Barrierefreies Bad in Fellbach: Umbau, DIN 18040 und Förderung (2026)


Fellbach liegt direkt an der nordöstlichen Stadtgrenze Stuttgarts auf einer Hochfläche zwischen Neckar und Remstal. Mit rund 47.000 Einwohnern ist die Stadt nach der Kreisstadt Waiblingen die zweitgrößte des Rems-Murr-Kreises; am Fuß von Kappelberg und Kernen wird seit Jahrhunderten Weinbau betrieben – erstmals urkundlich erwähnt 1245, heute auf 182 Hektar Rebfläche. Die Stadt besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Schmiden (seit 1973) und Oeffingen (seit 1974), die inzwischen fast nahtlos ineinander übergehen. Schon diese Dreiteilung macht deutlich, warum es für den Badumbau keine Standardantwort gibt: Das historische Weingärtnerdorf Alt-Fellbach stellt andere Fragen als der Geschosswohnungsbau der Nachkriegszeit in Schmiden oder das ehemalige Enklave-Dorf Oeffingen. Für viele Fellbacherinnen und Fellbacher wird das Bad zur Frage der Lebensplanung: Wer länger in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben möchte, kommt am Thema Barrierefreiheit kaum vorbei. Der Einstieg über den Wannenrand ist eine der häufigsten Sturzfallen im Haushalt, und nach einem Sturz mit Bruch ist der Weg zurück in die Wohnung oft versperrt. Ein barrierefreies Bad – in der Regel mit bodengleicher Dusche statt Badewanne – schafft Sicherheit, oft ohne dass ein Umzug nötig wird. Dieser Ratgeber zeigt, was ein barrierefreies Bad in Fellbach bedeutet, was die DIN 18040 konkret verlangt, was der Umbau kostet und welche Förderung es gibt – bezogen auf die Bausubstanz, die in Fellbachs Stadtteilen tatsächlich steht.
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Fellbachs Stadtteile im Überblick: Wo welcher Umbau möglich ist
Die drei Fellbacher Siedlungsbereiche sind im Alltag kaum mehr voneinander zu trennen – für die Planung eines barrierefreien Bades sind ihre Unterschiede aber entscheidend.
Alt-Fellbach und die Kernstadt
Der alte Ortskern am Fuß des Kappelbergs war ein Weingärtnerdorf: Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert prägen das Bild, dazu kommen kleinteilige Wohn- und Geschäftshäuser aus späteren Epochen. Fellbach wurde erst 1933 zur Stadt erhoben und wuchs danach rasant – ein Grund, warum die historische Substanz hier dichter erhalten ist als in vielen anderen Städten der Region: Im Zweiten Weltkrieg wurde nur etwa acht Prozent der Bebauung zerstört. Wer in einem dieser Altbauten wohnt, hat meist ein Bad, das später in vorhandene Räume eingebaut wurde: klein, mit knappen Türbreiten, oft über Holzbalkendecken mit unkonventionellen Leitungswegen. Eine vollständige Barrierefreiheit nach DIN 18040 ist hier nicht in jedem Fall erreichbar – gut geplant ist aber fast immer ein deutlicher Sicherheitsgewinn: die Wanne weicht einer ebenerdigen Dusche mit flacher Tasse, Haltegriffe kommen an WC und Dusche, der Waschtisch wird unterfahrbar. Die umliegenden Wohngebiete der Kernstadt stammen überwiegend aus den 1950er- bis 1970er-Jahren, als die Stadt die 20.000-Einwohner-Grenze überschritt (Große Kreisstadt seit 1956) und für die wachsende Bevölkerung in Stuttgart-Nähe seriell gebaut wurde. In diesen Bädern ist der Umbau meist unkompliziert: genormte Grundrisse, ausreichender Bodenaufbau, erreichbare Leitungen.
