Barrierefreies Bad in Heiligenhaus: Umbau, DIN 18040 und Förderung (2026)


Heiligenhaus liegt im Niederbergischen Land, dort, wo das Bergische in das flachere Rheintal übergeht – in der Luftlinie rund 18 Kilometer von Düsseldorf, 15 von Essen und 16 von Wuppertal entfernt. Rund 25.800 Menschen leben in der Stadt im Kreis Mettmann, deren Kern aus dem Dorf Heiligenhaus und mehreren alten Honschaften zusammengewachsen ist: 1897 wurden die Honschaften Hasselbeck, Hetterscheidt, Isenbügel, Leubeck, Oefte und Tüschen aus der Stadt Velbert herausgelöst und zur Landgemeinde Heiligenhaus zusammengefasst; 1947 folgte das Stadtrecht. Bis heute prägt diese Herkunft das Stadtbild. Die Bebauung zieht sich als Bandstadt entlang der Ost-West-Achse durch das Zentrum, auf einem gut 160 Meter hohen Geländerücken, der nach Norden ins Vogelsangbachtal und nach Süden ins Angertal abfällt. Hinzu kommt eine industrielle Tradition aus der Schloss- und Beschlägeherstellung: Seit dem 17. Jahrhundert arbeiteten hier Hausschmieden, später stellten mittelständische Betriebe Schlösser, Beschläge und Verriegelungen her – bis heute ein wichtiger Zulieferzweig für die Automobilindustrie. Wer in Heiligenhaus alt wird, möchte das oft im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung bleiben. Ein barrierefreies Bad ist dafür meist der entscheidende Umbau. Dieser Ratgeber geht zuerst auf die Stadtteile ein, nennt dann Kosten, Normen und Fördertöpfe und erklärt, worauf es bei der Fachfirma ankommt.
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Die Heiligenhauser Stadtteile: Wo welcher Umbau am ehesten passt
Heiligenhaus hat keine amtlichen Stadtbezirke, aber eine klare Siedlungsstruktur: die dicht bebauten Lagen entlang der Hauptachse und die alten Honschaften, die sich rundherum als eigene Ortsteile erhalten haben. Für den Badumbau heißt das: Jedes Haus hat seine eigene Geschichte, und die Voraussetzungen unterscheiden sich von Ortsteil zu Ortsteil stärker als in einer gewachsenen Großstadt.
Innenstadt, Unterstadt und die Bandstraßen-Lagen. Das Zentrum rund um die Hauptstraße ist das Herz der Bandstadt. Hier stehen Geschäftshäuser und Wohnhäuser aus mehreren Epochen nebeneinander – vom gründerzeitlichen Haus an der Hauptachse bis zum Mehrfamilienhaus der Nachkriegszeit in den ruhigeren Nebenlagen. In den älteren Häusern sind die Bäder oft nachträglich eingebaut worden: kleine Grundrisse, Türen mit 70 bis 75 Zentimetern Durchgangsbreite, wenig Bewegungsfläche vor der Wanne. Genau hier zeigt sich, was ein barrierefreier Umbau leisten kann: Wanne raus, Dusche rein – und der frei werdende Platz sorgt gleich für die Bewegungsfläche, die nach DIN 18040-2 vor Dusche und WC gefordert ist.
Isenbügel, Hetterscheidt und Leubeck im Westen und Osten. Diese Ortsteile gehen auf alte Honschaften zurück; der Hof Isenbügel wurde bereits 1250 erstmals erwähnt. Die Siedlungen sind ländlicher geprägt: Einfamilienhäuser, Hofstellen und ältere Wohnhäuser mit gewachsenen Grundrissen. In Hetterscheidt und Isenbügel stehen viele Häuser in Hanglage – ein Vorteil für den Badumbau, wenn das Bad über einem Keller- oder Souterrainraum mit Betondecke liegt, denn dann ist der Estrichaufbau für eine geflieste bodengleiche Dusche meist unkompliziert. In den älteren Fachwerk- und Massivbauten der Höfe gilt dagegen: Erst der Blick auf die Deckenkonstruktion entscheidet, ob die geflieste Lösung oder ein Duschelement mit geringer Aufbauhöhe die bessere Wahl ist.
