Bodengleiche Dusche in Leutkirch im Allgäu: Umbau, Kosten und Förderung (2026)

Von Rainer Brettner, Beratung & Redaktion·Stand: September 2026·ca. 12 Min. Lesezeit

VorherBodengleiche Dusche in Leutkirch im Allgäu: Umbau, Kosten und Förderung (2026) – Vorher: Badewanne mit hohem Rand
NachherBodengleiche Dusche in Leutkirch im Allgäu: Umbau, Kosten und Förderung (2026) – Nachher: bodengleiche Dusche
Wanne raus, bodengleiche Dusche rein: Der ebenerdige Einstieg senkt die Sturzgefahr deutlich.

Leutkirch im Allgäu zählt rund 24.000 Einwohner und ist mit 175 Quadratkilometern Fläche nach Stuttgart, Baiersbronn, Bad Wurzach und Ehingen die fünftgrößte Gemeinde Baden-Württembergs. Die ehemalige Reichsstadt liegt zwischen Memmingen und Wangen an der A 96 und bildet als Mittelzentrum des Landkreises Ravensburg den Anlaufpunkt für die umliegenden Gemeinden – laut Deutschem Wetterdienst gehört sie in einzelnen Jahren sogar zu den sonnigsten Orten Deutschlands. Die Altstadt erstreckt sich zwischen dem rechten Ufer der Eschach und der Wilhelmshöhe, eingebettet in eine eiszeitliche Moränenlandschaft am Rand des württembergischen Allgäus. Zur Stadt gehören die Kernstadt mit rund 12.500 Einwohnern und acht Ortschaften, die 1972 eingegliedert wurden: Diepoldshofen, Friesenhofen, Gebrazhofen, Herlazhofen, Hofs, Reichenhofen, Winterstetten und Wuchzenhofen. Für viele Leutkircherinnen und Leutkircher, die älter werden oder einen Angehörigen in der Wohnung versorgen, ist die bodengleiche Dusche der entscheidende Umbau: Der Einstieg über den Wannenrand gehört zu den häufigsten Sturzfallen im Haushalt, und nach einem Sturz ist der Weg zurück in die eigene Wohnung oft versperrt. Eine Dusche ohne Kante schafft Sicherheit für Jahrzehnte – ob in der Kernstadt, im Weiler Urlau oder im Einfamilienhaus in Gebrazhofen. Dieser Ratgeber stellt die Förderung an den Anfang, weil sie über die Machbarkeit entscheidet, erklärt danach die Bauweisen und Kosten und geht auf die Bausubstanz ein, die in Leutkirch und seinen Ortsteilen tatsächlich steht.

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Förderung zuerst: Diese Zuschüsse und Kredite gibt es für den Umbau

Wer in Leutkirch die Badewanne gegen eine bodengleiche Dusche tauscht, kann mit mehreren Förderwegen rechnen. Die folgende Übersicht gilt für Baden-Württemberg – und damit auch für alle Haushalte im Stadtgebiet, von der Altstadt bis nach Winterstetten:

Förderweg Art Höhe Voraussetzung
Pflegekasse (§ 40 Abs. 4 SGB XI)Zuschussbis 4.180 €[1] (16.720 €[1] bei mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt)Pflegegrad 1–5, Antrag vor Baubeginn
L-Bank „Zusatzfinanzierung Barrierefreiheit“Kreditbis 50.000 €[2], Sollzins 1,00 % (Stand 2026)Badumbau u. a.; Antrag über Wohnraumförderungsstelle oder L-Bank
L-Bank-TilgungszuschussZuschuss3 % der förderfähigen Kosten, max. 1.500 €[2]vollständige Umsetzung der DIN 18040-2
KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“Kreditbis 50.000 €[3] je Wohneinheitauch ohne Pflegegrad, Antrag über die Hausbank
KfW-Zuschuss 455-BZuschuss10 %, max. 2.500 €[4] (Konditionen des ausgesetzten Programms)seit 31.07.2026 gestoppt – Mittel ausgeschöpft (Stand: September 2026), keine neuen Anträge
Handwerkerleistungen (§ 35a EStG)Steuerermäßigung20 % des Lohnanteils, max. 1.200 €[5]/JahrLohnanteil separat ausgewiesen

