Pflegekasse-Zuschuss für den Badumbau in Hamminkeln: bis 4.180 € (2026)

Von Rainer Brettner, Beratung & Redaktion·Stand: September 2026·ca. 13 Min. Lesezeit

VorherPflegekasse-Zuschuss für den Badumbau in Hamminkeln: bis 4.180 € (2026) – Vorher: Badewanne mit hohem Rand
NachherPflegekasse-Zuschuss für den Badumbau in Hamminkeln: bis 4.180 € (2026) – Nachher: bodengleiche Dusche
Wanne raus, bodengleiche Dusche rein: Der ebenerdige Einstieg senkt die Sturzgefahr deutlich.

Hamminkeln ist die jüngste Stadt am unteren Niederrhein: Erst 1975 wurde sie aus den Gemeinden Hamminkeln, Ringenberg, Dingden, Brünen, Loikum, Mehrhoog und Wertherbruch gebildet, seit 1995 darf sie sich Stadt nennen – und sieht doch bis heute aus wie ein Zusammenschluss von Dörfern, die einander durch Felder, Wälder und Wiesen zugewachsen sind. Rund 27.000 Menschen leben auf der mit 164 Quadratkilometern sehr großen Gemarkung zwischen Wesel und Bocholt, zwei Drittel des Stadtgebiets liegen im Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland, die Issel durchzieht die Ortsteile von Raesfeld bis zur Stadtgrenze von Wesel. Wer hier wohnt, wohnt oft im eigenen Haus – auf Höfen, in niederrheinischen Backsteinhäusern oder in den Einfamilienhäusern, die seit den 1970er-Jahren in allen Ortsteilen entstanden sind. Und wer hier alt wird, steht früher oder später vor derselben Frage wie überall: Wie lange gelingt die Körperpflege noch in einem Bad mit Badewanne, wenn der Einstieg über den Wannenrand beschwerlich wird? Der Badumbau ist die wichtigste Einzelmaßnahme, um das eigene Zuhause dafür zu rüsten – und die Pflegekasse zahlt dafür bis zu 4.180 €[1] dazu. Damit Sie nichts falsch machen, beginnt dieser Ratgeber mit dem Ablauf: was in welcher Reihenfolge zu tun ist, damit am Ende der Zuschuss auf dem Konto landet.

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Der Ablauf in sechs Schritten: Vom Antrag zur neuen Dusche

Schritt Was passiert Worauf es ankommt
1. Pflegegrad klärenLiegt keiner vor: Beratung bei Pflegekasse oder Pflegestützpunkt, ggf. Antrag stellenDer Zuschuss setzt Pflegegrad 1–5 voraus
2. Angebote einholen2–3 Fachbetriebe aus dem Kreis Wesel oder von Bocholt/Isselburg mit Vor-Ort-Termin um Festpreisangebote bittenAngebot soll Demontage, Entsorgung und Abdichtung enthalten
3. Antrag stellenKostenvoranschlag plus Antrag bei der Pflegekasse einreichen – vor dem Baubeginnerst nach der Zusage beauftragen
4. Zusage abwartenDie Pflegekasse prüft; rechnen Sie mit einigen WochenZusage schriftlich abwarten, nicht telefonisch „grünes Licht“ holen
5. UmbauSystemlösung ca. 1 Tag, geflieste Dusche mehrere TageTermin mit der Firma erst nach Zusage festzurren
6. Belege einreichenRechnungen einreichen, Zuschuss wird ausgezahltLohnanteil separat ausweisen lassen (§ 35a EStG)

Der häufigste Fehler im ganzen Prozess ist der zu späte Antrag: Wer die Firma beauftragt oder gar mit dem Umbau beginnt, bevor die Pflegekasse zugesagt hat, verliert den Anspruch – das gilt in Dingden genauso wie in Wertherbruch. Planen Sie vom gewünschten Umbautermin rückwärts: Die Pflegekasse benötigt für die Zusage meist vier bis sechs Wochen, in der Urlaubszeit auch länger.

Der Pflegekassen-Zuschuss im Detail

Die Förderung für den Badumbau kommt nicht von der Stadt Hamminkeln oder vom Kreis Wesel, sondern bundesweit einheitlich von der Pflegekasse – nach § 40 Abs. 4 SGB XI. Wer einen Pflegegrad hat, kann für „wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“ einen Zuschuss von bis zu 4.180 €[1] erhalten. Der Umbau der Badewanne zur bodengleichen Dusche ist der klassische Fall: Er erhält die häusliche Pflege, erleichtert die Körperpflege und beseitigt die größte Sturzfalle im Haushalt.

