Bad im Dachgeschoss umbauen: Schräge, Duschplatz und Entwässerung planen

Von Rainer Brettner, Beratung & Redaktion·Stand: September 2026·ca. 13 Min. Lesezeit

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Sicher und bequem duschen – ohne hohen Wannenrand.

Ein Bad unterm Dach hat einen entscheidenden Unterschied zu jedem anderen Bad: Es gibt keine geraden Wände. Die Schräge bestimmt, wo die Dusche stehen darf, wo man aufrecht stehen kann und wo nur Stauraum oder eine Sitzbank Platz findet. Wer das vorhandene Bad im Dachgeschoss umbaut – etwa die alte Wanne gegen eine Dusche tauscht –, muss deshalb zuerst den Raum lesen, dann die Technik planen. Vier Fragen entscheiden über Gelingen und Kosten: Wo steht der Duschplatz? Wie kommt das Wasser weg? Was passiert mit Licht und Luft? Und trägt die Decke die neuen Lasten? Dieser Ratgeber führt durch diese Fragen und nennt realistische Kostenrahmen. Die reine Dusche unter der Schräge behandelt unser Beitrag „Dusche im Dachgeschoss“; hier geht es um das ganze Bad.

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Die Schräge als Grundriss: Zonierung zuerst

Bevor irgendein Handwerker anrückt, lohnt der Blick auf den Grundriss des Raums. Unter dem Dach gibt es Flächen mit voller Höhe und Flächen, unter denen man nicht aufrecht stehen kann. Ein gut geplantes Dachgeschoss-Bad ordnet die Zonen danach:

  • Stehbereiche und Dusche gehören unter die volle Höhe. Wer sich abseift, wäscht oder abtrocknet, braucht Luft nach oben.
  • Der niedrige Bereich unter der Schräge nimmt das auf, was keine Stehhöhe braucht: Stauraum, Regale, eine Sitzbank, gegebenenfalls die Badewanne, wenn sie erhalten bleibt.
  • WC und Waschtisch brauchen weniger Höhe als die Dusche, sollten aber ebenfalls bequem erreichbar sein.

Als Orientierungswerte für die Planung gelten (Quellen: energie-fachberater.de, daemmen-und-sanieren.de, badsanierungen-nrw.de): in der Dusche mindestens 2,10 bis 2,20 Meter Stehhöhe, der Duschkopf sitzt in 2,00 bis 2,20 Metern Höhe, am Waschtisch genügen etwa 2,00 Meter, beim WC sind es 1,30 Meter Kopffreiheit an der Hinterkante und 1,75 Meter davor. Wer diese Maße auf den Raum überträgt, sieht sofort, wo die Dusche hingehört – und wo nicht.

Der Duschplatz unter der Schräge

Die häufigste Frage beim Badumbau im Dachgeschoss lautet: Darf die Dusche unter die Schräge? Die Antwort: Der Duschplatz selbst braucht die volle Höhe, die Schräge kann direkt darüber beginnen. Steht die Dusche an der hohen Seite des Raums, kann die Duschabtrennung bis in die Schräge geführt werden – mit einem Schrägschnitt, den der Glaser vor Ort aufmisst. Entscheidend sind drei Punkte:

  • Duschkopf positionieren: Wer unter der Schräge duscht, muss den Kopf gerade halten können. Die Armatur gehört an die senkrechte Wand oder an eine Vorwand; ein Kopfbrausenhalter, der schräg montiert wird, ist meist die falsche Lösung.
  • Duschsitz einplanen: Eine Duschbank oder ein Klappsitz unter der niedrigen Seite macht die Dusche auch für Menschen nutzbar, die nicht lange stehen können – ein Detail, das mit dem Alter an Bedeutung gewinnt.
  • Glas statt Vorhang: Bei schrägen Decken schlägt ein Duschvorhang schnell an die Schräge und klebt dort fest. Eine feste Glasabtrennung mit Schrägschnitt oder eine halbhohe Glaswand hält das Wasser zuverlässig im Duschbereich.

