Badumbau in Bergisch Gladbach: Wanne zur Dusche umbauen – Kosten, Ablauf und Förderung (2026)


Bergisch Gladbach ist die Kreisstadt des Rheinisch-Bergischen Kreises und mit über 110.000 Einwohnern die größte Stadt im Bergischen Land. Die Landschaft ist wellig, viele Wohngebiete liegen an Hängen, und die Stadtteile haben unterschiedliche Gesichter: die historische Altstadt rund um den Markt, das barocke Bensberg mit seinem Schloss, die Eigenheimlagen von Refrath und Schildgen sowie die älteren Ortskerne von Herkenrath oder Kürten. Dazu kommt eine lange Industriegeschichte – die Papierfabrikation prägte die Stadt über Jahrhunderte und hinterließ Arbeiterhäuser und Werkssiedlungen. Viele Bäder in Bergisch Gladbach stammen aus den 1960er- bis 1980er-Jahren und sind typische Wannenbäder: funktional, aber mit hohem Einstieg. Wenn die Mobilität nachlässt, wird genau dieser Einstieg zum Problem. Ein ebenerdiger oder sehr flacher Duscheinstieg schafft Abhilfe und macht das Bad auch für Angehörige leichter nutzbar. Wie der Umbau in Bergisch Gladbach abläuft, was er kostet und welche Förderung es gibt, zeigt dieser Ratgeber.
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Die Ausgangslage: Hanglagen und Eigenheime prägen die Stadt
- Hanglagen und unebene Böden: Viele Häuser liegen am Hang, Bäder befinden sich oft in Halbgeschossen. Unebene Böden und knappe Aufbauhöhen sind häufig – der Vor-Ort-Termin entscheidet, ob eine bodengleiche Dusche möglich ist oder eine Systemlösung besser passt.
- Viele Ein- und Zweifamilienhäuser: Ein großer Teil der Gladbacher wohnt im eigenen Haus – in Refrath, Schildgen, Hebborn oder Herkenrath. Eigentümer können freier planen, sollten aber Untergrund und Statik fachgerecht prüfen lassen.
- Ältere Ortskerne: In den historischen Kernen stehen ältere und teils denkmalgeschützte Gebäude mit schmalen Türen und kleinen Bädern. Bei Denkmalschutz vor dem Umbau die Denkmalbehörde einbinden.
- Mietwohnungen: Auch in Bergisch Gladbach gibt es viele Mietwohnungen. Mieter brauchen die Erlaubnis des Vermieters; bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung besteht nach § 554 BGB[1] ein Anspruch auf Zustimmung.
- Gute Erreichbarkeit: Die Nähe zu Köln sorgt für eine hohe Nachfrage nach Handwerkern – wer früh plant, sichert sich schnellere Termine.
Warum ein Fachbetrieb aus der Region?
Ein Betrieb aus Bergisch Gladbach, Bensberg oder dem Rheinisch-Bergischen Kreis kennt die typischen Gegebenheiten: Hanglagen, Halbgeschosse, die Bausubstanz der alten Ortskerne und der Nachkriegssiedlungen. Hinzu kommen kurze Wege, keine Anfahrtskosten und ein erreichbarer Ansprechpartner für die Gewährleistung. Wer mit einem regionalen Betrieb plant, spart außerdem Zeit – die Besichtigung ist schneller anberaumt und Nachbesserungen sind unkompliziert.
Kosten: Was der Badumbau in Bergisch Gladbach kostet
| Ausführung | Kostenrahmen |
|---|---|
| Systemlösung mit Duschtasse und Wandpaneelen | ca. 3.000–5.000 € |
| Bodengleiche, geflieste Dusche | ca. 5.000–8.000 € |
| Üblicher Standardfall (Wanne → Dusche) | ca. 4.000–6.000 € |
Quellen: pflege.de, altersgerecht-modernisieren.de (Kostenübersicht 2026).
Die Einzelpositionen im Überblick:
| Position | Rahmen |
|---|---|
| Demontage und Entsorgung der alten Wanne | ca. 300–600 € |
| Abdichtung des Duschbereichs (DIN 18534) | ca. 400–900 € |
| Fliesen- und Fugarbeiten | ca. 800–2.000 € |
| Armatur und Duschabtrennung | ca. 300–900 € |
| Elektroarbeiten, falls nötig | ca. 200–600 € |
In Hanglagen können Mehraufwände entstehen: Niveauausgleich, schwierige Leitungsführung oder Verstärkungen im Untergrund. Ein Festpreisangebot nach Vor-Ort-Termin schützt vor Nachträgen. Achten Sie darauf, dass Demontage, Entsorgung und Abdichtung enthalten sind.
