Pflegekasse-Zuschuss für den Badumbau in Stadtlohn: bis 4.180 € (2026)

Von Rainer Brettner, Beratung & Redaktion·Stand: September 2026·ca. 13 Min. Lesezeit

VorherPflegekasse-Zuschuss für den Badumbau in Stadtlohn: bis 4.180 € (2026) – Vorher: Badewanne mit hohem Rand
NachherPflegekasse-Zuschuss für den Badumbau in Stadtlohn: bis 4.180 € (2026) – Nachher: bodengleiche Dusche
Wanne raus, bodengleiche Dusche rein: Der ebenerdige Einstieg senkt die Sturzgefahr deutlich.

Stadtlohn liegt im westlichen Münsterland, eingebettet in die Münsterländische Parklandschaft, durchflossen von der Berkel mit ihrer naturbelassenen Flussaue. Rund 20.000 Menschen wohnen in der Stadt im Kreis Borken – eine Stadt, deren Gesicht die Nachkriegszeit geprägt hat: Im März 1945 wurde Stadtlohn bei Kampfhandlungen fast völlig zerstört und danach neu aufgebaut. Wer heute durch die Straßen rund um die St.-Otger-Kirche geht, sieht deshalb überwiegend Bauten der 1950er- bis 1970er-Jahre und jüngere Wohngebiete – und genau in diesen Häusern stehen die Bäder, um die es hier geht. Viele wurden in der Bauzeit des Hauses eingebaut und nie modernisiert; die Wanne ist für ältere Bewohner längst zur Sturzfalle geworden. Der Badumbau kostet im Standardfall 4.000 bis 6.000 € – doch mit dem Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.180 €[1] (§ 40 Abs. 4 SGB XI) bleibt davon oft nur ein kleiner Eigenanteil. Dieser Ratgeber zeigt, was der Umbau in Stadtlohn kostet, wie der Zuschuss funktioniert und was die Bezirke der Stadt für die Planung bedeuten.

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Was kostet der Badumbau in Stadtlohn?

Als Richtwerte für den Kostenrahmen – die Preise vor Ort hängen von Raumgröße, Baujahr des Hauses und Materialwahl ab:

Ausführung Kostenrahmen (Richtwerte)
Wanne raus, Dusche rein: Systemlösung mit flacher Duschtasse und Wandpaneelenca. 3.000–5.000 €
... inklusive neuer Armaturen, Glasabtrennung und Demontage/Entsorgungca. 4.000–6.000 €
Bodengleiche, geflieste Dusche mit Gefälle-Estrichca. 5.000–8.000 €
Barrierefreies Bad mit zusätzlichen Anpassungen (Türverbreiterung, Haltegriffe)ca. 6.000–10.000 €

Was den Preis in Stadtlohn typischerweise treibt

  • Nachkriegsbauten: Viele Häuser der 1950er- bis 1970er-Jahre haben Bäder mit alten Leitungen, oft noch unter Putz verlegt. Beim Umbau ist dann der richtige Zeitpunkt, die Anschlüsse mit zu erneuern – das kostet, beugt aber späteren Schäden vor.
  • Massenhafte Standardbäder: In den Siedlungen der 1960er- bis 1990er-Jahre – etwa in Esch, Wenningfeld oder Almsick – sind die Bäder seriell gebaut und klar geschnitten. Hier gelingt der Wannenumbau meist ohne Statik-Eingriffe, oft in einem Tag.
  • Hofstellen und Altenteile: In den dörflichen Bezirken wie Hundewick, Estern, Büren oder Hengeler-Wendfeld gibt es ältere Hofanlagen und Wohnhäuser mit gewachsenen Grundrissen. Enge Türen, unebene Böden oder die Lage des Bads im Obergeschoss entscheiden dann über den Aufwand – und über die Frage, ob zusätzlich ein Treppenlift oder eine Türverbreiterung sinnvoll ist.
  • Fliesenwunsch: Wer die gesamte Duschecke neu fliesen lässt, liegt schnell 1.000–2.000 € über der reinen Paneel-Lösung – optisch oft der größere Gewinn, kostenmäßig der spürbarste Posten.

Achten Sie bei jedem Angebot darauf, dass Demontage, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534 und Armaturen enthalten sind. Was dort fehlt, kommt später als Nachtrag zurück.