Abtsküche, Vogelsang und die Naherholungslagen im Norden. Zur Angertal- und Vogelsangbachtalseite hin wird es grün: Abtsküche mit seiner neoromanischen Kapelle St. Jakobus aus dem Jahr 1909, Vogelsang, Nonnenbruch und die Waldsiedlung gehören zu den ruhigen Wohnlagen am Hang. Viele Häuser hier stammen aus der Ausbauphase der 1950er- bis 1970er-Jahre – mit seriellen Bädern, die damals nach einem einheitlichen Muster gebaut wurden: Badewanne, Waschtisch, kleines WC, oft ohne separate Dusche. Diese Bäder lassen sich in der Regel gut umbauen, weil die Grundrisse klar geschnitten sind und die Leitungsführung vorhersehbar ist.
Oberilp, Unterilp, Hasselbeck und die südlichen Lagen. Im Süden Richtung Velbert und Wülfrath reihen sich Ortsteile wie Oberilp, Unterilp, Tüschen, Hasselbeck, Heide, Hofermühle und Wassermangel aneinander. Der Wechsel von Wohnstraßen, Gewerbe und alten Hofstellen macht diese Lagen typisch für das Niederbergische Land. Wer hier in einem Einfamilienhaus der 1960er- bis 1990er-Jahre wohnt, findet häufig gute Bedingungen: genug Aufbauhöhe für den Gefälle-Estrich und Bäder im Erdgeschoss oder über massiven Decken.
Egal, in welchem Ortsteil Sie wohnen: Ein seriöses Angebot beginnt mit dem Vor-Ort-Termin. Fotos allein zeigen weder die Deckenkonstruktion noch den Zustand der Leitungen – beides entscheidet über Machbarkeit und Preis.
Was ein barrierefreies Bad in Heiligenhaus kostet
Die folgenden Spannen sind bundesweit übliche Richtwerte, die auch für Angebote von Fachbetrieben aus Heiligenhaus, Velbert, Ratingen und dem Kreis Mettmann gelten. Maßgeblich bleiben Raumgröße, Untergrund und Nebenarbeiten:
| Maßnahme | Kostenrahmen (Richtwert) |
|---|---|
| Wanne ausbauen, bodengleiche Dusche (gefliest, mit Gefälle-Estrich) | ca. 4.000–6.000 € |
| Systemlösung mit flacher Duschtasse und Wandpaneelen | ca. 3.000–5.000 € |
| Duschelement bzw. Duschboard mit werkseitigem Gefälle | ca. 3.500–5.500 € |
| Zusätzlich: Türverbreiterung auf mind. 90 cm lichte Breite | ca. 800–2.000 € |
| Haltegriffe, Stützklappgriff, Einhebelmischer | ca. 300–1.000 € |
| Kompletter barrierearmer Umbau inkl. Elektrik und Heizkörper | ab ca. 7.000–10.000 € |
Ein Rechenbeispiel aus der Praxis: Wer in einem Einfamilienhaus in Isenbügel die Wanne durch eine geflieste bodengleiche Dusche ersetzt und die Badtür verbreitert, kalkuliert mit etwa 6.000 bis 7.500 €. Liegt ein Pflegegrad vor, übernimmt die Pflegekasse bis zu 4.180 €[1] davon – mehr als die Hälfte des Standardfalls. Zusätzlich lassen sich 20 Prozent des Lohnanteils nach § 35a EStG von der Steuer absetzen (maximal 1.200 € pro Jahr)[2], sofern der Lohnanteil auf der Rechnung separat ausgewiesen ist. Achten Sie bei allen Angeboten darauf, dass Demontage, Entsorgung und Abdichtung nach DIN 18534 im Festpreis enthalten sind – Nachträge entstehen erfahrungsgemäß genau dort, wo nur die Montage kalkuliert wurde.
Barrierefrei nach DIN 18040-2: Worauf es im Bad ankommt
Wer ein „barrierefreies Bad“ plant, orientiert sich an der DIN 18040-2, der Planungsnorm für barrierefreies Wohnen. Für den Umbau im Bestand zählen vor allem vier Punkte:
- Bewegungsflächen: Vor Dusche und WC sind Flächen von mindestens 120 × 120 Zentimetern vorgesehen. In den oft kleinen Bädern der Heiligenhauser Bestandsbauten schafft erst der Ausbau der Wanne den nötigen Raum.
- Türbreiten: Lichte Durchgangsbreiten ab 80 Zentimetern (DIN 18040-2, Wohnungstüren); 90 Zentimeter bei Rollstuhlnutzung bzw. als Komfortwert. Türen aus den 1950er- bis 1970er-Jahren haben häufig nur 70 bis 75 Zentimeter.
- Stufenloser Duschbereich: Die Dusche soll ohne Schwelle erreichbar sein, mit rutschhemmendem Belag (die DIN 18040-2 verlangt im Duschbereich mindestens Bewertungsgruppe B nach DIN 51097; in der Praxis üblich: R10-Fliesen mit B-Einstufung) und genug Fläche zum Duschen im Sitzen – mit Duschklappsitz oder mobilem Hocker.