Wer die Wanne gegen eine Dusche tauscht, gewinnt in der Regel Platz: Die Dusche kann kompakter sein als die Wanne, und der frei werdende Bereich unter der Schräge wird zum Stauraum. Bleibt die Wanne, weil jemand im Haushalt darauf angewiesen ist, gehört sie an die niedrige Seite – der Einstieg über den Wannenrand braucht weniger Höhe als das Stehen in der Dusche (Orientierung: 1,90 bis 2,00 Meter).

Entwässerung: Wie das Wasser aus dem Dachgeschoss kommt

Im Dachgeschoss liegt der Fußbodenaufbau über der Geschossdecke, und der Abfluss muss an den Fallstrang des Hauses angeschlossen werden – die senkrechte Abwasserleitung, die vom Dach bis in den Keller führt. Drei Situationen sind typisch:

Situation Lösung Besonderheit
Bad liegt direkt am FallstrangAbfluss kurz unter der Decke an den Strang anschließenGeringster Aufwand, meist im Bestand gegeben
Bad liegt weiter vom Strang entferntWaagerechte Leitung im Bodenaufbau mit GefälleErhöht die Aufbauhöhe oder erfordert das Öffnen der Decke
Abfluss nicht tief genug zu führenFlache Duschrinne, Duschboard oder AblaufpumpeAufbauhöhe entscheidet; Pumpe als letzte Option

Für eine bodengleiche Dusche braucht der Boden ein Gefälle von 1 bis 2 Prozent zum Ablauf (Quelle: badezimmer-hamburg.de). Bei geringer Aufbauhöhe helfen flache Duschboards und Duschrinnen mit niedrigem Einbauprofil – je nach System reichen Aufbauhöhen zwischen 40 und 100 Millimetern (Richtwerte: emax-haustechnik.de, dallmer.de). Liegt der vorhandene Abfluss zu hoch, kommen Ablaufpumpen infrage, die mit rund 75 Millimetern Aufbauhöhe im Duschbereich auskommen (dallmer.de). Wichtig ist der Blick auf die Decke: Führt die neue Leitung waagerecht durch die Holzbalkendecke, dürfen Balken nicht unkontrolliert geschwächt werden – das gehört in die statische Prüfung. Und: Fließgeräusche aus dem Dachgeschoss sind in den darunterliegenden Räumen deutlich zu hören; entkoppelte Leitungen und beschwerte Trockenbauwände gehören deshalb zur Standardausstattung eines Dachbads (energie-fachberater.de).

Dachfenster: Licht, Luft und ein Stück Himmel

Viele Dachgeschoss-Bäder haben ein Dachfenster – der größte Vorteil, den dieser Raumtyp gegenüber fensterlosen Bädern hat. Es erfüllt drei Aufgaben:

  • Lüftung: Nach dem Duschen muss die Feuchtigkeit zügig raus. Ein Dachfenster kombiniert mit einem Abluftventilator lässt feuchte Luft zuverlässig entweichen; unter dem Dach ist das wichtiger als in jedem anderen Geschoss, weil an schrägen, kalten Flächen schneller Kondenswasser entsteht (energie-fachberater.de, hansgrohe.de).
  • Licht: Ein Dachfenster über der Dusche oder dem Waschtisch bringt Tageslicht in den Raum – für ältere Augen ein spürbarer Gewinn gegenüber Kunstlicht allein.
  • Raumgefühl: Der Blick nach draußen macht aus dem kleinsten Dachbad einen offenen Raum.

Wer ein Dachfenster neu einbauen oder vergrößern will, braucht einen Sparrenwechsel – ein Sparren wird entfernt und die Last auf benachbarte Sparren umgeleitet. Das ist eine statische Maßnahme, die geplant und berechnet gehört; als Richtwert schlägt der Nachweis dafür mit 300 bis 600 Euro zu Buche, der Einbau selbst kommt dazu (vtm-statik.de). Bei seniorengerechter Planung lohnt ein elektrischer Fensterantrieb mit Regensensor – er erspart das Klettern an die Bedienung in der Schräge. Im Mietverhältnis gilt: Eingriffe in Dach und Sparren sind Sache des Eigentümers, hier ist die Zustimmung vorab einzuholen.