Die Varianten im Vergleich

Kriterium Systemlösung (Tasse + Paneele) Geflieste, bodengleiche Dusche
Bauzeitca. 1 Tagmehrere Tage inkl. Trocknungszeiten
Aufbauhöheca. 3–4 cmmehr Aufbau, Gefälle-Estrich nötig
Typische Häuserkompakte Bäder, Nachkriegsbautengroßzügige Bäder, Betondecken
Kostenrahmenca. 3.000–5.000 €ca. 5.000–8.000 €
Förderungja (§ 40 SGB XI)ja (§ 40 SGB XI)

Wer unsicher ist, welche Variante zum Haus passt, sollte beide Varianten vom Fachbetrieb kalkulieren lassen. In vielen Stadtlohner Häusern sind beide Lösungen möglich – die Entscheidung hängt dann von Budget, Optik und der Frage ab, ob später ein Rollstuhl genutzt werden soll. Für die rollstuhlgerechte Nutzung ist die komplett bodengleiche Lösung mit rutschhemmenden Fliesen die bessere Basis.

Beispielrechnung für Stadtlohn: Mit und ohne Pflegegrad

Szenario als Richtwert: Wannenumbau in einem Einfamilienhaus der 1970er-Jahre in einem Stadtlohner Wohngebiet, mit Pflegegrad 2:

Position Betrag (Richtwert)
Systemlösung inkl. Demontage, Entsorgung, Abdichtung und Armaturenca. 4.400 €
Zuschuss der Pflegekasse (§ 40 SGB XI)− 4.180 €
Eigenanteil nach Zuschussca. 220 €
Steuerermäßigung nach § 35a EStG (20 % des Lohnanteils, hier ca. 1.300 € Lohn)− ca. 260 € möglich

Ohne Pflegegrad – etwa weil der Umbau vorsorglich geplant wird, bevor die Eltern einziehen – bleibt der volle Betrag selbst zu tragen. Dann helfen der zinsgünstige KfW-Kredit 159[2] und die Steuerermäßigung nach § 35a EStG[3] – sie gilt in jedem Fall; der von der NRW.BANK gelistete KfW-Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[4] (Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026, siehe unten).

Der Zuschuss der Pflegekasse: So funktioniert er in Stadtlohn

Der Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen ist bundesweit geregelt – in Stadtlohn gilt er in der Kernstadt genauso wie in den Außenbezirken. Die Regeln in Kürze:

  • Voraussetzung: anerkannter Pflegegrad 1–5. Der Zuschuss hängt an der Pflegebedürftigkeit, nicht am Alter.
  • Höhe: bis zu 4.180 €[1] je Maßnahme. Sind mehrere Pflegebedürftige in einer gemeinsamen Wohnung, sind bis zu 16.720 €[1] möglich.
  • Antrag: vor Baubeginn bei der Pflegekasse stellen. Beauftragen Sie die Firma erst, wenn die Zusage vorliegt.
  • Förderfähig: der Umbau der Badewanne zur bodengleich begehbaren Dusche, Duschlösungen mit flacher Tasse, Haltegriffe und Stützklappgriffe sowie damit zusammenhängende Arbeiten (Fliesen, rutschhemmende Beläge).
  • Auszahlung: nach dem Umbau gegen Vorlage der Rechnungen auf Ihr Konto.

Viele Stadtlohner sind über ihren Arbeitgeber oder die Familie versichert; zuständig ist immer die eigene Pflegekasse – unabhängig davon, wo sie ihren Sitz hat. Wer unsicher ist, ob ein Pflegegrad in Frage kommt, kann sich kostenlos bei der Pflegekasse oder beim Pflegestützpunkt im Kreis Borken beraten lassen. Die Feststellung selbst dauert einige Wochen bis Monate – wer den Umbau für den Sommer plant, sollte den Antrag auf Feststellung im Winter stellen.

Der Ablauf: In sechs Schritten zum bezuschussten Bad

Schritt Was passiert Zeitbedarf
1. Ausgangslage klärenPflegegrad? Eigentum oder Miete? Bad im EG oder OG?1–2 Tage
2. Angebote2–3 Fachbetriebe mit Vor-Ort-Termin vergleichen1–2 Wochen
3. AntragPflegekassen-Zuschuss beantragen – vor Baubeginneinige Wochen
4. ZusageBescheid abwarten, ggf. Widerspruch prüfenmeist 2–6 Wochen
5. UmbauSystemlösung ca. 1 Tag, geflieste Dusche mehrere Tage1–5 Tage
6. BelegeRechnungen einreichen, Zuschuss wird ausgezahltnach dem Umbau

Wer zur Miete wohnt, holt vorher die schriftliche Zustimmung des Vermieters ein – bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung besteht darauf ein Anspruch nach § 554 BGB[5].

