Barrierefreies Bad in Selm: In sechs Schritten zur stufenlosen Dusche (2026)

Von Rainer Brettner, Beratung & Redaktion·Stand: September 2026·ca. 12 Min. Lesezeit

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NachherBarrierefreies Bad in Selm: In sechs Schritten zur stufenlosen Dusche (2026) – Nachher: bodengleiche Dusche
Wanne raus, bodengleiche Dusche rein: Der ebenerdige Einstieg senkt die Sturzgefahr deutlich.

Selm liegt dort, wo das Münsterland auf das Ruhrgebiet trifft: Die Stadt im Kreis Unna, erstmals 858 als „Seliheim“ erwähnt und seit 1977 offiziell Stadt, hat rund 26.000 Einwohner. Vier Ortsteile prägen das Stadtbild – der Kernort Selm mit der Altstadt und den Bauerschaften Ternsche, Westerfelde und Ondrup, Beifang, Bork an der Lippe und Cappenberg mit seinem berühmten Schloss. Die Geschichte hat Spuren hinterlassen: Mit der Zeche Hermann, die 1906 in Beifang abgeteuft wurde, wuchs die Einwohnerzahl von 2.000 auf 10.000; nach dem Zweiten Weltkrieg zogen viele Bergleute der Zeche Minister Achenbach aus Lünen-Brambauer nach Selm-Beifang. Bis 1975 gehörte Selm zum Amt Bork im Kreis Lüdinghausen, dann führte das Ruhrgebiet-Gesetz Selm und Bork zusammen. Entsprechend gemischt ist die Bausubstanz: vom Bergarbeiterhaus der 1920er-Jahre über die Siedlungshäuser der Nachkriegszeit bis zum Einfamilienhaus der letzten Jahrzehnte. In vielen dieser Häuser stellt sich heute dieselbe Frage: Wie machen wir das Bad so sicher, dass Mutter, Vater oder wir selbst es noch viele Jahre gefahrlos nutzen können? Dieser Ratgeber führt in sechs Schritten durch den Umbau zu einem barrierefreien Bad in Selm – von der ersten Idee bis zur ausgezahlten Förderung.

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In sechs Schritten zum barrierefreien Bad in Selm

Schritt 1: Bedarf und Budget klären. Beantworten Sie zuerst die Frage, wer das Bad künftig nutzt und was er oder sie braucht: Geht es um den sicheren Einstieg in die Dusche, um Platz für einen Rollator oder um eine Lösung für den Rollstuhl? Daraus ergeben sich Umfang und Kostenrahmen. Wer pflegebedürftig ist oder merkt, dass die tägliche Körperpflege nur noch mit Hilfe gelingt, sollte parallel einen Pflegegrad bei der Pflegekasse beantragen – der Gutachter kommt nach Hause. Schon Pflegegrad 1 eröffnet den Zuschuss für den Badumbau.

Schritt 2: Fachbetriebe mit Vor-Ort-Termin auswählen. Holen Sie Angebote von zwei bis drei Fachbetrieben ein – aus Selm, Lünen, Werne oder dem weiteren Umkreis. Bestehen Sie auf einem Termin vor Ort: Nur wer den Untergrund, die Leitungen und die Raummaße gesehen hat, kann einen Festpreis nennen. Ob Ihr Haus in der Selmer Altstadt, in einer Beifanger Siedlungsstraße oder in Cappenberg nahe dem Schloss steht – die Bedingungen unterscheiden sich von Haus zu Haus.

Schritt 3: Festpreisangebote vergleichen. Achten Sie darauf, dass Demontage, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534 und die neuen Armaturen im Preis enthalten sind. Fehlt eine dieser Positionen, drohen später Nachträge. Lassen Sie den Lohnanteil separat ausweisen – er ist die Grundlage für die Steuerermäßigung nach § 35a EStG.

Schritt 4: Förderung beantragen – vor dem Baubeginn. Reichen Sie den Kostenvoranschlag bei der Pflegekasse ein, wenn ein Pflegegrad vorliegt. Der Zuschuss nach § 40 Abs. 4 SGB XI beträgt bis zu 4.180 €[1], bei mehreren pflegebedürftigen Personen in einer gemeinsamen Wohnung bis zu 16.720 €[1]. Wichtig: Der Antrag muss vor dem Baubeginn gestellt werden. Wer zuerst beauftragt, verliert den Anspruch – das ist der häufigste Fehler in der Praxis.