Voraussetzung Regelung
Pflegegrad1–5 – eine Staffelung der Zuschusshöhe nach Pflegegrad gibt es nicht
Zuschusshöhebis 4.180 € je Pflegebedürftigem; bis 16.720 € bei mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt
Einkommenspielt keine Rolle
Antragszeitpunktzwingend vor Baubeginn
Auszahlungnach dem Umbau gegen Vorlage der Rechnungen

Zuständig ist immer die Pflegekasse der eigenen Krankenkasse – also etwa die der AOK, der Techniker oder der Innungskrankenkassen –, unabhängig davon, ob der Versicherte in Hamminkeln, Dingden oder Mehrhoog wohnt. Der Zuschuss ist ein Geschenk des Gesetzgebers im besten Sinn: Er muss nicht zurückgezahlt werden und wird nicht mit anderen Leistungen verrechnet. Wer noch keinen Pflegegrad hat, aber im Alltag Unterstützung braucht, sollte prüfen lassen, ob ein Antrag aussichtsreich ist; die Pflegekasse und der Pflegestützpunkt im Kreis Wesel beraten kostenlos.

Beispielrechnungen: Was nach dem Zuschuss übrig bleibt

Szenario Kosten (Richtwerte) Zuschuss Pflegekasse Eigenanteil
Systemlösung im Standardbadca. 4.300 €bis 4.180 €[1]ca. 120 €
Geflieste bodengleiche Duscheca. 7.000 €bis 4.180 €ca. 2.820 €
Umbau mit Leitungs- und Elektroarbeitenca. 9.000 €bis 4.180 €ca. 4.820 €

Im mittleren Szenario lässt sich der Eigenanteil weiter drücken: Rund 60 Prozent der Rechnungssumme sind üblicherweise Lohnkosten – etwa 4.200 €. Davon sind nach § 35a EStG[2] 20 Prozent, also bis zu 840 €, direkt von der Steuerschuld abziehbar (maximal 1.200 € pro Jahr). Es bleiben effektiv rund 2.000 € Eigenanteil für eine komplett neue, geflieste Dusche. Die Rechnung zeigt: Wer den Zuschuss rechtzeitig beantragt, macht aus dem häufigsten Badumbau Deutschlands eine finanziell überschaubare Sache – auch in einer Stadt, deren Ortsteile so weit verstreut liegen wie in Hamminkeln.

Die weiteren Förderwege: NRW.BANK, KfW und Steuer

Neben der Pflegekasse gibt es für Hamminkelner drei weitere Bausteine:

  • NRW.BANK / KfW (Zuschuss): Der Zuschuss „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung“ ist ein KfW-Programm (455-B); die NRW.BANK listet es in ihrer Förderübersicht, der Antrag läuft über die KfW. Konditionen des ausgesetzten Programms: 10 Prozent der förderfähigen Kosten (maximal 25.000 € je Wohneinheit), also bis zu 2.500 €[3] für Einzelmaßnahmen wie den Badumbau; beim kompletten Standard „Altersgerechtes Haus“ sind es 12,5 Prozent von maximal 50.000 €, bis zu 6.250 €[3], mit Einbindung eines Sachverständigen. Es gilt eine Bagatellgrenze von 2.000 €, Eigenleistungen werden nicht gefördert, und vor der Antragstellung dürfen keine Liefer- oder Leistungsverträge geschlossen sein. Seit dem 31.07.2026 ist das Programm gestoppt – die 2026er-Mittel sind ausgeschöpft, neue Anträge werden nicht mehr angenommen (Stand: September 2026)[4]; bereits gestellte Anträge werden weiterbearbeitet.
  • Kredit: Der zinsgünstige Kredit „Altersgerecht Umbauen“ (NRW.BANK oder KfW 159, bis 50.000 €[5] je Wohneinheit) läuft weiter und steht auch ohne Pflegegrad offen. Der Antrag geht über die Hausbank – in Hamminkeln bieten die örtlichen Banken und Sparkassen diese Abwicklung an.
  • Steuer: Die Handwerkerlohnkosten sind zu 20 Prozent absetzbar (§ 35a EStG[2], maximal 1.200 € pro Jahr), sofern der Lohnanteil separat ausgewiesen ist. Die Krankenkasse übernimmt keine Umbaukosten – sie erstattet nur Hilfsmittel nach § 33 SGB V[6].