Der wichtigste echte Zuschuss kommt von der Pflegekasse: Mit Pflegegrad 1 bis 5 werden bis zu 4.180 Euro[1] für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bezahlt, der Wannenumbau zählt ausdrücklich dazu. Leben mehrere Pflegebedürftige im selben Haushalt, sind bis zu 16.720 Euro[1] möglich. Der Antrag muss vor dem Baubeginn bei der Pflegekasse eingehen – wer erst nach dem Umbau antragt, verliert den Anspruch. Hinweis: Der KfW-Zuschuss 455-B ist seit dem 31. Juli 2026 gestoppt (2026er-Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026) – neue Anträge werden nicht mehr angenommen[4]. Offene Alternative: Der zinsgünstige KfW-Kredit 159[3] läuft weiter, auch ohne Pflegegrad.

Antrag in der Praxis: Wer in der Region Leutkirch zuständig ist

Die Pflegekasse ist immer die Krankenkasse des Pflegebedürftigen – sie ist bundesweit zuständig und kennt keine Stadtgrenzen. Anders sieht es bei der Landesförderung aus: Die L-Bank-Anträge für die „Zusatzfinanzierung Barrierefreiheit“ laufen über die Wohnraumförderungsstelle, für Leutkirch also über das Landratsamt Ravensburg, oder direkt über die L-Bank (l-bank.de). Menschen mit Schwerbehinderung können dabei die Anpassungsförderung auch ohne vorherige Basisförderung nutzen.

Für die kostenlose Erstberatung sind in der Region die Pflegestützpunkte und Wohnberatungsstellen im Landkreis Ravensburg die richtige Adresse. Sie helfen auch bei der Frage, ob ein Pflegegrad beantragt werden sollte und welche Maßnahmen im Einzelfall wirklich nötig sind. Da sich kommunale Angebote regelmäßig ändern, lohnt ein Anruf bei der Stadt Leutkirch oder beim Landkreis, bevor Sie Angebote einholen. Die Reihenfolge ist in jedem Fall dieselbe: erst Förderzusagen einholen, dann beauftragen – auch bei den ortsansässigen Fachbetrieben, die diesen Ablauf kennen.

Bodengleiche Dusche: Welche Bauweise zu welchem Haus passt

„Bodengleiche Dusche“ ist nicht gleich bodengleiche Dusche. Im Angebot von Fachbetrieben stehen im Wesentlichen drei Bauweisen, die sich in Aufwand und Preis deutlich unterscheiden:

  • Geflieste bodengleiche Dusche mit Gefälle-Estrich: Der Boden wird im Duschbereich abgesenkt oder mit einem leichten Gefälle zum Ablauf (Duschrinne oder Punktablauf) neu aufgebaut. Das Ergebnis ist die dauerhafteste und optisch hochwertigste Lösung – sie benötigt jedoch ausreichend Aufbauhöhe und mehrere Tage Trocknungszeit.
  • Duschelement beziehungsweise Duschboard: Ein vorgefertigtes, wasserdichtes Element mit integriertem Gefälle wird auf den vorhandenen Boden gesetzt und gefliest. Es kommt mit weniger Aufbauhöhe aus als der Estrich-Neuaufbau und ist in ein bis zwei Tagen montiert.
  • Systemlösung mit flacher Duschtasse und Wandpaneelen: Die Tasse hat nur etwa 3 bis 4 Zentimeter Aufbauhöhe und wird ohne großen Eingriff in den Boden gesetzt; die Wände erhalten Paneele statt Fliesen. Das ist die schnellste Variante und oft die einzige, die in engen Altbaubädern ohne Eingriff in die Decke gelingt – ein klassischer Fall für den Ein-Tages-Umbau.

Wer den Tilgungszuschuss der L-Bank anstrebt, muss die Wohnung vollständig nach DIN 18040-2 umbauen. Die Norm verlangt im Bad unter anderem Bewegungsflächen von mindestens 1,20 × 1,20 Meter vor Dusche und WC (bei Rollstuhlnutzung 1,50 × 1,50 Meter), lichte Durchgangsbreiten von mindestens 80 Zentimetern bei den Türen (90 Zentimeter bei Rollstuhlnutzung bzw. als Komfortwert), im Duschbereich rutschhemmende Beläge mindestens der Bewertungsgruppe B (in der Praxis üblich: R10-Fliesen mit B-Einstufung) sowie Platz für Haltegriffe und einen Duschsitz. In vielen Bestandsbädern ist die vollständige Norm nicht erreichbar – dann zählt die barrierearme Lösung: ebenerdiger Einstieg, Griffe, sichere Bewegungswege. Auch sie erhöht die Sicherheit deutlich, auch wenn einzelne Normmaße im Altbau nicht machbar sind. Lassen Sie sich von der Fachfirma im Vor-Ort-Termin ehrlich sagen, was in Ihrem Bad erreichbar ist.