- Griffe und Armaturen: Einhebelmischer, Haltegriffe an WC und Dusche sowie Bedienelemente, die sich im Sitzen und Stehen erreichen lassen.
Die Norm ist für Neubauten verpflichtend, beim Umbau im Bestand dient sie als fachliche Richtschnur – nicht jeder Punkt ist in jedem Haus erfüllbar, und die Norm lässt Abwägungen ausdrücklich zu. Lassen Sie sich vom Fachbetrieb schriftlich bestätigen, welche Punkte in Ihrem Haus erreichbar sind und wo Kompromisse nötig sind. Wie ein barrierefreies Bad im Detail geplant wird, welche Lösungen es gibt und worauf Sie bei der Umsetzung achten sollten, erklärt der Ratgeber auf Barrierefreies Bad nach DIN 18040.
Förderung in Heiligenhaus: Welche Töpfe 2026 zählen
Für Heiligenhauser Haushalte gelten die nordrhein-westfälischen Förderwege – die Übersicht:
| Förderweg | Art | Höhe | Voraussetzung |
|---|---|---|---|
| Pflegekasse (§ 40 Abs. 4 SGB XI) | Zuschuss | bis 4.180 €[1], bei mehreren Pflegebedürftigen bis 16.720 €[1] | Pflegegrad 1–5, Antrag vor Baubeginn |
| KfW 455-B – Barrierereduzierung (über die NRW.BANK gelistet) | Zuschuss | 10 %, max. 2.500 €[3] | Antrag über die KfW; seit 31.07.2026 gestoppt (Mittel ausgeschöpft, keine neuen Anträge; Stand: September 2026) |
| KfW 455-B – „Altersgerechtes Haus“ (über die NRW.BANK gelistet) | Zuschuss | 12,5 %, max. 6.250 €[3] | kompletter Umbau nach Standard, Sachverständiger; seit 31.07.2026 gestoppt |
| NRW.BANK „Altersgerecht Umbauen“ bzw. KfW 159 | Kredit | bis 50.000 €[4] je Wohneinheit | auch ohne Pflegegrad, über die Hausbank |
| Handwerkerleistungen (§ 35a EStG) | Steuerermäßigung | 20 % des Lohnanteils, max. 1.200 €/Jahr[2] | Lohnanteil separat ausgewiesen |
Der frühere KfW-Zuschuss 455-B zur Barrierereduzierung ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[5] – die 2026er-Mittel sind ausgeschöpft, neue Anträge werden nicht mehr angenommen, eine Wiederaufnahme frühestens 2027 (Stand: September 2026). Die NRW.BANK listet das KfW-Programm weiterhin in ihrer Förderübersicht; der Antrag läuft über die KfW. Damit ist der Pflegekassen-Zuschuss für die meisten Heiligenhauser Haushalte der wichtigste echte Zuschuss. Wer keinen Pflegegrad hat, finanziert über den zinsgünstigen Kredit der NRW.BANK oder der KfW[4] und nutzt die Steuerermäßigung[2].
Beratung vor Ort: Der Kreis Mettmann vermarktet sich als „Neanderland“ und bündelt Angebote zum Wohnen im Alter in seiner Wohnberatung; die Pflegestützpunkte in Heiligenhaus und im Kreis beraten kostenlos zu Pflegegrad, Zuschuss und Umbau. Die Angebote ändern sich regelmäßig – ein Anruf bei der Stadt Heiligenhaus oder beim Pflegestützpunkt klärt, was aktuell verfügbar ist.
Die passende Lösung für Heiligenhauser Bäder
- Geflieste bodengleiche Dusche mit Gefälle-Estrich: Die wertigste Lösung, wenn die Decke über dem Bad eine Beton- oder stabile Massivdecke ist und genug Aufbauhöhe zur Verfügung steht – typisch für Einfamilienhäuser der 1960er- bis 1990er-Jahre in allen Ortsteilen.
- Duschelement beziehungsweise Duschboard: Das Abdichtungssystem mit werkseitigem Gefälle wird auf den Bestandsboden gesetzt und gefliest. Geringe Aufbauhöhe, keine Eingriffe in die Decke – die erste Wahl in älteren Häusern und bei Holzbalkendecken, wie sie in den Hofstellen und Altbauten der Honschaften vorkommen.