Schritt 5: Umbau durchführen. Eine Systemlösung mit flacher Duschtasse ist oft an einem Tag montiert; eine geflieste bodengleiche Dusche braucht inklusive Trocknungszeiten mehrere Tage. Vereinbaren Sie mit der Firma einen festen Ansprechpartner und klären Sie, wer die Baustelle betreut, solange das Bad nicht nutzbar ist.

Schritt 6: Belege einreichen und abrechnen. Nach Abschluss reichen Sie die Rechnung bei der Pflegekasse ein, der Zuschuss wird ausgezahlt. Bewahren Sie alle Belege auf: für die Pflegekasse, für die Hausbank und für die Steuererklärung.

Vom Wunschtermin rückwärts gerechnet, sollten Sie in Selm acht bis zwölf Wochen Vorlauf einplanen – die Pflegekasse braucht für die Zusage meist einige Wochen, gute Betriebe sind früh ausgebucht. Wie ein barrierefreies Bad im Detail geplant wird und welche Lösungen sich bewährt haben, zeigt der Ratgeber auf Barrierefreies Bad nach DIN 18040.

Was „barrierefrei“ nach DIN 18040-2 für Ihr Bad bedeutet

Die DIN 18040-2 ist die Planungsnorm für barrierefreies Wohnen. Für den Umbau im Bestand sind vier Anforderungen entscheidend:

  • Bewegungsflächen: Vor Dusche und WC mindestens 120 × 120 Zentimeter. In kleinen Bädern ist die frei werdende Fläche nach dem Wannenausbau oft der Schlüssel zum Erfolg.
  • Türbreiten: Lichte Durchgangsbreite der Badtür mindestens 80 Zentimeter (DIN 18040-2, Wohnungstüren); 90 Zentimeter sind bei Rollstuhlnutzung bzw. als Komfortwert sinnvoll. Ältere Türen haben häufig nur 70 bis 75 Zentimeter.
  • Stufenlose Dusche: ebenerdig erreichbar, rutschhemmender Belag – die DIN 18040-2 verlangt im Duschbereich mindestens Bewertungsgruppe B (DIN 51097), in der Praxis üblich sind R10-Fliesen mit B-Einstufung –, genug Platz zum Duschen im Sitzen.
  • Griffe und Armaturen: Einhebelmischer, Haltegriffe an WC und Dusche, Bedienelemente in erreichbarer Höhe.

Für Neubauten ist die Norm verpflichtend; beim Umbau im Altbestand ist sie die fachliche Richtschnur, und die Norm selbst erlaubt Abwägungen. Lassen Sie sich vom Betrieb schriftlich bestätigen, welche Anforderungen in Ihrem Haus erfüllbar sind und wo Kompromisse nötig sind.

Die Selmer Bausubstanz: Vier Ortsteile, viele Bauweisen

Selm-Altstadt und die Bauerschaften. Der Kernort mit der Altstadt an der B 236 und den umliegenden Bauerschaften Ternsche, Westerfelde und Ondrup ist der älteste Siedlungskern – die erste urkundliche Erwähnung von 858 feierte die Stadt 2008 mit einer 1150-Jahr-Feier. In der Altstadt stehen ältere Wohnhäuser mit kleinen, oft später eingebauten Bädern; die Bauerschaften sind bis heute ländlich geprägt, mit Hofstellen, deren Bäder häufig im Erdgeschoss nachgerüstet wurden. Hier gilt: Deckenkonstruktion prüfen lassen, dann die passende Lösung wählen.

Beifang: Bergbaugeschichte im Grundriss. Beifang wuchs mit der Zeche Hermann – die Hermann-Siedlung erinnert bis heute an diese Zeit. Nach 1945 kamen viele Bergleute der Zeche Minister Achenbach hinzu, sodass Beifang von Arbeitersiedlungen der 1920er- bis 1960er-Jahre geprägt ist. Die Häuser sind kompakt, die Bäder klein und klar geschnitten. Der Umbau gelingt hier meist unkompliziert; die flache Duschtasse oder ein Duschelement sind wegen der geringen Aufbauhöhen oft die erste Wahl, wenn der Boden nicht geöffnet werden soll.