Schmiden
Schmiden wurde 1225 erstmals urkundlich erwähnt und 1973 eingegliedert. Der alte Ortskern um die evangelische Dionysiuskirche ist erhalten, doch das Gesicht des Stadtteils bestimmen die Wohngebiete, die nach dem Zweiten Weltkrieg und verstärkt ab den 1960er-Jahren entstanden – auch für die vielen Zugezogenen, für die 1958 eine eigene katholische Kirche gebaut wurde. Typisch sind Mehrfamilienhäuser und Reihenhäuser mit seriellen Bädern aus der Bauzeit: Einbauwanne, halbhoch gefliest, darunter oft ein Bodenaufbau, der eine bodengleiche Dusche mit Gefälle-Estrich erlaubt. In den vermieteten Geschosswohnungen braucht es die schriftliche Zustimmung des Vermieters – bei Pflegebedürftigkeit besteht darauf nach § 554 BGB ein Anspruch[1]. Im Norden schließt das Schmidener Feld an, eines der fruchtbarsten Ackergebiete Deutschlands – für den Badumbau heißt das schlicht: ebenerdiges Gelände, gute Erreichbarkeit, keine Hanglogistik.
Oeffingen
Oeffingen (bis 1957 „Öffingen“) kam erst 1974 zu Fellbach und hat eine besondere Geschichte: Im evangelischen Württemberg blieb das Dorf katholisch – erst im Besitz der Herren von Neuhausen, dann von 1618 bis zur Säkularisation dem Domkapitel Augsburg gehörend, von 1803 bis 1810 sogar bayerisch. Die heutige Kirche Christus König wurde 1968 erbaut, eine eigene evangelische Gemeinde gibt es erst seit 1970. Oeffingen liegt am Rand der Neckarhänge Richtung Remseck und hat einen dörflichen Kern mit Eigenheimen und kleineren Wohnanlagen. Hier stehen häufig Häuser der 1960er- bis 1980er-Jahre mit Bädern, die sich gut barrierefrei umbauen lassen; in Hanglagen sollte beim Vor-Ort-Termin allerdings die Erreichbarkeit des Grundstücks eine Rolle spielen – ebenso wie die Frage, ob der Weg ins Haus selbst barrierefrei ist, denn eine ebenerdige Dusche nützt wenig, wenn die Wohnung nur über Stufen erreichbar ist. Auch der kleine Ort Lindle gehört zur Kernstadt-Gemarkung und zeigt den Typus des Einfamilienhaus-Standorts.
Was ein barrierefreies Bad nach DIN 18040 bedeutet
Die DIN 18040-2 beschreibt das barrierefreie Bauen in Wohnungen. Wer Förderung mit dem L-Bank-Tilgungszuschuss anstrebt, muss die Norm vollständig umsetzen; in Bestandsbädern geht es oft zunächst um die wichtigsten Punkte. Kernanforderungen im Bad:
- Bodengleiche Dusche: ebenerdiger Einstieg ohne Kante oder mit maximal kleiner Schwelle; als geflieste Dusche mit Gefälle-Estrich, mit Duschrinne oder als Systemlösung mit flacher Tasse (ca. 3–4 cm Aufbauhöhe).
- Bewegungsflächen: vor Dusche und WC mindestens 1,50 × 1,50 Meter Bewegungsraum – in kleinen Altbaubädern der kritischste Punkt.
- Türbreiten: mindestens 80 Zentimeter lichte Durchgangsbreite (DIN 18040-2, Wohnungstüren); 90 Zentimeter bei Rollstuhlnutzung bzw. als Komfortwert. Türverbreiterungen sind oft der größte Einzelposten neben der Dusche.
- Duschsitz und Haltegriffe: klappbarer Duschsitz, stabile, wandmontierte Stützklappgriffe an WC und Dusche – die Montagepunkte müssen in die Statik der Wand eingeplant werden.
- Rutschhemmung: rutschhemmende Beläge – die DIN 18040-2 verlangt im Duschbereich mindestens die Bewertungsgruppe B (geprüft nach DIN 51097); in der Praxis üblich sind R10-Fliesen mit B-Einstufung, keine glänzend polierten Beläge.
- Armaturen und Waschtisch: leicht bedienbare Einhebel- oder berührungslose Armaturen, Thermostat gegen Verbrühungen, unterfahrbarer Waschtisch.
- Barrierearm versus barrierefrei: Nicht jeder Altbau erreicht die volle Norm. „Barrierearm“ bedeutet in der Praxis: die kritischen Punkte – Dusche ebenerdig, Griffe, Bewegungsfläche – werden umgesetzt, auch wenn einzelne Normmaße im Bestand nicht erreichbar sind. Das ist kein Misserfolg, sondern die ehrliche Planung, die Ihnen jede seriöse Fachfirma vor Ort bestätigen sollte.
