liefer- oder Leistungsverträge geschlossen sein. Wichtig für Wetteraner: Seit dem 31.07.2026 ist der Zuschuss 455-B gestoppt – die 2026er-Mittel sind ausgeschöpft, neue Anträge werden nicht mehr angenommen, eine Wiederaufnahme frühestens 2027 (Stand: September 2026)[5]. Der zinsgünstige Kredit „Altersgerecht Umbauen“ über die NRW.BANK oder die KfW (bis 50.000 € je Wohneinheit) läuft dagegen weiter[3] – auch ohne Pflegegrad und für Mieter, der Antrag geht über die Hausbank. Die Lohnkosten der Handwerkerleistung lassen sich zusätzlich nach § 35a EStG zu 20 Prozent von der Steuer absetzen, maximal 1.200 € pro Jahr[4]. Die Krankenkasse selbst übernimmt keine baulichen Maßnahmen – sie erstattet Hilfsmittel nach § 33 SGB V[6], im Regelfall mit ärztlicher Verordnung; eine generelle Verordnungspflicht besteht nicht, die Krankenkasse verlangt häufig eine Genehmigung.
Die Reihenfolge entscheidet über den Erfolg: erst die Förderzusagen einholen, dann beauftragen. Wer die Firma beauftragt oder gar mit dem Umbau beginnt, bevor die Pflegekasse oder die KfW zugesagt hat, verliert den Zuschussanspruch. Einen Überblick über alle Programme finden Sie unter Förderung & Zuschüsse.
Was eine bodengleiche Dusche in Wetter kostet
Die Preise für den Umbau richten sich nach der Bauweise, nicht nach dem Ort. Die folgenden Spannen sind Richtwerte für 2026 und decken sich mit den Angaben der unabhängigen Beratung pflege.de:
| Ausführung | Kostenrahmen | Typische Einsatzorte in Wetter |
|---|---|---|
| Systemlösung mit flacher Duschtasse (ca. 3–4 cm Aufbauhöhe) und Wandpaneelen | ca. 3.000–5.000 € | kompakte Bäder in Alt-Wetter, Wohnungen über Holzbalkendecken |
| Bodengleiche, geflieste Dusche mit Duschrinne und Gefälle-Estrich | ca. 5.000–8.000 € | Erdgeschossbäder auf Betondecke oder Bodenplatte |
| Standardfall inklusive Demontage, Entsorgung und Abdichtung | ca. 4.000–6.000 € | typisches Einfamilienhaus-Bad in Wengern oder Volmarstein |
| Umfangreicher Umbau mit Leitungs- und Elektroarbeiten, neuem Heizkörper | ca. 8.000–12.000 € | ältere Gebäude in den Ortskernen, Bad im Obergeschoss |
Eine geflieste bodengleiche Dusche braucht Platz für den Gefälle-Estrich – in der Regel 6 bis 10 Zentimeter Aufbauhöhe. Liegt das Bad auf einer Betondecke oder im Erdgeschoss über einer Bodenplatte, ist das meist unkompliziert. Bei Holzbalkendecken, wie sie in älteren Häusern der Freiheit Wetter oder in Wengerner Altbauten vorkommen können, ist die Systemlösung mit flacher Duschtasse die sichere Alternative: Sie kommt ohne Eingriff in die Deckenkonstruktion aus und ist oft an einem Tag montiert. Achten Sie beim Angebotsvergleich darauf, dass Demontage der Wanne, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534 und Armaturen enthalten sind – Positionen, die manche Anbieter erst als Zusatzleistung anbieten. Zwei Rechenbeispiele als Richtwerte: Liegt das Angebot für eine Systemlösung bei 4.300 €, deckt der Pflegekassen-Zuschuss von 4.180 €[1] fast die gesamte Summe. Bei einer gefliesten bodengleichen Dusche für 6.800 € bleibt nach dem Zuschuss ein Eigenanteil von rund 2.600 €, von dem sich der Lohnanteil zusätzlich über § 35a EStG[4] mindern lässt.
Bausubstanz in Wetter: Welches Haus, welche Lösung
Wetter ist topografisch extrem: Die Ruhr schneidet sich bei Alt-Wetter und Wengern tief ins Tal, die Stadtteile klettern an den Hängen des Ardeygebirges und des Märkischen Hügellandes empor, der Höhenunterschied innerhalb des Stadtgebiets beträgt rund 186 Meter. Diese Struktur prägt die Bäder.