Zuschuss und Kredit lassen sich kombinieren; bei den Zuschüssen ist die Steuerermäßigung in bestimmten Fällen ausgeschlossen – klären Sie das vor der Antragstellung. Den Überblick über alle Programme gibt es unter Förderung & Zuschüsse.

So wohnt Hamminkeln: Sieben Ortsteile zwischen Issel und Naturpark

Wer in Hamminkeln einen Badumbau plant, sollte wissen: Die Anfahrt ist hier kein Randthema. Zwischen dem nördlichen Dingden und dem südlichen Mehrhoog liegen mehr als zehn Kilometer, Wertherbruch stößt im Nordwesten fast an Isselburg, und einzelne Weiler liegen tief in der Landschaft des Naturparks. Ein ortsansässiger Betrieb – oder einer aus Wesel, Bocholt, Rees oder Isselburg – ist für Vor-Ort-Termine, Nachbesserungen und Gewährleistung die praktikable Wahl.

Hamminkeln und Ringenberg: Der geografische Mittelpunkt der Stadt liegt an der Issel. Der Kernort um die evangelische Kirche ist aus einer kleinen Landgemeinde mit wenigen Höfen gewachsen und hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg durch Baugebiete und ein Gewerbegebiet entwickelt – heute wohnen hier die meisten Menschen. In Ringenberg steht die Wasserburg, die Ritter Sueder von Dingden um 1220 im Isselbruch errichtete: Im Dreißigjährigen Krieg zerstört, wurde sie als Schloss im Stil des niederländischen Barocks wiederaufgebaut und prägt den Ort bis heute. Die A 3 teilt Ringenberg – wer im Ortsteil wohnt, profitiert von der schnellen Anbindung, muss aber beim Materialtransport für den Umbau auf die Verkehrslage achten.

Dingden: Der nördliche Ortsteil mit rund 7.200 Einwohnern gehörte vor 1975 zum Kreis Borken und war lange mit dem Fürstbistum Münster verbunden – ein Stück westfälischer Geschichte am Niederrhein. Dingden hat ein eigenes, lebendiges Zentrum, viele Vereine und einen großen Bestand an Einfamilienhäusern der letzten Jahrzehnte. Die Bäder sind überwiegend standardisiert – der Wannenumbau ist hier meist unkompliziert.

Brünen und Marienthal: Brünen im Südosten der Stadt ist dörflich geprägt, mit Hofanlagen und Wohnhäusern inmitten der Naturpark-Landschaft. Bei Brünen liegt Marienthal mit seinem Kloster, das auf eine lange Tradition zurückblickt und seit 1986 von Karmeliten betreut wird – die kleine Pfarrgemeinde gehört zu den kleinsten eigenständigen Pfarreien im Bistum Münster. Rings um Kloster und Kirche stehen alte Höfe und Wohnhäuser, in denen oft mehrere Generationen leben – ein typischer Ort dafür, dass der Badumbau zur Familienentscheidung wird, die gemeinsam geplant und finanziert wird.

Mehrhoog: Der Ortsteil im Südwesten Richtung Wesel ist mit rund 6.500 Einwohnern der zweitgrößte. Historisch erinnert die Schlacht bei Meer von 1758 an die Zeit, als hier französische und braunschweigische Truppen aufeinandertrafen. Heute dominiert Wohnen: Siedlungsgebiete aus mehreren Jahrzehnten, dazu Höfe am Ortsrand. Wer in Mehrhoog zur Miete wohnt, braucht für den Umbau die schriftliche Zustimmung des Vermieters; dient die Maßnahme der Nutzung durch Menschen mit Behinderung bzw. pflegebedürftige Personen, besteht nach § 554 BGB ein Anspruch auf Zustimmung[7].

Loikum und Wertherbruch: Die beiden kleinen Ortsteile im Nordwesten – Loikum mit rund 800, Wertherbruch mit rund 1.000 Einwohnern – liegen nah an der Grenze zu Isselburg und den Niederlanden. Hier stehen Höfe und Wohnhäuser weit verstreut in der Isselniederung; manche Bäder sind über Jahrzehnte gewachsen und nachträglich eingebaut. In diesen Ortsteilen lohnt der Vor-Ort-Termin besonders, denn Raummaße, Leitungsführung und die Frage, ob eine bodengleiche Dusche mit Gefälle-Estrich oder eine flache Duschtasse die bessere Lösung ist, entscheiden sich erst im Haus.