Typische Ausgangslage: Bäder in Fellbachs Bausubstanz
- Fachwerk-Altbauten in Alt-Fellbach: kleine, später eingebaute Bäder, Holzbalkendecken, knappe Türbreiten. Hier ist die Systemlösung mit flacher Duschtasse oft die pragmatischste Wahl, weil sie ohne Eingriff in die Decke auskommt.
- Wohnblocks der 1950er- bis 1970er-Jahre: serielle Bäder mit Einbauwanne, klare Grundrisse, meist ausreichender Bodenaufbau – die klassischen Kandidaten für bodengleiche Duschen.
- Eigenheime der 1960er- bis 1980er-Jahre in Schmiden und Oeffingen: großzügigere Bäder, ebenerdige Lagen oder Hanglagen mit unterschiedlicher Logistik.
- Mietwohnungen: Fellbachs Nähe zu Stuttgart macht die Stadt zu einem wichtigen Mietmarkt. Mieter brauchen die schriftliche Vermieterzustimmung; bei Pflegebedürftigkeit greift der Anspruch aus § 554 BGB[1].
In allen Fällen gilt: Der Zustand der Leitungen zeigt sich erst vor Ort. In vielen Bädern stammt die Installation aus der Errichtungszeit – der Badumbau ist dann die Gelegenheit, freiliegende Abschnitte gleich mit zu erneuern, statt in fünf Jahren erneut aufzumachen.
Kosten: Was ein barrierefreies Bad in Fellbach kostet
| Maßnahme | Kostenrahmen (Richtwert) |
|---|---|
| Wanne raus, bodengleiche Systemlösung mit flacher Duschtasse und Wandpaneelen | ca. 3.000–5.000 € |
| Bodengleiche, geflieste Dusche mit Gefälle-Estrich und Duschrinne | ca. 5.000–8.000 € |
| Türverbreiterung auf mindestens 80–90 cm lichte Breite | ca. 800–2.500 € |
| Zusätzliche Elektrik, Heizkörperanpassung, Malerarbeiten | ca. 1.000–3.000 € |
| Komplettes barrierefreies Bad (Dusche, WC-Bereich, Waschtisch, Griffe, Bodenbelag) | ca. 8.000–15.000 € |
Die Bandbreite entsteht durch Raumgröße, Untergrund, Materialwahl und Nebenarbeiten. Achten Sie darauf, dass Demontage, Entsorgung und Abdichtung nach DIN 18534 im Festpreisangebot stehen – sonst drohen Nachträge. Der Lohnanteil der Rechnung ist nach § 35a EStG zu 20 Prozent absetzbar (maximal 1.200 € pro Jahr)[2]; lassen Sie ihn sich separat ausweisen.
Förderung in Fellbach: Pflegekasse, L-Bank und KfW
- Pflegekasse: Mit Pflegegrad 1–5 zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 €[3] für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen wie den Wannenumbau (§ 40 Abs. 4 SGB XI); bei mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt bis zu 16.720 €[3]. Antrag vor Baubeginn stellen.
- L-Bank (Baden-Württemberg): Die „Zusatzfinanzierung Barrierefreiheit“ gewährt ein Darlehen bis 50.000 €[4] (Sollzins 1,00 %, Stand 2026) für den Badumbau; wer die Wohnung vollständig nach DIN 18040-2 umbaut, erhält einen Tilgungszuschuss von 3 % der förderfähigen Kosten (max. 1.500 €)[4]. Bei Schwerbehinderung ist die Anpassungsförderung auch ohne Basisförderung möglich – Antrag über die Wohnraumförderungsstelle beim Landratsamt Rems-Murr-Kreis oder direkt über die L-Bank.
- KfW: Der Zuschuss 455-B „Altersgerecht Umbauen“ ist seit dem 31.07.2026 gestoppt – die 2026er-Mittel sind ausgeschöpft, neue Anträge werden nicht mehr angenommen (Stand: September 2026); eine Wiederaufnahme ist frühestens 2027 möglich[5]. Der zinsgünstige Kredit 159 läuft weiter – bis 50.000 € je Wohneinheit[6], auch ohne Pflegegrad, Antrag über die Hausbank.
- Steuer: Lohnkosten zu 20 % absetzbar nach § 35a EStG[2].