Stadtlohn und seine Bezirke: Wo welche Bausubstanz steht

Die Stadt gliedert sich in die Kernstadt und Bezirke wie Hengeler, Wendfeld, Almsick, Hordt, Esch, Wenningfeld, Hundewick sowie Estern und Büren. Sie sind aus alten Kirchspiel-Gemeinden hervorgegangen, die 1964 zur Gemeinde Kirchspiel Stadtlohn und 1969 in die Stadt eingegliedert wurden – bis heute erkennbar an den dörflichen Kernen, die von Einfamilienhausgebieten umgeben sind.

  • Kernstadt: Rund um Markt, Eschstraße und die St.-Otger-Kirche – deren Turm mit 124 Metern der höchste Punkt der Stadt ist – prägen Geschäftshäuser und Wohnbauten der Nachkriegszeit das Bild. In den Wohnungen über Läden und in den älteren Häusern der Innenstadt sind die Bäder oft kompakt; der Wannenumbau schafft hier zusätzlich Platz für einen ebenerdigen Duschbereich.
  • Wohngebiete der 1960er- bis 1990er-Jahre: In Esch, Wenningfeld, Hordt und Almsick stehen die typischen Stadtlohner Einfamilienhäuser dieser Jahrzehnte. Wer hier ein Haus der Eltern übernimmt, findet häufig das Originalbad aus der Bauzeit vor – mit Wanne, meist kleiner Dusche oder ohne. Der Umbau ist dank klarer Grundrisse meist unkompliziert und ideal mit einer ohnehin anstehenden Renovierung zu verbinden.
  • Dörfliche Bezirke: Hundewick, Estern, Büren und die Höfe in Hengeler-Wendfeld sind von Landwirtschaft und älteren Hofanlagen geprägt. In den Altenteil-Wohnungen und umgebauten Wirtschaftsgebäuden wohnen oft ältere Generationen – hier entscheidet der Vor-Ort-Termin, ob eine bodengleiche Dusche machbar ist oder eine kompakte Systemlösung mit flacher Tasse die bessere Wahl bleibt.
  • Berkel-Aue und Umland: Die Flussaue der Berkel ist Naherholungsgebiet; die angrenzenden Wohnlagen sind ruhig und begehrt. Häuser in Wassernähe haben häufig Keller – wer das Bad im Erdgeschoss umbaut, sollte die Abdichtung zum Erdreich im Angebot prüfen lassen.

Stadtlohn ist als Mittelzentrum für rund 50.000 Menschen in der Umgebung der Einkaufs- und Dienstleistungsort der Region – auch Handwerksbetriebe aus dem gesamten Westmünsterland (Ahaus, Vreden, Gescher, Südlohn, Coesfeld) arbeiten hier regelmäßig. Für den Badumbau gilt: Betriebe aus der Region kennen die hiesige Bausubstanz und die langen Wege in die Außenbezirke – der Vor-Ort-Termin sollte bei jedem Angebot dabei sein.

Eine Stadt des Wiederaufbaus: Wie Geschichte und Häuser zusammenhängen

Wer verstehen will, warum in Stadtlohn so viele Bäder aus den 1950er- bis 1970er-Jahren stammen, muss einen Blick in die Stadtgeschichte werfen. Im März 1945 wurde Stadtlohn bei den Kampfhandlungen am Ende des Zweiten Weltkriegs fast völlig zerstört; der Wiederaufbau in den folgenden Jahrzehnten prägt das Stadtbild bis heute. Gleichzeitig kann die Stadt auf eine lange Textilindustrie-Tradition zurückblicken, zu der nach dem Krieg Holz- und Metallbetriebe kamen – bekannte Namen wie der Möbelhersteller Hülsta, der Textilbetrieb H. Hecking Söhne oder die Landmaschinenbauer Kemper, Dücker und Deitmer stehen für diese mittelständische Prägung. Die Betriebe zogen Arbeitskräfte an, und mit ihnen entstanden die Wohngebiete, in denen die Beschäftigten ihre Häuser bauten – mit Bädern aus der Bauzeit, die heute, ein halbes Jahrhundert später, an der Reihe sind.