Alt-Wetter: Der historische Kern mit der Freiheit Wetter, der Burgruine und dem alten Dorfkern liegt im Ruhrtal. Hier stehen Fachwerk- und Altbauten aus mehreren Jahrhunderten neben Wohnhäusern der Nachkriegszeit; die Grundstücke sind oft schmal, die Bäder klein und nachträglich eingebaut. Wer zur Miete wohnt – der Anteil ist in der Kernstadt am höchsten –, braucht die schriftliche Zustimmung des Vermieters; bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung besteht nach § 554 BGB ein Anspruch auf Erlaubnis[7]. In den verwinkelten Altbauten ist die flache Duschtasse oft die pragmatischste Wahl, weil sie keine große Aufbauhöhe verlangt.
Volmarstein: Mit mehr als 12.000 Einwohnern ist Volmarstein der mit Abstand größte Stadtteil. Überregional bekannt ist er für die Evangelische Stiftung Volmarstein, die hier Einrichtungen der Körperbehindertenhilfe, der Orthopädie und der Altenhilfe betreibt und zu den prägenden Arbeitgebern der Stadt zählt. Für viele Bewohner, Beschäftigte und Angehörige ist das barrierefreie Bad daher kein abstraktes Thema, sondern Alltag: Wer in den Wohnhäusern und Reihenhäusern an den Hängen oberhalb der Ruhr alt wird, steht früher oder später vor der Entscheidung, die Wanne durch eine ebenerdige Dusche zu ersetzen. In den Hanglagen gilt: Je steiler das Gelände, desto wahrscheinlicher liegt das Bad über einem Kellergeschoss – dann ist der Estrichaufbau einfacher, der Weg für Material und Geräte dafür länger.
Wengern: Der Stadtteil an der Ruhrschleife zur Stadtgrenze nach Witten hat einen gewachsenen Dorfkern – hier wurde die Kirche bereits um 1080 zur Pfarrkirche erhoben – und große Wohngebiete der Nachkriegs- und Ausbaujahre. Die Bäder der 1950er- bis 1970er-Jahre sind meist klar geschnitten und seriell ausgestattet: eine Wanne, ein Waschtisch, wenig Fläche. Genau diese Grundrisse lassen sich am unkompliziertesten öffnen. In Oberwengern, jenseits der Overwegbrücke, stehen viele Einfamilienhäuser aus den 1960er- bis 1990er-Jahren mit großzügigeren Bädern, in denen die bodengleiche Dusche meist ohne Kompromisse umsetzbar ist.
Esborn und Grundschöttel: Die beiden ländlichen Stadtteile auf den Höhen – Esborn mit den Streusiedlungen Albringhausen, Sackern und Voßhöfen, Grundschöttel bis zur Grenze nach Gevelsberg-Silschede – sind von Einfamilienhäusern, Höfen und Neubaugebieten geprägt. Hier liegt das Bad häufig im Erdgeschoss über einer Bodenplatte, die Aufbauhöhe ist kein Thema. Dafür sind die Wege lang: Wer in einem abgelegenen Weiler wohnt, sollte bei der Fachfirmenwahl auf kurze Anfahrtswege aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis achten – ein Betrieb aus Wetter, Hagen, Witten oder Herdecke ist schneller vor Ort als ein Anbieter aus dem fernen Umland.
Bodengleiche Duschen: Die Bauarten im Überblick
- Gefälle-Estrich mit Duschrinne: Der Klassiker für die echte bodengleiche Dusche. Der Boden wird im Duschbereich mit Gefälle zum linienförmigen Ablauf eingebaut und gefliest. Ergebnis: keine Schwelle, keine sichtbare Tasse – höchster Komfort und Barrierefreiheit. Voraussetzung ist eine Aufbauhöhe von etwa 6–10 cm.
- Flache Duschtasse oder Duschelement: Eine vorgefertigte, extrem flache Tasse (ca. 3–4 cm Aufbauhöhe) wird in den Boden eingelassen oder aufgesetzt. Ideal für Altbauten und Holzbalkendecken, in denen ein Estrichaufbau nicht möglich oder zu teuer wäre.
- Nachrüstbare Lösungen: Wer noch nicht komplett umbauen will, senkt mit einem erhöhten Wanneneinstieg, Haltegriffen und einer rutschhemmenden Matte das Sturzrisiko bereits deutlich – das sind günstige Zwischenschritte, die auch die Pflegekasse im Rahmen von Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds anerkennen kann.
