Bodengleiche Dusche in Geesthacht: Nachrüsten, Kosten und Förderung (2026)


Geesthacht liegt am Nordufer der Elbe, dort wo die Staustufe den Fluss staut und der Geestrücken zum Ufer abfällt. Mit rund 33.500 Einwohnern ist die Stadt die größte im Kreis Herzogtum Lauenburg und gehört zur Metropolregion Hamburg – viele Bewohner pendeln über die A 25 nach Bergedorf oder in die Innenstadt. Gerade dieser Charakter prägt den Wohnungsbestand: Zwischen Altstadt und Elbhang stehen kompakte Wohn- und Geschäftshäuser aus der Zeit nach dem großen Brand von 1928, auf dem Geestrücken liegt mit der Oberstadt eine große Siedlung aus den 1960er-Jahren, dazu kommen Werkssiedlungen, Reihenhauszeilen und Eigenheime aus fünf Jahrzehnten. In einem großen Teil dieser Häuser steckt noch das ursprüngliche Wannenbad. Wer dort eine bodengleiche Dusche nachrüsten möchte, findet in Geesthacht gute Voraussetzungen – wenn der Ablauf stimmt: erst prüfen, dann fördern lassen, dann bauen.
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In sechs Schritten zur bodengleichen Dusche in Geesthacht
Der Weg von der alten Wanne zur ebenen Dusche ist gut planbar. Wer sich an diese Reihenfolge hält, vermeidet die beiden häufigsten Fehler: den zu späten Förderantrag und den Auftrag auf Basis von Fotos statt eines Vor-Ort-Termins.
| Schritt | Was passiert | Zeitaufwand |
|---|---|---|
| 1. Anfrage | 2–3 Fachbetriebe aus Geesthacht, Lauenburg, Schwarzenbek oder Bergedorf mit Fotos und Raummaßen anfragen | wenige Minuten |
| 2. Vor-Ort-Termin | Bodenaufbau, Decke, Leitungswege und Maße prüfen; Nutzung und Einstiegshilfen klären | ca. 30–60 Minuten |
| 3. Festpreisangebote | Angebote inhaltlich vergleichen: Demontage, Entsorgung, Abdichtung, Armaturen | 1–3 Werktage |
| 4. Förderung beantragen | Bei Pflegegrad: Antrag bei der Pflegekasse; ohne Pflegegrad: KfW-Kredit 159 über die IB.SH – beides vor Baubeginn | mehrere Wochen Vorlauf einplanen |
| 5. Umbau | Systemlösung mit flacher Duschtasse ca. 1 Tag, geflieste bodengleiche Dusche mehrere Tage | 1–5 Tage |
| 6. Belege einreichen | Rechnungen bei Pflegekasse oder IB.SH einreichen, Zuschuss bzw. Darlehen wird ausgezahlt | nach dem Umbau |
Planen Sie vom gewünschten Umbautermin rückwärts: Allein die Pflegekasse braucht für die Zusage in der Regel einige Wochen. Erst wenn die schriftliche Zusage vorliegt, sollte der Auftrag vergeben werden. Wer als Mieter in Geesthacht zur Miete wohnt, holt parallel die schriftliche Zustimmung des Vermieters ein – bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung besteht darauf nach § 554 BGB ein Anspruch[1].
Warum die Nachrüstung gerade in Geesthacht so häufig ansteht
Geesthacht ist in kurzer Zeit groß geworden: Um 1900 zählte der Ort knapp 4.000 Einwohner, 1930 rund 5.500. Nach dem Zweiten Weltkrieg und mit dem Aufbau der Forschungs- und Energiestandorte – dem 1956 gegründeten Forschungszentrum (heute Helmholtz-Zentrum Hereon), dem Pumpspeicherwerk und dem Kernkraftwerk Krümmel – wuchs die Stadt kräftig. Genau in diesen Jahrzehnten entstanden die Wohnhäuser, die heute den Sanierungsstau tragen: serielle Bäder mit Badewanne, teils mit Dusche nur über der Wanne.