Was der Badumbau in Hamminkeln kostet

Ausführung Kostenrahmen (Richtwerte)
Systemlösung mit Duschtasse bzw. Duschelement und Wandpaneelenca. 3.000–5.000 €
Bodengleiche, geflieste Duscheca. 5.000–8.000 €
Typischer Standardfall inklusive Demontage und Entsorgungca. 4.000–6.000 €

Für Hamminkeln gelten die bundesweit üblichen Richtwerte; die örtlichen Lohnkosten liegen im niederrheinischen Durchschnitt. Ausschlaggebend sind Hausalter, Raumgröße, Untergrund und der Umfang der Nebenarbeiten – in alten Hofgebäuden in Brünen oder Wertherbruch können Leitungs- und Elektroarbeiten dazukommen. Ein faires Angebot listet Demontage, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534 und Armaturen auf; lassen Sie fehlende Positionen ergänzen, bevor Sie unterschreiben.

Worauf es bei der Fachfirma ankommt

  • Vor-Ort-Termin: Fotos und Telefonate ersetzen keine Besichtigung. Wer Untergrund, Leitungen und Raummaße selbst prüft, kann einen verbindlichen Festpreis nennen.
  • Region statt Fernanbieter: Betriebe aus Hamminkeln, Wesel, Bocholt, Rees oder Isselburg sind für Termine und Gewährleistung schnell erreichbar – in einer Flächenstadt wie Hamminkeln zählt das doppelt.
  • Fördererfahrung: Fragen Sie, ob der Betrieb öfter mit Pflegekassen-Zuschüssen arbeitet. Erfahrene Betriebe liefern den Kostenvoranschlag so, dass die Kasse ihn ohne Rückfragen bearbeitet.
  • Gewährleistung: Halten Sie schriftlich fest, wer für Abdichtung und Funktion haftet. Ein ortsansässiger Betrieb bleibt auch nach Jahren erreichbar.

Checkliste: Zuschuss und Umbau in Hamminkeln richtig angehen

  • [ ] Pflegegrad prüfen bzw. Beratung beim Pflegestützpunkt im Kreis Wesel vereinbaren
  • [ ] Drei Festpreisangebote mit Vor-Ort-Termin einholen
  • [ ] Kostenvoranschlag für den Pflegekassen-Antrag bereitlegen
  • [ ] Antrag vor Baubeginn stellen, schriftliche Zusage abwarten
  • [ ] Bei Bedarf: NRW.BANK- oder KfW-Kredit über die Hausbank klären
  • [ ] Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt – KfW-Kredit 159 als Alternative prüfen
  • [ ] Lohnanteil separat ausweisen lassen (§ 35a EStG)
  • [ ] Als Mieter: Vermieterzustimmung schriftlich einholen
  • [ ] Alle Rechnungen für Pflegekasse und Steuererklärung aufbewahren

Fragen und Antworten

Wo stelle ich den Antrag für den Badumbau-Zuschuss in Hamminkeln?

Bei der Pflegekasse Ihrer Krankenkasse – nicht bei der Stadt oder dem Kreis Wesel. Dem Antrag legen Sie den Kostenvoranschlag der Fachfirma bei; nach dem Umbau reichen Sie die Rechnungen ein. Kostenlose Hilfe bei den Formalia gibt es beim Pflegestützpunkt im Kreis Wesel.

Mein Vater wohnt in Dingden, ich in Wesel. Kann ich den Antrag für ihn stellen?

Ja, mit einer Vollmacht oder als gesetzlicher Betreuer. Viele Angehörige übernehmen die Korrespondenz; die Pflegekasse akzeptiert das, wenn die Vollmacht beiliegt. Der Zuschuss wird auf das Konto des Pflegebedürftigen ausgezahlt.

Bekommt auch jemand mit Pflegegrad 1 den vollen Betrag?

Ja. Der Zuschuss steht bei allen Pflegegraden 1 bis 5 in gleicher Höhe von bis zu 4.180 €[1]; eine Staffelung gibt es nicht. Entscheidend ist, dass die Maßnahme der Verbesserung des Wohnumfelds dient und vor Baubeginn beantragt wird.