- Flache Duschtasse mit Wandpaneelen: Die schnellste Variante, oft in einem Tag montiert, mit Aufbauhöhen ab etwa drei Zentimetern. Sie eignet sich besonders für Mietwohnungen, weil sie bei einem späteren Auszug leichter zurückgebaut werden kann.
In allen Fällen gilt: Abdichtung nach DIN 18534, rutschhemmende Oberflächen und von Anfang an eingeplante Haltegriffe gehören in jedes Angebot – am besten als eigene Positionen im Festpreis.
Der Ablauf in Kürze
| Schritt | Was passiert | Zeitbedarf |
|---|---|---|
| 1. Bedarf klären | Wohnberatung des Kreises oder Pflegestützpunkt einschalten, ggf. Pflegegrad beantragen | je nach Fall Wochen |
| 2. Angebote | 2–3 Fachbetriebe mit Vor-Ort-Termin in Heiligenhaus, Festpreise vergleichen | 1–2 Wochen |
| 3. Förderanträge | Pflegekasse vor Baubeginn, ggf. NRW.BANK/KfW | 2–6 Wochen Bearbeitung |
| 4. Vergabe | Festpreisangebot mit Abdichtung, Terminplan und Ansprechpartner | – |
| 5. Umbau | Systemlösung ca. 1 Tag, geflieste Dusche mehrere Tage | 1–5 Tage |
| 6. Belege | Rechnungen einreichen, Zuschuss wird ausgezahlt | danach |
Wer vom Wunschtermin rückwärts plant, kommt in Heiligenhaus realistisch auf acht bis zwölf Wochen Vorlauf. Viele Heiligenhauser pendeln zur Arbeit nach Düsseldorf, Essen oder Wuppertal – klären Sie die Umbautermine früh, denn die Betriebe planen Baustellen gern mit festen Anwesenheitszeiten.
Mietwohnung oder Eigentum: Wer in Heiligenhaus entscheidet
Auch in Heiligenhaus ist ein Teil der Wohnungen vermietet, vor allem in den Geschosswohnungsbauten der Nachkriegszeit entlang der Hauptachse und in den ruhigeren Nebenlagen. Als Mieter brauchen Sie die schriftliche Zustimmung des Vermieters; bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung besteht nach § 554 BGB ein Anspruch auf die Erlaubnis[6]. Besprechen Sie mit dem Vermieter auch den Rückbau bei einem späteren Auszug – die flache Duschtasse ist dann die einfachere Lösung. In Eigentumswohnungen ist vor dem Eingriff die Teilungserklärung zu prüfen; greift der Umbau in die gemeinsame Bausubstanz ein, entscheidet je nach Satzung die Eigentümergemeinschaft.
Die meistgestellten Fragen
Mit welchen Kosten muss ich für den Wannenumbau in Heiligenhaus rechnen?
Als Orientierung: Die Systemlösung mit Duschtasse und Wandpaneelen liegt bei etwa 3.000–5.000 €, die geflieste bodengleiche Dusche bei 4.000–6.000 €. Türverbreiterung, Elektrik oder Heizkörper kommen je nach Haus dazu. Der Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 €[1] deckt den klassischen Fall weitgehend ab.
Unser Bad in einem Haus aus den 1950er-Jahren ist sehr klein. Muss die Tür gleich mit verbreitert werden?
Nur wenn die lichte Breite unter 90 Zentimetern liegt und Rollator oder Rollstuhl genutzt werden sollen. Die Verbreiterung kostet als Zusatzposition etwa 800–2.000 €. Ob die Wand mitspielt, klärt der Vor-Ort-Termin – in der Bandstadt-Mitte mit ihren dicht stehenden Häusern ist das ein Punkt, den nur die Besichtigung beantwortet.
Meine Mutter wohnt zur Miete in der Unterstadt. Wer entscheidet über den Umbau?
Der Vermieter – seine schriftliche Zustimmung ist Pflicht. Bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung können Sie die Erlaubnis nach § 554 BGB[6] verlangen. Sprechen Sie auch den Rückbau an: Die flache Duschtasse lässt sich bei einem Auszug leichter zurückbauen als ein Estrichaufbau.
Wie hoch ist der Zuschuss der Pflegekasse, und wann muss der Antrag raus?
Mit Pflegegrad 1–5 sind es bis zu 4.180 €[1], bei mehreren pflegebedürftigen Personen im Haushalt bis zu 16.720 €[1]. Der Antrag nach § 40 Abs. 4 SGB XI muss vor dem Baubeginn bei der Pflegekasse liegen – wer zuerst umbaut, verliert den Anspruch.
Welche Lösung eignet sich, wenn die Decke unter dem Bad aus Holz ist?