Dazu kommt die Altersstruktur. Die Bewohner der großen Oberstadt-Siedlung aus den 1960er-Jahren sind gemeinsam mit ihren Häusern gealtert – die Stadt plant dort bereits Nachverdichtung und Aufwertung. Auch in den Eigenheimquartieren von Besenhorst bis Tesperhude wohnen viele Eigentümer seit Jahrzehnten im selben Haus und möchten dort alt werden. Der Einstieg über den Wannenrand gilt als eine der häufigsten Sturzquellen im Haushalt; eine bodengleiche Dusche nimmt diese Hürde, erleichtert die Körperpflege im Sitzen und macht den Alltag auch dann sicherer, wenn ambulante Pflege dazukommt. Wer früh nachrüstet, statt auf den ersten Sturz zu warten, behält außerdem die freie Wahl der Baufirma – und hat bei der Förderung mehr Spielraum.
Vom Elbhang bis zur Oberstadt: Die Geesthachter Bausubstanz im Überblick
Die Stadtteile Geesthachts unterscheiden sich stärker, als ihre Nähe vermuten lässt. Wer ein Angebot einholt, sollte den Betrieb deshalb zum Haus kommen lassen – die typischen Fragen hängen am Baujahr und am Standort im Stadtgebiet.
Altstadt rund um den Markt
Der alte Kern zwischen Markt (Rathaus, Markt 15) und Elbe wurde 1928 weitgehend durch einen Großbrand zerstört, dem die meisten reetgedeckten Gebäude zum Opfer fielen. Die heutige Bebauung stammt daher überwiegend aus den späten 1920er-, 1930er- und Nachkriegsjahren: kompakte Mehrfamilien- und Geschäftshäuser auf engen Parzellen, dazu einzelne Neubauten. Die Bäder sind oft klein, Leitungen liegen teils noch unter Putz, und ein ebenerdiger Duschplatz muss auf wenig Raum eingeplant werden. In engen Altstadt-Bädern ist die Lösung mit flacher Duschtasse oder Duschboard oft pragmatischer als ein großer Estrichaufbau – der Vor-Ort-Termin entscheidet.
Oberstadt auf dem Geestrücken
Die Oberstadt ist das größte zusammenhängende Wohnquartier auf der Anhöhe: überwiegend Mehrfamilienhäuser aus den 1960er-Jahren, ursprünglich als Mietwohnungsbau entstanden und bis heute stark vermietet. Typisch sind die seriellen Bäder dieser Bauzeit: Badewanne, Waschtisch, teils innenliegend ohne Fenster. Da viele Bewohner älter sind, ist hier die Nachfrage nach barrierearmen Wohnungen besonders hoch – und die Vermieter stehen vor der Frage, wie weit sie bei der Modernisierung gehen. Für Mieter mit Pflegegrad gilt: Der Zuschuss der Pflegekasse und der Anspruch auf Erlaubnis nach § 554 BGB[1] helfen, den Umbau durchzusetzen. Aus Sicht des Vermieters ist die bodengleiche Dusche zugleich eine Wert steigernde Modernisierung, die die Wohnung langfristig vermietbar hält.
Besenhorst und Heinrichshof
Besenhorst ist der alte Ortsteil zwischen Stadt und den Besenhorster Sandbergen, einem Naturschutzgebiet mit Binnendünen – hier dominieren Einfamilien- und Reihenhäuser mit Gärten, entstanden in mehreren Wellen von den 1950er- bis in die 1990er-Jahre. Der Heinrichshof am Geestrücken geht auf eine Werkssiedlung der Hamburgischen Electricitäts-Werke zurück, die für die Beschäftigten der Kraftwerksstandorte gebaut wurde: typische Nachkriegs- und Sechzigerjahre-Reihenhäuser mit Standardgrundrissen. In beiden Quartieren liegt das Bad meist im Obergeschoss über dem Wohnzimmer. Für die bodengleiche Dusche heißt das: Der Bodenaufbau entscheidet. Wo nur wenig Höhe zur Verfügung steht, ersetzt ein flaches Duschboard mit Rinnenablauf die aufwendige Estrichsanierung – ohne dass die Decke darunter angefasst werden muss.