Dämmung und Dampfbremse: Wenn die Schräge geöffnet wird

Beim Badumbau im Dachgeschoss wird die Dachschräge fast immer angefasst – für Leitungen, den Duschkopf oder die Entlüftung. Wird dabei die Dämmebene geöffnet, muss sie sachgerecht wiederhergestellt werden, inklusive der Dampfbremse auf der Raumseite. Fehlt diese Folie oder wird sie undicht, zieht feuchte Raumluft in die Dämmung und kondensiert dort – ein Schaden, der sich erst nach Jahren durch nasse Dämmung und dunkle Flecken an der Decke zeigt. Drei Regeln:

  • Dampfbremse immer geschlossen halten: Jede Durchdringung (Leitung, Dose, Duschkopfhalter) wird mit Dichtmanschetten oder Klebeband luftdicht angeschlossen.
  • Dämmung nicht quetschen: Hinter der Schräge verlegte Leitungen dürfen die Dämmung nicht zusammendrücken – sonst verliert sie ihre Wirkung und es entstehen Kältebrücken.
  • Wärme von unten: Ein Bad unter dem Dach heizt die Hülle von innen; eine Fußbodenheizung oder ein Handtuchheizkörper an der Schräge hält den Raum trocken und verhindert, dass die Schräge zum Tauwasserpunkt wird.

Ob die bestehende Dämmung überhaupt ausreicht oder ob die Schräge im Zuge des Umbaus mitgedämmt wird, klärt die Fachfirma beim Aufmaß – im Zweifel mit einem Blick in den Zwischensparrenraum.

Statik: Wer trägt die Lasten des neuen Bads?

Der Umbau eines Dachgeschoss-Bads verändert die Lasten auf der Geschossdecke: Estrich, Fliesen, Duschfläche und Armaturen kommen dazu – und eine gefüllte Badewanne wiegt schnell mehrere hundert Kilogramm. Fachleute empfehlen, beim Bad im Dachgeschoss frühzeitig einen Statiker einzubeziehen; ein Tragwerksnachweis ist erforderlich, wenn die Decke ertüchtigt werden muss, tragende Wände geöffnet werden, Dachfenster vergrößert werden oder die Entwässerung die Balken schwächt (Quellen: vtm-statik.de, energie-fachberater.de). Die Kosten dafür sind überschaubar: ein Decken-Nachweis liegt bei etwa 500 bis 1.200 Euro, die komplette Statik eines Dachausbaus bei 1.000 bis 3.000 Euro, ein reiner Sparrenwechsel-Nachweis bei 300 bis 600 Euro (vtm-statik.de). Wer diesen Posten weglässt, spart am falschen Ende.

Was kostet der Umbau des Dachgeschoss-Bads?

Die Kosten setzen sich aus Statik, Bauarbeiten und Ausstattung zusammen. Richtwerte zur Einordnung (Quellen: badezimmer-hamburg.de, vtm-statik.de; Positionen ohne Quellenbindung):

Position Kostenrahmen (ca.)
Statik (Nachweis bis Komplettberechnung)500–3.000 €
Deckenverstärkung, falls nötig1.000–3.000 €
Leitungen, Entwässerung, Anschlüsse an den Fallstrang1.000–2.500 €
Abdichtung nach DIN 18534 (Duschbereich und Boden)300–800 €
Duschfläche (Duschboard oder bodengleiche Dusche mit Rinne)400–1.500 €
Fliesen- oder Paneelarbeiten600–2.500 €
Duschabtrennung aus Glas mit Schrägschnitt400–1.500 €
Armaturen, Brause, Haltegriffe150–800 €
Montage und Arbeitszeit1.000–2.500 €

Für eine bodengleiche Dusche im Dachgeschoss inklusive Statik und Anschlüssen sind insgesamt etwa 5.000 bis 10.000 Euro realistisch; wird das ganze Bad umgebaut – Dusche statt Wanne, neuer Waschtisch, neue Fliesen –, liegt der Rahmen eher bei 6.000 bis 12.000 Euro. Die begehbare Dusche unter der Schräge wird allein mit 4.000 bis 8.000 Euro beziffert (badezimmer-hamburg.de). Alle Beträge sind Richtwerte, keine Festpreise.