Die gute Nachricht für alle, die in diesen Häusern wohnen: Die Bäder der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit sind klar geschnitten, die Anschlüsse liegen meist an nachvollziehbarer Stelle, und der Wannenumbau gelingt in der Regel ohne Überraschungen – sofern ein Fachbetrieb vor Ort prüft. Ergänzend lohnt ein Blick in die Umgebung: An der Berkel, deren artenreiche Flussaue sich durch die Stadt zieht, und an der Wallburg „Hünenburg“ im Bockwinkel zeigt sich, wie eng Natur und Siedlungsgeschichte in Stadtlohn beieinanderliegen – ein Umfeld, in dem sich das Älterwerden in den eigenen vier Wänden gut planen lässt.

Weitere Förderwege: NRW.BANK, KfW und Steuer

  • NRW.BANK / KfW: Den Investitionszuschuss „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung“ (10 % der förderfähigen Kosten, maximal 2.500 € für Einzelmaßnahmen wie den Badumbau; beim vollständigen Standard „Altersgerechtes Haus“ bis zu 6.250 €) vergibt die KfW als Programm 455-B – die NRW.BANK listet es in ihrer Förderübersicht[6], der Antrag läuft über die KfW. Das Programm ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[4] (2026er-Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026) – neue Anträge werden nicht angenommen; offene Alternative: der KfW-Kredit 159[2]. Ergänzend bietet die NRW.BANK den Kredit „Altersgerecht Umbauen“ an (bis 50.000 € je Wohneinheit, über die Hausbank).
  • KfW: Der Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[4] (2026er-Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026; Wiederaufnahme frühestens 2027); der Kredit 159[2] läuft weiter – auch ohne Pflegegrad.
  • Steuer: 20 % des Lohnanteils nach § 35a EStG absetzbar, maximal 1.200 € pro Jahr[3].

Alle Fördermöglichkeiten im Überblick: Förderung & Zuschüsse.

Checkliste: Badumbau in Stadtlohn richtig planen

  • [ ] Pflegegrad prüfen bzw. Feststellung beantragen, falls Pflegebedürftigkeit besteht
  • [ ] Fotos und Maße des Bads bereitlegen
  • [ ] 2–3 Fachbetriebe mit Vor-Ort-Termin anfragen (Region Westmünsterland)
  • [ ] Festpreisangebote vergleichen: Demontage, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534?
  • [ ] Bei Haus in Wassernähe: Abdichtung und Feuchteschutz ansprechen
  • [ ] Pflegekassen-Antrag vor Baubeginn stellen
  • [ ] Als Mieter: Vermieterzustimmung schriftlich einholen
  • [ ] Lohnkostenanteil separat ausweisen lassen (§ 35a EStG)
  • [ ] Belege aufbewahren und nach dem Umbau einreichen

Die meistgestellten Fragen zum Pflegekassen-Zuschuss in Stadtlohn

Meine Mutter wohnt in einem alten Hofhaus in Hundewick – zählt der Zuschuss auch dort?

Ja. Der Zuschuss hängt nicht vom Bezirk ab, sondern vom anerkannten Pflegegrad und vom Antrag vor Baubeginn. In Hofhäusern mit Altenteil-Wohnung ist der Vor-Ort-Termin besonders wichtig, weil Grundrisse und Leitungen oft individuell sind.

Wir haben das Haus meiner Eltern in Esch geerbt und wollen das Bad modernisieren – gibt es Geld von der Pflegekasse?

Nur wenn ein pflegebedürftiger Mensch mit anerkanntem Pflegegrad in dem Haus lebt und der Antrag vor Baubeginn gestellt wird. Für die reine Modernisierung ohne Pflegebedürftigkeit bleiben der KfW-Kredit 159[2] und die Steuerermäßigung nach § 35a EStG[3]; der von der NRW.BANK gelistete KfW-Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[4] (Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026).

Kann ich den Zuschuss auch für ein zweites Bad oder ein Bad im Obergeschoss bekommen?

Gefördert wird die wohnumfeldverbessernde Maßnahme, die das Wohnen und die Pflege erleichtert – ob im Erdgeschoss, Obergeschoss oder in einem zusätzlichen Bad, entscheidet der Einzelfall. Klären Sie das vorab mit Ihrer Pflegekasse, und stellen Sie den Antrag vor Baubeginn.

