Badumbau in Kleve: Wanne zur Dusche umbauen – Kosten, Ablauf und Förderung (2026)

Von Rainer Brettner, Beratung & Redaktion·Stand: September 2026·ca. 9 Min. Lesezeit

VorherBadumbau in Kleve: Wanne zur Dusche umbauen – Kosten, Ablauf und Förderung (2026) – Vorher: Badewanne mit hohem Rand
NachherBadumbau in Kleve: Wanne zur Dusche umbauen – Kosten, Ablauf und Förderung (2026) – Nachher: bodengleiche Dusche
Wanne raus, bodengleiche Dusche rein: Der ebenerdige Einstieg senkt die Sturzgefahr deutlich.

Kleve liegt am unteren Niederrhein, nur wenige Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt – und ist mit rund 53.000 Einwohnern die größte Stadt des gleichnamigen Kreises. Die Stadt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: einst Residenzstadt der Herzöge von Kleve mit Schloss und historischen Kuranlagen, heute Sitz einer Hochschule und Wirtschaftsstandort in der Grenzregion. Viele Kleverinnen und Klever pendeln in die Niederlande oder in die umliegenden Städte – das prägt auch die Organisation von Handwerkerterminen. Der Gebäudebestand ist vielfältig: Villen und großzügige Häuser aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert rund um die ehemaligen Kuranlagen, Nachkriegsbauten, Reihenhäuser und Eigenheime in den Stadtteilen wie Kellen, Materborn, Donsbrüggen oder Reichswalde. Ein ebenerdiger Duscheinstieg reduziert die Sturzgefahr im Alter erheblich und erleichtert die Pflege. Wie der Umbau in Kleve abläuft, was er kostet und welche Förderung es gibt, zeigt dieser Ratgeber.

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Die Ausgangslage: Grenzregion, Villen und Bestandsbauten

  • Grenzregion und Pendler: Viele Kleverinnen und Klever arbeiten in den Niederlanden oder pendeln in die umliegenden Städte. Termine lassen sich daher oft nur abends oder am Wochenende wahrnehmen – gute lokale Betriebe bieten flexible Vor-Ort-Termine an.
  • Villen und Altbauten: Im Bereich der ehemaligen Kuranlagen und in den älteren Vierteln stehen großzügige Häuser des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Dort sind die Bäder oft geräumig, aber technisch veraltet – der Umbau lohnt sich, erfordert aber eine sorgfältige Planung der Leitungsführung.
  • Nachkriegs- und Bestandsbauten: Häuser der 1950er- bis 1970er-Jahre haben andere Grundrisse und Untergründe als Neubauten. Estrich, Holzbalkendecken oder alte Fliesen entscheiden, ob eine bodengleiche Dusche möglich ist.
  • Eigenheime in den Stadtteilen: Kellen, Materborn oder Reichswalde sind geprägt von Ein- und Zweifamilienhäusern mit Bädern in Standardmaßen – die lassen sich meist ohne großen Eingriff umbauen.
  • Mietwohnungen: Auch in Kleve gibt es zahlreiche Mietwohnungen. Mieter brauchen die Erlaubnis des Vermieters; bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung besteht nach § 554 BGB[1] ein Anspruch auf Zustimmung.

Warum ein Fachbetrieb aus Kleve und Umgebung?

Ein Betrieb aus Kleve, Emmerich, Goch oder dem Kreisgebiet kennt die örtlichen Gegebenheiten: die Villen der Kuranlagen, die Nachkriegsbauten, die Eigenheimlagen. Kurze Wege für Ersttermin und Nachbesserungen, keine Anfahrtskosten und ein erreichbarer Ansprechpartner für Gewährleistungsfragen sprechen für einen regionalen Anbieter. Gerade für Berufstätige, die in den Niederlanden arbeiten, sind flexible Terminmodelle ein entscheidender Vorteil.

Kosten: Was der Badumbau in Kleve kostet

Ausführung Kostenrahmen
Systemlösung mit Duschtasse und Wandpaneelenca. 3.000–5.000 €
Bodengleiche, geflieste Duscheca. 5.000–8.000 €
Üblicher Standardfall (Wanne → Dusche)ca. 4.000–6.000 €

Quellen: pflege.de, altersgerecht-modernisieren.de (Kostenübersicht 2026).

Die Einzelpositionen im Überblick:

Position Rahmen
Demontage und Entsorgung der alten Wanneca. 300–600 €
Abdichtung des Duschbereichs (DIN 18534)ca. 400–900 €
Fliesen- und Fugarbeitenca. 800–2.000 €
Armatur und Duschabtrennungca. 300–900 €
Elektroarbeiten, falls nötigca. 200–600 €

In den großzügigen Altbauten kann die Erneuerung der Leitungsführung den Preis erhöhen; in den Eigenheimen der Stadtteile bleibt der Standardfall meist im Rahmen. Achten Sie darauf, dass Demontage, Entsorgung und Abdichtung im Angebot enthalten sind.