Was passiert, wenn die Rechnung höher ist als 4.180 €?

Den Differenzbetrag tragen Sie selbst. Um ihn klein zu halten, kombinieren viele Familien den Zuschuss mit dem Kredit „Altersgerecht Umbauen“[5] und setzen den Lohnanteil nach § 35a EStG[2] von der Steuer ab. Lassen Sie sich ein Angebot machen, das zur Zuschusshöhe passt – nicht umgekehrt.

Meine Eltern leben beide im Haus in Mehrhoog und haben beide einen Pflegegrad. Was gilt dann?

Bei mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt sind bis zu 16.720 €[1] möglich – pro Person 4.180 €. Der Antrag wird für jede Person einzeln gestellt; planen Sie die Unterlagen gemeinsam, dann ist der Aufwand überschaubar.

Gilt der Zuschuss auch für ein Haus in Wertherbruch oder Loikum?

Ja – der Zuschuss ist an die Person gebunden, nicht an den Ortsteil oder die Kommune. Entscheidend sind Pflegegrad 1–5 und der Antrag vor Baubeginn.

Was kann ich tun, wenn der Antrag abgelehnt wird?

Gegen den Ablehnungsbescheid können Sie innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen. Häufigste Ablehnungsgründe sind der verspätete Antrag (nach Baubeginn) oder fehlende Unterlagen. Lassen Sie den Bescheid vom Pflegestützpunkt prüfen, bevor Sie einen neuen Anlauf starten.

Fazit

Hamminkeln ist eine Stadt der Dörfer – weit verstreut zwischen Issel, Naturpark und niederländischer Grenze. Gerade deshalb ist der Badumbau hier so oft eine Familienangelegenheit: Die Eltern bleiben im Haus in Dingden oder Brünen, die Kinder kommen aus Wesel oder Bocholt zur Unterstützung. Die Pflegekasse zahlt dafür bis zu 4.180 €, bei mehreren Pflegebedürftigen bis zu 16.720 €[1], kombinierbar mit NRW.BANK-Förderung, Kredit und Steuervorteil. Entscheidend ist allein die Reihenfolge: erst Pflegegrad und Angebote klären, dann den Antrag vor Baubeginn stellen, dann beauftragen. Wer das einhält, bekommt in Hamminkeln – im Kernort, in Dingden, in den Weilern von Wertherbruch – ein sicheres Bad zu einem kalkulierbaren Eigenanteil.

Quellen

  • Hamminkeln – Wikipedia (Einwohner, Ortsteile, Geschichte): https://de.wikipedia.org/wiki/Hamminkeln
  • Stadt Hamminkeln, Stadtporträt (Ortsteile, Stadtwerdung 1995): https://www.hamminkeln.de/stadtleben-klimaschutz/stadtportraet
  • Ringenberg (Wasserburg, Geschichte) – Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ringenberg
  • § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  • KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  • KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  • NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung – Investitionszuschuss: https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15730/altersgerecht-umbauen---barrierereduzierung---investitionszuschuss.html
  • NRW.BANK, Altersgerecht Umbauen – Kredit: https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15208/altersgerecht-umbauen---kredit.html
  • § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
  • § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  • § 33 SGB V (Hilfsmittel): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__33.html
  • pflege.de, „Wanne raus, Dusche rein“ (Kostenrahmen 4.000–6.000 €): https://www.pflege.de/barrierefreies-wohnen/badezimmer/wanne-zur-dusche/

Stand: September 2026. Kostenangaben und Beispielrechnungen sind Richtwerte. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellennachweise

  1. § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss bis 4.180 € bzw. bis 16.720 € bei mehreren Berechtigten): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  2. § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % der Lohnkosten, max. 1.200 € pro Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  3. NRW.BANK, Produktseite „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung – Investitionszuschuss“ (listet das KfW-Programm 455-B; Konditionen des ausgesetzten Programms 10 %/max. 2.500 € bzw. 12,5 %/max. 6.250 €; Stand: September 2026): https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15730/altersgerecht-umbauen---barrierereduzierung---investitionszuschuss.html
  4. KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026 (2026er-Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  5. KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (bis 50.000 € je Wohneinheit, weiterhin offen): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  6. § 33 SGB V (Hilfsmittel der Krankenkasse): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__33.html
  7. § 554 BGB (Erlaubnisanspruch des Mieters für barrierereduzierende Umbauten): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html

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