Bork: Kirche, Bahnhof und die Lippe. Bork im Südwesten reicht bis an die Lippe und besitzt mit dem Bahnhof Bork (Westfalen) einen eigenen Haltepunkt. Die St.-Stephanus-Kirche aus dem 18. Jahrhundert und die ehemalige Synagoge mit dem jüdischen Friedhof an der B 236 erzählen von der langen Geschichte des Ortes, der einst Mittelpunkt des Amtes Bork war. In Bork stehen neben älteren Dorfhäusern zahlreiche Einfamilienhäuser der Nachkriegs- und Ausbaujahre – gute Voraussetzungen für die bodengleiche Dusche mit Estrichaufbau. Auch das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW hat hier seinen Sitz, was Bork zu einem Ort mit vielen Arbeitsplätzen und entsprechend gemischter Wohnbevölkerung macht.

Cappenberg: Schloss, Stift und ruhige Lagen. Cappenberg mit der Bauerschaft Netteberge ist der kleinste, aber bekannteste Ortsteil: Schloss Cappenberg mit der Stiftskirche St. Johannes Evangelist aus dem 12. Jahrhundert war Wohnsitz des Freiherrn vom Stein und beherbergt heute eine Dauerausstellung des LWL-Landesmuseums sowie Kunstausstellungen des Kreises Unna; das Schlosstheater und ein Feuerwehrmuseum in einem ehemaligen Brauereigebäude ergänzen das Angebot. In den Wohnlagen rund um das Schloss stehen überwiegend Einfamilienhäuser. Liegt Ihr Haus in einem Denkmalensemble oder ist es selbst eingetragenes Baudenkmal, sprechen Sie vor dem Umbau frühzeitig mit der Denkmalbehörde des Kreises Unna – im Bad selbst sind barrierereduzierende Maßnahmen in der Regel unkritisch, aber die Abstimmung gehört zum seriösen Ablauf.

Was ein barrierefreies Bad in Selm kostet

Die Spannen sind bundesweit übliche Richtwerte; Angebote aus dem Kreis Unna und den Nachbarstädten bewegen sich in diesem Rahmen:

Maßnahme Kostenrahmen (Richtwert)
Wanne ausbauen, bodengleiche Dusche (gefliest, Gefälle-Estrich)ca. 4.000–6.000 €
Systemlösung mit flacher Duschtasse und Wandpaneelenca. 3.000–5.000 €
Duschelement bzw. Duschboard auf Bestandsbodenca. 3.500–5.500 €
Türverbreiterung auf mind. 90 cm Durchgangca. 800–2.000 €
Haltegriffe, Duschklappsitz, Armaturenumstellungca. 300–1.000 €
Kompletter Umbau inkl. Elektrik, Heizkörper, Fliesenab ca. 7.000–10.000 €

Ein Beispiel: Für ein Reihenhaus in einer Beifanger Siedlung der 1950er-Jahre kalkuliert eine geflieste bodengleiche Dusche inklusive Demontage mit etwa 5.000 bis 6.500 €. Der Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 €[1] deckt davon den größten Teil; zusätzlich sind 20 Prozent des Lohnanteils nach § 35a EStG absetzbar (maximal 1.200 € pro Jahr[2]). Wer das Duschelement statt des Estrichs wählt, spart häufig Zeit – der Preisunterschied zur gefliesten Lösung hält sich in Grenzen, die Trocknungszeiten entfallen.

Förderung in Selm: Welche Mittel 2026 offen sind

Förderweg Art Höhe Voraussetzung
Pflegekasse (§ 40 Abs. 4 SGB XI)Zuschussbis 4.180 €, bei mehreren Pflegebedürftigen bis 16.720 €[1]Pflegegrad 1–5, Antrag vor Baubeginn
KfW 455-B „Barrierereduzierung“ (über die NRW.BANK gelistet)Zuschuss10 %, max. 2.500 € (Konditionen des gestoppten Programms)[3]seit 31.07.2026 keine neuen Anträge
KfW 455-B „Altersgerechtes Haus“ (über die NRW.BANK gelistet)Zuschuss12,5 %, max. 6.250 € (Konditionen des gestoppten Programms)[3]vollständiger Umbau nach Standard, Sachverständiger; seit 31.07.2026 keine neuen Anträge
NRW.BANK „Altersgerecht Umbauen“ bzw. KfW 159Kreditbis 50.000 € je Wohneinheit[4]auch ohne Pflegegrad, über die Hausbank
Handwerkerleistungen (§ 35a EStG)Steuerermäßigung20 % des Lohnanteils, max. 1.200 €/Jahr[2]Lohnanteil separat ausgewiesen