Düneberg, Grünhof und Tesperhude Richtung Lauenburg
Die östlichen Ortsteile an der B 5 Richtung Lauenburg – Düneberg, Grünhof, Edmundstal-Siemerswalde und Tesperhude – sind geprägt von Eigenheimen, teils in Hanglage am Elbhang, dazu größeren Grundstücken und ländlicherem Zuschnitt. Häuser in Hanglage haben oft Souterrain- oder Sockelgeschosse, die sich für eine barrierefreie Lösung im Erdgeschoss anbieten, während das Wannenbad im Obergeschoss bestehen bleibt. Wer das Haus ohnehin für das Alter plant, sollte prüfen, ob Schlafzimmer, Bad und Eingang künftig auf einer Ebene liegen – das erspart später den zweiten Umbau.
Neubaugebiete und Hafencity
Geesthacht wächst: Am Hafen entsteht seit 2016 das Quartier „Hafencity Geesthacht“ mit Wohnungsneubau, und an den Rändern kommen neue Baugebiete hinzu. In Neubauten ist die bodengleiche Dusche meist schon Standard. Der Sanierungsbedarf konzentriert sich entsprechend auf die älteren Quartiere – genau dort, wo die Förderprogramme von Pflegekasse und KfW ansetzen.
Kosten: Was die Nachrüstung in Geesthacht kostet
Die Preise unterscheiden sich in Geesthacht nicht grundsätzlich vom Landesdurchschnitt Schleswig-Holsteins. Entscheidend sind der Untergrund, die Raumgröße und die Materialwahl. Als Orientierung gelten folgende Rahmen:
| Ausführung | Kostenrahmen (Orientierung) |
|---|---|
| Systemlösung mit flacher Duschtasse und Wandpaneelen | ca. 3.000–5.000 € |
| Bodengleiche, geflieste Dusche mit Rinnenablauf | ca. 5.000–8.000 € |
| Typischer Standardfall inklusive Demontage und Entsorgung | ca. 4.000–6.000 € |
Ein Rechenbeispiel als Richtwert: Eine geflieste, bodengleiche Dusche für rund 6.500 € inklusive Demontage, Entsorgung und Abdichtung – abzüglich 4.180 € Zuschuss der Pflegekasse[2] (mit Pflegegrad) bleiben etwa 2.300 € Eigenanteil. Vom Lohnanteil der Rechnung sind zusätzlich 20 Prozent nach § 35a EStG absetzbar, maximal 1.200 € pro Jahr[3] – bei einer solchen Maßnahme ein weiterer Nachlass von einigen hundert Euro in der nächsten Steuererklärung.
Achten Sie beim Angebotsvergleich darauf, dass Demontage, Entsorgung, Verbundabdichtung und neue Armaturen enthalten sind – sonst drohen Nachträge, die den günstigsten Preis schnell einholen. Ein seriöser Betrieb aus der Region nennt einen Festpreis und weist den Lohnanteil separat aus.