- Wohnberatung: In Baden-Württemberg beraten Wohnberatungsstellen und Pflegestützpunkte kostenlos – im Rems-Murr-Kreis informieren Landratsamt und Pflegestützpunkt, welche Angebote aktuell laufen. Eine neutrale Beratung vor dem ersten Angebot zahlt sich aus, weil sie die Maßnahmen auf den tatsächlichen Bedarf zuschneidet.
Alle Fördermöglichkeiten im Überblick: Förderung & Zuschüsse.
Der Weg zur neuen Dusche: In sechs Schritten
| Schritt | Was passiert | Zeitbedarf |
|---|---|---|
| 1. Anfrage | Fotos und Raummaße an 2–3 Fachbetriebe senden | wenige Minuten |
| 2. Vor-Ort-Termin | Untergrund, Leitungen, Türbreiten und Bewegungsflächen prüfen | ca. 30–60 Minuten |
| 3. Festpreisangebote | inkl. Demontage, Entsorgung, Abdichtung, Armaturen vergleichen | 1–3 Werktage |
| 4. Förderantrag | Pflegekasse – vor Baubeginn stellen; ggf. L-Bank parallel beantragen | vor dem Umbau |
| 5. Umbau | Systemlösung ca. 1 Tag, geflieste Dusche inkl. Trocknungszeiten mehrere Tage | 1–10 Tage |
| 6. Belege einreichen | Rechnungen einreichen, Zuschuss wird ausgezahlt | nach dem Umbau |
Der häufigste Fehler ist der zu späte Förderantrag: Erst wenn die Zusage der Pflegekasse vorliegt, sollte der Auftrag vergeben werden. Wer den Umbau mit einem Kredit finanzieren will, holt auch dafür vorher die Zusage ein.
Checkliste: Barrierefreies Bad in Fellbach planen
- [ ] Bedarf mit der Hausärztin/dem Hausarzt oder der Wohnberatung klären
- [ ] Vor-Ort-Termin vereinbaren – Fotos ersetzen keine Besichtigung
- [ ] Türbreiten und Bewegungsflächen im Bestand messen lassen
- [ ] Festpreisangebot mit Demontage, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534
- [ ] Entscheidung: geflieste bodengleiche Dusche oder Systemlösung mit flacher Tasse
- [ ] Haltegriffe, Duschsitz und rutschhemmende Beläge einplanen
- [ ] Förderantrag vor Baubeginn stellen (Pflegekasse, ggf. L-Bank)
- [ ] Als Mieter: Vermieterzustimmung schriftlich einholen
- [ ] Lohnkostenanteil für § 35a EStG separat ausweisen lassen
- [ ] Zugang für Materialanlieferung klären (Hanglagen in Oeffingen, enge Gassen in Alt-Fellbach)
Die meistgestellten Fragen
Was kostet ein barrierefreies Bad in Fellbach?
Für den typischen Umbau von der Wanne zur bodengleichen Dusche sind 3.000 bis 8.000 € realistisch, je nachdem ob eine Systemlösung oder eine geflieste Dusche gewählt wird. Ein komplettes Bad mit Türverbreiterung, neuem Boden und allen Griffen kann 8.000 bis 15.000 € erreichen. Der Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.180 €[3] deckt im Standardfall einen großen Teil.
Kann ich in einer Fellbacher Mietwohnung das Bad barrierefrei umbauen?
Ja, mit schriftlicher Zustimmung des Vermieters. Bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung können Sie die Erlaubnis nach § 554 BGB verlangen[1]. Klären Sie vorher, ob und wie ein Rückbau beim Auszug vereinbart wird – viele Vermieter stimmen einem barrierearmen Umbau zu, wenn die Dusche auch für spätere Mieter ein Gewinn ist.
Ist „barrierefrei“ dasselbe wie „barrierearm“?
Nein. „Barrierefrei“ meint die vollständige Erfüllung der DIN 18040-2 – inklusive Bewegungsflächen von 1,50 × 1,50 m und Türbreiten von mindestens 80 cm (90 cm bei Rollstuhlnutzung bzw. als Komfortwert). „Barrierearm“ ist die im Altbau oft realistische Zwischenstufe: ebenerdige Dusche, Griffe, sichere Wege. Beides erhöht die Sicherheit deutlich; die DIN-konforme Variante ist Voraussetzung für den Tilgungszuschuss der L-Bank.
Ist eine bodengleiche Dusche im Fachwerkhaus in Alt-Fellbach möglich?