Rechenbeispiel (Beispielwerte, kein Angebot): Ein Ehepaar (Anfang 70) bewohnt die Dachgeschosswohnung im eigenen Haus. Die Wanne im Bad ist kaum noch zu nutzen – die Ehefrau hat nach einer Hüftoperation Angst vor dem Einstieg. Angebot über 8.200 Euro: Wanne raus, bodengleiche Dusche mit flacher Rinne, Abdichtung, Fliesen, Glaswand mit Schrägschnitt, zwei Haltegriffe, Handtuchheizkörper; dazu 900 Euro für den Statik-Nachweis der Decke. Die Pflegekasse beteiligt sich bei anerkanntem Pflegegrad nach § 40 Abs. 4 SGB XI mit bis zu 4.180 Euro[1] – der Antrag muss vor Baubeginn gestellt sein. Rest: rund 4.920 Euro Eigenanteil, davon ist der Lohnanteil zu 20 Prozent (maximal 1.200 Euro[2] im Jahr) nach § 35a EStG absetzbar.

Förderung: Was fürs Dachgeschoss-Bad gilt

  • Pflegekasse: Bei Pflegegrad 1–5 bis zu 4.180 Euro[1] je Maßnahme nach § 40 Abs. 4 SGB XI, wenn der Umbau die häusliche Pflege erleichtert – Antrag vor Baubeginn. Leben mehrere Pflegebedürftige im Haushalt: bis 16.720 Euro[1]. Quelle: gesetze-im-internet.de.
  • KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: Bis 50.000 Euro[3] je Wohneinheit, zinsgünstig über die Hausbank, kein Pflegegrad nötig. Quelle: kfw.de.
  • KfW-Zuschuss 455-B: Seit 31.07.2026 gestoppt[4], 2026er-Mittel ausgeschöpft – neue Anträge werden nicht mehr angenommen (Stand: September 2026). Offene Alternative: der KfW-Kredit 159.
  • Steuer: Handwerkerleistungen nach § 35a EStG (20 Prozent des Lohnanteils, maximal 1.200 Euro[2] im Jahr).

Ein ehrlicher Hinweis für die Planung: Die Pflegekasse prüft, ob die Maßnahme die Pflege in der Wohnung tatsächlich erleichtert. Liegt das Bad im Dachgeschoss und ist die Wohnung nur über eine Treppe erreichbar, sollten Sie die Anerkennung vor dem Umbau mit der Pflegekasse klären – wer dauerhaft auf Gehhilfe oder Rollstuhl angewiesen ist, profitiert von einer bodengleichen Dusche oben nur, wenn er auch hinkommt. In vielen Familien ist dann die Frage berechtigt, ob der Badumbau ins Erdgeschoss gehört, statt ins Dachgeschoss zu investieren.

Die Umbau-Reihenfolge im Dachgeschoss

  1. Raum analysieren: Höhenzonen festhalten – Dusche und Stehbereiche unter voller Höhe, Stauraum unter der Schräge.
  2. Statik prüfen lassen: Decke, Balkenlage und geplante Öffnungen (Dachfenster, Leitungsdurchführungen) vom Tragwerksplaner beurteilen lassen.
  3. Entwässerung klären: Lage des Fallstrangs, Gefälle 1–2 Prozent, Aufbauhöhe und Ablaufkonzept mit der Fachfirma durchgehen.
  4. Fachfirmen einladen: Zwei bis drei Angebote nach Vor-Ort-Termin; bei Schrägen Glas nach Aufmaß anfertigen lassen.
  5. Umbauen: Demontage, Leitungen, Abdichtung nach DIN 18534, Trocknungszeiten, Fliesen, Montage – je nach Umfang ein bis zwei Wochen Bauzeit plus Trocknungsphasen.
  6. Abnahme: Gefälle, Dichtheit, Funktion und Schallschutz gemeinsam prüfen; Rechnungen für Förderung und Steuer sammeln.