Bausubstanz in Leutkirch: Vom Reichsstadt-Kern bis zu den Ortschaften

Leutkirch bietet eine ungewöhnlich große Bandbreite an Wohnformen – entsprechend unterschiedlich fallen die Umbauten aus.

Altstadt und Kernstadt: Der historische Kern der ehemaligen Reichsstadt liegt kompakt zwischen Eschach und Wilhelmshöhe. Die Bäder in den älteren Häusern wurden meist später in vorhandene Räume eingebaut: klein, mit knappen Türbreiten und nicht immer idealen Leitungswegen. Hier ist die Systemlösung mit flacher Duschtasse oft die pragmatischste Wahl, weil sie ohne Eingriff in die Deckenkonstruktion auskommt. Steht ein Haus in der Altstadt unter Denkmalschutz, sollten Umbaupläne früh mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden – in der Regel sind Innenumbauten machbar, aber die Auflagen sollten vor der Auftragsvergabe klar sein. In den Siedlungsgebieten rund um den Kern – Nibelsiedlung, Repsweihersiedlung, Isnyer Siedlung, Krähloh, Schillersiedlung, Ringwegsiedlung und Pfingstweide – dominieren Wohnhäuser aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit seriellen Bädern. Dort gelingt die bodengleiche Dusche meist ohne große Überraschungen, weil Bodenaufbau und Leitungen kalkulierbar sind.

Die acht Ortschaften: Diepoldshofen, Friesenhofen, Gebrazhofen, Herlazhofen, Hofs, Reichenhofen, Winterstetten und Wuchzenhofen wurden 1972 eingegliedert. Sie sind keine geschlossenen Vororte, sondern dörfliche Siedlungsräume mit vielen Weilern und Einzelhöfen – die Wohnplätze Urlau, Mailand, Emerlanden oder Schmidsfelden am Rand der Adelegg gehören ebenso dazu wie das Schloss Zeil bei Reichenhofen. In den älteren Bauernhäusern und Hofstellen wurden Bäder häufig nachträglich in ehemalige Kammern oder Wirtschaftsräume eingebaut; wer dort eine bodengleiche Dusche plant, sollte den Untergrund genau prüfen lassen. Die Neubaugebiete, die in den Ortschaften seit den 1970er-Jahren entstanden sind, haben dagegen moderne Bäder mit ebenerdigen Duschen bereits ab Werk oder bieten die besten Voraussetzungen für den Umbau. Wichtig für alle Ortsteile: Die Förderung hängt an der Wohnung, nicht am Stadtteil – ein Zuschussantrag aus Winterstetten wird genauso behandelt wie einer aus der Kernstadt.

Mietwohnungen: Als Mittelzentrum hat Leutkirch einen spürbaren Mietmarkt. Mieterinnen und Mieter benötigen für den Umbau die schriftliche Zustimmung des Vermieters; bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung besteht darauf nach § 554 BGB[6] ein Anspruch. Klären Sie vorher, ob und wie ein Rückbau beim Auszug vereinbart wird.

Wasserscheide und Übergangslage: Über den Winterberg, an dem die Autobahnkapelle steht, verläuft die Europäische Hauptwasserscheide: Ein Teil des Stadtgebiets entwässert über Eschach und Aitrach zur Donau, der Südwesten um Gebrazhofen über die Argen zum Bodensee. Für den Badumbau heißt das vor allem, dass Leutkirch eine Stadt der Übergänge ist – zwischen den Moränenhügeln der Adelegg-Randzone und den Flussniederungen wechseln Untergrund und Gebäudetypen auf kurzer Strecke. Die Bausubstanz reicht vom umgebauten Bauernhaus in den Weilern bis zum Niedrigenergiehaus der letzten Jahre. Genau darum lohnt der Vor-Ort-Termin hier besonders: Wer die Bauweise des eigenen Hauses kennt, bekommt ein ehrliches Angebot – und wer sie nicht kennt, sollte den Betrieb ausdrücklich nach Bodenaufbau, Leitungsweg und Entwässerung fragen.