Förderung: Bis zu 4.180 € von der Pflegekasse

  • Pflegekasse: Mit Pflegegrad 1–5 bis zu 4.180 €[2] nach § 40 Abs. 4 SGB XI; bei mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt bis zu 16.720 €[2]. Antrag vor Baubeginn stellen.
  • KfW: Der Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt (Mittel ausgeschöpft, Wiederaufnahme frühestens 2027)[3]. Der zinsgünstige Kredit 159 (bis 50.000 € je Wohneinheit)[4] läuft weiter – auch ohne Pflegegrad.
  • Land NRW: Die NRW.BANK fördert altersgerechte Umbauten über zinsgünstige Darlehen; Antrag über die Hausbank.
  • Kreis und Kommune: Der Kreis Kleve und die Stadt informieren zu barrierearmem Wohnen; Beratungsangebote ändern sich regelmäßig.
  • Steuer: Lohnkosten zu 20 Prozent absetzbar nach § 35a EStG, maximal 1.200 € pro Jahr[5].

Mehr dazu: Förderung & Zuschüsse.

Ablauf: Vom Angebot bis zur fertigen Dusche

Schritt Was passiert Zeitaufwand
1. AnfrageFotos, Maße, Wunschtermin sendenwenige Minuten
2. Vor-Ort-TerminVermessung, Untergrund, Leitungen prüfenca. 30–60 Minuten
3. FestpreisangebotLeistungen vergleichen1–3 Werktage
4. FörderantragBei der Pflegekasse – vor Baubeginnvor dem Umbau
5. UmbauSystemlösung 1 Tag, gefliest mehrere Tage1–5 Tage
6. AbrechnungRechnungen einreichen, Zuschuss erhaltennach dem Umbau

Erst beauftragen, wenn die Förderzusage vorliegt. Bereiten Sie Fotos von Wanne, Raum und Tür vor, dazu Maße möglichst mit Grundriss, das Gebäudejahr und Unterlagen zum Pflegegrad.

Stadtteile im Überblick

Stadtteil Charakter Besonderheit beim Umbau
Innenstadt / KuranlagenVillen, Altbauten des 19./20. Jh.Leitungsführung prüfen, großzügige Bäder
KellenGrößter Stadtteil, EigenheimeStandardmaße, meist unkompliziert
MaterbornWohnlagen, EinfamilienhäuserBodengleiche Dusche oft möglich
Donsbrüggen / RindernLändlichere OrtslagenGemischte Substanz, Vor-Ort-Termin wichtig
ReichswaldeEigenheime am WaldrandAnfahrten einplanen, Termine bündeln

Fallbeispiel: Umbau in Kleve-Kellen

Eine Familie aus Kellen ließ für den 78-jährigen Vater, der mit Pflegegrad 1 im Erdgeschoss eines Einfamilienhauses wohnte, die Badewanne entfernen. Der Bodenaufbau erlaubte eine bodengleiche, geflieste Dusche. Festpreis: 6.100 € inklusive Demontage, Entsorgung, Abdichtung nach DIN 18534, Fliesen, Armatur und Duschabtrennung. Der Förderantrag ging vor Baubeginn zur Pflegekasse; nach Einreichen der Rechnungen wurden 4.180 €[2] ausgezahlt. Die Besichtigungstermine fanden wegen der Berufstätigkeit der Kinder abends statt – der lokale Betrieb machte das problemlos möglich.

Checkliste: Fachfirma vor Ort auswählen

  • [ ] Vor-Ort-Termin: Seriöse Angebote entstehen erst nach Besichtigung.
  • [ ] Flexible Termine: Für Pendler in die Niederlande wichtig – abends oder am Wochenende.
  • [ ] Festpreisangebot: Demontage, Entsorgung, Abdichtung inklusive.
  • [ ] Referenzen: Umbauten in Kleve zeigen lassen.
  • [ ] Abdichtung: DIN 18534 einhalten lassen.
  • [ ] Gewährleistung: Garantie auf die Arbeit schriftlich klären.
  • [ ] Förderung: Antrag vor Baubeginn, Belege sammeln.
  • [ ] Mietrecht: Vermieterzustimmung schriftlich einholen.
  • [ ] Lohnkostenanteil: Für § 35a EStG separat ausweisen.

Wiederaufbau, Anhöhen und Rheinaue: Die Klever Wohnlagen im Detail

Kleve wurde im Zweiten Weltkrieg – vor allem bei den Luftangriffen 1944/45 – schwer zerstört, auch die Schwanenburg erlitt schwere Schäden. Die Innenstadt wurde in den 1950er-Jahren neu aufgebaut; wer heute dort wohnt, lebt häufig in einem Nachkriegsbau mit kompakten Bädern und Leitungen, die inzwischen in die Jahre gekommen sind – ein guter Grund, den Umbau mit einem Leitungs-Check zu verbinden.