Förderung: Pflegekasse, KfW über die IB.SH und Steuer
In Schleswig-Holstein gibt es kein eigenes Zuschussprogramm des Landes für den Badumbau im selbst genutzten Wohneigentum. Die Wege nach Geesthacht führen über die bundesweiten Programme:
| Förderung | Art | Höhe | Voraussetzung |
|---|---|---|---|
| Pflegekasse (§ 40 Abs. 4 SGB XI) | Zuschuss | bis 4.180 € (bis 16.720 € bei mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt)[2] | Pflegegrad 1–5, Antrag vor Baubeginn |
| KfW-Kredit 159 über die IB.SH | zinsgünstiges Darlehen | bis 50.000 € je Wohneinheit[4] | Badumbau, auch ohne Pflegegrad |
| KfW-Zuschuss 455-B | Zuschuss | entfällt derzeit | seit 31.07.2026 gestoppt (2026er-Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026) – keine neuen Anträge mehr[5] |
| Handwerkerleistungen (§ 35a EStG) | Steuerermäßigung | 20 % des Lohnanteils, max. 1.200 €/Jahr[3] | Lohnanteil separat ausgewiesen |
Pflegekasse: Wer einen Pflegegrad 1–5 hat, erhält für den Umbau der Dusche bis zu 4.180 €[2] – der Klassiker für den Wannenumbau. Der Antrag muss vor Baubeginn bei der zuständigen Pflegekasse liegen; nach dem Umbau werden die Rechnungen eingereicht und der Zuschuss ausgezahlt. Leben mehrere Pflegebedürftige im selben Haushalt, sind bis zu 16.720 €[2] möglich.
KfW über die IB.SH: Den Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ beantragen Geesthachter direkt bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) im Direktkundengeschäft Wohneigentum[4] – per Online-Tool „IB.SH Finanz@ss“ oder telefonisch unter 0431 9905-4500. Auch hier gilt: Antrag vor Beginn der Maßnahme, es dürfen noch keine Liefer- oder Leistungsverträge abgeschlossen sein. Der Kredit läuft unabhängig vom Alter und ohne Pflegegrad.
Achtung beim Zuschuss 455-B: Der bundesweite KfW-Zuschuss zur Barrierereduzierung ist seit dem 31.07.2026 gestoppt – die 2026er-Mittel sind ausgeschöpft, neue Anträge werden nicht mehr angenommen[5] (Stand: September 2026). Bereits gestellte Anträge werden weiterbearbeitet; eine Wiederöffnung käme nur bei neuen Bundesmitteln in Betracht. Als offene Alternative bleibt der KfW-Kredit 159 über die IB.SH.
Was sonst noch hilft: Die Krankenkasse übernimmt keine festen Umbauten – Hilfsmittel nach § 33 SGB V[6] kommen nur in Einzelfällen in Betracht. Kommunale Zuschüsse und Beratungsangebote gibt es in Schleswig-Holstein von Ort zu Ort unterschiedlich; fragen Sie bei der Stadt Geesthacht (Markt 15) und beim Pflegestützpunkt nach, was aktuell läuft. Alle Fördermöglichkeiten im Überblick: Förderung & Zuschüsse.
Vor dem Umbau beraten lassen: Pflegestützpunkt in Geesthacht
Wer unsicher ist, ob der Umbau nötig ist, welcher Pflegegrad in Frage kommt oder wie die Wohnung insgesamt altersgerecht wird, muss in Geesthacht nicht allein planen. Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg unterhält eine Außenstelle in Geesthacht, Bogenstraße 7, Telefon 04152 805795 – die Beratung ist kostenlos und unabhängig von Verkaufsinteressen. Neben Sprechstunden bietet der Pflegestützpunkt regelmäßig Vorträge zur Wohnraumanpassung an; 2025 wurde zudem eine Musterausstellung zum barrierefreien Wohnen eröffnet, in der sich Duschplätze, Griffsysteme und Hilfsmittel praktisch ansehen lassen. Einmal monatlich gibt es eine Sprechstunde in der Hachede-Schule, Dialogweg 2, mit vorheriger Terminvereinbarung. Zeiten und aktuelle Angebote erfragen Sie direkt beim Pflegestützpunkt.
Die Reihenfolge ist auch hier wichtig: Erst die Beratung und der Blick auf den Pflegegrad, dann die Fachfirmen, dann die Förderanträge. Wer den Pflegegrad erst beantragen muss, startet am besten drei bis vier Monate vor dem gewünschten Umbautermin.
Angebote vergleichen: Worauf Geesthachter achten sollten
- Vor-Ort-Termin statt Fotos: Bodenaufbau, Gefälle und Leitungswege lassen sich nur im Haus beurteilen. Betriebe, die nur nach Fotos kalkulieren, scheiden aus.