Was passiert, wenn die Pflegekasse den Antrag ablehnt?

Gegen den Bescheid können Sie innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen. Häufige Ablehnungsgründe sind fehlende Unterlagen oder fehlender Pflegegrad – beides lässt sich oft nachbessern. Unterstützung gibt es bei der Pflegeberatung oder beim Pflegestützpunkt im Kreis Borken.

Wie lange dauert der Umbau in einem Stadtlohner Einfamilienhaus?

Eine Systemlösung ist meist an einem Tag montiert. Eine geflieste, bodengleiche Dusche benötigt inklusive Trocknungszeiten mehrere Tage. Planen Sie für die Zusage der Pflegekasse einige Wochen Vorlauf ein – der Antrag gehört an den Anfang.

Gibt es in Stadtlohn genug freie Handwerkertermine?

Die Nachfrage nach Badumbauten ist in der gesamten Region hoch. Wer Angebote und Förderantrag früh startet, sichert sich die besseren Termine – gerade in der zweiten Jahreshälfte sind gute Betriebe oft Wochen im Voraus ausgebucht.

Wir wohnen zur Miete in der Kernstadt – dürfen wir die Wanne durch eine Dusche ersetzen?

Nur mit schriftlicher Zustimmung des Vermieters; bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung können Sie die Erlaubnis nach § 554 BGB[5] verlangen. Der Pflegekassen-Zuschuss ist davon unabhängig – wichtig sind der Pflegegrad und der Antrag vor Baubeginn.

Lohnt sich der Umbau auch in einem kleinen Bad in einem Außenbezirk wie Estern oder Büren?

Ja – gerade kleine Bäder gewinnen durch den Wannenumbau spürbar an Nutzbarkeit, weil die ebenerdige Dusche ohne Stufe auch mit Haltegriff und Duschhocker sicher nutzbar ist. Achten Sie bei Hofhäusern und älteren Gebäuden auf den Vor-Ort-Termin: Grundrisse und Leitungen sind dort oft individuell, und die Angebote sollten Demontage, Entsorgung und Abdichtung nach DIN 18534 ausdrücklich enthalten.

Fazit

Stadtlohns Häuser erzählen eine Geschichte des Wiederaufbaus – und viele ihrer Bäder stammen noch aus dieser Zeit. Wer die Wanne heute durch eine Dusche ersetzt, gewinnt Sicherheit, Platz und Lebensqualität; mit dem Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 € bleibt vom Standardumbau oft nur ein kleiner Eigenanteil. Die Reihenfolge ist entscheidend: Pflegegrad klären, Angebote mit Vor-Ort-Termin einholen, Antrag vor Baubeginn stellen, erst nach der Zusage beauftragen. Dann wird aus dem Bad an der Berkel ein sicherer Ort für die nächsten Jahrzehnte.

Quellen

  • § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  • KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  • KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  • NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung (Investitionszuschuss 10 % / max. 2.500 €, „Altersgerechtes Haus“ 12,5 % / max. 6.250 €): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15730/altersgerecht-umbauen---barrierereduzierung---investitionszuschuss.html
  • NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Kredit (max. 50.000 € je Wohneinheit): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15208/altersgerecht-umbauen---kredit.html
  • § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
  • § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  • Stadt Stadtlohn (Stadtgliederung, Geschichte, Wirtschaft, Berkel): https://de.wikipedia.org/wiki/Stadtlohn
  • Stadt Stadtlohn: https://www.stadtlohn.de

Stand: September 2026. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellennachweise

  1. § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss bis 4.180 € je Maßnahme bzw. bis 16.720 € bei mehreren Pflegebedürftigen): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  2. KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (zinsgünstig, bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  3. § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen: 20 % der Arbeitskosten, max. 1.200 € pro Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  4. KfW, Antragsstopp für den Zuschuss 455-B vom 31.07.2026 (Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  5. § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters für barrierereduzierende Umbauten): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
  6. NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung (Investitionszuschuss 10 % / max. 2.500 €, „Altersgerechtes Haus“ 12,5 % / max. 6.250 €; Fördergeber: KfW): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15730/altersgerecht-umbauen---barrierereduzierung---investitionszuschuss.html

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