Die begehrtesten Wohnlagen liegen auf den Anhöhen: Materborn ist mit rund 11.000 Einwohnern der zweitgrößte Stadtteil und erstreckt sich auf einem Höhenzug westlich der Stadt – mit vielen Einfamilienhäusern und Blicken über den Niederrhein. Kellen, dessen Geschichte bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht (erste urkundliche Erwähnung 751/752, Alte Kirche mit Memorienstein aus dem 10. Jahrhundert), bietet dörfliche Kerne neben neueren Wohngebieten. In den Rheinaue-Orten Griethausen, Düffelward und Bimmen wohnt man hinter Deichen – hier lohnt beim Badumbau im Erdgeschoss ein Blick auf Hochwasserschutz und Abdichtung. Am Rand des Reichswalds, in Reichswalde und Donsbrüggen, dominieren ruhige Eigenheimlagen.

Fragen und Antworten

Kann ich in meiner Klever Mietwohnung das Bad umbauen?

Ja, mit schriftlicher Zustimmung des Vermieters. Bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung kann die Erlaubnis nach § 554 BGB[1] verlangt werden.

Passt eine bodengleiche Dusche in ein älteres Haus aus der Gründerzeit?

Oft ja, aber die Leitungsführung und der Untergrund entscheiden. Der Vor-Ort-Termin klärt, ob eine bodengleiche Lösung möglich ist oder eine Systemlösung mit flacher Duschtasse besser passt.

Gilt der Pflegekassen-Zuschuss auch in Kleve?

Ja. Bis zu 4.180 €[2] nach § 40 Abs. 4 SGB XI, bundesweit – mit Pflegegrad 1–5 und Antrag vor dem Baubeginn.

Brauche ich einen Pflegegrad für die Förderung?

Für den Zuschuss der Pflegekasse ja. Ohne Pflegegrad bleibt der KfW-Kredit 159[4]; der Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 gestoppt (die 2026er-Mittel sind ausgeschöpft; Stand: September 2026)[3].

Wie lange dauert der Umbau in Kleve?

Systemlösungen sind oft an einem Tag montiert. Für eine geflieste, bodengleiche Dusche planen Sie mehrere Tage inklusive Trocknungszeiten ein.

Lassen sich Pflegekasse und KfW kombinieren?

Ja. Zuschuss und Kredit 159 schließen sich nicht aus. Entscheidend ist die Reihenfolge: erst die Förderzusage, dann der Baubeginn.

Was ist bei einem Nachkriegsbau in der Klever Innenstadt zu beachten?

Die Bäder sind oft kompakt und die Leitungen stammen aus den 1950er- bis 1970er-Jahren. Lassen Sie die Anschlüsse beim Vor-Ort-Termin prüfen – ein Strangwechsel ist machbar, kostet aber Planung. Eine Systemlösung mit flacher Duschtasse ist in diesen Grundrissen meist die wirtschaftlichste Wahl.

Wie sieht es mit Hochwasserschutz in den Rheinaue-Orten wie Griethausen aus?

Die Orte liegen hinter Deichen, die bei Hochwasser schützen. Für den Badumbau im Erdgeschoss oder Keller ist trotzdem eine fachgerechte Abdichtung sinnvoll; ein Rückstauschutz verhindert, dass Wasser über die Entwässerung eindringt. Ihr lokaler Betrieb kennt die Lagen und berät vor Ort.

Fazit

Kleve verbindet die Eleganz der alten Kuranlagen mit modernen Eigenheimlagen – und fast überall lässt sich die Badewanne sicher gegen eine Dusche tauschen. Wer einen regionalen Fachbetrieb mit flexiblen Terminen beauftragt, Festpreisangebote vergleicht und den Förderantrag rechtzeitig stellt, bekommt eine sichere Dusche zu einem kalkulierbaren Preis. Mit Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 €, ohne Pflegegrad hilft der KfW-Kredit 159.

Quellen

  • § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Zuschuss 4.180 € / 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  • KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026: https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  • KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  • NRW.BANK, „Altersgerechter und behindertengerechter Umbau“: https://www.nrwbank.de/de/privatpersonen/wohneigentum-gestalten/barrierefrei-umbauen/
  • § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
  • § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
  • pflege.de, „Wanne raus, Dusche rein“ (Kosten 4.000–6.000 €): https://www.pflege.de/barrierefreies-wohnen/badezimmer/wanne-zur-dusche/
  • Wikipedia, Materborn (zweitgrößter Stadtteil Kleves, Höhenlage westlich der Stadt): https://de.wikipedia.org/wiki/Materborn
  • Wikipedia, Kellen (Ersterwähnung 751/752, Alte Kirche): https://de.wikipedia.org/wiki/Kellen

Stand: September 2026. Förderprogramme können sich ändern; vor Antragstellung aktuelle Konditionen prüfen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellennachweise

  1. § 554 BGB (Erlaubnis des Vermieters für bauliche Veränderungen bei Behinderung bzw. Pflegebedürftigkeit): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__554.html
  2. § 40 Abs. 4 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, bis 4.180 € je Maßnahme, bei mehreren Berechtigten bis 16.720 €): https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/__40.html
  3. KfW, Antragsstopp 455-B vom 31.07.2026 (Mittel ausgeschöpft; Stand: September 2026): https://www.kfw.de/Über-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_903232.html
  4. KfW, Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ (bis 50.000 € je Wohneinheit): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/
  5. § 35a EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen, 20 % des Lohnanteils, max. 1.200 € pro Jahr): https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html

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