- Vollständiges Leistungsverzeichnis: Abbruch und Entsorgung der Wanne, Verbundabdichtung nach DIN 18534, Fliesenarbeiten, Armaturen und Kleinmaterial müssen im Festpreis stehen.
- Referenzen aus der Region: Fragen Sie nach abgeschlossenen Umbauten in Geesthacht oder im Kreis – etwa in der Oberstadt oder in Besenhorst.
- Erreichbarkeit und Gewährleistung: Ein Betrieb aus Geesthacht, Lauenburg oder Bergedorf ist bei Nachbesserungen schnell vor Ort; klären Sie Ansprechpartner und Reaktionszeiten.
- Lohnanteil separat ausweisen lassen: Nur dann ist die Steuerermäßigung nach § 35a EStG möglich.
- Förderung einrechnen: Ein gutes Angebot zeigt auf, welche Posten der Zuschuss der Pflegekasse abdeckt und was der Eigenanteil bleibt.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine bodengleiche Dusche in Geesthacht – und was bleibt nach der Förderung?
Im Standardfall rund 4.000–6.000 € inklusive Demontage und Entsorgung; Systemlösungen beginnen bei etwa 3.000 €, geflieste bodengleiche Duschen können 8.000 € erreichen. Mit Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse bis zu 4.180 €[2]; ohne Pflegegrad bleibt der KfW-Kredit 159 über die IB.SH[4].
Kann ich in meiner Mietwohnung in der Oberstadt das Bad umbauen?
Mit der schriftlichen Zustimmung des Vermieters ja. Bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung können Sie die Erlaubnis nach § 554 BGB[1] verlangen. Klären Sie vorher schriftlich, ob beim Auszug zurückgebaut werden muss – viele Vermieter verzichten darauf, wenn die Dusche die Wohnung dauerhaft aufwertet.
Unser Bad liegt in einem Mehrfamilienhaus von 1965 im Obergeschoss. Geht eine Dusche ohne Tasse und ohne dicken Bodenaufbau?
Meist ja, aber der Bodenaufbau entscheidet. Wo nur wenige Zentimeter Höhe zur Verfügung stehen, kommt statt der Estrichsanierung ein flaches Duschboard mit Rinnenablauf zum Einsatz – das erhöht den Boden kaum und greift die Decke nicht an. Was im Einzelfall geht, zeigt nur der Vor-Ort-Termin; lassen Sie sich die Aufbauhöhe im Angebot ausweisen.
Wo bekomme ich in Geesthacht kostenlose Beratung vor dem Umbau?
Beim Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg, Außenstelle Geesthacht, Bogenstraße 7 (Tel. 04152 805795): kostenlose Beratung zu Pflegegrad, Wohnraumanpassung und Hilfsmitteln, dazu Vorträge und eine Musterausstellung zum barrierefreien Wohnen.
Gibt es Förderung, wenn kein Pflegegrad vorliegt?
Ja: den zinsgünstigen KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ bis 50.000 €[4], direkt über die IB.SH zu beantragen. Der KfW-Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt (Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026)[5] – neue Anträge werden nicht mehr angenommen. Dazu kommt die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen nach § 35a EStG[3].
Lohnt sich die Nachrüstung in einem Eigenheim am Elbhang in Besenhorst oder Düneberg besonders?
Oft ja, wenn das Haus ohnehin fürs Alter geplant wird: Ideal ist eine ebene Dusche im Erdgeschoss oder Sockelgeschoss, damit Schlafen, Waschen und Eingang auf einer Ebene liegen. Im Obergeschoss lässt sich die Wanne meist durch eine flache Duschtasse ersetzen, wenn ein tieferer Umbau zu aufwendig wäre.
Was muss ich als Eigentümer einer Eigentumswohnung in Geesthacht beachten?