In jedem Fall gilt: Der Duschbereich muss nach DIN 18534 fachgerecht abgedichtet sein, der Belag rutschhemmend (die DIN 18040-2 verlangt im Duschbereich mindestens Bewertungsgruppe B nach DIN 51097; in der Praxis üblich: R10-Fliesen mit B-Einstufung), und die Dusche sollte so geplant sein, dass später auch ein Duschhocker oder -stuhl genutzt werden kann. Diese Details gehören in ein sauberes Festpreisangebot.
So planen Sie den Umbau in Wetter: Sechs Schritte
- Bedarfslage klären: Sturzgefahr, Pflegegrad, gewünschter Komfort – und die Frage, ob das Bad im Erdgeschoss oder im Obergeschoss liegt.
- Betriebe anfragen: Zwei bis drei Fachfirmen aus Wetter, dem Ennepe-Ruhr-Kreis oder dem direkten Umland (Hagen, Witten, Herdecke, Gevelsberg) mit Vor-Ort-Termin kontaktieren und Referenzen zeigen lassen.
- Festpreisangebote vergleichen: Demontage, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534, Armaturen und ein nachvollziehbarer Zeitplan müssen enthalten sein.
- Förderung beantragen: Bei Pflegegrad den Zuschuss der Pflegekasse vor Baubeginn stellen; bei Interesse am KfW-Zuschuss 455-B beachten: seit dem 31.07.2026 gestoppt, keine neuen Anträge (2026er-Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026).
- Umbau durchführen: Die Systemlösung ist oft an einem Tag montiert; eine geflieste bodengleiche Dusche braucht inklusive Trocknungszeiten mehrere Tage.
- Belege einreichen: Rechnungen bei der Pflegekasse einreichen, Lohnanteil separat ausweisen lassen und für die Steuererklärung aufbewahren.
Der häufigste Fehler ist der verspätete Antrag. Planen Sie vom gewünschten Umbautermin rückwärts: Die Pflegekasse prüft mehrere Wochen, beliebte Fachbetriebe im Ennepe-Ruhr-Kreis sind Wochen im Voraus ausgebucht. Wer im Sommer umbauen möchte, sollte die Angebote spätestens im Frühjahr einholen.
Checkliste: Bodengleiche Dusche in Wetter planen
- [ ] Vor-Ort-Termin vereinbaren – Fotos ersetzen keine Besichtigung von Untergrund und Deckenkonstruktion
- [ ] Festpreisangebot mit Demontage, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534 und Armaturen
- [ ] Bauart klären: Gefälle-Estrich mit Duschrinne oder flache Duschtasse (Aufbauhöhe prüfen)
- [ ] Bei Pflegegrad: Antrag bei der Pflegekasse vor Baubeginn stellen
- [ ] KfW-Zuschuss 455-B (über die NRW.BANK gelistet): seit 31.07.2026 gestoppt[5], keine neuen Anträge (Stand: September 2026) – ggf. KfW-Kredit 159[3]
- [ ] Lohnanteil separat ausweisen lassen (§ 35a EStG)
- [ ] Als Mieter: Vermieterzustimmung schriftlich einholen (§ 554 BGB)
- [ ] Referenzen aus Wetter und dem Ennepe-Ruhr-Kreis zeigen lassen
- [ ] Zeitplan für den Umbautag und eine Notlösung für die Körperpflege festlegen
Fragen und Antworten
Ist eine bodengleiche Dusche in einem Altbau in der Freiheit Wetter möglich?
Meistens ja – die entscheidende Frage ist die Deckenkonstruktion. Bei Holzbalkendecken empfehlen Fachbetriebe die flache Duschtasse mit etwa 3–4 cm Aufbauhöhe, weil sie ohne Eingriff in die Decke auskommt. Das klärt nur der Vor-Ort-Termin.
Was kostet die bodengleiche Dusche im Vergleich zur Wanne?
Der Wannenumbau bewegt sich als Systemlösung bei ca. 3.000–5.000 €, gefliest bei ca. 5.000–8.000 €. Wer zusätzlich Leitungen, Elektrik oder den Heizkörper erneuern muss, sollte 8.000–12.000 € einplanen. Der Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 €[1] deckt den Standardfall weitgehend ab.
Gibt es Förderung, wenn kein Pflegegrad vorliegt?
Ja. Ohne Pflegegrad kommen der KfW-/NRW.BANK-Kredit „Altersgerecht Umbauen“ (bis 50.000 €)[3] und die Steuerermäßigung nach § 35a EStG[4] in Frage. Der Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[5] – neue Anträge werden nicht mehr angenommen (2026er-Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026).