Förderung: Bis zu 4.180 € von der Pflegekasse
- Pflegekasse: Mit Pflegegrad 1–5 bis zu 4.180 €[2] nach § 40 Abs. 4 SGB XI; bei mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt bis zu 16.720 €[2]. Antrag vor Baubeginn stellen.
- KfW: Der Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[3] (2026er-Mittel ausgeschöpft, Wiederaufnahme frühestens 2027 – Stand: September 2026); neue Anträge werden nicht mehr angenommen. Der zinsgünstige Kredit 159 (bis 50.000 € je Wohneinheit[4]) läuft weiter – auch ohne Pflegegrad.
- Land NRW: Die NRW.BANK fördert altersgerechte Umbauten über zinsgünstige Darlehen; Antrag über die Hausbank.
- Kommune: Stadt und Kreis informieren zu barrierearmem Wohnen; Angebote ändern sich regelmäßig.
- Steuer: Lohnkosten zu 20 Prozent absetzbar nach § 35a EStG, maximal 1.200 € pro Jahr[5].
Mehr dazu: Förderung & Zuschüsse.
Ablauf: Vom Angebot bis zur fertigen Dusche
| Schritt | Was passiert | Zeitaufwand |
|---|---|---|
| 1. Anfrage | Fotos, Maße, Wunschtermin senden | wenige Minuten |
| 2. Vor-Ort-Termin | Hanglage, Untergrund, Leitungen prüfen | ca. 30–60 Minuten |
| 3. Festpreisangebot | Leistungen vergleichen | 1–3 Werktage |
| 4. Förderantrag | Bei der Pflegekasse – vor Baubeginn | vor dem Umbau |
| 5. Umbau | Systemlösung 1 Tag, gefliest mehrere Tage | 1–5 Tage |
| 6. Abrechnung | Rechnungen einreichen, Zuschuss erhalten | nach dem Umbau |
Erst beauftragen, wenn die Förderzusage vorliegt. Bereiten Sie Fotos von Wanne, Raum und Tür vor, dazu Maße möglichst mit Grundriss, das Gebäudejahr und Unterlagen zum Pflegegrad. Die Pflegekasse zahlt erst nach Abschluss der Arbeiten – bewahren Sie Kostenvoranschlag und Rechnungen auf, auch für die Steuererklärung.
Stadtteile im Überblick
| Stadtteil | Charakter | Besonderheit beim Umbau |
|---|---|---|
| Altstadt / Stadtmitte | Historischer Kern, Fachwerk | Denkmalschutz möglich, kompakte Bäder |
| Bensberg | Schlossort, ältere Bausubstanz | Gemischte Substanz, Vor-Ort-Termin wichtig |
| Refrath | Eigenheimlagen, Siedlungen | Standardmaße, meist unkompliziert |
| Schildgen | Wohnlagen am Hang | Aufbauhöhe prüfen, Systemlösung oft sinnvoll |
| Herkenrath / Kürten | Ländliche Ortskerne | Einfamilienhäuser, bodengleiche Dusche oft möglich |
Fallbeispiel: Umbau in Bergisch Gladbach-Refrath
Ein Ehepaar in Refrath ließ für den 79-jährigen Vater, der nach einem Sturz nur noch eingeschränkt mobil war, die Badewanne im Erdgeschoss durch eine Dusche ersetzen. Der Vater hatte Pflegegrad 1. Da der Boden im Erdgeschoss genug Aufbauhöhe bot, entschied sich die Firma für eine bodengleiche, geflieste Dusche – Festpreis 6.800 € inklusive Demontage, Abdichtung, Fliesen, Armatur und Haltegriff. Die Pflegekasse zahlte nach Einreichen der Rechnungen 4.180 €[2]. Der Rest wurde über den KfW-Kredit 159[4] finanziert, die Lohnkosten minderten die Steuerlast nach § 35a EStG[5].
Was beim Umbau im Bergischen sonst noch zu beachten ist
Einige Punkte sind für Bergisch Gladbach und Umgebung besonders typisch:
- Hanglage nutzen: Liegt das Bad im Obergeschoss, lohnt der Blick auf ein ebenerdiges Bad. Das spart später Treppensteigen und erhöht den Wohnkomfort im Alter deutlich.