Prüfen Sie zuerst die Teilungserklärung: Wasser- und Abwasserleitungen zählen je nach Regelung zum Gemeinschaftseigentum, und Eingriffe in die Decke können die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft erfordern. Die Dusche selbst ist in der Regel Sache des Sondereigentums. Holen Sie die Zustimmung schriftlich ein, bevor Sie den Förderantrag stellen.
Wie lange dauert der Umbau – und wann ist die beste Zeit dafür?
Eine Systemlösung ist oft an einem Tag montiert; eine geflieste, bodengleiche Dusche braucht inklusive Trocknungszeiten mehrere Tage. Planen Sie den Termin außerhalb der Heizperiode – dann lassen sich Fliesen und Abdichtung schneller trocknen, und im Notfall ist ein provisorisches Duschen im Garten oder beim Nachbarn stressfreier.
Fazit
Geesthacht hat für fast jede Wohnsituation eine passende Lösung: In der Altstadt am Elbufer zählt kompakte Planung, in der Oberstadt die Klärung mit dem Vermieter, in den Eigenheimquartieren von Besenhorst bis Tesperhude der Blick auf den Bodenaufbau – und in Neubauten wie der Hafencity ist die bodengleiche Dusche ohnehin schon Standard. Entscheidend bleiben drei Punkte: der ehrliche Vor-Ort-Termin, vergleichbare Festpreisangebote und die Förderanträge vor dem Baubeginn. Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt in Geesthacht eine sichere Dusche zu einem kalkulierbaren Preis – unterstützt mit bis zu 4.180 €[2] von der Pflegekasse und beraten vom Pflegestützpunkt in der Bogenstraße.
Quellen
- § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
- KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
- IB.SH, KfW-Programm Altersgerecht Umbauen (159) für Wohneigentum (Förderdarlehen bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.ib-sh.de/produkt/kfw-programm-altersgerecht-umbauen-wohneigentum/
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
- § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
- § 33 SGB V (Hilfsmittel): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__33.html
- Stadt Geesthacht, Lage und Anbindung (größte Stadt des Kreises Herzogtum Lauenburg, Metropolregion Hamburg): https://www.geesthacht.de/Unser-Geesthacht/Kennenlernen/
- Stadt Geesthacht, Ortschronik (Wachstum, Forschungs- und Energiestandort, Hafencity): https://www.geesthacht.de/Unser-Geesthacht/Geschichte/Ortschronik/
- Heimatbund und Geschichtsverein, Bezirksgruppe Geesthacht, Stadtgeschichte (Großbrand 1928, ca. 33.500 Einwohner 2024): https://gv-geesthacht.de/stadtgeschichte/
- Wikipedia, Geesthacht (Ortsteile, Lage am Geestrücken, Einwohner): https://de.wikipedia.org/wiki/Geesthacht
- BPW Stadtplanung, Geesthacht Oberstadt – Nachverdichtungsstudie (1960er-Jahre-Siedlung, alternde Bevölkerung): https://www.bpw-stadtplanung.de/geesthacht-oberstadt-nachverdichtungsstudie.html
- Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg, Standort Geesthacht (Bogenstraße 7, Sprechzeiten, Musterausstellung barrierefreies Wohnen): https://www.pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de/seite/702465/standort-geesthacht.html
- pflege.de, „Wanne raus, Dusche rein“ (Kostenrahmen als Orientierung): https://www.pflege.de/barrierefreies-wohnen/badezimmer/wanne-zur-dusche/
Stand: September 2026. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellennachweise
- § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters für bauliche Veränderungen, Barrierereduzierung): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html ↩
- § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss bis 4.180 € je Maßnahme, bis 16.720 € bei mehreren Pflegebedürftigen): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html ↩
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % der Arbeitskosten, max. 1.200 € pro Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html ↩
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/ ↩
- KfW, Antragsstopp Zuschuss 455-B vom 31.07.2026 (Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html ↩
- § 33 SGB V (Hilfsmittel der Krankenkasse): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__33.html ↩
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