Was eine bodengleiche Dusche in Leutkirch kostet

Die folgenden Spannen sind Richtwerte aus der Praxis – die tatsächlichen Kosten hängen von Raumgröße, Untergrund, Materialwahl und Nebenarbeiten ab:

Ausführung Kostenrahmen (Richtwert)
Systemlösung mit flacher Duschtasse und Wandpaneelenca. 3.000–5.000 €
Duschelement bzw. Duschboard, gefliestca. 4.000–6.000 €
Bodengleiche, geflieste Dusche mit Gefälle-Estrich und Duschrinneca. 5.000–8.000 €
Zusätzliche Elektrik, Heizkörperanpassung, Malerarbeitenca. 1.000–3.000 €

Ein typischer Standardfall – Wanne raus, Dusche rein, inklusive Demontage und Entsorgung – liegt meist zwischen 4.000 und 6.000 Euro. Der Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.180 Euro[1] deckt davon einen großen Teil. Achten Sie beim Angebotsvergleich darauf, dass Demontage, Entsorgung und Abdichtung nach DIN 18534 im Festpreis enthalten sind – sonst drohen Nachträge. Der Lohnanteil der Rechnung ist nach § 35a EStG[5] zu 20 Prozent absetzbar (maximal 1.200 Euro[5] pro Jahr); lassen Sie ihn sich separat ausweisen.

Der Weg zur neuen Dusche in sechs Schritten

Schritt Was passiert Zeitbedarf
1. Angebote2–3 Fachbetriebe mit Vor-Ort-Termin, Fotos und Maßen kontaktierenwenige Tage
2. FestpreiseAngebote inkl. Demontage, Entsorgung, Abdichtung vergleichen1–3 Werktage
3. FörderantragPflegekasse – vor Baubeginn stellen; ggf. L-Bank paralleleinige Wochen Bearbeitung
4. VergabeErst nach Förderzusage beauftragen
5. UmbauSystemlösung ca. 1 Tag, geflieste Dusche mehrere Tage1–8 Tage
6. BelegeRechnungen einreichen, Zuschuss wird ausgezahltnach dem Umbau

Planen Sie vom gewünschten Umbautermin rückwärts: Die Pflegekasse braucht für die Zusage meist mehrere Wochen. Wer den Antrag auf den letzten Drücker stellt, verschiebt den Umbau oder verliert den Zuschuss.

Checkliste: Bodengleiche Dusche in Leutkirch richtig planen

  • [ ] Pflegegrad-Bescheid bereitlegen oder Pflegegrad beantragen (kostenlose Pflegeberatung hilft)
  • [ ] Mindestens drei Festpreisangebote mit Vor-Ort-Termin einholen
  • [ ] Demontage, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534 im Angebot prüfen
  • [ ] Bauweise klären: gefliest mit Gefälle-Estrich, Duschelement oder flache Duschtasse
  • [ ] Bei Altbau/Denkmalschutz: Deckenkonstruktion und Auflagen früh klären
  • [ ] Pflegekassen-Antrag vor Baubeginn stellen, ggf. L-Bank über Landratsamt Ravensburg
  • [ ] KfW-Zuschuss 455-B: seit 31.07.2026 gestoppt (Mittel ausgeschöpft) – als Alternative KfW-Kredit 159 prüfen
  • [ ] Als Mieter: Vermieterzustimmung schriftlich einholen
  • [ ] Lohnkostenanteil für § 35a EStG separat ausweisen lassen
  • [ ] Zugang und Parkmöglichkeit für die Materialanlieferung klären (enge Gassen in der Altstadt)

Fragen und Antworten

Bekomme ich den Zuschuss auch, wenn ich nicht in der Kernstadt, sondern in einer Ortschaft wohne?

Ja. Der Zuschuss der Pflegekasse ist an die Wohnung des Pflegebedürftigen gebunden, nicht an den Stadtteil. Ob Diepoldshofen, Herlazhofen, Winterstetten oder die Kernstadt – die Voraussetzungen sind überall dieselben: Pflegegrad, Antrag vor Baubeginn, Rechnungen nach Abschluss.

Ist eine bodengleiche Dusche in einem alten Haus in der Leutkircher Altstadt möglich?