Ich wohne zur Miete in Wengern. Darf ich die Wanne durch eine Dusche ersetzen?
Nur mit schriftlicher Zustimmung des Vermieters. Bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung können Sie die Erlaubnis nach § 554 BGB[7] verlangen. Klären Sie vorher, ob ein Rückbau bei Auszug vereinbart wird – und dass der Zuschuss der Pflegekasse Ihnen zusteht, nicht dem Vermieter.
Mein Bad liegt im Obergeschoss eines Hauses in Volmarstein. Ist der Aufwand viel höher?
Etwas, aber überschaubar: Demontage, Materialtransport und Entsorgung laufen über Treppe und Flur, das schlägt sich im Angebot nieder. In den Hanglagen von Volmarstein liegt das Bad oft über dem Keller – dann ist der Bodenaufbau für eine geflieste Dusche meist unproblematisch.
Wie finde ich einen guten Betrieb für den Badumbau in Wetter?
Vergleichen Sie mindestens drei Festpreisangebote mit Vor-Ort-Termin und fragen Sie nach Referenzen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis. Betriebe, die regelmäßig mit Pflegekassen-Zuschüssen arbeiten, liefern den Kostenvoranschlag so, dass die Kasse ihn ohne Rückfragen bearbeitet.
Wie lange dauert der Umbau?
Eine Systemlösung ist oft an einem Tag montiert. Eine geflieste bodengleiche Dusche benötigt inklusive Trocknungszeiten mehrere Tage – planen Sie für die Bauzeit eine Waschmöglichkeit ein, etwa im Gäste-WC oder bei Angehörigen.
Fazit
Ob im engen Altbau der Freiheit Wetter, im Reihenhaus an den Hängen von Volmarstein, im Nachkriegshaus in Wengern oder im Einfamilienhaus in Esborn und Grundschöttel: Die bodengleiche Dusche ist in fast jedem Wetteraner Haus machbar – mit der passenden Bauart. Die Förderung über die Pflegekasse (bis zu 4.180 €[1]), die Kredite von KfW und NRW.BANK sowie die Steuerermäßigung senkt den Eigenanteil deutlich, wenn der Antrag vor dem Baubeginn gestellt wird. Wer den Vor-Ort-Termin ernst nimmt, drei Angebote vergleicht und die Förderung an den Anfang stellt, bekommt in Wetter ein sicheres, ebenerdiges Bad – und bleibt damit so lange wie möglich selbstbestimmt im eigenen Zuhause, vom Ruhrtal bis auf die Höhen des Ardey.
Quellen
- Stadt Wetter (Ruhr), Stadtporträt und Stadtteile: https://www.stadt-wetter.de
- Wetter (Ruhr) – Wikipedia (Einwohner, Stadtteile, Harkortsee, Burg Wetter): https://de.wikipedia.org/wiki/Wetter_(Ruhr)
- § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
- KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
- NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung – Investitionszuschuss: https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15730/altersgerecht-umbauen---barrierereduzierung---investitionszuschuss.html
- NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Kredit (max. 50.000 € je Wohneinheit): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15208/altersgerecht-umbauen---kredit.html
- § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
- § 33 SGB V (Hilfsmittel): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__33.html
- pflege.de, „Wanne raus, Dusche rein“ (Kostenrahmen 4.000–6.000 €): https://www.pflege.de/barrierefreies-wohnen/badezimmer/wanne-zur-dusche/
Stand: September 2026. Kostenangaben sind Richtwerte. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellennachweise
- § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss bis 4.180 €, bei mehreren Pflegebedürftigen bis 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html ↩
- NRW.BANK, Produktseite „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung – Investitionszuschuss“ (listet das KfW-Programm 455-B; Konditionen des ausgesetzten Programms 10 %/max. 2.500 € bzw. 12,5 %/max. 6.250 €; Stand: September 2026): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15730/altersgerecht-umbauen---barrierereduzierung---investitionszuschuss.html ↩
- KfW, Produktseite Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (weiterhin offen, bis 50.000 € je Wohneinheit; Stand: September 2026): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/ ↩
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % des Lohnanteils, max. 1.200 €/Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html ↩
- KfW, Antragsstopp des Zuschusses 455-B vom 31.07.2026 (2026er-Mittel ausgeschöpft, keine neuen Anträge; Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html ↩
- § 33 SGB V (Hilfsmittelversorgung): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__33.html ↩
- § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters für bauliche Veränderungen, u. a. Barrierereduzierung): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html ↩
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