Der bundesweite KfW-Zuschuss 455-B zur Barrierereduzierung ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[3] (2026er-Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026 – es werden keine neuen Anträge angenommen). Die NRW.BANK führt kein eigenes Zuschussprogramm, sondern listet den KfW-Zuschuss in ihrer Förderübersicht – Anträge laufen über die KfW; eine Wiederaufnahme wird frühestens 2027 erwartet. Damit bleibt der Pflegekassen-Zuschuss der wichtigste echte Zuschuss für Selmer Haushalte. Ohne Pflegegrad finanzieren Sie über den zinsgünstigen NRW.BANK-Kredit oder den KfW-Kredit 159[4] und nutzen die Steuerermäßigung.

Beratung: Der Kreis Unna unterhält zusammen mit den Städten und Gemeinden Angebote der Wohnberatung; Pflegestützpunkte in Selm, Lünen und im Kreis beraten kostenlos zu Pflegegrad und Fördermitteln. Ein Anruf klärt, was aktuell verfügbar ist – die Angebote ändern sich regelmäßig.

Typische Herausforderungen in Selm

  1. Kleine Bäder in Siedlungshäusern: In den Bergarbeiter- und Nachkriegshäusern Beifangs sind die Bäder kompakt. Türverbreiterungen stoßen hier schneller an tragende Wände – Duschelement oder Duschtasse umgehen viele dieser Grenzen.
  2. Hofstellen und Altbauten mit Holzbalkendecken: In den Bauerschaften und der Altstadt entscheidet die Deckenkonstruktion über die Machbarkeit der gefliesten Lösung.
  3. Denkmalthemen rund um Cappenberg: Wer in einem geschützten Ensemble wohnt, plant die Abstimmung mit der Denkmalbehörde früh ein.
  4. Terminkalender der Betriebe: Die Nachfrage im Kreis Unna ist hoch. Wer Förderantrag und Angebote früh startet, sichert sich die besseren Termine – und die Zusage der Pflegekasse, bevor der Hammer geschwungen wird.

Mietwohnung oder Eigentum

Auch in Selm gibt es einen nennenswerten Mietwohnungsbestand, vor allem in den Geschosswohnungsbauten der Nachkriegszeit. Als Mieter benötigen Sie die schriftliche Zustimmung des Vermieters; dient der Umbau der Nutzung durch Menschen mit Behinderung bzw. pflegebedürftige Personen, besteht nach § 554 BGB[5] ein Anspruch auf die Erlaubnis. Klären Sie den Rückbau bei einem späteren Auszug gleich mit – die flache Duschtasse lässt sich dann leichter zurückbauen als ein Estrichaufbau. In Eigentumswohnungen ist vor dem Eingriff die Teilungserklärung zu prüfen; greift der Umbau in die gemeinsame Substanz ein, entscheidet die Eigentümergemeinschaft.

Fragen und Antworten

Unser Haus in Beifang stammt aus den 1920er-Jahren. Ist eine bodengleiche Dusche machbar?

In den meisten Fällen ja. Bei geringer Aufbauhöhe und Holzbalkendecken sind Duschelement oder flache Duschtasse die sicheren Wege – beides ergibt eine stufenlos erreichbare Dusche. Ob Ihr Untergrund einen Estrichaufbau trägt, klärt der Vor-Ort-Termin.

Gelten rund um Schloss Cappenberg besondere Regeln für den Badumbau?

Nur wenn Ihr Haus selbst Baudenkmal ist oder in einem geschützten Ensemble liegt. Dann sprechen Sie früh mit der Denkmalbehörde des Kreises Unna. Maßnahmen im Bad – Wanne raus, Dusche rein – sind meist unkritisch, wenn die Bausubstanz unangetastet bleibt.

Was kostet der Umbau in einem Einfamilienhaus in Bork?

Als Richtwert: geflieste bodengleiche Dusche 4.000–6.000 €, Systemlösung ab etwa 3.000 €, je nach Umfang der Nebenarbeiten. Der Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.180 €[1] deckt den klassischen Fall weitgehend ab.