Dann sind Duschelement oder flache Duschtasse die sicheren Wege: Beide kommen ohne Eingriff in die Decke aus und ergeben trotzdem eine stufenlos erreichbare Dusche. Die geflieste Variante mit Estrichaufbau braucht eine tragfähige Decke mit genug Aufbauhöhe.
Wo finde ich einen Betrieb, der Heiligenhaus und die Umgebung kennt?
Fragen Sie nach Referenzen aus dem Stadtgebiet – etwa aus Isenbügel, Hetterscheidt oder der Waldsiedlung – und bestehen Sie auf einem Vor-Ort-Termin. Betriebe aus Velbert, Ratingen, Wülfrath oder aus Heiligenhaus selbst sind meist innerhalb weniger Minuten vor Ort.
Gibt es Fördermittel, wenn in der Familie noch niemand einen Pflegegrad hat?
Dann helfen der zinsgünstige Kredit der NRW.BANK oder der KfW-Kredit 159 (je bis 50.000 € je Wohneinheit)[4] sowie die Steuerermäßigung nach § 35a EStG[2]. Der frühere Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[5] – neue Anträge werden nicht mehr angenommen (2026er-Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026).
Wie viel Zeit muss ich vom ersten Termin bis zur fertigen Dusche einplanen?
Realistisch acht bis zwölf Wochen: zwei bis drei Wochen für Angebote, zwei bis sechs Wochen für die Zusage der Pflegekasse, ein bis fünf Tage Umbau – die geflieste Dusche braucht inklusive Trocknungszeiten am längsten – und danach die Auszahlung nach Einreichung der Belege.
Fazit
Heiligenhaus ist eine Stadt der überschaubaren Wege und der gewachsenen Ortsteile – von der dichten Bandstadt-Mitte bis zu den Honschaften am Hang. Für fast jede dieser Lagen gibt es eine passende Lösung für das barrierefreie Bad: die geflieste bodengleiche Dusche im Eigenheim mit Massivdecke, das Duschelement im Altbau, die flache Duschtasse in der Mietwohnung. Entscheidend bleiben drei Punkte: der ehrliche Vor-Ort-Termin, der Decke und Leitungen prüft; ein Festpreisangebot, das Demontage, Entsorgung und Abdichtung einschließt; und der Förderantrag vor dem Baubeginn. Mit Pflegegrad fließen bis zu 4.180 €[1] von der Pflegekasse – dann wird aus dem Wunsch nach einem sicheren Bad in Heiligenhaus ein kalkulierbares Projekt, das den Verbleib im eigenen Zuhause möglich macht.
Quellen
- § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
- NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung – Investitionszuschuss (10 % / max. 2.500 €, Altersgerechtes Haus 12,5 % / max. 6.250 €): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15730/altersgerecht-umbauen---barrierereduzierung---investitionszuschuss.html
- NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Kredit (max. 50.000 € je Wohneinheit): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15208/altersgerecht-umbauen---kredit.html
- KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
- § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
- Stadt Heiligenhaus (Stadtporträt, Geschichte, Ortsteile): https://www.heiligenhaus.de
- Kreis Mettmann (Neanderland, Wohnberatung, Pflegestützpunkte): https://www.kreis-mettmann.de
- Wikipedia, Heiligenhaus: https://de.wikipedia.org/wiki/Heiligenhaus
- pflege.de, „Wanne raus, Dusche rein“ (Kostenrichtwerte): https://www.pflege.de/barrierefreies-wohnen/badezimmer/wanne-zur-dusche/
Stand: September 2026. Preise sind Richtwerte; Förderprogramme können sich ändern. Vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellennachweise
- § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss bis 4.180 €, bei mehreren Pflegebedürftigen bis 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html ↩
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % des Lohnanteils, max. 1.200 €/Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html ↩
- NRW.BANK, Produktseite „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung – Investitionszuschuss“ (listet das KfW-Programm 455-B; Konditionen des ausgesetzten Programms 10 %/max. 2.500 € bzw. 12,5 %/max. 6.250 €; Stand: September 2026): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15730/altersgerecht-umbauen---barrierereduzierung---investitionszuschuss.html ↩
- KfW, Produktseite Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (weiterhin offen, bis 50.000 € je Wohneinheit; Stand: September 2026): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/ ↩
- KfW, Antragsstopp des Zuschusses 455-B vom 31.07.2026 (2026er-Mittel ausgeschöpft, keine neuen Anträge; Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html ↩
- § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters für bauliche Veränderungen, u. a. Barrierereduzierung): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html ↩
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