Häufig ja. Entscheidend ist die Decken- und Bodenkonstruktion, die nur der Vor-Ort-Termin verlässlich beurteilt. Wo kein Gefälle-Estrich möglich ist, schafft eine Systemlösung mit flacher Duschtasse Abhilfe, ohne dass in die Bausubstanz eingegriffen werden muss. Bei denkmalgeschützten Häusern frühzeitig die Denkmalbehörde einbinden.

Gibt es die Förderung auch ohne Pflegegrad?

Der Zuschuss der Pflegekasse setzt einen Pflegegrad voraus. Ohne Pflegegrad bleiben die zinsgünstige L-Bank-Finanzierung, der KfW-Kredit 159 und die Steuerermäßigung nach § 35a EStG. Wer pflegebedürftig ist, aber noch keinen Pflegegrad hat, sollte ihn über die Pflegekasse beantragen – die kostenlose Pflegeberatung unterstützt dabei.

Kann ich Pflegekassen-Zuschuss und L-Bank-Kredit kombinieren?

Ja, die Wege schließen sich nicht aus. Der Zuschuss senkt den Eigenanteil, das Darlehen finanziert den Rest. Entscheidend ist die Reihenfolge: erst die Förderzusagen einholen, dann den Auftrag vergeben.

Wie lange dauert der Umbau in Leutkirch?

Eine Systemlösung mit Duschtasse und Wandpaneelen ist oft an einem Tag montiert. Eine geflieste, bodengleiche Dusche braucht inklusive Trocknungszeiten mehrere Tage bis etwa eine Woche. Fachbetriebe aus der Region haben häufig Vorlaufzeiten – Angebote also früh einholen.

Darf ich als Mieterin oder Mieter in Leutkirch das Bad umbauen?

Mit schriftlicher Zustimmung des Vermieters ja. Bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung können Sie die Erlaubnis nach § 554 BGB verlangen. Viele Vermieter stimmen zu, wenn die bodengleiche Dusche auch für künftige Mieter einen Wert darstellt.

Muss es ein Betrieb aus Leutkirch sein?

Nein, entscheidend sind Vor-Ort-Termin, Festpreis und Referenzen aus der Region. Ein Betrieb aus Memmingen, Wangen oder dem Umland kann ebenso gut arbeiten – wichtig ist, dass er die Bausubstanz vor Ort kennt und bei Gewährleistungsfragen erreichbar bleibt.

Fazit

Leutkirch im Allgäu hat für fast jede Wohnsituation die passende Lösung für eine bodengleiche Dusche: die flache Tasse im engen Altstadtbad, das Duschelement im Reihenhaus, den Gefälle-Estrich im Neubaugebiet der Ortschaften. Der Weg dorthin ist überall gleich: Förderung zuerst klären, drei Festpreisangebote mit Vor-Ort-Termin vergleichen, Antrag vor dem Baubeginn stellen. Mit bis zu 4.180 Euro[1] von der Pflegekasse, der L-Bank-Finanzierung des Landes und der Steuerermäßigung bleibt der Eigenanteil überschaubar – und die eigene Wohnung wird für viele weitere Jahre sicher bewohnbar.

Quellen

  • § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  • L-Bank, Zusatzfinanzierung Barrierefreiheit – Eigentumsfinanzierung BW (Kredit bis 50.000 €, Sollzins 1,00 %, Tilgungszuschuss max. 1.500 €): https://www.l-bank.de/produkte/wohnimmobilien/eigentumsfinanzierung-bw-zusatzfinanzierung-barrierefreiheit.html
  • KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  • KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  • § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
  • § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  • pflege.de, „Wanne raus, Dusche rein“ (Kosten 4.000–6.000 €): https://www.pflege.de/barrierefreies-wohnen/badezimmer/wanne-zur-dusche/
  • Stadt Leutkirch im Allgäu – Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Leutkirch_im_Allgäu

Stand: September 2026. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Kostenangaben sind Richtwerte ohne Gewähr.

Quellennachweise

  1. § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, bis 4.180 €/16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  2. L-Bank, Zusatzfinanzierung Barrierefreiheit (Kredit bis 50.000 €, Sollzins 1,00 %, Tilgungszuschuss bis 1.500 €): https://www.l-bank.de/produkte/wohnimmobilien/eigentumsfinanzierung-bw-zusatzfinanzierung-barrierefreiheit.html
  3. KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  4. KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026 (Stand: September 2026): https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  5. § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  6. § 554 BGB (Barrierereduzierung – Erlaubnis baulicher Veränderungen durch Mieter): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html

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