Häufig gestellte Fragen zum Badumbau im Dachgeschoss

Darf die Dusche direkt unter die Schräge?

Der Duschplatz braucht volle Stehhöhe von etwa 2,10 bis 2,20 Metern; die Schräge darf erst oberhalb davon beginnen. Die Glasabtrennung kann mit einem Schrägschnitt bis in die Schräge geführt werden. Wer die Dusche unter die zu niedrige Schräge legt, steht ständig gebückt – das lässt sich später kaum korrigieren.

Wie kommt das Abwasser aus dem Dachgeschoss-Bad weg?

Über den Fallstrang des Hauses, an den der Duschablauf mit Gefälle (1–2 Prozent) angeschlossen wird. Liegt der Strang weit entfernt oder der Abfluss zu hoch, helfen flache Duschboards, niedrige Rinnen oder eine Ablaufpumpe mit rund 75 Millimetern Aufbauhöhe (dallmer.de).

Wann brauche ich einen Statiker für das Bad im Dachgeschoss?

Immer dann, wenn die Decke stärker belastet wird (Estrich, Fliesen, Wanne), tragende Bauteile geöffnet werden oder Dachfenster eingebaut beziehungsweise vergrößert werden. Als Richtwert kostet der Decken-Nachweis 500–1.200 Euro, der Sparrenwechsel-Nachweis 300–600 Euro (vtm-statik.de).

Was kostet der Umbau des Bads im Dachgeschoss?

Für die bodengleiche Dusche inklusive Statik und Anschlüssen sind etwa 5.000 bis 10.000 Euro realistisch, für den kompletten Badumbau eher 6.000 bis 12.000 Euro (Richtwerte, badezimmer-hamburg.de).

Warum ist die Lüftung im Dachgeschoss-Bad so wichtig?

Weil feuchte Luft nach oben steigt und an schrägen, kalten Flächen schneller kondensiert. Ohne ausreichende Lüftung – Dachfenster plus Abluftventilator – drohen Tauwasser und Schimmel an der Schräge (energie-fachberater.de, hansgrohe.de).

Übernimmt die Pflegekasse den Umbau, wenn das Bad oben liegt?

Der Zuschuss nach § 40 Abs. 4 SGB XI[1] setzt voraus, dass die Maßnahme die häusliche Pflege erleichtert. Ob ein Bad im Dachgeschoss anerkannt wird, wenn die Wohnung nur über Treppen erreichbar ist, sollten Sie vor dem Umbau mit der Pflegekasse klären – im Zweifel ist der Umbau eines ebenerdigen Bads die bessere Investition.

Checkliste Bad im Dachgeschoss

  • [ ] Höhenzonen gemessen: Dusche und Stehbereiche unter mindestens 2,10–2,20 m
  • [ ] Duschkopf-Position unter voller Höhe festgelegt
  • [ ] Statik geprüft: Decke, Balkenlage, Dachfenster, Leitungsdurchführungen
  • [ ] Entwässerung geklärt: Fallstrang, Gefälle, Aufbauhöhe, Ablaufkonzept
  • [ ] Abdichtung nach DIN 18534 im Angebot
  • [ ] Dampfbremse und Dämmung bei geöffneter Schräge eingeplant
  • [ ] Lüftung geplant: Dachfenster nutzbar, Abluftventilator vorgesehen
  • [ ] Schallschutz berücksichtigt (entkoppelte Leitungen, schwere Vorwände)
  • [ ] Glasabtrennung mit Schrägschnitt nach Aufmaß bestellt
  • [ ] Bei Pflegegrad: Anerkennung und Antrag nach § 40 Abs. 4 SGB XI[1] vor Baubeginn geklärt
  • [ ] Zwei bis drei Festpreisangebote mit identischem Leistungsverzeichnis eingeholt