- Materialtransport klären: Bei Häusern am Hang kann der Zugang zum Bad erschwert sein. Ob die alte Wanne durchs Fenster oder durch die Tür muss, beeinflusst den Aufwand – fragen Sie im Angebot gezielt danach.
- Ortskerne mit Vorsicht: In Bensberg oder Herkenrath können auch unscheinbare Umbauten an Auflagen gebunden sein. Klären Sie Denkmalschutz und Baurecht, bevor Sie Angebote einholen.
- Handwerker früh binden: Die Nähe zu Köln macht den Markt wettbewerbsintensiv. Wer früh anfragt, sichert sich die besten Termine und kann in Ruhe vergleichen.
Wer diese Punkte berücksichtigt, vermeidet die typischen Stolperfallen – und bekommt ein sicheres Bad, das zum Haus passt.
Checkliste: Fachfirma vor Ort auswählen
- [ ] Vor-Ort-Termin: Bei Hanglagen unverzichtbar – Fotos reichen nicht.
- [ ] Festpreisangebot: Demontage, Entsorgung, Abdichtung inklusive.
- [ ] Denkmalschutz: Bei Altstadt-Häusern früh einbinden.
- [ ] Referenzen: Umbauten in Bergisch Gladbach zeigen lassen.
- [ ] Abdichtung: DIN 18534 einhalten lassen.
- [ ] Gewährleistung: Garantie auf die Arbeit schriftlich klären.
- [ ] Förderung: Antrag vor Baubeginn, Belege sammeln.
- [ ] Mietrecht: Vermieterzustimmung schriftlich einholen.
- [ ] Lohnkostenanteil: Für § 35a EStG separat ausweisen.
Häufig gestellte Fragen
Mein Haus liegt am Hang – ist eine bodengleiche Dusche trotzdem möglich?
Oft ja, aber der Bodenaufbau entscheidet. Der Vor-Ort-Termin klärt, wie viel Aufbauhöhe vorhanden ist. Bei wenig Höhe ist eine Systemlösung mit sehr flacher Duschtasse die Alternative.
Kann ich in meiner Mietwohnung in Bergisch Gladbach das Bad umbauen?
Ja, mit schriftlicher Zustimmung des Vermieters. Bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung kann die Erlaubnis nach § 554 BGB[1] verlangt werden.
Was gilt bei einem älteren oder denkmalgeschützten Gebäude?
Eingriffe in die Substanz müssen mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden. Systemlösungen, die die Bausubstanz schonen, sind meist die erste Wahl.
Gilt der Pflegekassen-Zuschuss auch in Bergisch Gladbach?
Ja. Bis zu 4.180 €[2] nach § 40 Abs. 4 SGB XI, bundesweit – mit Pflegegrad 1–5 und Antrag vor dem Baubeginn.
Brauche ich einen Pflegegrad für die Förderung?
Für den Zuschuss der Pflegekasse ja. Ohne Pflegegrad bleibt der KfW-Kredit 159[4]; der Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt[3] – neue Anträge werden nicht mehr angenommen (Stand: September 2026).
Wie lange dauert der Umbau in Bergisch Gladbach?
Systemlösungen sind oft an einem Tag montiert. Für eine geflieste, bodengleiche Dusche planen Sie mehrere Tage inklusive Trocknungszeiten ein.
Fazit
Bergisch Gladbach ist eine Stadt der Hänge und der Eigenheime – genau das macht die Vor-Ort-Beratung so wichtig. Wer einen regionalen Fachbetrieb beauftragt, Festpreisangebote vergleicht und den Förderantrag rechtzeitig stellt, bekommt eine sichere Dusche – vom Fachwerkhaus in der Altstadt bis zum Eigenheim in Refrath. Mit Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 €[2], ohne Pflegegrad hilft der KfW-Kredit 159[4]. So bleibt das Bad auch im Alter komfortabel und sicher.
Quellen
- § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
- KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
- NRW.BANK, „Altersgerechter und behindertengerechter Umbau“: https://www.nrwbank.de/de/privatpersonen/wohneigentum-gestalten/barrierefrei-umbauen/
- § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
- pflege.de, „Wanne raus, Dusche rein“ (Kosten 4.000–6.000 €): https://www.pflege.de/barrierefreies-wohnen/badezimmer/wanne-zur-dusche/
Stand: September 2026. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellennachweise
- § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters für barrierereduzierende Umbauten): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html ↩
- § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html ↩
- KfW, Antragsstopp Zuschuss 455-B vom 31.07.2026 (Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html ↩
- KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/ ↩
- § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html ↩
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