Gibt es einen Zuschuss, wenn noch kein Pflegegrad besteht?

Die Pflegekasse zahlt nur mit Pflegegrad. Ohne Pflegegrad helfen der NRW.BANK-Kredit und der KfW-Kredit 159 (je bis 50.000 € je Wohneinheit[4]). Der Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[3] – es werden keine neuen Anträge angenommen (Stand: September 2026).

Wie lange dauert der komplette Ablauf in Selm?

Vom ersten Termin bis zur fertigen Dusche sollten Sie acht bis zwölf Wochen einplanen: zwei bis drei Wochen für Angebote, zwei bis sechs Wochen für die Förderzusage, ein bis fünf Tage Umbau und danach die Auszahlung nach Einreichung der Belege.

Muss ich als Mieter in Selm mit dem Vermieter über den Rückbau sprechen?

Ja, und zwar schriftlich. Dient der Umbau der Nutzung durch Menschen mit Behinderung bzw. pflegebedürftige Personen, können Sie die Erlaubnis nach § 554 BGB verlangen[5]. Vereinbaren Sie am besten gleich, ob und wie die Dusche bei einem Auszug zurückgebaut wird – die flache Duschtasse ist dann die einfachere Lösung.

Wo gibt es in Selm kostenlose Beratung zum barrierefreien Bad?

Bei der Wohnberatung im Kreis Unna, bei den Pflegestützpunkten in Selm und Umgebung sowie bei der Stadt Selm. Auch die Pflegeberatung Ihrer Pflegekasse hilft kostenlos weiter – ein Anruf genügt.

Was hat die Aktion „(K)ein Schild in Selm“ von 1997 mit dem Badumbau zu tun?

Keine direkte – aber die Aktion, bei der der ADAC und der MSC Bork 600 der 1.100 Verkehrsschilder der Stadt mit gelben Säcken verhängt haben, zeigt, wie pragmatisch Selm Probleme angeht. Übertragen auf den Badumbau heißt das: unnötige Hürden abbauen – am Wannenrand, an der Türschwelle und im Förderantrag.

Fazit

Selm vereint zwei Welten: die ländliche Ruhe des Münsterlands und die Siedlungsgeschichte des Ruhrgebiets. Genau diese Mischung macht die Stadt zu einem guten Ort zum Älterwerden – vorausgesetzt, die eigenen vier Wände halten mit. Ein barrierefreies Bad ist dafür die zentrale Maßnahme, und der Weg dorthin ist in sechs Schritten planbar: Bedarf klären, Betriebe mit Vor-Ort-Termin wählen, Festpreise vergleichen, Förderung vor Baubeginn beantragen, umbauen, Belege einreichen. Mit bis zu 4.180 €[1] von der Pflegekasse bleibt der Eigenanteil überschaubar – ob in der Selmer Altstadt, in einer Beifanger Siedlungsstraße, in Bork an der Lippe oder in Cappenberg unterm Schloss.

Quellen

  • § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  • NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung – Investitionszuschuss (10 % / max. 2.500 €, Altersgerechtes Haus 12,5 % / max. 6.250 €): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15730/altersgerecht-umbauen---barrierereduzierung---investitionszuschuss.html
  • NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Kredit (max. 50.000 € je Wohneinheit): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15208/altersgerecht-umbauen---kredit.html
  • KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  • KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  • § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
  • § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  • Stadt Selm (Stadtporträt, Ortsteile, Geschichte): https://www.selm.de
  • Kreis Unna (Wohnberatung, Denkmalbehörde, Pflegestützpunkte): https://www.kreis-unna.de
  • Wikipedia, Selm: https://de.wikipedia.org/wiki/Selm
  • pflege.de, „Wanne raus, Dusche rein“ (Kostenrichtwerte): https://www.pflege.de/barrierefreies-wohnen/badezimmer/wanne-zur-dusche/

Stand: September 2026. Preise sind Richtwerte; Förderprogramme können sich ändern. Vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellennachweise

  1. § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, bis 4.180 € bzw. 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  2. § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  3. KfW, Antragsstopp für den Zuschuss 455-B vom 31.07.2026 (Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  4. KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  5. § 554 BGB (Erlaubnis für barrierereduzierende Veränderungen der Mietwohnung): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html

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