Fazit

Ein Bad im Dachgeschoss umzubauen heißt zuerst planen, dann bauen: Die Schräge diktiert den Grundriss, der Fallstrang die Entwässerung, die Decke die Statik und das Dachfenster die Lüftung. Wer diese vier Punkte in dieser Reihenfolge klärt, bekommt ein Bad, das den Raum optimal nutzt – mit bodengleicher Dusche an der hohen Seite, Stauraum unter der Schräge und trockener Konstruktion hinter der Dämmung. Die Kosten liegen mit 5.000 bis 12.000 Euro im üblichen Badumbau-Rahmen, die Statik schlägt mit 500 bis 3.000 Euro zu Buche. Bei Pflegegrad beteiligt sich die Pflegekasse mit bis zu 4.180 Euro[1] – vorausgesetzt, das Bad ist auch erreichbar. Details zu den Duschlösungen im Dachgeschoss finden Sie in unserem Ratgeber Dusche im Dachgeschoss.

Quellen

  • energie-fachberater.de, „Neues Bad im Dachgeschoss: Das müssen Eigentümer beachten“ (Mindesthöhen, Lasten, Schallschutz, Kondenswasser): https://www.energie-fachberater.de/dach/dachausbau/neues-bad-im-dachgeschoss-das-muessen-hausbesitzer-beachten.php
  • daemmen-und-sanieren.de, „Dachschrägenbad nachträglich einbauen“ (Duschkopf 2,00–2,20 m): https://www.daemmen-und-sanieren.de/dach/ausbau/dachschraegenbad
  • badsanierungen-nrw.de, „Bad mit Dachschräge planen“ (Mindesthöhen Dusche 2,10 m): https://badsanierungen-nrw.de/ratgeber/bad-mit-dachschraege/
  • vtm-statik.de, „Dachausbau: Wann brauche ich einen Statiker?“ (Kosten 300–3.000 €, Bäder als Auslöser): https://www.vtm-statik.de/blog/dachausbau-statik
  • hansgrohe, „Badezimmer und Dusche mit Dachschräge clever gestalten“ (Leitungen, Belüftung): https://www.hansgrohe.de/magazin/wohnen/badezimmer-dusche-dachschraege
  • badezimmer-hamburg.de, „Begehbare Dusche in Dachschräge“ (Kosten 4.000–8.000 €, Gefälle, bodengleich): https://badezimmer-hamburg.de/begehbare-dusche-in-dachschraege/
  • emax-haustechnik.de, „Ebenerdige Dusche: Kosten & Arten“ (Aufbauhöhen 50–100 mm): https://www.emax-haustechnik.de/magazin/ebenerdige-dusche/
  • dallmer.de, Duschrinnen-Systeme und Ablaufpumpen für den Bestand (ca. 75 mm Aufbauhöhe): https://www.dallmer.com/de/duschrinnensysteme/dallflex-systemfamilie/systemuebersicht.php
  • § 40 Abs. 4 SGB XI (Zuschuss wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, 4.180 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  • § 35a EStG (Steuerermäßigung Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  • KfW, Produktseite Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  • KfW, Meldung zum Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html

Stand: September 2026. Alle Angaben ohne Gewähr; Maße und Preise sind Richtwerte. Statische Nachweise und Förderbedingungen im Einzelfall prüfen.

Quellennachweise

  1. § 40 Abs. 4 SGB XI (Zuschuss wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, bis 4.180 €, bei mehreren Pflegebedürftigen bis 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  2. § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % des Lohnanteils/max. 1.200 €): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  3. KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (zinsgünstiges Darlehen bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  4. KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026 (Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026): https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html

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