Häufig ja – die Lösung hängt von der Deckenkonstruktion ab. Wo kein Gefälle-Estrich möglich ist, schafft die Systemlösung mit flacher Duschtasse (ca. 3–4 cm Aufbauhöhe) Abhilfe, ohne dass in die historische Decke eingegriffen werden muss. Steht das Haus unter Denkmalschutz, gilt das vor allem für Fassade und Fenster; Innenumbauten sind in der Regel machbar, sprechen Sie es im Vor-Ort-Termin an.
Wann muss ich den Antrag bei der Pflegekasse stellen?
Vor dem Baubeginn. Wird der Antrag erst nach dem Umbau gestellt, verfällt der Anspruch auf den Zuschuss. Rechnen Sie vom gewünschten Termin rückwärts: Zusage der Pflegekasse, dann Auftrag, dann Umbau.
Gibt es Förderung, wenn kein Pflegegrad vorliegt?
Ohne Pflegegrad zahlen Pflegekasse und Krankenkasse nicht. Es bleiben der zinsgünstige KfW-Kredit 159, das L-Bank-Darlehen (im Rahmen der Eigentumsfinanzierung) und die Steuerermäßigung nach § 35a EStG. Der KfW-Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt – die 2026er-Mittel sind ausgeschöpft, neue Anträge werden nicht mehr angenommen (Stand: September 2026)[5].
Wie lange dauert der Umbau in Fellbach?
Eine Systemlösung mit Duschtasse und Wandpaneelen ist oft in einem Tag montiert. Eine geflieste, bodengleiche Dusche benötigt inklusive Trocknungszeiten mehrere Tage bis etwa eine Woche; Türverbreiterungen und Elektroarbeiten verlängern die Bauzeit entsprechend.
Worauf sollte ich bei der Fachfirma achten?
Auf einen Vor-Ort-Termin in Fellbach, auf Referenzen aus der Region, auf ein Festpreisangebot inklusive aller Nebenarbeiten und auf die schriftliche Zusage, dass Abdichtung und Normpunkte (DIN 18534, ggf. DIN 18040-2) eingehalten werden. Betriebe aus Stuttgart oder dem Umland sind kein Ausschlusskriterium – entscheidend ist, dass sie die Eigenheiten der Fellbacher Bausubstanz kennen und für Nachbesserungen erreichbar bleiben.
Fazit
Fellbach ist keine Stadt mit einem Bad-Typus: Im Fachwerk von Alt-Fellbach gelten andere Regeln als in den Wohnblocks der 1950er-Jahre, im Eigenheim in Oeffingen andere als in der Mietwohnung in Schmiden. Was alle gemeinsam haben, ist der Weg: ehrlicher Vor-Ort-Termin, vergleichbare Festpreisangebote, Förderantrag vor dem Baubeginn. Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt auch in Fellbach ein sicheres, barrierefreies Bad zu einem kalkulierbaren Preis – unterstützt mit bis zu 4.180 €[3] von der Pflegekasse und, bei vollständiger DIN-18040-2-Umsetzung, mit dem Tilgungszuschuss der L-Bank[4].
Quellen
- § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
- KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
- L-Bank, Zusatzfinanzierung Barrierefreiheit (Kredit bis 50.000 €, Tilgungszuschuss max. 1.500 €): https://www.l-bank.de/produkte/wohnimmobilien/eigentumsfinanzierung-bw-zusatzfinanzierung-barrierefreiheit.html
- § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
- Stadt Fellbach – Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Fellbach
Stand: September 2026. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Kostenangaben sind Richtwerte ohne Gewähr.
Quellennachweise
- § 554 BGB (Barrierereduzierung – Erlaubnisanspruch des Mieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html ↩
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % der Lohnkosten, max. 1.200 €/Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html ↩
- § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen; Zuschuss bis 4.180 €, bei mehreren Pflegebedürftigen bis 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html ↩
- L-Bank, Zusatzfinanzierung Barrierefreiheit (Darlehen bis 50.000 €, Tilgungszuschuss max. 1.500 €): https://www.l-bank.de/produkte/wohnimmobilien/eigentumsfinanzierung-bw-zusatzfinanzierung-barrierefreiheit.html ↩
- KfW, Antragsstopp des Zuschusses 455-B vom 31.07.2026 (Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026): https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html ↩
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (zinsgünstiges Darlehen bis 50.000 €): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/ ↩
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